Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Bombardier-Talente für Berlin und Brandenburg

08.02.10 (Deutschland, Eisenbahn, Nahverkehr, Personenverkehr, Triebwagen)

Talent 2 von Bombardier (Foto: Bombardier Transportation)

Bombardier Transportation wird weitere 48 TALENT 2-Züge an die Deutsche Bahn (DB) liefern. Damit steigt die Zahl der von der DB bestellten Fahrzeuge auf 176. Der Auftragswert des aktuellen Abrufs beläuft sich auf ca. 200 Millionen Euro.

Die neuen Züge werden ab Dezember 2011 von der DB Regio im Netz des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) betrieben. Dann wird mit dem TALENT 2-Zug ein Großteil der VBB-Linien in der Region Berlin-Brandenburg abgedeckt. „Wir sind stolz darauf, dass der TALENT 2 auch als moderner Airport Express eine wichtige Rolle im Verkehrskonzept für den neuen Hauptstadtflughafen spielen wird. Die DB Regio hat bereits 176 Züge für den Einsatz in acht Bundesländern aus dem Rahmenvertrag abgerufen. Das unterstreicht, wie vielfältig dieses Fahrzeugkonzept eingesetzt werden kann“, sagt Dr. Klaus Baur, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bombardier Transportation in Deutschland.

Eingesetzt werden die Züge unter anderem auf den Strecken Magdeburg − Brandenburg − Berlin − Frankfurt/Oder – Eisenhüttenstadt – Cottbus sowie Dessau − Belzig − Berlin − Wünsdorf-Waldstadt bzw. später Senftenberg. Den neuen Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg International werden die Züge der Linie RE 9 ab Berlin-Hauptbahnhof anfahren.

Die Flotte setzt sich zusammen aus 26 dreiteiligen und 22 fünfteiligen Fahrzeugen. Sie kommen zwischen 2011 und 2012 zur Auslieferung. Um den unterschiedlichen Bahnsteighöhen im VBB-Netz gerecht zu werden, haben jeweils 12 dreiteilige Züge und 19 fünfteilige Züge eine Einstiegshöhe von 600 mm, während die Einstiegshöhe der restlichen Züge bei 800 mm liegt.

Im Februar 2007 hatten die Deutsche Bahn AG und Bombardier Transportation einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 321 Fahrzeugen abgeschlossen. Die sieben bisherigen Abrufe über 128 Elektrotriebzüge sind vorgesehen für den Einsatz

  • bei der S-Bahn Nürnberg,
  • als Moseltalbahn zwischen Koblenz und Trier bzw. Perl,
  • auf der Strecke zwischen Cottbus und Leipzig,
  • als Rhein-Sieg-Express zwischen Aachen und Siegen,
  • im E-Netz Franken auf den Strecken zwischen Nürnberg, Bamberg und Würzburg sowie zwischen den südthüringischen Städten Sonneberg, Saalfeld und Jena,
  • als Mittelhessen-Express auf den Strecken zwischen Frankfurt/Main – Gießen – Treysa bzw. Dillenburg sowie zwischen Hanau – Frankfurt – Gießen,
  • auf der Saxonia-Linie zwischen Dresden, Riesa und Leipzig.

Wesentliche Merkmale der neu entwickelten Elektrotriebzug-Plattform TALENT 2 (Baureihe 442) sind das innovative modulare Konzept und die hohe Standardisierung. Die Züge bieten eine nahezu unbegrenzte Flexibilität in der Konfiguration bei gleichzeitiger Kosteneffektivität und -transparenz. Mit dem neuen Baukastenprinzip sind zahlreiche Varianten desselben Zugtyps möglich. Die zwei- bis sechsteiligen Fahrzeuge können mit einer Vielzahl unterschiedlicher technischer Module ausgestattet werden – je nach Einsatzzweck als Nahverkehrs- oder Regional Express-Zug.

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TGV fahren Frankfurt – Paris

06.02.10 (Deutschland, Eisenbahn, Frankreich, Hochgeschwindigkeitszüge, Strecken)

Schon seit dem 25. Januar 2010 springen französische TGV-Züge für deutsche Mehrsystem-ICE ein. Auf der ICE-Linie Frankfurt (M) – Mannheim –Saarbrücken – Paris werden bis zum 18. Februar 2010 folgende ICE durch TGV-Züge ersetzt:

- ICE 9550: Ersatz durch TGV 2890, täglich außer samstags;
- ICE 9554: Ersatz durch TGV 2894, täglich;
- ICE 9558: Ersatz durch TGV 2888, Montag – Samstag

- ICE 9551: Ersatz durch TGV 2891, Montag – Samstag;
- ICE 9555: Ersatz durch TGV 2895, täglich;
- ICE 9559: Ersatz durch TGV 2899, täglich außer samstags

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Probleme mit Fester Fahrbahn Nürnberg – Ingolstadt

06.02.10 (Deutschland, Eisenbahn, Fernverkehr, Hochgeschwindigkeitszüge, Strecken, Triebwagen)

Mit 45 Minuten Verspätung “wegen technischer Probleme am Triebfahrzeug” kam mein ICE gestern aus München in Nürnberg an. Immerhin ein Doppelzug ohne Stehplätze, der bis Düsseldorf dann 5 Minuten aufgeholt hatte.

Die Verspätung aller ankommenden ICE in Nürnberg – oft noch in der beliebten umgekehrten Wagenreihung – hat neben den Triebfahrzeugstörungen, die auch nach Aussagen von Eisenbahnern zugenommen haben, noch einen Grund: Mängel am Gleis. Auf der nicht einmal vier Jahre alten Strecke darf nach einer Pressemitteilung der DB, die nicht im Internet zu finden ist, nur noch 160 km/h gefahren werden. Das Bayerische Fernsehen berichtet. Verspätungen von “5 bis 10 Minuten” seien die Folge.

Ursache sind vermutlich nach Informationen der “Welt” die Schienenklammern, nach der Interpretation des Fernsehens könnten es aber auch die Gummiplatten zwischen Schiene und Schwelle sein. Die Feste Fahrbahn (ich schrieb darüber 1999 im DB-Magazin ZUG) hat eigentlich den Vorteil, dass sie ohne Schotter auskommt, der bei 300 km/h schon mal hochgewirbelt werden kann und permanente Pflege braucht. Die Feste Fahrbahn besteht aus einer Betonstraße, in die die Schwellen oder Halbschwellen eingelassen werden. Das führt zu einem ruhigen Zuglauf “wie auf Schienen”. Ich bin noch nie auf so einem ebenen Gleisbett gefahren wie auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg – München.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Feste Fahrbahn lediglich den winzigen elastischem Spielraum zwischen Schiene und Schwelle hat, der durch eine Hartgummiplatte definiert wird. Das scheint schon länger ein Grund für die höhere Abnutzung der Radsätze an ICE zu sein. Ein Schotterbett gibt viel mehr nach, muss aber regelmäßig gestopft werden.

Was sagt uns das? Das Rad-Schiene-System ist doch etwas komplexer, als sich manche träumen lassen. Alles hängt mit allem zusammen.

Und: Die Deutsche Bahn wird nicht nur kräftig in Züge, sondern auch die Sanierung ziemlich neuer Strecken Milliarden investieren müssen. CSU-Ministerdarsteller Ramsauer, von keinerlei Wissen über das Schienenverkehrssystem belastet, weiß sicher einen Weg. Nein, Herr Ramsauer, man kann die Strecken nicht in Autobahnen umwandeln! Aber die von Ihnen hofierte Asphaltindustrie hat bestimmt eine Idee, die allen nützt.

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Grab dir eine Grubenbahn

04.02.10 (Modellbahn)

Obwohl die altbekannten Marken mit den üblichen Materialschlachten für sich werben und der Besucherandrang und die Standgrößen auf der Spielwarenmesse in Nürnberg nach meinem Eindruck geringer geworden sind, gibt es noch intelligente Neuentwicklungen ohne Gigantismus. Etwa die Grubenbahn bei Busch, die nach einem erzgebirgischen Vorbild entstand und im H0-Maßstab auf 6,5-mm-Gleis fährt, sehr langsam und durch einen mit Magnetkraft verstärkten Kontakt zu den Schienen. Hier ein Einblick in den unterirdischen Teil.

Grubenbahn von Busch (Foto: Weidelich)

Überhaupt sind bewegliche Figuren und winzige Fahrzeuge und Funktionsmodelle in H0 ein Thema, das noch an Bedeutung gewinnen dürfte. Denn Platz ist für Bewegungseffekt fast überall. Sie bringen neuen “Thrill” auf die Modellbahn.

Nach dem Preis und den weiteren Daten des Big Boy, Spurweite ca. 17 cm, habe ich noch nicht gefragt. SJ Models macht’s möglich. Der Sound ist  digital, aber voluminös. Etwas für den prallen Geldbeutel und sicherlich repräsentativ in Wohnzimmern und Hobbyräumen ab 45 Quadratmetern. Zum Vergleich: Oben stehen Spur1-Modelle im Maßstab 1:32.

Big Boy für big boys... (Foto: Weidelich)

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Ein Blick auf die Eisenbahn in Ungarn

02.02.10 (Eisenbahn, Europa)

Eine deutschsprachige ungarische Tageszeitung, der Pester Lloyd, berichtet über den Verfall der MAV, der ungarischen Staatsbahn.

Nein, ich sage jetzt nichts dazu. ;-)

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ICE-Verspätung durch Pinkelpausen

02.02.10 (Deutschland, Eisenbahn, Fernverkehr, Personenverkehr)

Die Damen links, die Herren rechts

Bedarfshalt auf freier Strecke: "Die Damen bitte in Fahrtrichtung rechts, die Herren links aussteigen."

Letzte Woche sah ich in Twitter einen Tweet über einen vollbesetzten ICE, in dem nur zwei Toiletten funktionierten. Leider habe ich die Meldung nicht gespeichert.

Vielleicht war es auch dieser, über den die Sächsische Zeitung berichtet. Da hatte wohl ein Zugchef so viel mitmenschliches Gefühl und ließ den ICE Pinkelpausen einlegen.

Von wegen gut gewartete ICE…

Aber vielleicht gehören WC wie Kaffeemaschinen zu den Komfortausstattungen, die bei Zeitknappheit nicht repariert werden. Zitat aus dem Fernsehbeitrag in Kontraste: “Der Bahnkonzern gibt uns kein Interview. Schriftlich fragen wir detailliert nach jedem einzelnen der Vorwürfe. Die Bahn bestreitet sie pauschal. Es würden nur sichere Züge die Werke verlassen, heißt es. Allenfalls – Zitat:” „Sogenannte ‚Komfortreparaturen’, beispielsweise das Instandsetzen defekter Kaffeemaschinen, werden in Einzelfällen zugunsten der Fahrzeugverfügbarkeit zurückgestellt.“

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Bunte Züge als Regionalexpress 13

01.02.10 (Deutschland, Eisenbahn, Personenverkehr, Strecken)

Etwa einen Monat lang werden sehr bunte Züge die RE 13 von Hamm nach Mönchengladbach befahren. Heute habe ich die ersten Bilder geschossen. Die Wagen stammen u.a. von der Pressnitztalbahn, der Nord-Ostseebahn, die Loks und die drei frisch lackierten Triebwagen gehören Alpha Trains .

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Wie sich die Modellbahnbranche selbst schädigt

01.02.10 (Gartenbahn, Modellbahn)

Die Spielwarenmesse rückt näher, die Neuheitenlisten und -kataloge fast aller Hersteller sind bekannt. Ich sehe die üblichen Materialschlachten, die 180-seitigen Neuheitenprospekte, dieses ewige „Viel hilft viel“ und die ebenso üblichen satten Preissteigerungen. Märklin und LGB langen wieder besonders heftig zu, und die Preise der Personenwagen bei Roco – aus längst abgeschriebenen Formen – haben sich in 20 bis 25 Jahren verdreifacht. Und das, obwohl längst nicht mehr in Österreich, sondern in Billiglohnländern (Ungarn, Slowenien, Rumänien, China) produziert wird und die Kaufkraft in Deutschland wegen minimaler Lohnerhöhungen, Steuerprogression, Weihnachtsgeld- und Urlaubsgeldstreichungen seit Jahren stagniert.

Ich kaufe seit 40 Jahren (in den letzten Jahren kaum noch) Modellbahnartikel. Ich habe noch kein einziges Jahr erlebt, in dem die Preise stabil blieben oder gesunken sind. Wenn jährlich zum 1.2. frech 5 bis 7 %, manchmal auch mehr, aufgeschlagen werden, kann das nichts mit gestiegenen Löhnen und Materialkosten zu tun haben. Nein, die Branche macht sich nicht einmal die Mühe, irgendeinen Grund für höhere Preise anzugeben!

Die Modellbahnbranche, soviel ist sicher, hat aus der Krise nichts gelernt. Während Modellbahnhändler aufgeben und ihre Läden schließen, Sammlungen aus allen Nähten platzen, die Nachlässe mit oft neuwertigem Material bei eBay billig zu haben sind, tun die Modellbahnhersteller so, als ob nichts gewesen wäre: Keine Insolvenz von LGB (es waren sogar zwei), keine Insolvenz von Märklin und Faller, keine Schwierigkeiten bei Roco, Fleischmann, Trix, Kibri und Herpa.

Wer heute 369 bis 480 Euro für eine H0-Dampflok verlangt, hat schlichtweg den Verstand verloren. 50 bis 80 Euro kostet ein schlichter Personenwagen in H0. Märklin-LGB erdreistet sich, für US-Schnellzugwagen aus abgeschriebenen Formen 350 Euro zu verlangen, 600 Euro für ein plumpes Diesellok-Spielzeug, made in China oder Hungary. Die amerikanische Konkurrenz USA-Trains verlangt für wesentliche bessere Modelle, made in China, gerade mal ein Drittel des Preises. Und macht dabei auch Gewinn, wenn auch vielleicht einen etwas bescheideneren.

Ich mag mich jetzt nicht über Geschäftsführer ohne Kommunikationstalent und Neuheitenblatt auslassen, über “professionelle” Investoren mit der Gier nach scheinbar großen Marken und fetten Renditen, sogenannte Consultants ohne Kenntnisse der Modellbaubranche, junge BWL-Karrieristen und Insolvenzverwalter (es gibt auch gute) schimpfen. Das kann Werner Killersreiter, der zwei Jahrzehnte mit Modellbausätzen gehandelt hat, viel besser. Nehmen Sie sich die Zeit für den langen Beitrag, dem ich in nahezu allen Punkten zustimmen muss.

Die Zeit ist mir zu schade, um die Filetierung Fleischmanns durch die Modelleisenbahn-Holding zu kommentieren. Was dort abläuft, bedeutet den Tod der Marke. Der scheint gewollt zu sein. Dummheit im Umgang mit einer (weiteren) Traditionsmarke und Verarschung der treuen Kunden.

Die Modellbahnbranche steht mit ihrer Hochpreispolitik am Abgrund und wird auf der Spielwarenmesse ab Donnerstag wieder das selbe Programm abspulen wie seit 40 Jahren: Noch mehr Neuheiten, noch höhere Preise, noch kleinere Serien und so dicke Kataloge wie in den Jahren zuvor und wieder keine Anstrengungen, Kinder mit bezahlbaren aktuellen Modellen zu locken, welche die potenziellen kleinen Kunden aus eigener Anschauung kennen.

Wer jetzt nicht Sortimente abspeckt, die Neuheitenzahl begrenzt, Innovationen und Standards schafft und Preise senkt, wird die Quittung vom Käufer bekommen. Käuferstreik.

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Faszinierende Winterbilder vom Brocken

01.02.10 (Dampflok, Deutschland, Eisenbahn, Personenverkehr, Strecken)

Ich hatte die Ehre, bei der Wiedereröffnung der Brockenbahn am 15.9.1991 dabei zu sein, mit einem Fernsehteam des MDR. Lang, lang ist es her.

Ich habe immer wieder einmal am Brocken fotografiert. Doch regelrecht “magische” Fotos wie diese sind mir nicht gelungen. Begnadete Eisenbahnfotografen haben hier Bilder online gestellt, die in jeder Hinsicht zur Spitzenklasse gehören. Großartig!

Hier kommt die Faszination der Dampfeisenbahn im Winter einzigartig zur Wirkung.

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Frankfurter Bundespolizei räumt erneut überfüllten ICE-Zug

31.01.10 (Deutschland, Eisenbahn, Hochgeschwindigkeitszüge, Strecken)

Foto: Thomas Kuhn

Foto: Thomas Kuhn

Foto: Thomas Kuhn

Foto: Thomas Kuhn

Wie das Internet-Portal Der Westen berichtet, wurde gestern erneut ein ICE in Frankfurt/Main-Flughafen von der Bundespolizei “geräumt”, um einen nur einteiligen Zug von München nach Köln/Dortmund von zu vielen Fahrgästen zu befreien. Das scheint nun ein Dauerzustand zu werden.

Schon im August 2009, als die ersten ICE wegen des Achsbruchs häufiger in die Inspektion mussten, habe ich dort auf einen Zug reduzierte ICE-Züge erlebt, die sonst als Doppelzug gefahren wären. Trotzdem hatte die DB Platzkarten für beide Zughälften verkauft. So versuchte ich dann woanders Platz zu finden und die Berufspendler standen bei 280 km/h in den Gängen.

Der Westen verweist noch auf den Bericht meiner Kollegen der Wirtschaftswoche und von Handelsblatt, Süddeutscher Zeitung und VDI-Nachrichten, die in diesem ICE 104 zum Aussteigen aufgefordert wurden und dann über eine Stunde auf die nächste Fahrgelegenheit warten mussten. Ohne Kompensation natürlich. Thomas Kuhn stellte mir zwei Handy-Fotos der Aktion zur Verfügung.

Bemerkenswert ist dieser Leserbrief in Der Westen:

Die Bahn belügt die Öffentlichkeit – gezielt. Wer einmal für die Mitarbeiterzeitschrift der Bahn gearbeitet hat, der weiß, wie da die Dinge für diesen Konzern schöngeschrieben werden. Die neuerlichen Fälle beweisen nur wieder einmal, dass dass nur das Geld der Fahrgäste willkommen ist, die Personen natürlich nicht. Wenn nun schon die Polizei zahlende Fahrgäste aus dem Zug holt, dann erfüllt ist das wohl die Nichterfüllung eines geschlossenen Beförderungsvertrages.

Ob das juristisch wirklich haltbar ist, kann ich nicht beurteilen.

Sicher ist jedoch: Die Deutsche Bahn beschädigt ihr Image und ihr Geschäft momentan so nachhaltig wie nie zuvor.

Nachtrag 1.2.: Ein heutiger Kommentar zu dem Beitrag in Der Westen: Heute morgen wurde der “Wetterstein” in Köln-Deutz geräumt. Ich bin schon in Düsseldorf nicht mehr reingekommen und nahm den Folgezug. Die Züge fahren nicht “ausnahmsweise” einteilig, sondern schon seit Wochen regulär. Da ich täglich zwischen Düsseldorf und Frankfurt pendel, darf ich diesem Vergnügen ständig beiwohnen. Leider gibt es aus Verbrauchersicht keine Alternative.

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