Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Willkommen in meinem Eisenbahn-Blog!

18.08.09 (Bahnhöfe, Personenverkehr, Technologien)

Grünes Licht, Abfahrt! Tagelang habe ich recherchiert, Software gefunden, Strukturen und Themen entwickelt und einen unverwechselbaren Namen für den Eisenbahn- und Mobilitäts-Blog erfunden: Railomotive. Rail steht für Schiene, Motive für motive power, die Antriebskraft, die Lok und auch schöne Motive. Und als Gegenstück zu Automotive, auch wenn diese Form der Mobilität ab und an aufscheinen wird. Verbunden sind die Begriffe mit einem altmodischen O im Stil der Fünfziger, als die Eisenbahn noch eine heile, sehr gut organisierte Welt war und die Eisenbahner noch eine große Familie mit Standesbewusstsein und  keine Ansammlung von Kostenstellen in Profitcentern waren.

In diesem Blog („das Blog“ als Neutrum gefällt mir nicht, und ich folge bewusst nicht jedem Rechtschreibreform-Unfug) geht es um die weite Welt des des Schienenverkehrs, deren Themen im journalistischen Alltag – auch in meinem – viel zu selten die engen Grenzen der entweder auf hochspezialisiserte Insider oder aber Fans fokussierten Fachzeitschriften überschreiten.

Das System Eisenbahn findet generell wenig Interesse in den Medien, weil es sich seit Jahren schlecht verkauft und lange Zeit scheinbar nur Fehlleistungen produzierte. Nicht zuletzt, weil Ex-Bahnvorstandsvorsitzender Mehdorn die Systemunterschiede zwischen Bahn- und Flugverkehr offenbar im Kern nicht verstanden hatte und eine rücksichtslose, kundenfeindliche, ausschließlich auf Profit und kleinstmöglichen Wettbewerb orientierte Politik durchknüppelte. Der Imageschaden für die Eisenbahn in Deutschland ist nachhaltig, auch wenn sich überall neue Bahngesellschaften, wenn auch etwas zu zaghaft, um ein positives Bild bemühen.

Das Loser-Image der Eisenbahn, durch verkommene Bahnhöfe, teilweise museumsreife Züge, vernachlässigte Wartung und verkrautete Strecken verstärkt, ist unberechtigt. Wer die Bahn nutzt, schätzt sie auch meistens. Und die Mitarbeiter – und das gilt auch für die Nahverkehrsbetriebe – tun ihr Bestes, wenn man sie lässt und nicht auf Kostenfaktoren reduziert.

Die Bahn als hochkomplexes Netzwerk ist auch 200 Jahre nach ihrer Erfindung ein Verkehrsmittel, das sich ständig weiterentwickelt und gerade weltweit eine Renaissance erlebt. Sogar bei den autoverrückten Amerikanern, die in schicke Stadtbahnen umsteigen und sich nach neuen, alten Fernzügen sehnen. Deshalb ist es höchste Zeit für eine andere Wahrnehmung der Eisenbahn. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten.

Ein Kommentar

 
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