Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Das ging aber schnell: RAILoMOTIVE ist einen Monat alt!

18.09.09 (Eigene Veröffentlichungen, Marginalien, Marketing)

Seit einem Monat „blogge“ ich jetzt. Es kommt mir viel länger vor und war eine hochinteressante Zeit, in der ich 51 Beiträge geschrieben und viel gelernt habe. RAILoMOTIVE soll keine Blogger-typische Selbstbespiegelung und kein klassisches Internet-Tagebuch (Weblog) sein, sondern interessante Entwicklungen bei Schienenverkehr und Mobilität vorstellen. Als Würze kommen gelegentlich kleine Spitzen gegen jene hinzu, die es aus meiner Sicht verdient haben. Es ist „work in progress“, spannend, lehrreich für mich als Journalist und Eisenbahnfan – und für Sie hoffentlich nicht nur etwas, was Sie jetzt auch noch lesen müssen.

Zwei Wochen dauerte es, bis mich die erste Suchmaschine erfasste. Jetzt schauen bereits jeden Tag zu Bürozeiten gut 200 Besucher in den Blog, doppelt so viel wie vor zwei Wochen. Das ist viel für die kurze Zeit. An den Wochenenden sind es deutlich weniger. Das zeigt, dass Eisenbahn-Profis – und die will ich erreichen – diesen Blog beobachten und lesen.

Ich bin davon überzeugt, dass der Schienenverkehr einen Imagewandel braucht. Allzu viel Porzellan wurde durch Mehdorns schlimme Politik und den unsinnigen Versuch einer Bahnprivatisierung zerschlagen. Technische Probleme an einigen Fahrzeugserien haben, unabhängig von Schuld und Verursacher, das Image weiter beschädigt. Dabei ist der Schienenverkehr viel besser als sein Ruf.

Einen Ruf zu verändern, ist ohne kräftigen Lobbyismus und größere Investitionen in die Öffentlichkeitsarbeit aber nicht möglich. Das heißt dicke Bretter bohren und braucht besser besetzte Pressestellen. Doch vor allem Verständnis, dass Bahnkunden, Mitarbeiter und die Branche insgesamt von einem besseren Image profitieren werden.

Aber es geht voran. Denn die Türen, beobachte ich als Technik-Fachjournalist, sind weiter geöffnet als noch vor zwei, drei Jahren. Schienenverkehr rückt in den Fokus. Zumal dann, wenn nächstes Jahr der Hype um das Elektroauto verstummt sein wird und die große Enttäuschung kommt.

RAILoMOTIVE hat mir im ersten Monat schon einige neue Türen in Ihrer Branche geöffnet und viele neue interessante Kontakte gebracht. Etwa zu dem bloggenden Veolia-Mann Axel Krüger, der vermutlich als Erster der Schienenverkehrsbranche (korrigieren Sie mich!) diese Form der Kundenkommunikation praktiziert. Hinter den Kulissen laufen viele Gespräche. Außerdem hilft mir mein Blog, neue Themen zu entdecken und den Medien anzubieten. Erfolge sind bereits sichtbar, etwa in der Wirtschaftswoche. Und es könnte ja sein, dass Sie mal einen Journalisten brauchen, der komplexe Technik in einfach lesbare Form bringt und gute Fotos macht. 😉

Ich werde weiter Interessantes finden, Denkanstöße geben, laufend hinzulernen und immer mehr Menschen und Entwicklungen Ihrer Branche kennenlernen, die weit dynamischer ist und viel mehr High-Tech bietet, als sich die Bevölkerung und viele schreibenden Kollegen träumen lassen.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare. Sie können sie auch anonym oder mit Pseudonym abgeben, ganz ohne Anmeldung. Wenn ich die Kommentare aus Sicherheitsgründen (Spam) anschließend freigegeben habe, sind sie sichtbar. Beschreiben Sie doch mal Ihre Lösungen und Erfahrungen, ergänzen und kritisieren Sie. Trauen Sie sich!

Allen, die hier mitlesen und kommentiert haben, herzlichen Dank.

Ein Kommentar

  • 1
    axel krüger:

    Hallo Herr Weidelich,

    bevor ich Sie korrigiere, gratuliere ich erst mal zum Blog, zum Mut und vor allem zum Erfolg. Sie treffen den Nagel genau da, wo es wehtut: auf den Kopf. Wir alle sollten unsere Kunden viel stärker in den Mittelpunkt stellen, ihn sehr ernsthaft zu dem, was er will, befragen und uns ihm öffnen. Sanft korrigierend muss ich allerdings eingreifen an dem Punkt, wo Sie Veolia Verkehr als Klassenprimus beim Thema moderner Kundenkommunikation bezeichnen, wiewohl das Kompliment schmeichelt. Ich glaube, dass es nicht drauf ankommen wird, wer hier Erster war, sondern vielmehr, wer das mit langem Atem nachhaltig und glaubwürdig als Teil seiner Unternehmenskultur entwickelt.

    Beste Grüße aus Leipzig, axel krüger.

 
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