Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Gut 440 Millionen Euro schwere Aufträge für die deutsche Bahnindustrie

26.09.09 (Deutschland, Metro, Nahverkehr, Österreich)

In nur zwei Septemberwochen regnete es Aufträge für die Bahnindustrie. Die Straßenbahn- und Nahverkehrstriebwagen kosten insgesamt 441,8 Millionen Euro.

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) bestellten weitere elf Niederflurgelenktriebwagen NGT8D im Wert von 31,8 Millionen Euro. Wie die bisherigen 72 Niederflurwagen der MVB werden diese vom Lieferkonsortium Alstom und Bombardier geliefert, Liefertermin ist 2012.

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK) bestellten für 129 Millionen Euro 30 Zwei-System-Stadtbahnwagen bei Bombardier. Die Flexity-Swift-Fahrzeuge sind klimatisiert und werden voraussichtlich ab August 2011 geliefert. Eingesetzt werden sie auf der bis dahin neu elektrifizierten Strecke zwischen Wörth und Germersheim sowie im Stadt- und Landkreis Karlsruhe.

Bombardier wird weitere 22 Talent2-Züge an die Deutsche Bahn liefern. Das Volumen des erneuten Abrufs eines Rahmenvertrags von 2007 beläuft sich auf rund 90 Millionen Euro und umfasst nun insgesamt 120 elektrische Triebwagenzüge. Sie werden ab Dezember 2011 als Mittelhessen-Express zwischen Frankfurt/Main – Gießen – Treysa bzw. Dillenburg und zwischen Hanau, Frankfurt und Gießen eingesetzt. Ende 2011 übernimmt die DB Regio mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft DB Regio Hessen GmbH den Betrieb dieser Strecken. Die DB Regio Hessen GmbH wird den Talent 2 als Regional-Express und Regionalbahn einsetzen. Die Flotte setzt sich aus sechs dreiteiligen und 16 vierteiligen Fahrzeugen der Baureihe 442 zusammen.

Auch in Wien wird modernisiert: Die Wiener Linien beauftragten ein Konsortium unter der Führung von Siemens mit der Lieferung von weiteren 20 U-Bahn-Zügen. Die Bestellung hat ein Volumen von 191 Mio. EUR. Davon gehen 153 Millionen Euro an Siemens und rund 38 Millionen Euro an den Konsortialpartner Bombardier. Siemens ist für die Konstruktion der Züge, den Bau der Wagenkästen, die Innenausstattung sowie einen Teil der elektrischen Ausrüstung verantwortlich, Bombardier liefert unter anderem Klimaanlagen. Gebaut werden die Züge im Siemens-Werk in Wien. Die Auslieferung ist von 2012 bis 2017 geplant. Die neuen U-Bahn-Züge können einen Teil der beim Bremsen anfallenden Energie ins Netz zurückspeisen. Bei dem neuen Auftrag handelt es sich um die Einlösung der dritten Option der Stadt Wien aus einem 1998 geschlossenen Rahmenvertrag über den Kauf von 60 neuen U-Bahn-Zügen. In den Jahren 2002 und 2006 haben die Wiener Linien insgesamt 40 U-Bahnen bestellt, 27 davon sind bereits im Einsatz.

 
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