Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Gutes von der Deutschen Bahn: das Bayerwald-Ticket

03.09.09 (Bahnhöfe, Deutschland, Personenverkehr)

Es gibt momentan viele Gründe, warum man die Deutsche Bahn nicht lieben kann: Die Politik der Berliner Pressestelle. Der ICE gestern, der ohne zweite Einheit fuhr und in der die Kunden wie im Bus ohne Halt im Gang stehen mussten, wo man sich die schweren Verletzungen nach einer Schnellbremsung besser nicht vorstellen mag. Der IC, der wegen einer signaltechnischen Störung gestern 15 Minuten auf freier Strecke stehenblieb. Die gestern säuberlich auf dem Geländer des Bahnhofs Siegburg/Bonn aufgereihten Kaffeebecher und Tüten, weil es keine Abfallkörbe gibt. Die unsäglichen Senk-ju-Ansagen.

Ab und zu gibt es auch Positives zu vermelden. Auszüge aus einer DB-Pressemitteilung:

Die Nationalpark- und Naturparkregion Bayerischer Wald ist Gewinnerin des Fahrtziel Natur-Award 2009. Der Wettbewerb wurde erstmals von der Kooperation Fahrtziel Natur ausgeschrieben, in der sich Deutsche Bahn, BUND, NABU und VCD seit 2001 engagieren, ökologisch verträgliches Verkehrsverhalten mit aktivem Naturerlebnis zu verbinden. Mit ihrer Bewerbung setzte sich die seit 2002 bei Fahrtziel Natur aktive Region gegen die ebenfalls nominierten Schutzgebiete Nationalpark Jasmund und Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin durch.

Das Bayerwald-Ticket ist der Verbundfahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel in der Nationalpark- und Naturparkregion. Es gilt sowohl für die Züge der Waldbahn, die ganzjährig den ICE- und IC-Halt Plattling mit Zwiesel, Bodenmais, Grafenau und Bayerisch Eisenstein verknüpfen, als auch für die Buslinien in der Region. Besonders bekannt sind die saisonal verkehrenden Igelbusse, die die Ausgangs- und Endpunkte des Wanderwegenetzes verbinden. Mit dem Bayerwald-Ticket sind darüber hinaus grenzüberschreitende Fahrten nach Tschechien in den Nationalpark Sumava möglich. Das attraktive Preis-Leistungsverhältnis, verbunden mit einer guten Angebotskommunikation in allen Informations- und Vertriebskanälen, hat die Jury überzeugt. „Wir haben den Fahrtziel Natur-Award initiiert, um das Engagement in den Fahrtziel Natur-Gebieten zur Verknüpfung von nachhaltiger Mobilität und Tourismus weiter zu fördern und bestehende Angebote bekannter zu machen“, begründet der VCD-Bundesvorsitzende Michael Gehrmann die Ausschreibung des Wettbewerbs. Insgesamt wurden zehn Projekte für den Award eingereicht.

„Es ist dringend notwendig, den Freizeitverkehr stärker auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern“, unterstrich der neue Präsident des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth im Rahmen der Preisverleihung mit seinem Beitrag „Kein nachhaltiger Tourismus ohne nachhaltige Mobilität“. „Dazu müssten den Urlaubern attraktive Angebote von Bahnen und Bussen, eine gute Radverkehrsinfrastruktur und leicht zugängliche Informationen über die Mobilitätsangebote zur Verfügung stehen. Urlaubsreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln müssen bequem und unkompliziert sein, dann werden sie auch verstärkt von den Bürgern genutzt“, sagte Flasbarth.

 
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