Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Schweizer fuhren letztes Jahr 50-mal mit der Bahn – mehr als je zuvor

29.09.09 (Deutschland, Großbritannien, Österreich, Personenverkehr, Schweiz)

Wie der schweizerische Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr LITRA aus der neuesten UIC-Statistik berechnete, fuhr 2008 jeder Einwohner der Schweiz im Durchschnitt 50-mal mit der Eisenbahn, häufiger als je zuvor und etwa doppelt so oft wie in Österreich (26-mal) und Deutschland (23-mal). In keinem anderen europäischen Land wird so häufig Eisenbahn gefahren. Dieser europäische Spitzenrang ist auf die attraktiven Angebote (u. a. Taktfahrplan) der Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie die modernen und komfortablen Fahrzeuge und Anlagen zurückzuführen. Weltweit gesehen liegt auch im vergangenen Jahr nur Japan mit 71 Fahrten pro Einwohner und Jahr vor der Schweiz. Bezogen auf die zurückgelegte Distanz pro Einwohner und Jahr liegt die Schweiz mit 2422 Kilometern weit vor Japan mit 2010 Kilometern. Sie hat damit ihre weltweite Spitzenstellung weiter ausgebaut.

In der durch LITRA ausgewerteten Eisenbahnstatistik 2008 des UIC folgt der Schweiz mit deutlichem Abstand Luxemburg mit 36 Fahrten je Einwohner und Jahr, gefolgt von Dänemark (30), Österreich (26), Deutschland (23), Großbritannien und Belgien mit je 21 Fahrten sowie den Niederlanden mit 20 Fahrten pro Einwohner und Jahr. Litauen mit einer Fahrt je Einwohner und Jahr landet am Schluss der in die Auswertung einbezogenen europäischen Länder.

Bei den zurückgelegten Kilometern pro Einwohner und Jahr führt die Schweiz sogar weltweit mit 2422 km die Rangliste an; in Japan sind es 2010 km pro Einwohner und Jahr. Weiter folgen Frankreich (1377 km), Österreich (1253 km), Dänemark (1065 km) und Belgien mit genau 1000 km, während Litauen lediglich 112 km pro Einwohner und Jahr aufweist. Zum ausgezeichneten Ergebnis der Schweiz tragen auch ausländische Touristen bei.

Bei der Berechnung der Fahrten und der Personenkilometer sind nur jene Bahnen berücksichtigt, die beim UIC Mitglied sind. Das sind in allen Ländern in der Regel die nationalen oder staatlichen Eisenbahngesellschaften. In der Schweiz gehören neben den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auch die BLS Lötschbergbahn und Cisalpino zu den UIC-Mitgliedern. Privatbahnen, Trambahnen und Seilbahnen sind in der UIC-Statistik nicht berücksichtigt. Zum ausgezeichneten Ergebnis der Schweiz tragen auch ausländische Touristen bei.

LITRA stellt fest: Die nach wie vor hohe Qualität und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz basiert auf einem attraktiven Angebot, d.h. dem vernetzten Taktfahrplan mit guten Anschlüssen beim Umsteigen, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, motiviertem Personal, modernen Fahrzeugen, durchgehenden Tarifen usw.

Mich überrascht das nicht, denn es sind die bekannten Erfolgsfaktoren.

 
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