Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Im Swissmetro-Projekt ist der Wurm drin

02.11.09 (Hochgeschwindigkeitszüge, Innovationen, Metro, Personenverkehr, Schweiz, Strecken, Technologien)

Blind auf Magnetkufen durch den luftleeren Tunnel soll die Swissmetro fahren  (Bild: Swissmetro)

Auf Magnetkufen durch den luftleeren Tunnel geschossen werden soll die Swissmetro (Bild: Swissmetro)

Vor 30 Jahren kam die Idee auf, eine Tunnel quer durch die Schweiz zu bauen, um darin einen Zug mit Linearmotoren berührungsfrei mit über 400 km/h im Teilvakuum schweben zu lassen. Zwölf Minuten sollte die Röhrenfahrt im fensterlosen High-Tech-Wurm der Swissmetro zwischen Bern und Zürich dauern. Die Gesamtstrecke sollte von Genf nach St. Gallen führen und die Wirtschaftszentren der Schweiz verbinden. Nun scheint der Traum von einer Hochgeschwindigkeitsmetro zu platzen. Die 1992 gegründete Swissmetro AG mag nicht mehr und will sich am 20. November 2009 auflösen, weil es an der Unterstützung von Wirtschaft und Politik fehle. Das Projekt soll an die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL, Technische Hochschule) zurückgegeben werden.

Die Swissmetro AG ist keine operative Gesellschaft und investierte 11 Millionen Franken in Vorarbeiten, die knapp zur Hälfte vom Bund kamen. Die Swissmetro AG strebte an, Konzessionen für den Bau und den Betrieb der Swissmetro sowie Mittel für die Realisierung der Swissmetro zu beschaffen. Dagegen wehrt sich heute in einer Stellungnahme der Vorstand von Pro Swissmetro. Der 1995 gegründete Förderverein mit 347 Mitgliedern glaubt an die Machbarkeit der schnellen U-Bahn und will weiter dafür werben.

Die Rohrpost für Eilige hat einen gewissen technischen Charme, weil sie wetterunabhängig ist, praktisch keinen Platz braucht und einen geringen Energieverbrauch haben soll. Für Klaustrophobe erscheint die flugzeugähnliche Fahrzeugröhre aber nicht geeignet.

 
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