Jeck we can!
15.02.10 (Deutschland, Marginalien, Straßen-/Stadtbahnen, Verkehrspolitik)
Über 30 närrische Rheinbahner liefen heute als Fußtruppe im Düsseldorfer Rosenmontagszug mit. Als Hingucker hatte die Gruppe einen zu höheren Sphären aufbrechender Silberpfeil dabei, angetrieben vom Karnevalsmotto “Jeck we can”. Dazu gab es ein Straßenbahnlied, das man hier bei der Rheinbahn nachlesen und herunterladen kann.
Ich erwischte den Rest des Zuges am Bilker Bahnhof, wo sich der Rosenmontagsumzug auflöste und an dem sich nach dem Karneval die schon seit Wochen installierte Tunnelbohrmaschine für die U-Bahn Wehrhahnlinie in Bewegung setzen wird. Ein durch und durch überflüssiges Irrsinnsprojekt, das am Ende statt 680 Millionen Euro erfahrungsgemäß eine Milliarde kosten wird. Geld, das wirklich sinnvoller angelegt werden könnte. Der Sinn? Irgendwem wird’s schon nützen, zumindest den Autofahrern in der Friedrichstraße und den Investoren am Jan-Wellem-Platz, die die Bahn lieber unter dem fantasielosen Glaskasten sehen als davor.
Düsseldorfer Kommunalpolitik hat seit einigen Jahren sehr seltsame Wege eingeschlagen. Schade um diese schöne Stadt, die nun schon ein Jahr eine einzige Baustelle ist und noch bis 2014 bleiben wird und dabei sinnlos eine Milliarde verpulvert für eine Maulwurfbahn.

