Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Bombardiers Bahngeschäft ist zufriedenstellend

06.04.10 (Bahnindustrie, Eisenbahn)

Flugzeug- und Eisenbahnhersteller Bombardier meldete Finanzzahlen zum am 31. Januar 2010 abgelaufenen Geschäftsjahr und die Zahlen des letzten Quartals. Auszüge:

Der Umsatz von Bombardier Transportation belief sich auf USD 10 Mrd. gegenüber USD 9,8 Mrd. im letzten Geschäftsjahr. Das EBIT lag bei USD 625 Mio. gegenüber USD 533 Mio. im letzten Geschäftsjahr. Es ergibt sich eine EBIT-Marge von 6,2 % gegenüber 5,5 % im letzten Geschäftsjahr. Das vor vier Jahren ausgegebene Ziel von 6 % wurde somit übertroffen.
Der Geschäftsbereich wies einen soliden Auftragseingang in Höhe von USD 9,6 Mrd. gegenüber USD 9,8 Mrd. im letzten Geschäftsjahr auf. Das Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz lag in beiden Geschäftsjahren bei 1,0 (book-to-bill). Der Auftragsbestand lag zum 31. Januar 2010 bei USD 27,1 Mrd. gegenüber USD 24,7 Mrd. im letzten Geschäftsjahr.
Im Verlauf des Jahres trieb Bombardier Transportation die Innovationen hinsichtlich Verlässlichkeit, Energieeffizienz und Gesamtzugleistung für die Kunden weltweit voran. Zur Veranschaulichung: Der Geschäftsbereich unterzeichnete durch eines seiner Joint Venture in China einen Großauftrag für das chinesische Eisenbahnministerium im Umfang von USD 4 Mrd. über die Lieferung von 80 ZEFIRO 380 Super-Hochgeschwindigkeitszügen. Der Vertragsanteil von Bombardier beträgt USD 2 Mrd.
Im Februar 2010 unterzeichnete Bombardier Transportation – nach einem erfolgreichen Jahr sowohl auf den aufstrebenden als auch auf den traditionellen Märkten wie Europa – einenRahmenvertrag im Wert von USD 11 Mrd. mit der SNCF über Entwicklung und Bau von 860 Doppelstock-Elektrotriebzügen. Unter diesem Rahmenvertrag gingen bereits zwei feste Bestellungen über 129 Züge im Wert von USD 1,6 Mrd. ein.

Der Auftragsbestand von Bombardier Transportation zum 31. Januar 2010 lag bei USD 27,1 Mrd. verglichen mit USD 24,7 Mrd. zum 31. Januar 2009. Diese Steigerung ist auf die Aufwertung von Fremdwährungen zurückzuführen, hauptsächlich des Euro und des britischen Pfunds gegenüber dem US-Dollar zum 31. Januar 2010 im Vergleich zum 31. Januar 2009. Kompensiert wurde dieser Effekt durch die Umsatzerlöse, die höher ausfielen als die Auftragseingänge.

Die Auftragseingänge im vierten Quartal zum 31. Januar 2010 lagen bei USD 1,8 Mrd., denen Auftragseingänge über USD 2,6 Mrd. im Vergleichszeitraum des Vorjahres gegenüberstanden. Diese Abschwächung ist vor allem eine Folge rückläufiger Auftragseingänge im Schienenfahrzeuggeschäft in Europa und Asien, denen ein höherer Auftragseingang im europäischen Servicegeschäft und positive Wechselkurseinflüsse gegenüberstehen. Die Auftragseingänge im Geschäftsjahr zum 31. Januar 2010 lagen bei USD 9,6 Mrd. gegenüber USD 9,8 Mrd. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser leichte Rückgang ist insbesondere zurückzuführen auf die zurückhaltende Investitionstätigkeit angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Situation, auf den geringen Auftragseingang im europäischen Schienenfahrzeuggeschäft, auf negative Wechselkurseinflüsse und auf den geringen Auftragseingang im Bereich System- und Signaltechnik in Europa. Dem gegenüber stehen höhere Auftragseingänge im Schienenfahrzeuggeschäft in Asien.

 
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