Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Sechs Mal so viel ausgefallene ICE-Züge wie vor zwei Jahren

09.04.10 (Deutschland, Eisenbahn, Fernverkehr, Hochgeschwindigkeitszüge, Personenverkehr, Triebwagen)

ICE-Doppeleinheit und IC in Düsseldorf Hbf

Harte Winterbedingungen für deutsche Züge? Lächerlich. (Foto: Friedhelm Weidelich)

Erschreckend ist die Bilanz der Deutschen Bahn vom letzten Winter. SPD-Abgeordnete hatten das Bundesverkehrsministerium nach ausgefallenen Zügen gefragt und erhielten die Auskunft, dass pro Tag im Schnitt 114 Züge ganz oder teilweise ausfielen, besonders im Fernverkehr. Nun war der Winter zwar lang, aber nicht besonders schneereich oder sonst irgendwie außergewöhnlich.

Hier noch einmal ein Beleg der „Störungen am Triebfahrzeug“ vom 25. Januar 2010. Siehe hierzu auch den Wirtschaftswoche-Artikel, an dem ich mitgearbeitet habe.

Wegen „witterungsbedingter Einflüsse“ fielen im ICE- und IC-Verkehr zwischen Dezember und Februar täglich rund 30 Züge aus. Das waren dreimal so viele wie im Winter 2008/2009 und sogar sechsmal so viele wie 2007/2008. Eine klare und weitere Bestätigung des Verdachts, dass die Züge nicht ausreichend gewartet und von DB Fernverkehr auf Verschleiß gefahren wurden.

Noch deutlicher wird das, weil im Regionalverkehr kein nennenswerter Anstieg der Zugausfälle zu verzeichnen war. Im Schnitt gab es täglich 39 Totalausfälle und 45 Teilausfällen bei Regionalzügen pro Tag. Dies war etwa die Ausfallquote der vergangenen Jahre. Kein Wunder: Im Regionalverkehr hat die DB Konkurrenz.

 
Get Adobe Flash player

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen