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Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Jetzt hat die Deutsche Bahn auch noch ein PR-Problem

11.07.10 (Deutschland, Eisenbahn, Fernverkehr, Hochgeschwindigkeitszüge, Personenverkehr, Triebwagen)

Die DB bessert nach. Und zwar bei der Pressemitteilung. Die alte Fassung von heute, 16.03 Uhr:

Deutsche Bahn entschuldigt sich für hitzebedingte Ausfälle

Homburg: „Bedauernswerte Verkettung unglücklicher Umstände – werden Fahrgäste für erlittenen Unannehmlichkeiten entschädigen“

(Berlin, 11. Juli 2010)  Die Deutsche Bahn bedauert die teilweise erheblichen Unannehmlichkeiten für rund 1.000 Fahrgäste durch den hitzebedingten Ausfall von drei ICE-Zügen am gestrigen Samstag. Aufgrund der extremen Außentemperaturen und des hohen Fahrgastaufkommens waren in drei ICE-Zügen auf dem Weg von Berlin nach Köln/Düsseldorf die Klimaanlagen ausgefallen. Das Bordpersonal hatte daraufhin in Absprache mit der Betriebszentrale die Züge in Hannover bzw. in Bielefeld gestoppt. Zusätzliche DB-Mitarbeiter auf den Bahnhöfen und an den Service Points verteilten die Reisenden dann auf andere Züge. Fahrgäste mit hitzebedingten Beschwerden wurden vom Technischen Hilfswerk (THW) und Einsatzkräften der Feuerwehr ebenfalls vor Ort versorgt.
„Leider haben einzelne Fahrgäste durch die bedauernswerte Verkettung unglücklicher Umstände auch gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten. Dafür möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen“, sagte Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn. „Wir wollen diese Kunden für die erlittenen Unannehmlichkeiten entschädigen und bitten sie, sich bei uns zu melden.“ Homburg veranlasste ebenfalls eine Aufstockung der nichtalkoholischen Getränkevorräte an Bord der Züge.
Fahrgäste, die von hitzebedingten Fahrzeitverlängerungen betroffen sind, können die generellen Entschädigungsleistungen bei Verspätungen ab 60 bzw. 120 Minuten in Anspruch nehmen und sich 25 bzw. 50 Prozent des Fahrpreises ersetzen lassen.

Die neue Fassung von 20 Uhr. Änderungen sind blau gekennzeichnet.

Deutsche Bahn entschuldigt sich für hitzebedingte Ausfälle

DB-Vorstand Homburg: „Werden Fahrgäste für erlittenen Unannehmlichkeiten entschädigen“

(Berlin, 11. Juli 2010)  Die Deutsche Bahn bedauert die erheblichen Unannehmlichkeiten für rund 1.000 Fahrgäste durch den hitzebedingten Ausfall von drei ICE-Zügen am gestrigen Samstag. Bei extremen Außentemperaturen und hohem Fahrgastaufkommen waren in drei ICE-Zügen auf dem Weg von Berlin nach Köln/Düsseldorf die Klimaanlagen ausgefallen. Das Bordpersonal hatte daraufhin in Absprache mit der Betriebszentrale die Züge in Hannover bzw. in Bielefeld gestoppt. Zusätzliche DB-Mitarbeiter auf den Bahnhöfen und an den Service Points verteilten die Reisenden dann auf andere Züge. Fahrgäste mit hitzebedingten Beschwerden wurden vom Technischen Hilfswerk (THW) und Einsatzkräften der Feuerwehr ebenfalls vor Ort versorgt.
„Wir bedauern sehr, dass einzelne Fahrgäste auch gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten und sogar im Krankenhaus behandelt werden mussten. Darüber sind wir sehr betroffen und möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen“, sagte Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn. „Wir wollen diese Kunden dafür entschädigen. All jene, die wir nicht direkt erreichen können, bitten wir, sich bei uns zu melden.“ Homburg stellte bereits im Vorfeld der Hitzeperiode sicher, dass die Vorräte an nichtalkoholischen Getränken an Bord der Züge aufgestockt wurden.
Fahrgäste, die von hitzebedingten Fahrzeitverlängerungen betroffen sind, können die generellen Entschädigungsleistungen bei Verspätungen ab 60 bzw. 120 Minuten in Anspruch nehmen und sich 25 bzw. 50 Prozent des Fahrpreises ersetzen lassen.

Jetzt entschuldigt man sich für die notwendige Behandlung im Krankenhaus. Und Vorstandsmitglied Homburg hat also persönlich schon vor der Hitzeperiode sichergestellt, dass mehr Getränke vorrätig sind. Abgesehen davon, dass das nicht glaubwürdig ist, bedeutet es auch, dass er von den unzuverlässigen Klimaanlagen wusste und diese tatenlos in Kauf nahm.

Wie schrieb der Verband der Bahnindustrie im Februar: Der Verband erklärt, dass die Wartung und Instandhaltung von Zügen ebenso wie eine ausreichende Betriebs-Reserve sehr wichtig für Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit seien. Das gelte umso mehr bei extremen Witterungsbedingungen. Kälte, Hitze, Nässe, Eis und Schnee erfordern deutlich höhere Anstrengungen bei der Wartung. Das betrifft alle Verkehrsträger, nicht nur die Bahn.

Nicht nur Homburgs Stelle ist fehlbesetzt. Auch die Pressestelle. Unprofessionell und Dilettantismus pur. Aber auch das ist nichts Neues in der DB-Kommunikation.

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