Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Provokationen durch die Polizei

14.10.10 (Bahnhöfe, Deutschland)

Ich empfehle diesen gut recherchierten Beitrag von Radio Utopie über ein kleines Trüppchen agents provocateurs der Polizei, das am 30.9. in Stuttgart offenbar in Zivil versuchte, die Schüler zu provozieren und anschließend als Mitglieder der BFE-Einheit aktiv wurden.

Es sind Recherchen, die die lokalen Print- und Fernsehmedien hätten selbst vornehmen können. Doch fundierte Recherche ist nicht Sache der in Stuttgart vertretenen Medien und Korrespondenten. Als Vierte Gewalt haben sie sich überflüssig und vor allem unglaubwürdig gemacht. Kein Biss, keine Lust auf Recherche, klare Vorurteile und ein festes, von der Sympathie für eine Partei oder bestimmte Personen geprägtes Weltbild, sofern man nicht sogar selbst in den baden-württembergischen Filz eingebunden ist. Da wird dann auch ein simples Immobilienprojekt zum Zukunftsprojekt hochgejubelt und nur mit wochenlanger Verzögerung erwähnt, dass die offiziell schöngerechneten Zahlen von Gutachtern bezweifelt werden. Dass Kalkulationen immer zu niedrig angesetzt sind in Deutschland, nehmen diese Journalisten nicht zur Kenntnis. So machen sie selbst Parteipolitik und zu willigen Handlangern der „Investoren“, täuschen die Leser und können im Dunstkreis der lokalen Politik- und Wirtschaftsgrößen entspannt ihren Arbeitstag bewältigen.

Dazu passen die luftig-leichten Architektur-Skizzen, die nichts, aber auch gar nichts mehr mit der geplanten gruftigen Bauausführung zu tun haben. Es wäre natürlich zu viel verlangt von den Medien, wenn sie einmal 300 Euro für neue Zeichnungen ausgeben würden. Herrn Ingenhoven freut es natürlich, sein LuftGruftschloss gedruckt und im Fernsehen zu sehen. (Nachtrag: Der „Stern“ hat wenigstens ein paar neue Simulationen erstellt.)

Punkt für Punkt kommt ans Licht, wie die Stuttgarter Bürger von der Landesregierung belogen werden.

Dass die SPD die Brisanz ihres Festhaltens an Stuttgart 21 nicht bemerkt und wenig zur Aufklärung beitragen will, gehört zu den traurigen Erfahrungen mit einer heruntergekommenen Partei. Was die vielen CDU-nahen Journalisten ja gern in Profilierungssucht der Grünen ummünzen. Schwarze Weltbilder müssen wohl so simpel sein.

Ein Kommentar

 
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