Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Früherer S-Bahn-Chef wehrt sich

13.01.11 (Bahnindustrie, Deutschland, Eisenbahn, Personenverkehr, Straßen-/Stadtbahnen)

Nun kommt es aber knüppeldick für die DB-Vorstände, speziell Rüdiger Grube und Ulrich Homburg! Denn in einem Offenen Brief an die seit gut einem Jahr mit Wattebäuschchen werfende Verkehrssenatorin Junge-Reyer und das Berliner Abgeordnetenhaus beschwert sich der ehemalige S-Bahn-Chef Ernst-Otto Constantin, zu Unrecht von Grube beschuldigt zu werden, auf Gewährleistungsansprüche frühzeitig verzichtet zu haben – und einiges mehr.

Konkret angegriffen werden Homburg und der von ihm eingesetzten S-Bahn-Technikchef Ulrich Thon, der im März 2010 „in gegenseitigem Einvernehmen“ (eine Formel für „entlassen“) den Bahnkonzern verließ. Der sei verantwortlich für die Abschaffung der Qualitätskontrolle, die Abschaltung der doch vorhandenen Instandhaltungssoftware Maximo und zahlreiche andere Einsparungen. Nichts, vermutet Constantin, ohne Homburgs Wissen und Billigung erfolgt sein, weshalb Homburg für das Desaster verantwortlich sei.

Die neuerdings versagenden Elektromotoren seien offensichtlich nicht ordentlich gewartet worden, weil man neue Wicklungen dreimal in Isolierlack tauchen müsste. Das leuchtet ein, denn Flugschnee gab es schon immer. Und früher liefen die Züge ja.

Constantin hatte sich trotz auferlegter Schweigepflicht schon vor einem Jahr sehr kritisch über die DB-Vorstände geäußert.

Hier ist der Offene Brief unter dem 12. Januar 2011 abgelegt.

 
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