Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Der Deutschen Bahn drohen Nachforderungen und Ramsauer rächt sich

28.03.11 (Bahnhöfe, Deutschland, Eisenbahn, Personenverkehr, Verkehrspolitik)

Wegen unerlaubter Subventionen im Nahverkehr drohen der Deutschen Bahn nach SPIEGEL-Informationen Nachzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe. Allein in Berlin und Brandenburg soll die Bahn 80 Millionen Euro pro Jahr zu viel erhalten haben. Nun beschäftigt der Fall die EU-Wettbewerbsbehörde, wie in der neuen Ausgabe zu lesen ist.

Bundesverkehrsminister Ramsauer, wie seine Chefin ein jederzeit in alle Richtungen drehbares Fähnchen, rächt sich für den Machtverlust in Baden-Württemberg auf seine Weise: Er wolle nun prüfen, ob die Bundesmittel, die für Projekte in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz eingeplant seien, an anderer Stelle gebraucht würden, sagte Ramsauer. Wenn er die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm kippt, ist Stuttgart 21 tot. Denn ohne Neubaustrecke würde der Grubenbahnhof nicht funktionieren. Und das Eisenbahnbundesamt hat ja schon Bedenken am Flughafenbahnhof geäußert. Besser könnte der Zeitpunkt für einen Ausstieg aus Stuttgart 21 nicht gewählt sein – ohne Gesichtsverlust sogar.

Der Freund von Gigaliner, Asphalt- und Autolobby, Fernbussen und einer katastrophal geführten Deutschen Bahn zeigt dabei erneut, dass er nicht einmal ansatzweise ein erkennbares verkehrspolitisches Konzept verfolgt. Aber das ist ja nichts Neues bei der schwarz-gelben Bundesregierung, die im 2-Wochen-Rhythmus die Meinung wechselt.

 
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