Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Eisenbahnfotos: Ein Kind und zwei Dampflokomotiven

07.02.12 (Bahnhöfe, Dampflok, DB, Deutschland, Fotografie, Marginalien, Personenverkehr, Sonderzüge, Unterwegs – Erfahrungen)

Am 6. April 1974 in Bisingen fotografiert von Friedhelm Weidelich

In meinem Freundeskreis kam gestern ein Baby zur Welt, ein kleiner Junge. Das macht sensibel und nachdenklich, denn dieser kleine Erdenbürger wird in einer anderen Zeit aufwachsen als ich und dieser kleine Knirps, den ich vor fast 38 Jahren fotografiert habe. Das Foto ist vorn unscharf, damals gab es noch kein Autofokus und nicht immer war ich aufmerksam.

Doch das Foto, das ich nach dem Scannen zum ersten Mal als Positiv sehe, hat Witz: Da steht ein kleiner Junge, der sich von den gewaltigen Dampflokomotiven etwas ängstlich wegdreht und doch fasziniert zu sein scheint wie jeder, der einmal eine Dampflok in Aktion erlebt hat. Noch steht der Sonderzug, und beim nächsten Druck auf den Auslöser wird der schmale Bahnsteig geräumt sein. Das Kind ist in die sicheren Arme des Vaters an der H-Tafel geschlüpft. Diese gab an, wo ein Personenzug mit (in diesem Fall 24 Achsen) zu halten hatte.

Der Sonderzug setzt sich dampfend und qualmend in Bewegung (Foto: Friedhelm Weidelich)

Eine kurze Lederhose mit Hosenträgern und Kniestrümpfe waren damals die Kinderkleidung. Das Firmenlogo oben sieht aus wie die Silhouette eines Kindes, für das die Firma mit dem Initial „M“ vielleicht Kleidung produzierte. Wahrscheinlich gibt es das Werk nicht mehr.

 

Ein Kommentar

  • 1
    Dieter Walz:

    Lieber Herr Weidelich,

    vielen Dank für Ihre fleißige „Scan-Arbeit“.
    Diese alten Fotos begeistern mich immer wieder!

    Bei dem markanten Bisinger Firmengebäude im Hintergrund haben Sie richtig vermutet.
    Es handelt(e) sich dabei um die Trikotfabrik Maute, welche von 1899 bis 2003 (insolvent) existierte.
    Das schöne Gebäude mit dem markanten Eckturm wurde ca. 1930 gebaut.
    Leider widerfuhr auch diesem ansprechenden Firmenbau 2010 ein sehr unrühmliches Schicksal:
    http://bit.ly/zPRsAf
    Diesen Artikel fand ich auf einer Seite mit Pressemeldungen der Abrissfirma Hipp:
    http://www.abbruch-hipp.de/presse-2.pml
    Wenn man sich dort so durch die Abrissberichte klickt wird einem deutlich, dass es diesen Nachtwächter-Denkmalschutz
    nicht nur in Stuttgart gibt. Auch in der Provinz wird Stück für Stück alles platt gemacht – um Platz zu schaffen für gesichtslose Bauträger-Objekte oder Parkplätze oder – nichts.
    Auch egal.
    Hauptsache fürs Landratsamt ist der Fall abgeschlossen!

 
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