Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

So läuft die iPhone-App DB Tickets rund

14.03.12 (DB, Deutschland, Eisenbahn, Innovationen, Personenverkehr)

Vor ein paar Tagen hatte ich mich darüber geärgert, dass man nach einer Buchung über die iPhone-App keine brauchbare Quittung für die Buchhaltung erhält.

Doch, sagte die Deutsche Bahn, es gibt eine, wenn man ein bestimmtes Häkchen ganz unten in den Handy-Ticket-Einstellungen auf bahn.de gesetzt hat. Bei mir war es aber gesetzt!

Nun haben sich die Pressestelle der DB und die für mobile Buchungen zuständige Hotline in Frankfurt viel Mühe gegeben, mit mir zusammen dem möglichen Fehler auf die Spur zu kommen.

Die Crux ist, dass ich mit DB Tickets und meinem Nick und Passwort aus bahn.de problemlos ein Handy-Ticket mit meinem iPhone buchen konnte, ohne wirklich für das Handy-Ticket angemeldet zu sein. Bei den Handy-Ticket-Einstellungen stand ein rotes Kreuz statt einem Haken. Und so sah meine Seite bei bahn.de aus:

Das Häkchen war da, aber in den Feldern oben stand kein PIN und keine Handynummer

Damit der Ablauf sauber funktioniert, müssen ein Mobile PIN (inkl. Wiederholung) und die Handynummer eingegeben werden:

Nachdem die Daten erfasst waren, habe ich eine Probebuchung vorgenommen. Sie hat geklappt, das Online-Ticket kam per E-Mail mit PDF.

Danke DB, jetzt bin ich zufrieden!

Wer über den Blackberry bucht und eventuell ebenfalls kein PDF mit dem Online-Ticket bekam, sollte diese Angaben überprüfen.

Einen Tipp gab die Hotline noch: Wer nicht möchte, dass jemand, der Zugang zu den Mails hat, von einer Reise erfährt, sollte das Häkchen vor der Buchung entfernen. (Und das Handy immer gut verstecken, denn die Tickets-App zeigt gleich auf der ersten Seite, dass die Buchungen nur einen Fingertipp entfernt sind. Was im normalen Leben prima ist, bei unmoralischen Abwegen eher nicht.)

Ein Problem bleibt bei der Handy-Buchung für Geschäftskunden. Verlangt der Kunde eines Kunden eine Reisekostenabrechnung und den Nachweis, dass der Lieferant/Auftragnehmer wirklich mit der Bahn gefahren ist, kann der auf seinem Online-Ticket keinen Stempelabdruck des Zugpersonals vorweisen. Es soll ganz akribische Controller geben, die auf die ziemlich absurde Idee kommen, dass jemand eine Reise abrechnet, die gar nicht stattgefunden hat…

5 Kommentare

  • 1
    Nemakaki:

    Hallo.

    sehr hilfreiche Information.

    Ich habe mich selber schon oft darüber aufgeregt, aber jetz weiß ich wenigstens wie ich die PDF automatisch beziehen kann.

    Danke

  • 2
    Friedhelm Weidelich:

    Bitte, gern! 🙂

  • 3
    Lukas:

    Hallo,

    dem Controler wuerd ich aber was erzaehlen, ich hab es schonmal geschaft Frankfurt-Muenchen ohne Kontrolle zurueck zu legen (Zug war ueberfuellt und das Personal waer gar nicht mehr durch gekommen).

  • 4
    Lukas:

    Gibt’s jetzt uebrigens auch fuer Android Geraete.

  • 5
    Petra S:

    Muss man nicht trotzdem das Ticket auf Papier ausdrucken? Wozu dann überhaupt der iPhone-Barcode, wenn es der Schaffner nicht einlesen darf/kann?

 
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