Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Wieder eine Zugentgleisung in Stuttgart Hbf

09.10.12 (Bahnhöfe, DB, Eisenbahn, Gleisbau und Wartung, Grube, Pannen)

Schon wieder entgleiste heute morgen in Stuttgart Hbf ein Zug. Es handelt sich um einen Test-IC. (Webcam)

Erkennbar ist, dass der zweite Wagen versetzt im Gleis steht und demnach entgleist sein muss. Wahrscheinlich wieder wegen Überpufferung. Laut Medienberichten ereignete sich die Entgleisung bei einer zweiten Überfahrt einer IC-Garnitur als Versuchszug (kein Messzug!) mit erhöhter Geschwindigkeit. 40 km/h sind erlaubt, aber offenbar zu viel für einen geschobenen Zug. Drei IC-Wagen sind entgleist. Ab heute hätte der Verkehr nach dem Unfall vor 10 Tagen endlich wieder normal laufen sollen.

Offenbar wurde die zweimal für Entgleisungen verantwortliche Doppelkreuzungsweiche 227 durch eine einfache Weiche ersetzt und ein Teil der Gleise seit der letzten Entgleisung vor 10 Tagen abgebaut.

Der drittletzte Wagen vor der Lok war wieder ein Speisewagen, anscheinend ein 27,5 m langer. Gewöhnliche IC-Wagen sind 26,4 m lang. Das größere Ausschwenken des längeren Wagens kann durchaus zu einer Überpufferung geführt haben.

Video des entgleisten Zugs.

Nachtrag 12:43: Endlich erscheint über Twitter eine Pressemitteilung der DB:

Wagen bei Versuchsfahrt im Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist (Stand 11.30 Uhr)

S-Bahn-Verkehr nicht beeinträchtigt

(Stuttgart, 9. Oktober 2012) Heute morgen sind im Rahmen einer Versuchsfahrt ohne Reisende gegen 9.30 Uhr drei Wagen eines IC-Zuges im Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist. Verletzt wurde niemand. Die Bahn hat die Versuchsfahrten durchgeführt, um die Fahrten zu reproduzieren, die Ende Juli und Ende September zur Entgleisung zweier IC-Züge im Bahnhof Stuttgart geführt hatten.

Betriebssituation

S-Bahn

Die S-Bahn fährt ohne Einschränkungen.

Regionalverkehr

Die Einschränkungen im Regionalverkehr sind derzeit gering.

Fernverkehr

Die Fernverkehrszüge in Süd-Nord-Richtung (München)–Ulm–Stuttgart–Karlsruhe/Mannheim/Frankfurt werden an Stuttgart vorbei umgeleitet und halten in Esslingen (Neckar) und Vaihingen (Enz). In der Gegenrichtung fahren die Züge Stuttgart Hauptbahnhof an.

Strecken Stuttgart–Freudenstadt und Stuttgart–Rottweil/Singen/Zürich

Die Züge der IC-Linie 87 Stuttgart–Zürich und der Regional-Express-Linien Stuttgart–Freudenstadt und Stuttgart–Rottweil/Singen beginnen und enden in Böblingen.

Die Bahn erarbeitet derzeit ein Betriebsprogramm für den Nachmittags- und Feierabendverkehr.

Die Entgleisung der Versuchsfahrt wird unter Beteiligung der Aufsichtsbehörden untersucht.

——————–

DB-Vorstandsvorsitzender Grube und seine „Experten“ werden immer mehr zur Lachnummer. Grube hat ja in einem Interview gesagt, dass man die Winterprobleme nun schon nach wenigen Jahren im Griff habe: «Nicht zuletzt haben wir auch sehr viel in eine besseren Prävention investiert.» Nach inzwischen sechs Entgleisungen seit 2010 in Stuttgart Hbf scheint es in dieser Hinsicht noch sehr bei der Prävention zu hapern.

Ich rechne beim nächsten Grube-Interview damit, dass ihm seine Experten bis dahin eingeflüstert haben, dass 2015 mehr Hilfszüge in weniger als 200 km Entfernung bereitgestellt würden, um schon vier Stunden nach einer Entgleisung vor Ort sein zu können. Und dass die Bahnindustrie leider unfähig sei, rechtzeitig zu liefern, weshalb man die Krane immer erst aus Polen an die Unfallstelle transportieren müsse. Oder so. Er lernt ja Sprechblasen gern auswendig, um sie je nach Tagesform und Selbstbeherrschungsgrad leicht abgewandelt zu wiederholen. Ernstnehmen kann man diese überforderte Figur schon lange nicht mehr.

Die Auswirkungen sind sofort spürbar.

Viele Züge fallen aus oder fahren Stuttgart gar nicht mehr an

Aus Hollywood erreichen uns die ersten Nachrichten, Roland Emmerich, gebürtiger Schwabe, arbeite an einem Drehbuch „The Swabian Switch Desaster – The First Years“.

Zustand 15 Uhr.

Webcam aktuell

Eine Anfrage von Matthias Oomen, Pro Bahn, beantwortete das EBA heute sehr schnell und ausführlich:

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) erwartet von der Bahn, bevor sie den Regelbetrieb an der Unfallstelle im Stuttgarter Hbf wieder aufnimmt, den Nachweis dafür, dass ein gefährdungsfreier Betrieb mit allen dort verkehrenden Zügen stattfinden kann.

Diesen Nachweis sollte unter anderem die qualifizierte Bewertung der Messergebnisse von fahrtechnischen Testfahrten erbringen.

Bei einer solchen Versuchsfahrt – selbstverständlich ohne Fahrgäste – ist heute wieder ein Zug entgleist.

Die Versuchsfahrten hat die Bahn im Rahmen ihrer Betreiberverantwortung selbst organisiert; unter anderem war das EBA als Beobachter dabei. Fragen zum weiteren Vorgehen bitten wir an die Bahn zu richten.

Der Regelbetrieb ist auf dem betroffenen Gleisabschnitt so lange untersagt, bis die Bahn die entsprechenden Sicherheitsnachweise erbringen kann.

 

12 Kommentare

  • 1
    Gablenberger-Klaus-Blog » Blog Archive » Schon wieder ein Zug im Bahnhof entgleist 09.10.2012:

    […] SWR/ Testzug am Hauptbahnhof entgleist und railomotive/2012/10/wieder-eine-zugentgleisung-in-stuttgart-hbf […]

  • 2
    Ralf Nauner:

    Also ich weiß nicht, Lachnummer? Nee, Erschießungsgrund! Was anderes fällt mir dazu nicht mehr ein! Ich bin für ein alternatives „Wetten dass …“: für jede Entgleisung in Stuttgart wird einer der Vorstände seit 1994 geköpft. Und wenn der Nachschub ausgeht, die Bundesverkehrsminister aus dieser Zeit gleich noch dazu.
    Wetten, dass von Stund an kein einziger Zug mehr entgleist?
    Wenn das dann zu lange dauert, wird die Schwelle rauf gesetzt: für jeden Zug der in Stuttgart mit mehr als 30 Minuten Verspätung einfährt … wieder ein Köpfchen weg. Wenn das dann funktioniert, für jeden Zug der mit mehr als 15 Minuten Verspätung einfährt usw. bis zur 5 Minuten-Schwelle. Innerhalb diesen Kalenderjahres fährt der Stuttgarter HBF den Weltrekord in Sachen Pünktlichkeit ein! Versprochen!

    Übrigens war die gestrige Ankündigung von wegen ab heute früh seien wieder alle Gleise verfügbar natürlich voll und ganz gelogen!
    Mein IC fuhr um kurz vor sieben – wie auf allen Unterwegsbahnhöfen sauber angekündigt – wie seit mehr als einer Woche natürlich an Stuttgart vorbei und war so leer! wie noch nie! Eine Stunde IC-Fahrt, ein kompletter Waggon für zwei Reisende. Einen Teil davon war ich allein!

    Ach ja, der ICE nach Berlin Rostbahnhof fuhr auch nicht in der HBF. Morgens um sieben, drei Stunden bevor es mal wieder schief ging. Aber wer rechnet eigentlich noch ernsthaft damit, dass bei dem Räuberladen etwas nicht schief geht?

  • 3
    Thomas Neuhaus:

    Wahrscheinlich hat die Bahn bei der Auslegung der Weiche wieder mal vergessen, das Personengewicht mit einzuberechnen – und der Lokführer war einfach zu schwer…

  • 4
    Stuttgart 21 – Außer Zerstörung nichts gewesen « Scritti unterwegs…:

    […] 229″ im Vorfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofes entgleist! Hintergrund-Infos auf railomotive.com. Zyniker mahnen schon, dies sei ein unüberhörbarer Hilferuf an die Politik, dem ganzen Elend […]

  • 5
    Matthias Knezy-Bohm:

    Jetzt wird langsam die ganze Dimension von Stuttgart 21 sichtbar. Es geht gar nicht um einen tiefergelegten Bahnhof – nein es geht darum, dass Stuttgart, wie so viele europäische Motropolen mehrere Kopfbahnhöfe hat. Ein genialer Plan! Genau wie in Paris mit Gare de l’est und Gare du nord, werden in Stuttgart die Züge in Zukunft am Hauptbahnhof Süd (früher Böblingen), Hauptbahnhof Ost (Esslingen) und am Hauptbahnhof West (Vaihingen) enden. Noch sind allerdings vereinzelte direkte Verbindungen zwischen den Stationen möglich. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Bahn auch dieses Problem erfolgreich beseitigt hat. Die Verbindung zwischen den Bahnhöfen erfolgt dann mit Bussen und wird von einer DB Tochter mit Sitz in Shanghai koordiniert.

    Und dann endlich ist der Moment gekommen, an dem niemand Stuttgart seinen Platz als europäische Metropole an der Magistrale Paris – Bratislawa mehr streitig machen kann. So geht Politik mit Visionen…

    MKB

  • 6
    Ralf Nauner:

    Es ist vielleicht noch nicht überall so richtig durchgedrungen, was bei all‘ dem beabsichtigten Chaos eigentlich auch kein Wunder ist, aber besagter Gruben-Grube hat gestern auch verlautbart, dass die DBAG einstweilen nicht privatisiert (vom lat. privare = geraubt) wird. D.h. es wird auf längere Dauer keine Möglichkeit für Investoren genannte Räuber (des öffentlichen Verkehrs) geben, um aus dem Verkehr (auf der Schiene) analog zum Auto Profit heraus zu pressen. Es gibt kein größeres Desaster für einen Bluthund, als dass er nicht wie von seinem Herrn beauftragt ein blutiges Schlachtfest veranstaltet – welches nunmehr bis auf weiteres abgesagt werden musst. Auf gut Deutsch: Grube hat vor der Haustüre seiner Herren (die u.a. durch Herrn Zetsche vertreten werden) versagt – so wie zuvor schon der Mehdorn.

    Die für ihn folgende Strafauspeitschung (im S(ado)21-Keller) wird er uns (Fahrgäste) bitterlich vorhalten und büßen lassen – u.a. in Form einer nahezu vollständige Betriebsstilllegung wegen vielfacher Zerstörungen des Bahnhofes – und ich meine das überhaupt nicht ironisch!

    Als ich heute früh (trotz anderweitiger Ankündigungen) doch wieder nicht mit meinem Zug in den HBF fahren durfte, bin ich zwischen Esslingen und Vaihingen a.d. Enz komplett allein und danach auch nur zu zweit unterwegs gewesen. Noch zwei, drei Mal und es wird meinen Zug (wie im Juli schon zwei Mal) einfach nicht mehr geben. Und, das wird nicht der einzige Zug(lauf) sein. Mit dem InterRegio kann man vergessen, weil die gesamte Fahrt dann 40 Minuten länger (als eine knappe Stunde) wäre. Mit dem TGV aber auch, schon allein, weil entweder lange Umsteigezeiten oder zu knapp (1 Minute).

    So eine Fahrt über die Schusterbahn, aber allein im Großraumabteil, dass sonst ziemlich voll ist, hat etwas gespenstisches, als ob man irgendwie aus der Zeit gefallen wäre. Ich fürchte aber, dass die heimliche Absicht dieser Entgleiserei längst anfängt Wirkung zu zeigen und mehr und mehr Pendler eben doch auf das von Zetsche und seinen Herrn verlangte Auto umsteigen – jeden Morgen 90km Autobahn hin und abends zurück, bzw. (wie für mich) noch viel weiter, weil nicht wenige von außerhalb in Stuttgart umsteigen – der EnBW sei Dank!

    Ich denke, es ist an der Zeit prophylaktisch den Grube und seine Räuberkameraden von unserer Seite aus mindestens genauso auszupeitschen, damit er gar nicht erst auf die Idee kommt seine Rache an uns auszulassen – auf ihn mit Gebrüll! (Aber bitte vergesst dabei den Kefer und den Fricke nicht! Und wenn die fragen warum, gleich nochmal!) Andererseits: im sog. Wilden Westen hat man solche Räuber (Pferdediebe) doch auch einfach vor die Lok gebunden und ist dann stundenlang mit diesen Fliegenfängern als Schienenräumer durch die Prärie gegurkt – wär‘ doch was, Herr Grube?

    Ich bin seit vielen Jahren der zuversichtlichen Meinung, dass S(chwachsinn)21 nie ernsthaft als umgesetzte Realität (als implementierte Tatsache) geplant oder beabsichtigt war. Es ging immer nur um ein Maximum an Zerstörung (von Infrastruktur und Betrieb) von Öffentlichem (Personen) Verkehr, damit noch mehr (Pendler) auf’s Auto umsteigen und die karge Rendite der ach so ärmlichen KFZ-Industrie dauerhaft aufhübschen. Aber ich konnte mir nie wirklich konkret ausmalen, wie sie dieses Massaker in Werk setzen würden – allmählich nimmt der Plan regelrecht konkrete … Züge an (so sagt man doch?)!

    Wo wir schon beim Wilden Westen sind: wie hieß der Western doch gleich? „Hängt den Grube höher!“ oder so? Jedenfalls wüsste ich da noch so ein paar Kandidaten! für mehr Höhe! Ich hab‘ das heute schon mal an anderer Stelle vorgeschlagen: Eine neue Wetten Dass Sendung:
    Für jede Entgleisung im Stuttgarter Bahnhof wird ein (früheres) Vorstandsmitglied der DBAG (seit 1994) geköpft. Wetten das es in Zukunft keine einzige Entgleisung mehr geben wird! Sollten die Vorstände wider Erwarten ausgehen, sind die (früheren) Bundesverkehrsminister dran. Sollte die Sendung mangels Entgleisungen langweilig werden, das identische Prozedere für jeden Zug mit mehr als 30 Minuten Verspätung bei der Einfahrt in Stuttgart. Sollte irgendwann auch das langweilig werden für jede Verspätung größer 15 Minuten, dann 10, dann 5. Wetten dass noch vor Weihnachten d.J. Stuttgart pünktlichste Bahnhof der Welt wäre! Wetten!

    Solche Fernsehsendungen machen schnell deutlich, dass auch solche scheinbaren Unfälle nicht ohne Grund, nicht ohne Absicht geschehen (die ICE-Katastrophen z.B. auch nicht, weil die DBAG die Dinger nämlich genau so dämlich bestellt hat (vermeintliche Leichtbauweise), wie sie sie mittlerweile hat wieder auf Massiv-Stahl hat umrüsten lassen). Wenn man dann solche Szenarien dagegen hält wird schnell klar, dass alles was in den letzten 18 Jahren als nicht machbar genannt wurde (z.B. Pünktlichkeit) eben doch geht – man bzw. die DBAG-Räuber müssten halt nur wollen! Und angesichts solcher Fernsehsendungen würden sie wollen! Es bräuchte noch einmal irgendwelche Investitionen! Nicht eine müde Mark. Quasi über Nacht wäre die Bahn was immer sein sollte: (verlässliches) Verkehrsmittel der Öffentlichkeit.

  • 7
    Friedhelm Weidelich:

    Nana, lieber Herr Nauner,

    da gehen Ihnen die Gewaltfantasien aber ein bisschen durch! Auch wenn ich sie nachvollziehen kann, und das schon nach gut einem Jahr Bahn-Pendeln auf nur 40 km Strecke.

    Erschreckend und angesichts unserer breitärschigen Politiker(innen) ist für mich eher, warum der immer gern populistische Bundesverkehrsminister-Darsteller Ramsauer nicht Herrn Grube den Verzicht auf seinen Vorstandssessel nahegelegt hat wegen erwiesener Inkompetenz, Überforderung und Dummheit im Dienst.

    Am Ende ist es wirklich eine lange geplante Strategie der Autolobbyisten (zu denen ich Ramsauer zähle) und der Nibelungentreue eines schon bei Daimler übel beleumundeten Grube, der wenigstens im Nachhinein noch etwas für seinen ehemaligen Arbeitgeber tun will. Für den stop-and-go-Verkehr rund um Stuttgart (heute Morgen wieder im DLF: 12 km von Herrenberg bis Böblingen) hat Mercedes-Benz dummerweise immer noch nichts im Portfolio. Wer nicht einen zweckmäßigen Hybrid von Toyota kaufen will, kann ja auf die A-Klasse mit Renault-Motor umsteigen.

    Der Autobahn-Stau ist immerhin zuverlässiger als die Bahn, und wer will schon in einer überteuerten Kleingeister- und Ruinenstadt wie Stuttgart wohnen?

  • 8
    Medienberichte 9.10. | Bei Abriss Aufstand:

    […] Klarheit StN: S21 Hauptbahnhof: Justiz greift nach erneuter Zug-Entgleisung ein Railomotive: Zug entgleist drei mal an der gleichen Stelle RNZ: Wieder an der gleichen Weiche: Neuer Zugunfall in Stuttgart PZ: Wie verhext: Schon wieder Bahn […]

  • 9
    HJ:

    Drei Entgleisungen an der selben Stelle? Das überrascht mich nicht, wenn ich mir die Gleisgeometrie anschaue. Das ist ja wirklich zum Heulen.

  • 10
    Lukas Iffländer (PRO BAHN Bayern):

    Hallo,

    ob man hier wirklich den Grube anprangern sollte halte ich fraglich, hier sollte erst mal der Planer gefeuert werden, der beim Modelleisenbahnkurs nicht aufgepasst hat, dass man bei Weichen und S-Kurven Zwischengeraden braucht 😉

    Wie bereits mehrmals gesagt, der Grube macht ausserdem nur, was er von oben angeordnet bekommt. Der Mehdorn konnte damals auch nur so wueten weil der Schroeder die Bahn loswerden wollte. Grube auszutauschen macht das ganze nicht besser. Ramsauer austauschen bringt auch nicht viel. Wie Dr. Anton Hofreiter mal erklaert hat: Die Bahn wir in erster Linie von der Bundeskanzlerin kontroliert, dann kommt der Finanzminister, dann kommt lange nix und dann irgendwo ganz hinten Verkehrsministerium und Verkehrsausschuss.

  • 11
    Stephan Becker:

    Ich habe auch den Verdacht, dass man vielleicht sogar den Maschinenbau insgesamt lahmlegen will. Einer der wichtigsten Standorte ist ja Stuttgart (Daimler, Porsche, Bosch, Mahle). Was diese ganzen Staus (ich habe heute morgen ca. 8:15 auch DLF gehört, da waren es vor Böblingen 7km) von Süden und aus Osten angeht möchte ich nicht wissen was die für Konsequenzen bei den sogenannten weichen Faktoren wie z.B. beim Familienleben der ganzen Pendler haben. Wenn sich das rumspricht, werden die Firmen in und um Stuttgart bald ziemliche Probleme mit dem Nachwuchs bekommen.
    Genau auf dieses Problem mit dem Verkehrschaos habe ich schon vor sieben Jahren an verschiedenen Stellen im Internet hingewiesen. Dabei haben die Bauarbeiten noch überhaupt nicht richtig angefangen.
    Das wird dann lustig werden im Dezember, wenn es vielleicht wieder eine Entgleisung gibt, mit Weihnachstmarkt und Bundesligaspiel. Ich war allerdings vor einem Jahr nach langer Zeit mal wieder in Stuttgart: Unglaublich was da Abends los war. Da können sich die Geschäftsinhaber doch eigentlich alle freuen, obwohl auf der Königsstraße sind ja inzwischen eh fast nur noch Konzernfilialen anzutreffen, wie in jeder deutschen Großstadt bzw. Einkaufsmeile.

    Hier wo ich wohne, gibt es eine größere Stadt mit etwa einem Zehntel der Einwohner Stuttgarts. Da gibt es auch gewisse Probleme mit Eisenbahninfrastruktur, aber vor allem mit regelmäßigen großen Baumaßnahmen an der wichtigsten Durchfahrtsstraße der Stadt. Böse Zungen behaupten, dass hier, von Seiten der Stadt aus, wohl gewisse Vereinbarungen mit der Mineralölindustrie getroffen worden sind, weil man sich sonst diese ganze Bauwut und oft auch Bauchaos kaum noch erklären kann.

  • 12
    Dieter Walz:

    Weiche 227 – die Weiche des Grauens!

    Sehr aussagekräftige Bilder der Bahn-Entgleisungen vom 29.9. und 9. 10.

    http://schaeferweltweit.wordpress.com/2012/10/28/weiche-227-eine-endlose-geschichte/

    Stuttgart per Bahn anfahren? Ist mir persönlich inzwischen zu gefährlich!

 
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