Railomotive

Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich – Fachjournalist

Deutsche Bahn will Bombardier verklagen

14.02.13 (Bahnindustrie, DB, Deutschland, Fernverkehr, Nahverkehr, Pannen, Triebwagen)

Während das irrationalste Bahnunternehmen der Welt, die dem deutschen Staat gehörende Deutsche Bahn AG, im Projekt Stuttgart 21 täglich gegen jede Vernunft viel Geld in den Sand setzt, sucht es nach neuen Einnahmequellen. Der neueste Versuch: Schadensersatzklagen gegen die Bahnindustrie.

Wie die Süddeutsche Zeitung erfahren hat, wehrt sich die DB gegen Qualitätsmängel der bereits 15 Jahre alten Baureihe 612, die durch eine schlechte Neigetechnik und nicht ausreichende Radsätze auf- und ausfällt. Pikanterweise stammt die Konstruktion noch aus Adtranz-Zeiten unter der Ägide der heutigen Daimler AG. 2003 wurde eine Frau mitgeschleift, weil die Sensoren der Türschließmechanik wegen mangelnder Wartung der DB versagt hatten (siehe Wikipedia).

Ernsthafter dürften die Klage betrachtet werden bei neuen S-Bahn-Zügen der Baureihe 422 von Bombardier, die zum Beispiel im Ruhrgebiet 2011 wochenlang mit zwei Personen im Führerstand besetzt waren, weil das Bremssystem nicht richtig funktionierte. Manchmal sollen Familienangehörige mitgefahren sein, um die Sicherheitsfahrschaltung zu ersetzen.

Unrühmlich ist auch die Qualität des Talent II, der jahrelang wegen Problemen in der Bremsensteuerung nicht zum Einsatz kam und nun durch zugige Führerstände auffällt.

Preisdrückerei, mangelnde Wartung, unerfahrene Ingenieure und zu kurze Entwicklungszeiten blieben eben nicht folgenlos.

 

 
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