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	<title>Railomotive &#187; Deutschland</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>DB Netz verzeichnet mehr Trassenanmeldungen bei Personenverkehr</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 09:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Trassenanmeldungen für 2011 sind bei DB Netz AG fast um 7 % gestiegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die DB Netz AG hat bei der Erstellung des Netzfahrplans 2011 eine neue Rekordzahl erreicht: Fast 56.000 Bestellungen für Schienenverkehre, so genannte Trassenanmeldungen, gingen bei den Fahrplanexperten der Bahn-Infrastrukturtochter ein und wurden bis Ende August in ein funktionierendes Fahrplangefüge überführt. Eine Trasse ist die geplante zeitliche und räumliche  Belegung eines Streckenabschnitts für eine Zugfahrt, ähnlich den time slots im Flugverkehr.</p>
<p>Der bereits im vergangenen Jahr erkennbare Wachstumstrend setzte sich mit einem Plus von knapp 7 Prozent fort, wobei Kundenanmeldungen im Personenverkehr um mehr als 10 Prozent zunahmen. Im Güterverkehr dagegen nahmen die Trassenanmeldungen wegen der zu Beginn der Trassenanmeldung im April 2010 noch spürbaren Folgen der Wirtschaftskrise um 6 Prozent ab. Die Nachfrage im Güterverkehrsmarkt ist inzwischen jedoch wieder von nachhaltigen Wachstumsimpulsen geprägt.</p>
<p>Die auf Basis der Kundenwünsche anschließend konstruierten Trassen bilden das Grundgerüst für den komplexen Netzfahrplan. Die erneute Steigerung der Anzahl der Trassenanmeldungen ist in erster Linie auf die stärkere Berücksichtigung von Baumaßnahmen zurückzuführen. Durch die frühzeitige Einbindung der Eisenbahnverkehrsunternehmen konnten diese in verschiedenen Zeitscheiben die Trassen entsprechend der geplanten Bausituation anmelden.</p>
<p>Neben den im Netzfahrplan festgelegten Trassen gibt es auch sogenannte Gelegenheitsverkehre, die häufig nur einmalig fahren. Die etwa 850.000 Trassen pro Jahr werden insbesondere für den Güterverkehr mit einem Vorlauf von weniger als 48 Stunden konstruiert. Ganz schön lang, wenn man berücksichtigt, dass das eine Software in Sekunden erledigen kann.</p>
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		<title>Darmstadt hat den Bahnhof des Jahres und Stuttgart bald keinen mehr</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 20:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bahnhof des Jahres steht in Darmstadt. Der Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs wurde heute mit Hochdruck weiter abgerissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5525" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/09/bahnhof-darmstadt-park.jpg"><img class="size-full wp-image-5525" title="bahnhof-darmstadt-park" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/09/bahnhof-darmstadt-park.jpg" alt="" width="640" height="475" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Bahnhof am Park: Darmstadt (Fotos: Allianz pro Schiene / Gerd Kittel)</p></div>
<div>
<p>Ich habe diesmal lange überlegt, ob ich diese Pressemitteilung ins Netz stelle. An einem Tag, als kreuzbrave und gut bürgerliche Stuttgarter vor dem Dienstsitz des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Mappus mit Schuhen werfen, um nach orientalischer Art ihre tiefe Verachtung zu zeigen für die Betonkopf-Haltung, die man nur aus der Endphase der DDR bei Honecker und seinem Politbüro kannte. Mappus war nicht da, sondern tändelte am Bodensee durch&#8217;s Ländle, im Bus. Für 600 Millionen kann man von der DB schließlich keinen Sonderzug erwarten. Unterdessen gingen die Abrissarbeiten am Nordflügel so schnell voran wie noch nie, geschützt von einem Heer von Bereitschaftspolizisten, wie es bisher noch nicht zu sehen war. Während auch Ramsauer und die Stuttgarter SPD ihre hohe Kompetenz zeigten und in Stuttgart einfach so weitermachen wollen, ließ sich Grube mit André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station &amp; Service AG, von der Allianz pro Schiene feiern. Genau die Männer, die für die verkommensten Bahnhöfe in Deutschland und den Abbruch von Stuttgarts Hbf zuständig sind. Da kommt einem die Galle hoch.</p>
<p>Doch weil die Leute bei der Allianz pro Schiene so feine, engagierte Leute sind und man zeigen muss, wie Bahnhöfe aussehen können und müssen, stelle ich den ersten Bahnhof vor. Das positive Urteil über Baden-Baden kann ich nicht nachvollziehen. Dieser Bahnhof hat so gar nichts, und schon gar keine Taxis, wenn ein ICE ankommt.</p>
<div id="attachment_5527" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/09/bahnhof-darmstadt-halle.jpg"><img class="size-full wp-image-5527" title="bahnhof-darmstadt-halle" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/09/bahnhof-darmstadt-halle.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Ein wunderbarer Kontrast zu dem Loch von U-Bahnhof, das in Stuttgart unter einem primitiven Betongewölbe entstehen soll.</p></div>
<p>Hier ein Auszug aus der <a href="http://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/2010/040-bahnhoefe-des-jahres-2010-darmstadt-baden-baden/">Pressemitteilung</a>:</p>
<p><em>Zum siebten Mal in Folge zeichnet die  Allianz pro Schiene die kundenfreundlichsten Bahnhöfe Deutschlands aus.  In der Kategorie „Großstadtbahnhof“ gewann der Darmstädter Hauptbahnhof,  dessen Innen- und Außenauftritt bei der Jury eine „heiter gelassene  Grundstimmung“ erzeugte. In der Kategorie „Kleinstadtbahnhof“ gewann  Baden-Baden, das – so das Votum der Jury – „seine Reisenden mit offenen  Armen empfängt“. „Bahnhöfe gehen uns alle an. Mehr als andere  öffentliche Gebäude prägen sie das Gesicht einer Stadt“, sagte Dirk  Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. „Unser Titel zeichnet  deshalb nicht nur ein Bahnhofsmanagement aus, sondern zugleich auch die  Stadt und das Bundesland.“ Im Sinne der Reisenden müssten Bahn, Stadt  und Land gemeinsam planen und investieren, sagte Flege. „Die Deutschen  sind mit Luxusbahnhöfen nicht gerade verwöhnt. Aber die Sehnsucht danach  wächst.“</em></p>
<p><em><strong>Darmstadt Hauptbahnhof: Deutschlands Grünster</strong><br />
In Darmstadt gefiel vor allem das Grün vor dem Haupteingang.  „Blumenbeete auf dem Vorplatz, das gibt es öfter, aber welcher Bahnhof  liegt schon gleich an einem Park?“ Deutschlands Grünster begeisterte die  5-köpfige Jury aus Vertretern des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dem  Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD),  dem Autoclub Europa (ACE) und der Allianz pro Schiene aber auch durch  seine Innenansicht. Der Riese aus grauem Naturstein zeigte den  Bahnhofstestern seine frisch modernisierte helle Halle, in der sich Glas  und Jugendstillampen gut miteinander vertragen. Eine sehr persönliche  Ansprache am Schalter, die roten Ledersessel im Reisezentrum und das  sommerliche Rauschen der Kastanie am Restaurant Fürstenbahnhof gaben für  Karl-Peter Naumann von Pro Bahn den Ausschlag: „Darmstadt, das ist eine  Wohltat für Reisende“, sagte Naumann und betonte, dass auch die  Anschlüsse zur Stadt sehr gelungen seien: „Die strikte Trennung des  Autoverkehrs von den öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem  Bahnhofsvorplatz und die vorbildliche Information zu den weiterführenden  Verkehrsmitteln haben aus dem Darmstädter Hauptbahnhof ein  Paradebeispiel für die Verknüpfung der Verkehrsmittel gemacht.“<strong> </strong></em></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_5528" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><strong><strong><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/09/bahnhof-darmstadt-uhr.jpg"><img class="size-full wp-image-5528" title="bahnhof-darmstadt-uhr" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/09/bahnhof-darmstadt-uhr.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Als Architektur mehr als Stahlträger und Glasscheiben waren: Darmstädter Bahnhofsuhr</p></div>
<div id="attachment_5529" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><strong><strong><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/09/bahnhof-darmstadt-bahnsteig-2.jpg"><img class="size-full wp-image-5529" title="bahnhof-darmstadt-bahnsteig-2" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/09/bahnhof-darmstadt-bahnsteig-2.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Lichte Hallen in zeitgenössischer Architektur von bleibendem Wert, wenn sie gepflegt wird</p></div>
<p>Bei dieser Gelegenheit sei noch angemerkt, dass der für Stuttgart U-Bahnhof zuständige Architekt Ingenhoven momentan überall <a href="http://inhabitat.com/2010/08/26/a-nnet-zero-high-speed-rail-station-for-stuttgart/main-station-stuttgart-8/?extend=1">Zeichnungen des Bahnhofs</a> streut, die mit dem geplanten Endprodukt so viel zu tun haben wie eine Bleistiftskizze mit einem Ölgemälde: Bäume auf dem Dach, elegant geschwungene Stützen, riesige Lichtaugen, ohne Oberleitungen und mit freiem seitlichen Durchblick zu den Bäumen im Schloßpark. Wunderschön, wenn auch in der künstlerischen Freiheit mit so wenig Substanz, dass man die Skizze mit ihren hauchdünnen Origami-Deckengewölben nicht einfach umsetzen kann. Nichts davon ist übriggeblieben in den aktuelleren Simulationen, in denen mal eben die Sonnenstrahlen so zurechtgebogen sind, dass sie das öde Innere beleuchten.</p>
<p>Lügen, Propaganda, Desinformation nach Stasi-Art und die Vorspiegelung falscher Tatsachen sind Bestandteil der größten und teuersten Verarschung, die sich Politiker, Bahn, Banken und baden-württembergische Unternehmer je geleistet haben. Die Politiker, da bin ich sicher, wird ein schwäbischer Bürgeraufstand aus dem Amt jagen. Denn sie tun in ihrem DDR-regimeartigen Starrsinn, den zu beschreiben mir die Worte fehlen, alles, dass die Emotionen weiter hochkochen. Den Bürgern wird täglich aufs Neue gezeigt, dass sie den Verantwortlichen vollkommen egal sind. Doch der Polizeischutz kann nicht ewig währen. Wasserwerfer und inzwischen wohl Tausendschaften von Polizisten können nicht auf Dauer verhindern, dass wegen der unerträglichen Arroganz von Grube, Mappus, Schuster und Co. auch bei gutmütigen, brav konservativen und immer noch obrigkeitshörigen Bürgern der Kragen platzt und sich die angestaute Wut entlädt.</p>
<p>Dass es nur noch ein kleiner Schritt ist zu Straßenblockaden, Sabotage, brennenden Autos, Plünderungen und einer lahmgelegten, nicht mehr beherrschbaren Landeshauptstadt, war heute spürbar, als die Heilbronner Straße kurzzeitig blockiert wurde und ein Panamera-Fahrer ansetzte, die Blockierer umzufahren. Eine winzige radikale Gruppe könnte im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass die gequälten und gedemütigten, bewundernswert friedlichen Bürgerseelen Dampf ablassen werden. Die Glut ist gelegt, nun fehlt nur noch ein kleiner Funke, bis der stinknormale Bürger auf die Straße geht und Dinge tut, die sich niemand wünschen kann.</p>
<p>Derart bornierte Politiker und Bürokraten wie in Baden-Württemberg und Berlin habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt. Es ist Zeit für einen Wandel. Er wird kommen, und er kommt aus der bürgerlichen Mitte. Stuttgart ist der Anfang.</p>
</div>
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		<title>Es muss mehr in das Schienennetz investiert werden</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 10:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der VDV mahnt Investitionen in Eisenbahnstrecken an, um den wachsenden Güterverkehr bewältigen zu können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial Narrow;">Die Nachricht passt genau zu den Warnungen des Umweltbundesamts und meinem gestrigen Beitrag: Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnt vor Engpässen auf  deutschen Schienen. Die heutige Pressemitteilung des VDV:<br />
</span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;">Wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte, wuchs der  Eisenbahngüterverkehr im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum  um 18,1 Prozent. „Bei aller Freude über die steigende Nachfrage im  Eisenbahngüterverkehr: Sollte dieser Trend anhalten, gibt es spätestens nächstes  Jahr Platzmangel auf Deutschlands Schienenwegen“, erläutert VDV-Präsident Jürgen  Fenske. Zwar ist die transportierte Gütermenge noch nicht wieder auf dem   gleichen Niveau wie vor der Wirtschaftskrise. Die momentanen Zuwachsraten lassen  jedoch erahnen, dass dieses Niveau nicht nur bald wieder erreicht, sondern sogar  übertroffen wird.</span><span style="font-family: Arial Narrow;"><br />
</span><span style="font-family: Arial Narrow;"><br />
„In letzter Konsequenz kann dieses außerordentliche  Wachstum dazu führen, dass vor Ort Engpässe entstehen, die es nötig machen, sich  zwischen Güterzug und Personenzug zu entscheiden: Wer darf zuerst fahren und  wer muss warten“, sagt Fenske. Der VDV fordert daher die Bundesregierung auf,  die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Anlass zu nehmen, um  schnellstens dringende Investitionen bei der Schieneninfrastruktur zu tätigen.  „Die von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Mittel für den Ausbau der  Bundesschienenwege sind von ehemals fünf Milliarden Euro auf unter vier  Milliarden gekürzt worden.<span style="color: #ff0000;"> Diese Kürzungen bedrohen nun wichtige  Investitionsmaßnahmen zur Erhaltung und zum Ausbau der Leistungsfähigkeit der  deutschen Schienenwege.</span> Wer wie die Bundesregierung mehr Güterverkehr auf die  Schiene verlagern will, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen“, so Fenske  abschließend.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;">Der VDV schürt keine Hysterie. Er weiß, wovon er spricht. Die Macher von Stuttgart 21 dagegen nicht.<br />
</span></p>
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		<title>Kleines Interview im Wirtschaftswoche-Blog Greenonomics</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 13:44:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interview zu umweltfreundlichen Eisenbahnen mit Friedhelm Weidelich im Wirtschaftswoche-Blog Greenonomics]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sebastian Matthes, Ressortleiter Technik + Wissen bei der Wirtschaftswoche, interviewte mich zu umweltfreundlichen Eisenbahnen. In seinem Blog <a href="http://www.wiwo.de/blogs/greenonomics/2010/08/30/die-zahlen-der-deutschen-bahn-sind-immer-mit-vorsicht-zu-geniesen/">&#8220;Greenonomics&#8221;</a> (umweltfreundliche Wirtschaft) können Sie es nachlesen.</p>
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		<title>Stuttgart 21: Große Aufstellung für die Lkws</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 12:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit enormem Polizeiaufwand wird die Zufahrt der Lkws gesichert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Bilder sind so absurd, dass sie keinen Kommentar brauchen. Der öffentliche Raum wird besetzt. Gleich kommen die Lkws. Passanten, die zur LBBW wollten, wurden von Polizisten aufgehalten und dann über die Straße nach links geführt.</p>
<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/B36.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5442" title="B36" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/B36.jpg" alt="" width="990" height="617" /></a></p>
<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/B35.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5443" title="B35" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/B35.jpg" alt="" width="806" height="573" /></a></p>
<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/B37.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5447" title="B37" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/B37.jpg" alt="" width="930" height="645" /></a></p>
<p>Live-Bilder: <a href="http://webcam.schrem.eu/">http://webcam.schrem.eu/</a> und im<a href="http://www.wbsu.de/Jaegerstrasse-01/webcamfoto1.jpg"> 5-Minuten-Takt</a></p>
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		<title>Stuttgart 21: Lesestoff</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 09:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[Der bürgerliche zivile Ungehorsam gegenüber den Projektverantwortlichen von Stuttgart 21 wächst. Stück für Stück kommen Fakten und Dokumente ans Licht, die zeigen werden, dass Stuttgart 21 so solide geplant ist wie ein Kartenhaus. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5364" class="wp-caption alignnone" style="width: 700px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/B30.jpg"><img class="size-full wp-image-5364" title="B30" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/B30.jpg" alt="" width="690" height="518" /></a><p class="wp-caption-text">Regenbogen über dem Bahnhof</p></div>
<p>Manche deuten es als Zeichen. Bevor sich die 40.000 bis 50.000 Bürger zu einem Demonstrationszug durch die Stadt in Bewegung setzten, klarte der Himmel auf und ein Regenbogen erschien. Twitterer &#8220;bieberle&#8221; kommentierte: <em>&#8220;Nachdem der liebe Gott sich gestern eindeutig zu den S21-Gegnern bekannt hat, wäre es Zeit, dass seine beiden Kirchen es ihm nachtun.&#8221; </em>Die scheinen noch den Schlaf der Gerechten zu schlafen und die gesellschaftliche Brisanz nicht zu erkennen. Denn es hat sich ein Aufstand gegen die Obrigkeit und Unternehmer gebildet, die sich von den Bürgern – gemeinhin von Politikern &#8220;Menschen&#8221; genannt – abgekoppelt haben und ihre eigenen Geschäfte und Spielchen betreiben.<em> </em>Stuttgart ist nicht das erste Beispiel dafür, doch es ist das teuerste und dreisteste Projekt, das es in der Bundesrepublik je gab.</p>
<p>Die ZEIT berichtet nüchtern und faktenreich über die gestrige Großdemonstration: <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-08/demonstration-stuttgart21-landtag">Mit zivilem Ungehorsam gegen Stuttgart 21</a>. Die Kommentare unterscheiden sich wohltuend von denen in den Stuttgarter Zeitungen.</p>
<p>Während die Tagesschau das Thema weiterhin mit 40-Sekündern und spektakulären Bildern nervt, die Aggression suggerieren, obwohl friedlich demonstriert wird, berichtet das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JsKP0q7GREU">Schweizer Fernsehen</a> wohltuend ausgewogen. Der SWR brachte gestern eine viertelstündige (!) Sondersendung mit einem alten Einspielfilm, überholten Zahlen und einem nervösen Pressesprecher Drexler, dessen Argumente so abgedroschen wie falsch sind. Die ganze Sendung war aus meiner Sicht unqualifiziert, zu kurz, schlecht vorbereitet. Nur der Grüne Kretschmann versuchte zu überzeugen, doch es fehlte die Zeit für Fundiertes und überhaupt der Wille, das Projekt auch nur ansatzweise zu beleuchten.</p>
<p>Die Zeitung <em>Freitag</em> <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/mcmac/stuttgart-21---50000-und-die-tagesschau">kritisiert</a>, wenn auch in kurioser Aufmachung in ihrem Blog, ebenfalls die Tagesschau.</p>
<p>Lesenswert ist auch, was junge <a href="http://www.german-architects.com/pages/page_item/34_10_s21">Stuttgarter Architekten</a> über Stuttgart 21 schreiben. Die Damen und Herren sind vom Fach.</p>
<p>Auszug: <em>Allein schon ein Blick auf das Areal hinter dem Bahnhof zerstäubt die Illusionen, dass die städtebauliche Chance von Stuttgart 21 genutzt werden wird. Nur der Würfel von sprödem Charme, in den 2011 die Stadtbibliothek einziehen soll, ist hier bislang kein Bürogebäude. Neben der Bibliothek werden weitere Bürogebäude entstehen, auf Grundstücken, auf denen 2007 noch hauptsächlich Wohnungen entstehen sollten. 43.000 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen in einem Shopping Center entstehen, 24.000 weitere schon bald in der Innenstadt im nun endgültig beschlossenen “Quartier S”  – für kleinere Läden wird es schwierig werden. Für dieses Quartier S hatte man sich lediglich zu einem Fassadenwettbewerb durchringen können – nicht unbedingt die Methode, um zu einer guten Lösung zu kommen. </em></p>
<p>Ingenhoven, auch Architekt und für den U-Bahnhof verantwortlich, argumentiert in Interviews immer noch, dass dort preiswerter Wohnraum entstehen würde. Offenbar sind die vorgelegten Simulationen, auf denen entspannte Menschen neben den Lichtaugen zeigen, die wohl anders ausgerichtet sind als in den lichtdurchfluteten Bildern, auch nicht korrekt. Das Licht würde in einem anderen Winkel einfallen. Außerdem dürfte der Deckel auf dem U-Bahnhof weit höher liegen als der Park.</p>
<p>Wir dürfen weiter davon ausgehen: Es wird anhaltend mit gezinkten Karten gespielt. <strong>Doch Stück für Stück kommen Fakten und Dokumente ans Licht, die zeigen werden, dass Stuttgart 21 so solide geplant ist wie ein Kartenhaus. </strong></p>
<p>So wie der <a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/vorstandsbrief__20100826__stuttgart21.pdf">Mitarbeiterbrief</a> von Bahnchef Grube, den ich gestern der Wirtschaftswoche zur Verfügung gestellt habe und der durch alle Medien ging. 270 Twitterer haben ihn bis jetzt heruntergeladen. Gestern hatte ich 1344 Besucher auf diesem Blog, vorgestern sogar 1993.</p>
<p>Die Aggressivität, wie Grube auch heute den Nordflügel zerstören lässt, schockiert mich. Der erste Teil ist noch nicht abgebrochen, da wird schon der zweite Baukörper zerstört. Grube hat zu einem Runden Tisch eingeladen, nichts als eine Täuschung des Gegners. &#8220;Allerdings werde er für die Zusammenkünfte keine Bedingungen akzeptieren&#8221;, schreibt dpa. So sprechen Despoten. Grube ist ein hinterhältiger Taktiker, dem ich nicht trauen würde. Er ist kein <a href="http://www.alles-fuer-den-offizier.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=73&amp;Itemid=106">Ehrenmann</a>. Nur auf das Wort eines Ehrenmannes kann man sich verlassen.</p>
<p><strong>Welche Kräfte da am Werk sind</strong>, zeigt auch dieses investigative <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RV7lPwXaSow&amp;feature=youtu.be">Video vom Weindorf</a>. Bitte unbedingt den Text lesen, der erklärt, wer da so vertraulich herumtätschelt. Auch die erstarrten Mienen der Damen sind sehenswert.</p>
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		<title>Stuttgart 21 EXKLUSIV: Rüdiger Grube diffamiert Projektgegner</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 15:42:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Güterverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Personenverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiterbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Rüdiger Grube]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Mitarbeiterbrief diffamiert Bahnchef Grube die Gegner von Stuttgart 21 und behauptet, dass sie demokratische Spielregeln verletzen würden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Rüdiger Grube ist ein Strippenzieher und einer, der in der Öffentlichkeit Verständnis und Kompromissbereitschaft heuchelt und knallhart macht, was er will oder glaubt, tun zu müssen.</p>
<p>In einem mir zugespielten <a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/vorstandsbrief__20100826__stuttgart21.pdf">Vorstandsbrief an die DB-Mitarbeiter</a>, den ich der <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/bahn-chef-grube-wirft-kritikern-panikmache-vor-439793/">Wirtschaftswoche</a> zur Verfügung gestellt habe, diffamiert Grube die Gegner von Stuttgart 21.</p>
<p>Zitat: <span style="color: #ff0000;"><strong>„Am allerwenigsten akzeptiere ich, wenn der Protest von Projektgegnern demokratische Spielregeln unseres Rechtsstaats verletzt.“ </strong></span></p>
<p>Ob Grube das Grundgesetz, Artikel 8, kennt? Hat er noch nichts vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Demonstration">Demonstrationsrecht</a> als <strong>demokratisches Grundrecht</strong> gehört?</p>
<p>In den weiteren Ausführungen wiederholt Grube zum Teil abenteuerliche Behauptungen über die Chancen und Auswirkungen des Projekts und verweist auf Reisende, die <span style="color: #ff0000;">von Rotterdam über Stuttgart nach Sizilien</span> reisen werden. Blanker Unsinn! Das ist eine wichtige Güterverkehrsstrecke, doch weder der künftige U-Bahnhof noch die Neubaustrecke nach Ulm wären dafür geeignet. Auch das untaugliche Beispiel der Reise von Paris nach Bratislava wird wieder zitiert. Die üblichen Plattitüden eben, die keine ernstzunehmenden Argumente sind, weil sie längst widerlegt sind oder ggf. auch mit einem &#8220;alten&#8221; Hauptbahnhof realisierbar wären.</p>
<p>Die Projektgegner &#8220;versuchen, mit aller Macht die Öffentlichkeit zu verunsichern, indem sie sich auf Gutachten beziehen, die gar keine sind.&#8221; Wie etwa das SMA-Gutachten. Ist Grube nicht nur Auto- und Luftfahrtmanager, sondern auch Sprachwissenschaftler? Ich bin beeindruckt.</p>
<p>Triumphierend schreibt Grube am Schluss: „Gestern haben wir mit dem <span style="color: #ff0000;">Abriss der Fassade des Nordflügels</span> am Stuttgarter Hauptbahnhof begonnen und damit <span style="color: #ff0000;">bewiesen, dass wir das Projekt auch weiterhin wie geplant vorantreiben</span>. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in Stuttgart das Richtige tun. <span style="color: #ff0000;"><strong>Mit den gestrigen Bauarbeiten haben wir ein für alle unübersehbares Signal des Projektfortschritts gesetzt.</strong></span>“</p>
<h2><strong>Eine pure Machtdemonstration, das wollte Grube.</strong></h2>
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		<title>Tunnel sind überhaupt kein Problem</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 18:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Personenverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[DB]]></category>
		<category><![CDATA[ICE]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ein ICE im Tunnel steckenbleibt, dauert es Stunden, bis die Fahrgäste befreit werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht ungewöhnlich, dass beim ICE 1 einzelne Motoren ausfallen und die beiden Loks nur mit halber Kraft fahren. Das berichten Lokführer. Nun ist in einem Tunnel bei Vaihingen ein ICE steckengeblieben, weil der Antrieb versagte. Dann fiel offenbar die Stromversorgung aus und damit auch die Klimaanlage. Wenn ich die dürren Berichte richtig deute, hat man versucht, den Zug abzuschleppen. Dafür braucht man Dieselloks, die eine Scharfenbergkupplung oder eine andere Spezialkupplung haben. Ich weiß nicht, ob keine da war oder warum man den Zug offenbar drei Stunden mit 420 Fahrgästen im Tunnel stehen ließ, bis vier Fahrgäste zusammenklappten. Man könnte es für Sorglosigkeit halten.</p>
<p>Was schließen wir daraus: ICEs werden jetzt besonders gut gewartet und Tunnel sind überhaupt kein Problem für den Betrieb. Deshalb baut man den neuen Stuttgarter U-Bahnhof auch in ein Gewirr von Tunneln ein, wo man wunderbar evakuieren kann, wo jederzeit Hilfsloks bereitstehen und überhaupt nichts passieren kann. So ist die Bahn superflexibel und wer als Fahrgast Angst vor den unendlich langen Tunneln hat, die rund um &#8220;Stuttgart 21&#8243; gebaut werden, soll halt einen Anti-Klaustrophobie-Kurs belegen oder ein Notfall-Set dabei haben. Ein Fläschchen Sauerstoff möcht schon sein, wenn man mit klapprigen Hochgeschwindigkeitszügen der Deutschen Bahn fährt.</p>
<p>Keine Angst, liebe Fahrgäste, Dr. Rüdiger Grube hat die Deutsche Bahn fest im Griff.</p>
<p>Darum ist er ja so vehement für S21. Ein blutiger Laie, der nicht überblickt, was er da gestartet hat. Aber es interessiert ihn sowieso nicht. Beteuerungen, die Proteste ließen ihn nicht kalt, sind auswenig gelernte Floskeln und nicht der Rede wert.</p>
<p><strong>Nachtrag 23.8.10:</strong> Inzwischen wurde bekannt, dass die Hilfslok nur 100 Meter weit schleppen konnte und dann durch eine Zwangsbremsung gestoppt wurde. So oder so ein Skandal. Hier ist noch der <a href="http://www.pcwelt.de/start/gaming_fun/sonstiges/news/2347664/pc-welt-redakteur-sass-im-ice-pannen-zug/">Bericht</a> eines Redakteurs der PC-Welt, die angesichts der Kommunikation des DB-Personals jeden Kommentar überflüssig macht.</p>
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		<title>Stuttgart 21: Die Allianz der Fakten-Ignoranten bekommt mehr Gegenwind</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 21:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnhöfe]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Grube]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart Hbf]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fakten und Zahlen zu Stuttgart 21 werden allmählich erdrückend]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Demo heute muss mit fast 4000 Teilnehmern ein friedliches, lebensfrohes Erlebnis gewesen sein. Glückwunsch an die mutigen Demonstranten aus allen Bevölkerungsschichten und Altersklassen! Allmählich müsste den S21-Verantwortlichen etwas dämmern.</p>
<p>Es ist zwar erstaunlich, wie sehr sich die Auslöser der Proteste verstecken – sowohl körperlich als auch hinter hohlen Phrasen und blanken Lügen. <strong>Doch die Fakten</strong> – leider ist &#8220;fakten&#8221; auch das Pseudonym eines vermutlich professionellen Hetzers in allen Foren und Kommentarspalten, der noch in den Kategorien Kiesingers denkt und die letzten 40 Jahre wohl schon im S21-U-Bahnhof probegewohnt hat  – <strong>werden allmählich erdrückend.</strong></p>
<p>Die Frankfurter Rundschau hat sich mit Fakten beschäftigt und Zugang zu Papieren, die die Deutsche Bahn lieber unter Verschluss gehalten hätte: <em>Ein geheimes internes DB-Papier für Konzernchef Grube vom Dezember 2009, das der FR vorliegt, beweist, <span style="color: #ff0000;">dass die Alternative zu S21</span>, die Modernisierung des bestehenden Kopfbahnhofs, mit 340 Millionen Euro bis 2020 <span style="color: #ff0000;">einen Bruchteil der S-21-Summen kosten würde</span><span style="color: #ff0000;">. Auch der Ausstieg aus S21 wäre viel günstiger als behauptet.</span> Die bisher entstandenen Kosten bei der DB beziffert das Geheimpapier auf gerade mal 73 Millionen Euro. Der Bahn würden aber die versprochenen Steuermilliarden entgehen. Und so winkte Bahnchef Grube S21 trotz Bauchschmerzen durch. Denn die meisten Risiken tragen am Ende die Steuerzahler.</em> Hier <a href="http://www.fr-online.de/politik/tricksen-und-taeuschen/-/1472596/4573076/-/index.html">bei der FR nachzulesen</a>.</p>
<p>Ich liebe Ironie, und so ist es ein glücklicher Zufall, wie sich unter dem FR-Beitrag die Schlagzeilen aus Redaktion und Werbung realsatirisch vermengen:</p>
<div id="attachment_5178" class="wp-caption alignnone" style="width: 525px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/Intelligenz_k.jpg"><img class="size-full wp-image-5178" title="Intelligenz_k" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/08/Intelligenz_k.jpg" alt="" width="515" height="499" /></a><p class="wp-caption-text">Intelligenz macht aus weniger mehr – nur die Bahn hat&#39;s nicht gewusst</p></div>
<p>Nach und nach kommen immer mehr Stolpersteine ans Licht, die nur ein Moschtkopf ignorieren kann. Die <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.tunnelbau-bestandsaufnahme-bei-rissen-beginnt.0bf98de8-0cec-4da9-b893-69e652c58e30.html">Stuttgarter Nachrichten berichten</a> von der nächste Woche beginnenden Beweissicherung für 600 Häuser im Umfeld der Tunnel und den 3000 (!) Grundstücken, die die DB noch kaufen muss. Sie muss auch für weitere 3000 Grundstücke Unterquerungs- oder Überfahrrechte in die Grundbücher eintragen, was sicher an ein paar Tagen erledigt ist, völlig ohne juristische Händel abgeht und dann <em>leider </em>als<em> </em>unglücklicher Umstand, mit dem man nun wirklich nicht rechnen konnte, die Projektkosten um ein paar hundert Millionen anhebt. Von der Haftung für Bauschäden an den Villen über den Tunneln einmal abgesehen.</p>
<p>Der <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5216882">SWR erklärt</a> kompakt die Engpässe, die schon lange bekannt sind und von der Deutschen Bahn beharrlich ignoriert werden.</p>
<p>Und selbst dem renommierten Architekten Frei Otto, der mit Ingenhoven vor 20 Jahren etwas entwickelt hat, was man heute nur noch als Futurismus und Größenwahnsinn aus einer längst vergangenen Epoche ansehen kann, <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2596725_0_9223_-stuttgart-21-mitschoepfer-des-bahnhofs-zweifelt.html">hat große Zweifel</a> an der Machbarkeit von S21.</p>
<p>Bahnhöfe werden heute nicht mehr versteckt, sie zeigen sich selbstbewusst wie etwa in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Li%C3%A8ge-Guillemins">Liège-Guillemins</a>. Dafür braucht man aber auch eine Eisenbahn, die nicht von einem Auto-Manager verwaltet wird und Landes- und Lokalpolitiker, deren Horizont etwas weiter als bis Ludwigsburg, Böblingen und Sigmaringen reicht.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bundesnetzagentur verbietet DB Netz Regionalfaktoren</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/08/bundesnetzagentur-verbietet-db-netz-regionalfaktoren/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 13:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
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		<category><![CDATA[Verkehrspolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Regionalfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Trassenpreis]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundesnetzagentur setzte durch, dass DB Netz ab Dezember 2011 keine Regionalfaktoren mehr erhebt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gehört inzwischen zu den Binsenweisheiten, dass DB Netz eine Menge tut, um Mitbewerber der DB subtil zu benachteiligen oder durch überhöhte Gebühren abzuzocken. Nun hat sich DB Netz verpflichtet, auf die &#8220;Regionalfaktoren&#8221;, die auf Trassenpreise aufgeschlagen wurden, nicht mehr zu erheben. Das Bedienen von Nahverkehrsstrecken, die nur in geringer Frequenz befahren wurden, war bisher deswegen besonders teuer. Obwohl dort die Aufwendungen eher gering waren. Die Regionalfaktoren hatte die Bundesnetzagentur der DB Netz bereits im März <a href="http://railomotive.com/2010/03/bundesnetzagentur-erklart-regionalfaktoren-der-db-netz-ag-fur-ungultig/">für ungültig erklärt</a>. Die Aufsichtsbehörde hatte damals geschrieben: <span style="color: #ff0000;"><em>Besonders auffällig  ist, dass der Preisaufschlag auf Strecken erhoben wird, auf denen sich  bislang der Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr konzentriert. Die  Verteuerung dieser Strecken belastet den Wettbewerb auf der Schiene  erheblich.</em></span></p>
<p>Die heutige Pressemitteilung der Bundesnetzagentur:</p>
<p><em>Die Regionalfaktoren im Trassenpreissystem der DB Netz AG werden <span style="color: #ff0000;">ab  dem 11. Dezember 2011</span> abgeschafft. Dies ist das Ergebnis eines  öffentlich rechtlichen Vertrags, den Bundesnetzagentur und DB Netz AG  heute geschlossen haben. Die DB Netz AG verpflichtet sich, die  Regionalfaktoren nicht mehr zu erheben. Zudem sieht der Vertrag als  ersten Schritt eine Absenkung von Regionalfaktoren in mehreren  Regionalnetzen mit Beginn der kommenden Netzfahrplanperiode im  Dezember 2010 vor.</em></p>
<p><em>&#8220;Anstelle langwieriger Gerichtsverfahren und der damit einhergehenden  Preisunsicherheiten im Markt schafft die Bundesnetzagentur mit dem  Vertragsschluss Rechtssicherheit. Da in den kommenden fünf Jahren rund  zwei Drittel der bundesweiten Verkehrsleistungen im  Schienenpersonennahverkehr neu vergeben werden, eröffnen sich für  Wettbewerber attraktive Marktperspektiven. <span style="color: #ff0000;">Mit Blick hierauf gewinnt die  Sicherstellung von transparenten und diskriminierungsfreien  Zugangsbedingungen zu Eisenbahninfrastrukturen stark an Bedeutung.</span> Die  Regionalfaktoren, die nach unserer Auffassung zu <span style="color: #ff0000;">Wettbewerbsverzerrungen</span> geführt haben, entfallen durch den Vertrag. Hierdurch ist ein  langfristig kalkulierbares und damit nachhaltig attraktives  Nahverkehrsangebot in den betroffenen Regionen sichergestellt&#8221;, betonte  Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.</em></p>
<p><em>&#8220;Kurzfristige Entlastungen entstehen durch die weiteren Absenkungen  der Regionalfaktoren. Insbesondere in den bislang stark belasteten  Netzen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt führen diese zu  reduzierten Kosten im Schienenpersonennahverkehr. Insgesamt spart der  Markt dadurch im kommenden Jahr im Vergleich zu 2010 rund 20 Mio. Euro  ein. Da die Wettbewerber der DB AG überproportional von den  Regionalfaktoren betroffen sind, ist auch eine Stärkung des Wettbewerbs  erreicht&#8221;, sagte Kurth.</em></p>
<p><em>Die Bundesnetzagentur hatte im März 2010 die Regionalfaktoren für  ungültig erklärt, da diese mit dem Eisenbahnrecht nicht vereinbar waren.  <span style="color: #ff0000;">Die Regionalfaktoren verteuerten insbesondere die Verkehre in  ländlichen Bereichen zuletzt um bis zum 1,91 fachen des regulären  Preises.</span> Die Bundesnetzagentur kritisierte insbesondere die selektive  Erhebung der Regionalfaktoren auf nur einzelnen Regionalstrecken sowie  die unterschiedliche Höhe der Regionalfaktoren. <span style="color: #ff0000;">Sowohl die Auswahl der  Strecken als auch die Höhe der einzelnen Regionalfaktoren war aus Sicht  der Bundesnetzagentur sachlich nicht nachvollziehbar.</span> Gegen die  Entscheidung hatte die DB Netz AG Widerspruch eingelegt.</em></p>
<p><em>Die Regionalfaktoren sind zurzeit ein Bestandteil des  Trassenpreissystems der DB Netz AG und werden auf bestimmten regionalen  Strecken <span style="color: #ff0000;">ausschließlich für den Schienenpersonennahverkehr</span> erhoben. Das  Trassenpreissystem beruht auf einem kategorisierten Grundpreis je  Strecke. Insgesamt gibt es zwölf verschiedene Streckenkategorien, die  unterschiedliche Ausstattungsmerkmale aufweisen. Je nach gewähltem  Trassenprodukt, z. B. &#8220;Nahverkehrs-Takt-Trasse&#8221;, wird dieser Grundpreis  mit einem bestimmten Faktor multipliziert. Darüber hinaus können auf den  Trassenpreis &#8220;leistungsabhängige Komponenten&#8221; sowie &#8220;sonstige  Entgeltkomponenten&#8221; aufgeschlagen werden. Zur letztgenannten Kategorie  gehören die Regionalfaktoren. Die Höhe der 40 verschiedenen  Regionalfaktoren schwankt derzeit zwischen 1,0 und 1,91. <span style="color: #ff0000;">Das  Trassenpreissystem der DB Netz AG wird im Übrigen gegenwärtig auf die  Vereinbarkeit mit dem geltenden Eisenbahnrecht überprüft. </span></em></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #000000;">Die <strong>Deutsche Bahn</strong> verdrehte die Angelegenheit erwartungsgemäß zu ihren Gunsten und textete: </span></span><em>Regionalfaktoren sind Preiskomponenten, die den wirtschaftlichen Betrieb von  Strecken in Regionalnetzen mit überwiegender Nutzung durch den Schienenpersonennahverkehr sicherstellen sollen. Sie gelten für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen, die die Infrastruktur der DB Netz AG nutzen, auch für die der Deutschen Bahn.<br />
Auf Grund konkreter Maßnahmen wie die Erhöhung von Verkehrsleistungen in den Regionalnetzen können bereits im Jahr 2011 die Regionalfaktoren in 16 der bestehenden 40 Netze reduziert werden. Dies führt zur Entlastung des Schienenpersonennahverkehrs um über 20 Millionen Euro pro Jahr. </em>(Aha, wenn man Gebühren reduziert, die man eigentlich gar nicht erheben darf, dann ist das eine freiwillige Leistung. Das ist die Logik der Bahn.)<em><br />
<strong><span style="color: #000000;">Um auch ab dem Jahr 2012 diese regionalen Strecken für den Nahverkehr vorhalten zu können, wird die DB Netz AG alternative Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.</span></strong></em><span style="color: #ff0000;"><strong></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #000000;">Mit anderen Worten: Dann holen wir uns das Geld eben auf andere Art. </span><br />
</span></p>
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