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	<title>Railomotive &#187; Frankreich</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Vossloh erhielt zwei Diesellok-Aufträge aus Großbritannien und Frankreich</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 15:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Vossloh erhielt Lokomotivbestellungen im Wert von knapp 70 Millionen Euro. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9864" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/01/P9211567.jpg"><img class="size-full wp-image-9864" title="Vossloh" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/01/P9211567.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Hingucker auf der Innotrans 2010: Eurolight von Vossloh (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<p>Vossloh erhielt vom britische Güterverkehrsunternehmen Direct Rail Services (DRS) einen Auftrag zur Lieferung von 15 dieselelektrischen Loks der von Vossloh Rail Vehicles in Spanien entwickelten  Lokfamilie Eurolight. Die für den Markt in Großbritannien entwickelte Lokomotive ist mit 79 Tonnen besonders leicht und hat eine hohe Leistung von 2.800 kW. Die Schwestermodelle EURO 4000 und EURO 3000 bringen 123 Tonnen respektive 88 Tonnen auf die Waage. Mit ihrem geringen Gewicht und der Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ist die Eurolight für Haupt- und Nebenstrecken geeignet. Die Lokomotiven werden im spanischen Vossloh-Werk in Valencia gefertigt. Ihre Auslieferung ist ab Ende 2013 geplant.</p>
<p>Ebenfalls im Januar vergaben Voies Ferrées Locales et Industrielles (VFLI),  der drittgrößte französische Eisenbahnbetreiber, einen Auftrag über sechs EURO 4000 Lokomotiven an Vossloh. VFLI wird die Lokomotiven ab Januar 2013 erhalten. Von der EURO 4000 wurden bereits 77 Stück in verschiedene europäische und außereuropäische Länder –Deutschland, Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, Israel, Schweden und Norwegen – verkauft. Die Euro 4000 ist in Europa die leistungsstärkste Lokomotive von Vossloh und erfüllt alle europäischen Sicherheits-, Umwelt- und Signaltechnikstandards.</p>
<p>Die beiden Aufträge haben ein Gesamtvolumen von nahezu 70 Mio. Euro.</p>
</div>
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		<title>SNCF stieg bei österreichischer Westbahn-Muttergesellschaft ein</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 15:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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		<description><![CDATA[SNCF beteiligt sich bei österreichischer Westbahn]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die WESTbahn, die ab Dezember 2011 der ÖBB auf der Strecke Wien – Salzburg Konkurrenz machen will mit neuen Stadler-Doppelstockzügen und kostenlosem WLAN, hat einen neuen Miteigentümer. Die französische SNCF steigt mit 26 Prozent bei der WESTbahn-Muttergesellschaft RAIL Holding AG ein. Die neue Eigentümerstruktur verändert sich daher wie folgt: Je 26 Prozent halten die Haselsteiner Familien-Privatstifung, Stefan Wehinger und die SNCF, 22 Prozent hält der Finanzinvestor Augusta Holding.</p>
<p>&#8220;Mit den SNCF erhält die WESTbahn einen erfahrenen Partner, der im Bahngeschäft in vielen Bereichen europaweit Maßstäbe setzt und von dem wir viel lernen können. Die SNCF möchte international wachsen und sieht in uns ein Unternehmen mit viel Entwicklungspotenzial&#8221;, schreibt der Pressesprecher der Westbahn.</p>
<p>Mir scheint, der Angstgegner Grubes – die SNCF – bringt sich hier in eine vorgeschobene Stellung.</p>
<p>Einen langer Beitrag über die ehrgeizigen Westbahn-Pläne aus der ZEIT ist <a href="http://www.westbahn.at/resources/files/437/20110714-diezeit.pdf">hier</a> zu finden.</p>
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		<title>Nancy will nach Bratislava! Rouler plus vite à Bratislava!</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 09:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnhöfe]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch in Nancy, Frankreich, wird für die wahnsinnig wichtige europäische Magistrale Paris – Bratislava geworben. Der Flugpreis, hin und zurück ab 69 €, ist mehr als günstig. Bei der SNCF und der DB gibt es online keine Preisauskunft für diese europäische Verbindung. Ist auch viel zu kompliziert und von der EU noch nicht vorgeschrieben. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch in Nancy, Frankreich, wird für die wahnsinnig wichtige <strong>europäische Magistrale Paris – Bratislava</strong> geworben. Der Flugpreis, hin und zurück ab 69 €, ist mehr als günstig. <span style="color: #ff0000;"><strong>Bei der <a href="http://www.voyages-sncf.com"><span style="color: #ff0000;">SNCF</span></a> und der DB gibt es online keine Preisauskunft für diese europäische Verbindung. </strong>Ist auch viel zu kompliziert und von der EU noch nicht vorgeschrieben.</span> Ich tippe mal auf 300 Euro für die <em>einfache</em> Zugverbindung ohne Rückfahrt, die <strong><em>schon ab 14 Stunden 46 Minuten</em></strong> mit vier verschiedenen Zügen über Nacht problemlos zu bewältigen ist. Mit Umsteigen unter anderem in Stuttgart Hbf vom TGV Straßburg – Stuttgart in den ICE nach München, Umsteigezeit 7 Minuten.</p>
<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/07/P7147989.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8763" title="" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/07/P7147989.jpg" alt="" width="640" height="441" /></a></p>
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		<title>Alstom: Duplex TGV, Transmashholding, Lint</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 10:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Alstom bringt TGV Duplex in Betrieb und übernimmt 25 % der russischen Transmashholding]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann mich nur wiederholen: Die Pressearbeit von Alstom ist dürftig und, was die Pariser Zentrale betrifft, nicht vorhanden. Sie scheint sich auf die Grande Nation und die etablierten englischsprachigen Fachzeitschriften zu beschränken.</p>
<p>Zufällig stieß ich auf eine Meldung über die Inbetriebnahme der neuen doppelstöckigen <strong><span style="color: #000000;">Duplex TGV für die SNCF</span></strong>, die auch nach Deutschland kommen sollen. Die <a href="http://www.alstom.com/news-and-events/press-releases/first-3rd-generation-Duplex-TGV-train-set-to-SNCF/">Pressemitteilung</a> ist in Englisch, Alstom fand es nicht nötig, sie auch auf Deutsch ins Netz zu stellen (und ich habe keine Zeit, sie zu übersetzen). Aussageschwach ist auch das briefmarkengroße Foto auf der Startseite der Pressemeldungen.</p>
<p>Spannender für die Mitbewerber ist eine vier Tage alte Alstom-Pressemitteilung, denn <strong><span style="color: #000000;">Alstom ist beim russischen Lok- und Wagenbauer Transmashholding eingestiegen</span></strong>:</p>
<p><span style="color: #333399;">Alstom has finalised its partnership agreement with Transmashholding by acquiring a 25% stake (plus one share) of TMH, the leading Russian rail manufacturer. The deal was closed after Alstom received all approvals of the appropriate Russian authorities. The Federal Antimonopoly Service, Russia’s anti-trust agency, and the Government Commission on foreign investments in strategic sectors issued a favourable decision for this deal. Approval was previously granted by the EU, Ukrainian and Kazakh authorities.</span></p>
<p><span style="color: #333399;">The closing of the deal took place on 27 May in Amsterdam, head office of Transmashholding&#8217;s parent company, The Breakers Investments BV. Alstom made an initial payment of USD75 million (approximately 53 million euros) to the selling shareholders. The remainder of the price will be calculated using a computation method agreed upon by both French and Russian parties and based on TMH operating results over a four-year period (2008-2011). Alstom will hold two seats on the TMH board of directors.</span></p>
<p><span style="color: #333399;">“This signing culminates several years of partnership and intense collaboration between our two companies », said Patrick Kron, chairman and CEO of Alstom. “Russia represents a key market for Alstom in our three businesses, and we are very proud that Transmashholding and its shareholders chose Alstom to help them modernize the Russian rail sector”, he added.</span></p>
<p><span style="color: #333399;">Alstom and Transmashholding entered into a strategic partnership in 2008 with the objective of fully meeting the 1520 railway market’s* needs for high-performing rolling stock. The companies are currently working on the joint development of the EP20 double-systems passenger electrical locomotive and the 2ES5 asynchronous mainline freight electrical locomotive. Employing Alstom’s latest technology, the locomotives are designed at the “TRTrans” engineering centre, a joint venture of Alstom and TMH based in Novocherkassk. A second joint company dedicated to the manufacturing of rolling stock key-components will be established in the coming months.</span></p>
<p><span style="color: #333399;">In 2010, Russian Railways (RZD) awarded Alstom and TMH a contract for manufacturing 200 new-generation electric passenger locomotives (EP20), and Kazakh Railways (KTZ) has awarded a contract for 295 electric freight and passenger locomotives.</span></p>
<p><span style="color: #333399;">*The «1520» rail market designates the CIS countries where the track gauge is 1,520 mm, compared with the standard UIC gauge of 1,435 mm. This zone groups together mainly Russia and the States of the ex-URSS, the Baltic States, Mongolia and Finland.</span></p>
<p>Und noch etwas habe ich bei <a href="http://www.eurailpress.de/article/view/72/schleswig-holstein-6484-voruebergehend-stillgelegt.html">Eurailpress</a> entdeckt: Neue 648-Züge (&#8220;Coradia Lint&#8221;) von Alstom wurden in Schleswig-Holstein aus dem Verkehr gezogen, weil sich <strong>bei Zugbegegnungen durch den Luftdruck die Türen öffnen</strong>. Wohl nicht <a href="http://www.tram-braunschweig.de/index.php?page=Thread&amp;threadID=3678">ungewöhnlich</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>In Frankreich regiert der Staat mit</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 10:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Während Madame Merkel wieder einmal am Parlament vorbei mit der Atomindustrie kungelt und von den Industrieverbänden vor sich hergetrieben wird, zeigt ihr großes Vorbild Sarkozy, dass es auch anders geht. Denn das von Eliten geprägte Frankreich, in dem Journalisten nicht einmal ansatzweise kontrollieren, sondern Bestandteil (oder Opfer) des Systems sind, ist anders aufgebaut. Dort regiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während Madame Merkel wieder einmal am Parlament vorbei <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:energiewende-regierung-kippt-atomsteuer/60056638.html">mit der Atomindustrie kungelt</a> und von den Industrieverbänden vor sich hergetrieben wird, zeigt ihr großes Vorbild Sarkozy, dass es auch anders geht. Denn das von Eliten geprägte Frankreich, in dem Journalisten nicht einmal ansatzweise kontrollieren, sondern Bestandteil (oder Opfer) des Systems sind, ist anders aufgebaut. Dort regiert der Staat wie eh und jeh in die Unternehmen hinein – und nicht umgekehrt wie in Deutschland, wo Lobbyisten in den Ministerien sitzen und Gesetze zu ihren Gunsten formulieren. Falsch ist die enge Verquickung von Staat und Wirtschaft so oder so.</p>
<p>Gleich zwei beunruhigende Meldungen kamen gestern aus Frankreich: Der Staat mischt sich wieder stärker in den ehemaligen Staatskonzern Renault ein. Sarkozy will die Macht von Vorstandschef Ghosn beschneiden – ein in Deutschland undenkbarer Vorgang. Hier der <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:staat-am-steuer-pariser-weckruf-fuer-renault-chef/60056240.html">Bericht der FTD</a>.</p>
<p>Doch der lange Arm französischer Konzerne und der politischen Elite reicht auch bis nach Deutschland, zu Alstom nach Salzgitter. Am ehemals stolzen Standort von Linke-Hofmann-Busch kämpft der Betriebsrat schon seit Monaten gegen einen gewaltigen Stellenabbau und &#8220;Vorschläge&#8221; aus der französischen Alstom-Zentrale, die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich von 35 auf 40 Stunden anzuheben und das Weihnachts- und Urlaubsgeld zu streichen, wie die <a href="http://www.jungewelt.de/2011/05-24/016.php">Junge Welt</a> berichtet. Denn der Rohbau soll nach Polen verlagert werden. Dort lässt übrigens auch Bombardier fertigen. In einer Qualität, die offenbar so hohen Schwankungen ausgesetzt ist, dass nach Berlin gelieferte Wagenkästen verschrottet werden mussten, wie der Eisenbahn-Kurier berichtete&#8230;</p>
<p>Den französischen Konzern macht auch nicht sympathischer, wie er immer noch den Siemens-Auftrag für Eurostar-Züge <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE74J08120110520">mit aller Kraft bekämpft</a>. Unser Bundesverkehrsminister-Darsteller, der mangels eines verkehrspolitischem Konzepts gern jedem beliebigen Straßen-, Auto-, Asphalt-, Schifffahrts- und Flugverkehrslobbyisten einen verbalen Gefallen tut, findet das nicht gut, das versteht sich von selbst. Leider wird sein übliches Aufplustern folgenlos bleiben. Aber daran haben wir uns ja schon so gewöhnt wie an die lobbyistengesteuerte Kanzlerin.</p>
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		<title>Mehr zu Heilmanns dampf-elektrischer Lok</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 06:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Hinweis auf die dampf-elektrischen Lokomotiven von Heilmann]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im November 2009 <a href="http://railomotive.com/2009/11/schienenverkehr-historisch-die-dampf-elektrische-lok-von-heilmann/">berichtete</a> ich über die dampf-elektrischen Lokomotiven von Jean Jacques Heilmann, die Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich getestet wurde. Die Lok war ihrer Zeit voraus und setzte sich nicht durch.</p>
<p>Nun habe ich durch Zufall eine englischsprachige <a href="http://douglas-self.com/MUSEUM/LOCOLOCO/heilmann/heilmann.htm">Website</a> gefunden, in der viele Informationen, Zeichnungen und Fotos zusammengetragen wurden.</p>
<p>Herrlich ist auch die irische <a href="http://douglas-self.com/MUSEUM/LOCOLOCO/lartigue/lartigue.htm">Listowell and Ballybunnion Railway</a> nach dem System Lartigue, die auf einer Mittelschiene fuhr und wie ein Sattel seitlich herunterhing. Ich weiß nicht mehr, ob ich diese Bahn in den siebziger Jahren im Lok-Magazin beschrieben habe, als ich erstmals in einem deutschen Medium die Geschichte der irischen Eisenbahnen vorstellte. Wenn nicht, dann hatte ich es damals vor. <img src='http://railomotive.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Viel Spaß beim Stöbern und Staunen!</p>
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		<title>Vermischtes zu Stuttgart 21</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/11/vermischtes-zu-stuttgart-21-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 20:27:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Transrapid]]></category>

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		<description><![CDATA[Grube baut Eisenbahnstrecken für das Jahr 2100.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/geld/internes-schreiben-zu-stuttgart-21-notbremse-fuer-die-neubautrasse-nach-ulm-1624575.html">Stern-Artikel</a> (<a href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/stern-bericht-zu-internem-stuttgart-21-schreiben-bahn-weist-vorwuerfe-zurueck-1625017.html">hier</a> ein nachgeschobener zur Reaktion der Bahn) über den Brief der Eisenbahnbundesamts (EBA) wurde heute allerorten zitiert und gefühlte 300 Mal getwittert. Jeder Hoffnungsschimmer zählt, auch wenn ich nicht glaube, dass die S21-Projekt-Verantwortlichen einen Millimeter zurückweichen werden. Ganz egal, welchen Murks und welche dreisten Lügen man ihnen nachweist.</p>
<p>Zu bedenken ist außerdem: Das Eisenbahnbundesamt untersteht dem Bundesverkehrsminister. Der ist nicht nur in derselben Burschenschaft wie S21-Initiator Heimerl, er ist auch weisungsbefugt gegenüber dem <a href="http://www.eba.bund.de/cln_007/nn_201954/sid_5BA43854149F7A0A4D9834B08A8F0BD9/nsc_true/DE/EBA/eba__node.html?__nnn=true">EBA</a>: <em>Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist eine selbständige deutsche  Bundesoberbehörde im Bereich der Bundesverkehrsverwaltung. Es</em><em> unterliegt  der Fach- und Rechtsaufsicht des Bundesministerium für Verkehr, Bau und  Stadtentwicklung.</em></p>
<p>Was das bedeutet, kann sich jeder denken nach den bisherigen Erfahrungen. Und weil es immer noch kein Journalist aufgegriffen hat: Der ehemalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, SPD, ist stellvertretender Vorsitzender des Kuratioriums der <a href="http://www.lebendige-stadt.de/web/template2neu.asp?sid=175&amp;nid=&amp;cof=167">ECE-Stiftung Lebendige Stadt</a>, einer als Stiftung getarnte Organisation zur Anbahnung von Immobiliengeschäften. Was vielleicht auch die auffallend stille Haltung der SPD zu S21 erklären mag.</p>
<p>In Leinfelden-Echterdingen fiel DB-Chef Grube heute mit Einschätzungen auf, die wahrlich bedeutsam sind: &#8220;Wir bauen die Strecken für das Jahr 2100, nicht für 2030.&#8221; Über die Neubaustrecke, die nur für den Personenverkehr gedacht sei, könnten aber eines fernen Tages auch schnelle Güterzüge wie auf den TGV-Strecken in Frankreich fahren, glaubt er. Stuttgarter Unternehmer hätten ihn danach gefragt.</p>
<p>Interessant auch die Idee, dass man den alten Bahnhof nicht mehr sanieren müsse, weil man ja schon 2019 oder 2020 den neuen in Betrieb hätte. Ich hatte ja schon <a href="http://railomotive.com/2010/11/stuttgart-21-erst-wenn-der-letzte-schienennagel/">vorgerechnet</a>, dass mit der Fertigstellung des ganzen S21-Konstrukts nicht vor 2036 zu rechnen ist, ein, zwei Jahre hin oder her.</p>
<p>Am besten wäre, gar nicht erst weiterzumachen. Aber dafür braucht es noch ein paar Widerstände und seriöse Berechnungen mehr. Noch erfreuen sich zu viele an der Vision eines eisenbahntechnischen Glitzerballons.</p>
<p>Wer übrigens noch eine Erinnerung an ein altes Zukunftsprojekt, den ersten kommerziell eingesetzten Magnetschwebezug in Großbritannien kaufen möchte, sollte <a href="http://cgi.ebay.co.uk/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&amp;item=190469358831">hier</a> mitbieten und kann <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/AirRail_Link">hier</a> ein wenig dazu nachlesen. Der Transrapid dürfte auch bald günstig zu haben sein, passt aber nicht so gut in den Garten. Mich wundert, dass die Stuttgarter Stadt(raben)väter dieses 1934 erfundene Fortschrittssymbol noch nicht entdeckt haben! Es bewältigt große Steigungen, fährt bis 300 km/h erstaunlich ruhig, wie ich selbst buchstäblich erfahren habe, und wird erst bei über 400 km/h etwas rappelig. Bei geringem Tempo knurrt er wie eine alte Straßenbahn. Die geringe Attraktivität für die CDU Baden-Württembergs liegt wahrscheinlich daran, dass keine schwäbischen Manager und Mobility-Unternehmen je mit dem Transrapid zu tun hatten. Und das bei so einem Zukunftsprojekt!</p>
<h2><span style="color: #ff0000;">Herr Schuster, der Transrapid ist die Zukunft für Stuttgart und die schnelle Verbindung nach Ulm zu Ihrem SPD-Kollegen!</span></h2>
<p>Und das Schönste: Die 1,5 Mrd. Euro Entwicklungshilfe dafür sind auch schon bezahlt! Transrapid 22, das wäre der Hit! Und auf der Emslandstrecke könnte man noch ein paar Jahrzehnte mehr dieses einzigartige Verkehrsmittel der Zukunft weitertesten.</p>
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		<title>2013 England, dann die ganze Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 19:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn schwärmt von den riesigen Chancen im Fernverkehr mit dem Ausland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Werbe- und Getöseabteilung des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (!), ehemals die Presseabteilung, <span style="text-decoration: line-through;">gibt</span> brüllt bekannt:</p>
<p><em>Nach den erfolgreichen Tests im Kanaltunnel am Wochenende hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer heute gemeinsam mit der britischen Verkehrsstaatssekretärin Theresa Villiers und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, an der erstmaligen Präsentation eines ICE 3 im Londoner Bahnhof St. Pancras teilgenommen. Die Aufnahme des regelmäßigen ICE-Verkehrs zwischen Frankfurt, Köln und London ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2013 vorgesehen.</em></p>
<p><em>Ramsauer: „Die geplante ICE-Verbindung zwischen Frankfurt, Köln und London wäre ein <strong>gewaltiger Fortschritt für den europäischen Zugverkehr</strong>. Davon würde die <strong>wirtschaftliche Entwicklung</strong> der drei Metropolen <strong>enorm</strong> profitieren. Mit der Einführung könnten Geschäftsleute und Touristen gleichermaßen eine <strong>äußerst attraktive und klimafreundliche Verbindung</strong> zwischen Main, Rhein und Themse nutzen.“</em></p>
<p>Will heißen: Weil endlich ein paar DB-Züge zwischen Frankfurt, Köln und London fahren, ist mit einem <strong><span style="color: #ff0000;">exorbitanten Wachstum dieser Metropolen</span></strong> zu rechnen, das sich signifikant auf die Fahrgastzahlen im internationalen Verkehr auswirken wird. Geschäftsleute konnten zwar schon bisher über Brüssel diese Verbindung mit der DB-Beteiligung Thalys und dem feindlichen Eurostar nutzen. Doch schon heute lungerten bereits die ersten Bisinessmen im Hbf Köln herum, um endlich mit der Deutschen Bahn nach London fahren zu können. &#8220;So können wir unsere Hedgefonds noch schneller koordinieren und die Optionsscheine direkt bei der Börse in London in bar einlösen&#8221;, hörte ich jemand im Vorbeigehen sagen. Auf mehreren Bahnsteigen waren begeisterte Geschäftsleute zu sehen, die in der einen Hand ein Kölsch hielten und mit der anderen Hand die deutsche Fahne und den Union Jack schwenkten. Der dritte Jahrestag der geplanten friedlichen Übernahme der britischen Hochgeschwindigkeitsstrecke HS1 durch DB International soll gebührend gefeiert werden, wenn die EONDaimlerDB AG und ihre neue Vorstandsvorsitzende Merkel 2013 die Bundesregierung übernommen haben. &#8220;Die deutsche Demokratie hat die Wirtschaft nicht weiter gebracht, deshalb werde ich sie mit Herrn Wulff auch formal abschaffen&#8221;, ist aus Merkels Umfeld zu hören. &#8220;Ich bin immer für Ehrlichkeit und gemeinsame Lösungen gewesen&#8221;, wird Merkel weiter zitiert. &#8220;Statt undurchsichtigem Lobbyismus haben wir so den direkten Zugriff auf die Regierung und können mehr für die Wirtschaft tun. Mit den Menschen, die die CDU gewählt haben, konnte ich sowieso nichts anfangen.&#8221;</p>
<p>Am Wochenende hatten in Zusammenarbeit mit dem Eurotunnel-Betreiber und unter der Aufsicht der Sicherheitsbehörden Evakuierungsübungen mit dem ICE stattgefunden. Die Züge fuhren meines Wissens nicht mit eigener Kraft, sondern wurden von einer Lok geschleppt.</p>
<p><em>„<strong>Mit dieser historischen Zugfahrt rücken Deutschland und Großbritannien künftig näher zusammen</strong>. Der erste Meilenstein auf dem Weg zu einer regelmäßigen ICE-Direktverbindung ab 2013 ist vollbracht.</em> (Anmerkung: Meilensteine kann man nicht vollbringen. Da muss den Werbeabteilungen was bei der Suche nach Superlativen durchgegangen sein. Hat wohl niemand gegengelesen in der Begeisterung.)<em> Durch die<strong> konsequente Nutzung der Möglichkeiten des liberalisierten europäischen Schienenverkehrsmarkts</strong> bieten wir unseren Kunden echte Alternativen zum Flugverkehr“, erklärte Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG.</em></p>
<p>Will heißen: Großbritannien war seit dem 2. Weltkrieg völlig von Deutschland abgeschnitten und wird endlich erfahren, wie nun deutsche Fahrplanpräzision auf der Insel einkehrt.</p>
<p>Investitionen in den innerdeutschen Fernverkehr müssen leider wegen des Kampfs um Marktanteile am Flugverkehr um einige Jahre verschoben werden, zumal sich die Auslandsinvestitionen der DB laut &#8220;Panorama&#8221; in keinem Falls ausgezahlt und nicht einmal die Zinsen erwirtschaftet haben. Sollte es nicht gelingen, den Fluggesellschaften erhebliche Marktanteile abzujagen, strebt die <a href="http://www.db-international.de/site/db__international/de/start.html">DB International</a> unter bewährter Leitung von ehemaligen Daimler-Mitarbeitern wie Niko Warbanoff* Übernahmeverhandlungen mit Ryanair an, da dort bereits erfolgreich ein Servicekonzept eingeführt wurde, das bei der Deutschen Bahn erst ansatzweise verwirklicht werden konnte: Toilettengebühren, Buchungs- und Gepäckgebühren, kein Service beim Flug, keine Sitzplatzgarantie und die Überlegung, Stehplätze einzuführen, um das finanzielle Ergebnis weiter zu verbessern.</p>
<p><em>Weitere Zulassungsschritte folgen in den kommenden Monaten. Ab Dezember 2013 sollen täglich drei Zugpaare (Hin- und Rückfahrten) zwischen Frankfurt und London über Köln, Brüssel und Lille verkehren. Die Fahrtzeit von Köln nach London soll bei unter vier Stunden liegen, von Frankfurt nach London bei knapp über fünf Stunden.<strong> Außerdem sind Verbindungen von Amsterdam über Rotterdam und Brüssel nach London vorgesehen. </strong></em><span style="color: #ff0000;">Nederlandse Spoorwegen, pass auf!</span><em><strong><br />
</strong></em></p>
<p><strong>Will heißen: Die Deutsche Bahn investiert massiv in den Auslandsverkehr, weil deutsche Kunden zu anspruchsvoll sind, in Deutschland viel zu viele Züge fahren müssen, was nur eine Menge Arbeit macht, aber nichts bringt. </strong>&#8220;Mit geringem Kapitaleinsatz holen wir so das Maximale für unsere Shareholder und Vorstände heraus&#8221;, könnte Grube gesagt haben. Und vielleicht auch das: Die Anteile im Kernmarkt Deutschland sinken aufgrund des Investitionsstopps in Fahrzeuge und Bahnhöfe sowie wegen unverhergesehener Belastungen durch Stuttgart 21 erwartungsgemäß und werden als vernachlässigbar eingestuft. Die nicht ausreichend ergebniswirksame Sparte DB Fernverkehr wird nach und nach abgestoßen. Wie aus Fachkreisen zu hören ist, laufen bereits Sondierungsgespräche mit der SBB und der chinesischen CNR. &#8220;Die verstehen einfach mehr von Bahnsystemen, da geben wir den deutschen Schienenfernverkehrsmarkt lieber auf und fördern unsere neuen Fernbusse&#8221;, könnte Grube gesagt haben.</p>
<p><span style="color: #666699;"><strong><em>* </em></strong>Niko  Warbanoff ist seit Mai 2009 bei der DB AG und hat dort die Aufarbeitung  der Datenaffäre sowie den Aufbau des neuen Vorstandsressorts Compliance,  Datenschutz, Recht und Konzernsicherheit maßgeblich vorangetrieben.  Zuvor war der Wirtschaftsingenieur knapp 10 Jahre bei der <strong>Daimler </strong></span><span style="color: #666699;">AG in  zahlreichen leitenden Positionen, unter anderem in  Großbritannien,  Frankreich, USA und Asien tätig. Die Deutsche Bahn AG  will durch den Aufbau eines neuen Bereichs</span> <span style="color: #666699;"><strong>&#8220;</strong></span><span style="color: #666699;"><strong>Internationale Geschäftsentwicklung</strong>“ ihre internationalen Aktivitäten  <strong>außerhalb der Kernmärkte Europas</strong> besser koordinieren. <strong>Der neue Bereich  unter Leitung von Niko Warbanoff wird beim Vorstandsvorsitzenden Dr.  Rüdiger Grube angesiedelt</strong>. (Wikipedia:) Grube war Vertrauter von Jürgen Schrempp und mit diesem Vertreter der  heute stark kritisierten und wieder beendeten „Welt-AG“ bei Daimler. Er  hat den Zusammenschluss mit Chrysler wie auch die Beteiligung an  Mitsubishi vorbereitet, betrieben und verteidigt. Es wurde allgemein  erwartet, dass er wegen dieser Vergangenheit mit Schrempp ebenfalls den  Konzern verlässt; dies war jedoch nicht der Fall: Er führt als  Verantwortlicher für die <strong>Konzernentwicklung</strong> die Trennungen von  Mitsubishi und Chrysler durch.</span></p>
<p><span style="color: #666699;">DB International  GmbH ist ein Unternehmen der DB Mobility Logistics AG, arbeitet  laut eigener Darstellung aktuell in Projekten in über 35 Ländern und soll nach anderen Informationen sogar in 100 Ländern aktiv sein.</span></p>
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		<title>Die Rolle der SNCF und anderer Bahnen bei den Judendeportationen</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 05:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Arte]]></category>
		<category><![CDATA[NS]]></category>
		<category><![CDATA[SNCF]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 20. Januar 1942 wurde auf der sogenannten Wannsee-Konferenz in Berlin die Koordinierung der &#8220;Endlösung der Judenfrage&#8221; in Europa auf den Weg gebracht. Millionen von Menschen sollten aus Deutschland und aus dem deutschen Machtbereich in die Vernichtungslager nach Polen transportiert und dort ermordet werden. Adolf Eichmann koordiniert die Deportationen aus allen Teilen Europas in enger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20.  Januar 1942 wurde auf der sogenannten Wannsee-Konferenz in Berlin die Koordinierung der &#8220;Endlösung der Judenfrage&#8221; in Europa auf den Weg  gebracht. Millionen von Menschen sollten aus Deutschland und aus dem deutschen Machtbereich in die Vernichtungslager nach Polen transportiert  und dort ermordet werden. Adolf Eichmann koordiniert die Deportationen aus allen Teilen Europas in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Reichsbahn.</p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Arte zeigt <a href="http://www.arte.tv/de/programm/242,date=7/7/2010.html">heute</a> ab 20.15 Uhr</span></strong>, dass auch die französische Staatsbahn SNCF aktiv bei den Deportationen mitwirkte und sich die Transporte bezahlen ließ. Die SNCF ist laut der Arte-Programmankündigung nicht die einzige Bahngesellschaft, die sich diesen Vorwürfen stellen muss. Auch andere europäische Bahnen wie die Slowakische Staatsbahn Slovenské  zeleznice und die Nederlandse Spoorwegen stellten den Deutschen Waggons, Lokomotiven, Kohle und Personal zur Verfügung und arbeiteten Fahrpläne aus. Zeitzeugen berichten von der unmenschlichen Behandlung  auf den Transporten.</p>
<p>Nach dem Krieg wollte niemand mehr von einer  Beteiligung an den Deportationen etwas wissen. Die SNCF gab einen  Spielfilm in Auftrag, in dem die französische Staatsbahn als ein Zentrum des Widerstandes dargestellt wurde. Tatsächlich waren viele Eisenbahner in der Résistance und haben die Deutschen militärisch bekämpft. Von den Deportationszügen aber wurde keiner gestoppt.</p>
<p>In Holland wurde über das unrühmliche Kapitel der Kollaboration mit den deutschen Besatzern ebenfalls lange geschwiegen. Niemand habe etwas davon gewusst, dass die Menschen in Auschwitz ermordet würden, so die Rechtfertigung. Aber der Dokumentarfilm zeigt: Wer es wissen wollte, hätte es wissen können. Mit ihrer Entschuldigung bei der jüdischen Gemeinde Hollands im Jahr 2005 hält die Nederlandse Spoorwegen die Geschichte für abgeschlossen. In der Slowakei beginnt die Aufarbeitung dieses düsteren Kapitels gerade erst.</p>
<p>In Frankreich wurde Georges Lipietz zum großen Kritiker der SNCF und ihrer Rolle bei den Deportationen. Er war es, der 2001 die SNCF und den französischen Staat vor dem Verwaltungsgericht in Toulouse verklagte. 1944 wurde er verhaftet und in einem Zug der SNCF ins  Sammellager Drancy gebracht. Mittlerweile ist Lipietz verstorben, seine Kinder führen den Kampf weiter. Sie wollen, dass die SNCF endlich zu ihrer moralischen Verantwortung für die Beteiligung an den Deportationen steht.</p>
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		<title>Französischer Bahnbetreiber verhandelt mit Vinci über PPP</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/03/franzosischer-bahnbetreiber-verhandelt-mit-vinci-uber-ppp/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 19:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Strecken]]></category>
		<category><![CDATA[Réseau Ferré de France]]></category>
		<category><![CDATA[SNCF]]></category>

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		<description><![CDATA[Der französische Schienennetzbetreiber Réseau Ferré de France beginnt Verhandlungen mit einem Konsortium unter Führung von Vinci SA über den Bau und Betrieb einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Tours und Bordeaux]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Bietergruppe (mit Axa und Caisse des Dépôts) unter der Führung des französischen Baukonzerns Vinci ist bevorzugter Bieter eines 7,2 Mrd. Euro schweren Projekts Sud-Europe Atlantique, zwischen Tours und Bordeaux eine 340 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke zu bauen und zu betreiben. Es wird eines der bisher weltgrößten Public Private Partnership-Projekte (PPP) sein, kündigte Pierre-Denis Coux an, Direktor des Projekts LGV Sud-Europe Atlantique beim<strong> </strong>französischen Schienennetzbetreiber <a href="http://www.rff.fr/fr/gestion-page-d-accueil/actualites/nouvelle-etape-pour-la-ligne-a-grande-vitesse-sud-europe-atlantique">Réseau Ferré de France</a>, der seit 1997 das ehemalige SNCF-Netz betreibt und nun in Verhandlungen mit dem Bieterkonsortium getreten ist. Sie sollen im Sommer 2010 abgeschlossen sein. Das PPP, das zur Hälfte vom Staat und fünf Regionen und zur anderen Hälfte vom Netzbetreiber und dem Konsortium finanziert wird, soll bis 2060 laufen.</p>
<p>Die Konzession wird die zweite dieser Art in Frankreich sein. Vinci, Vivendi, Axa Private Equity und TDF erhielten 2010 bereits den Zuschlag für ein PPP, für über eine Mrd. Euro ein neues Kommunikationsnetz für die SNCF zu bauen und gut 15 Jahre lang zu betreiben.</p>
<p>Das Handelsblatt übernahm eine dpa-Meldung, welche die begonnenen Verhandlungen bereits falsch als Auftragserteilung <a href="http://www.handelsblatt.com/newsticker/unternehmen/absatz-vinci-baut-strecke-fuer-den-tgv-ueber-sieben-milliarden-euro-auftrag;2554269">meldet</a>. Französisch sollte man können und mal in die Originalquelle schauen. Qualitätsjournalismus&#8230;</p>
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