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	<title>Railomotive &#187; Großbritannien</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Britische Gewerkschaft warnt vor ICE-Test im Kanaltunnel</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 10:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die britische Eisenbahnergwerkschaft RMT warnt vor ICE-Test im Kanaltunnel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die britische <a href="http://www.rmt.org.uk/Templates/Internal.asp?NodeID=138023&amp;int1stParentNodeID=89732">Eisenbahnergewerkschaft RMT</a> warnt, dass die für Oktober geplanten Tests, <span style="color: #ff0000;">mit dem ICE durch den Kanaltunnel</span> zu fahren, die Verwässerung von Sicherheitsstandards einleiten könne. Unter den geltenden Sicherheitsbestimmungen müssten Züge, die den Kanaltunnel durchqueren wollen, mindestens 375 Meter lang sein. Die ICE 3 sind nur 200 Meter lang. Außerdem müssen sie feuersichere Türen zwischen den Wagen haben. Die Züge passen auch nicht zum Tunnel-Fluchtsystem.</p>
<p>Eurotunnel als Betreiber des Tunnels hat die bevorstehenden Tests bestätigt, allerdings müsste die Channel Tunnel Intergovernmental Commission (IGC) die Sicherheitsbedingungen entscheiden.</p>
<p>Es wird erwartet, dass die DB für die Hochgeschwindigkeitsstrecke HS1 Folkestone – London bieten wird, um 2012 Züge nach London zur Olympiade anbieten zu können.</p>
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		<title>Ist Stuttgart 21 doch bald am Ende?</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 17:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnhöfe]]></category>
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		<category><![CDATA[Umweltbundesamt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn darf Arriva übernehmen. Das Umweltbundesamt empfiehlt einen Baustopp für Stuttgart 21.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Bahn, genauer gesagt, die <span style="color: #ff0000;">DB UK Holding Limited</span>, darf nun <span style="color: #ff0000;">Arriva</span> plc übernehmen und muss die deutschen Unternehmen von Arriva verkaufen. 2,8 Mrd. € bringt die DB dafür auf und hat sich die erwarteten &#8220;Ergebnisse&#8221; vorher schöngerechnet. Doch merke: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holding">Holdings</a> sind primär steuersparende Konstruktionen. Gewinne werden zu Lasten des Steuerzahlers gemacht. Die Verluste trägt er sowieso.</p>
<p>Das zweite Wahnsinnsprojekt der Deutschen Bahn und nutznießender Immobilienfirmen, Stuttgart 21, wird währenddessen von Tag zu Tag teurer und hat das Limit deutlich überschritten. Selbst der Hinweis auf eine <span style="color: #ff0000;">&#8220;europäische Magistrale Paris &#8211; Bratislava&#8221;</span> oder <span style="color: #ff0000;">&#8220;das neue Herz Europas&#8221;</span>, war den Beteiligten nicht blöd genug, um für einen lärmenden unterirdischen Kleinbahnhof in einer Steigung inmitten von Tunneln zu plädieren. Wo doch eher ein rückwärtiger Körperteil Deutschlands im etwas provinziellen Talkessel angesiedelt ist, der trotz aller Wirtschaftskraft doch so gar nichts von Großstadt und etwa rheinisch-westfälischer Offenheit hat. Jetzt vermisse ich eigentlich nur noch den Hinweis auf die ganz sicher einmal ganz wichtige <span style="color: #ff0000;">europäische Magistrale Winterthur &#8211; Vilnius</span> oder die <span style="color: #ff0000;">Hochgeschwindigkeitsstrecke Schömberg &#8211; Plochingen</span>, in die man &#8220;wegen Europa&#8221; (<em>Eyroopah isch glasse, dromm isch dr Ettinger au do!</em>) oder für die schnelle supranationale Bäder-Verbindung zwischen Baden-Baden und Karlsbad investieren müsse. Stuttgart würde trotzdem verkehrstechnisch ein Provinzbahnhof bleiben und wegen der vielen Tunnel lieber umfahren werden. Was soll man auch in einem engen, schlecht klimatisierten Kaufhaus mit Gleisanschluss, wie sich Bahn und &#8220;Investoren&#8221; heute ihre alles andere als repräsentativen Bahn-Bauten vorstellen. Berlin Hbf ist ein trauriges Beispiel für solche Kaufhausarchitektur, Leipzig dagegen akzeptabel. Auch wenn sich überall Reisende und Shopper über den Haufen laufen, weil das Shoppen in diesen Kommerztempeln ja längst die Oberhand hat und der Bahnverkehr von der Deutschen Bahn als Nebengeschäft und ohne jeden Respekt für die Reisenden betrieben wird. Komme mir da keiner mit kommerziellen Zwängen. Es fehlt nur an Selbstbewusstsein und dem Gefühl, was ein Bahnhof eigentlich für eine Funktion hat.</p>
<p>Zurück zu Stuttgart 21: Den S21-Bewegten ist ja kein Argument zu billig für den größten Immobiliendeal dieses Hauptstädtchens mit dem Appeal einer 70.000-Einwohner-Mittelstadt. Irgendein Dummkopf unter den Lokaljournalisten schreibt solchen Unsinn gern unkommentiert auf oder hält dem Unternehmer, der halt ein gutes Geschäft machen will, ehrfürchtig ein Mikrofon vor die Nase. Dass die Herren dann, Vollstrecker Grube eingeschlossen, mangels besserer Argumente und wegen des suggerierten &#8220;großen Wurfs&#8221; alle dasselbe sagen, hat <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/extra_3/start150.html">Extra3</a> wunderbar festgehalten.</p>
<p>Nun heißt es schon lang, dass in Stuttgart Immobilien- und Baubranche, die Stadtverwaltung und bestimmte Nutznießer bei Stuttgart 21 eng zusammengearbeitet haben und es in Wahrheit gar nicht um einen besseren Hauptbahnhof, sondern nur um das große Geld durch die freigeräumte Fläche geht. Die kann man dann in bewährter Art mit geistlosen, billigen Ingenieurbauten, die die Bezeichnung Architektur nicht verdienen, bebauen. Düsseldorf holt sich für ähnlich sinnlose Projekte wenigstens noch einen &#8220;Star-Architekten&#8221;, der seinen Namen unter die Pläne setzt, die so schlicht sind, dass man sie auch als Laie am PC entwerfen kann. Viel Glas, weil es modern ist. Gerade Flächen, weil es sonst teuer wird. Enge Gänge wegen der vermietbaren Fläche, viele Stockwerke und notfalls halt mal eine geschwungene Linie, damit es nach &#8220;Architektur&#8221; aussieht. Geringste Baukosten und maximale Effizienz für die Immobilienverwertung, nichts anderes zählt. Die Laien im Stadtrat und die Lokalredakteure sind mit Wortgeklingel ja leicht zu beeindrucken.</p>
<p>Bekannt ist in Stuttgart ja die 70.000-Euro-Spende des Tunnelbohrmaschinenbauers Herrenknecht an die Stuttgarter CDU, dessen Maschine auch in Düsseldorf gerade eine unnötige U-Bahn vorantreibt. Sicher ein Zufall wie die irrwitzigen Verbindungen und (Neben-?)Tätigkeiten des Stuttgarter Finanzbürgermeisters <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wolff-mueller-foell-gibt-beraterjob-auf.df2ca7e9-e749-4a76-80e2-b8f657f5f71a.html">Föll</a> (CDU), der Beirat in der ausführenden Baufirma Wolff &amp; Müller und zahlreichen anderen Firmen war oder noch ist. Unrechtsbewusstsein oder ein Gefühl für Interessenskonflikte hat so einer nicht. Zufall ist wahrscheinlich auch, wer sich sonst noch auffallend für S 21 eingesetzt hat, hier unter <a href="http://stuttgart-21-kartell.org/">Stuttgart-21-Kartell</a> fein dokumentiert.</p>
<p>Nun entwickeln Großprojekte fast zwangläufig eine Eigendynamik, bei der grundsätzlich viele Millionen in den Sand gesetzt werden, auch wenn selbst Laien den Unsinn von Anfang an beurteilen konnten. Ich erinnere an den Schnellen Brüter, Wackersdorf, Transrapid (Hamburg &#8211; Berlin, München usw. &#8211; lange als &#8220;Hightech aus Deutschland&#8221; gerühmt, aber nach einem schon 80 Jahre alten Patent) und den Metrorapid, mit dem ein seltsamer Ministerpräsident viel Geld für die Planung verplemperte. Dass Stuttgart 21 noch ohne größeren wirtschaftlichen Schaden (sieht man von den &#8220;Investoren&#8221; ab) gestoppt werden könnte, weiß man seit einigen Tagen.</p>
<p><strong>Heute ist bekannt geworden, dass das Umweltbundesamt empfiehlt, auf Stuttgart 21 zu verzichten. </strong>Die <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-08/bahn-verschwendung-stuttgart21">ZEIT</a> berichtet darüber. Ein Hoffnungsschimmer?</p>
<p><strong>Nachtrag: </strong>Das Gutachten ist <a href="http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4005.pdf">hier</a> herunterladbar. Zu S21 sind Aussagen ab S. 151 zu lesen. Etwa: <span style="color: #ff0000;"><em>Nach konservativer Schätzung halten wir es für unmöglich, die Kosten unter 4 Mrd.Euro zu halten. Zusammen mit S21 zeichnen sich damit Gesamtkosten von mindestens 9 Mrd. Euro ab, ggf. bis zu 11 Mrd. Euro. Dieser sehr hohe Aufwand steht u. E. in keinem Verhältnis zum geringen ver- kehrlichen Nutzen.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Und: </span><em><span style="color: #ff0000;">Schließlich ist die Begründung nicht plausibel, der heutige Kopfbahnhof sei betrieblich nicht leistungsfähig, weshalb er durch einen Durchgangsbahnhof ersetzt werden müsse. Nach Meinung der meisten Experten ist das Gegenteil der Fall. S 21 beseitigt kein Nadelöhr, sondern schafft neue und vor allem mehr Zwangspunkte (»Fahrstraßenausschlüsse«) als heute. </span></em></p>
<p>Am Wochenende versammelten sich um die 15.000 Menschen, um gegen das Irrsinnsprojekt zu demonstrieren. Die Gegner werden immer mehr, der Ton rauer. Doch es wächst die Hoffnung, dass der Spuk, die geplante Verschleuderung von Steuermilliarden und die Schändung eines Baudenkmals bald ein Ende haben. Den heiligen Zorn und die Zähigkeit der Schwaben sollte man nicht unterschätzen. Im Elfenbeinturm der Bahn in Berlin und im Stuttgarter Rathaus scheint das aber noch niemand kapiert zu haben.</p>
<p>Extra3 empfiehlt den zukunftssüchtigen Stuttgartern übrigens was Neues: <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/extra_3/media/stuttgart146.html">Stuttgart 22</a>, den ersten unterirdischen Flughafen der Welt (Sie brauchen den Spot nicht bis zum Ende schauen, es ist eine Endlosschleife). Den baden-württembergischen Politikern und &#8220;Investoren&#8221; würde ich so eine Idee zutrauen. Irgendwie müssen die ihre Kleingeistigkeit ja mal loswerden. Koste es, was es wolle.</p>
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		<title>Die britische Hochgeschwindigkeitsstrecke HS1 steht zum Verkauf</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/06/die-britische-hochgeschwindigkeitsstrecke-hs1-steht-zum-verkauf/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 20:23:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die britische Hochgeschwindigkeitsstrecke HS1 steht zum Verkauf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So schlecht geht es uns noch nicht, dass wir Bahnstrecken und Bahnhöfe verkaufen müssen. In Großbritannien ist der britische Staat nach der ziemlich in jeder Hinsicht missglückten Privatisierung dabei, die einzige Hochgeschwindigkeitsstrecke HS 1 einschließlich Bahnhöfen über eine 3o-jährige Konzession praktisch zu verkaufen, um seine Schulden zu reduzieren.</p>
<p>Nun werden Bieter für die 109 km lange Strecke von London nach Folkstone am Ärmelkanal gesucht. Auf der HS 1 fahren bisher die Eurostar-Züge und die Hitachi-Hochgeschwindigkeitszüge der Southeastern Railways. Sie wurde für 5 Mrd. Pfund gebaut und von der London and Continental Railways unter Aufsicht des Verkehrsministeriums betrieben. Die Briten rechnen mit einem Gebot von bis zu 1,5 Milliarden Pfund (1,8 Mrd. €).</p>
<p>Quelle: <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/england/10363332.stm">BBC</a></p>
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		<title>Beim Arriva-Kauf macht sich die Deutsche Bahn was vor</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/05/beim-arriva-kauf-macht-sich-die-deutsche-bahn-was-vor/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 12:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn arbeitet beim Kauf von Arriva mit geschönten Zahlen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte kürzlich bereits <a href="http://railomotive.com/2010/04/db-will-trotz-gigantischer-schulden-arriva-kaufen/">deutlich gemacht</a>, dass sich meines Erachtens Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, als leiserer Mehdorn, aber ebenso aggressiv und am Sinn und Zweck der DB vorbei agierender Manager entpuppt hat. Ein Zahlenjongleur wie all jene Top-Manager, die alle paar Jahre bei einer anderen AG sattes Geld verdienen, kein persönliches Risiko außer der Entlassung mit üppiger Millionenabfindung eingehen müssen und irgendwann Gier und Größenwahn verfallen wie einst Schrempp mit seiner kläglich gescheiterten Welt-AG DaimlerChrysler. Solches scheint in den menschlichen Genen zu stecken und von den Alphamännchen der Managerkaste ausgelebt zu werden. Sie sind kaum zu stoppen in ihrer Selbstüberschätzung. Politiker, allen voran Bundeskanzlerin Merkel, gehören zu diesen Machtmenschen ebenso wie Schröder oder der Unsympath Clement, der Millionen für eine schwachsinnige Transrapid-Trassenplanung durchs Ruhrgebiet verbrannt hat.</p>
<p>Große Räder zu drehen, wird für diese Typen irgendwann zur Normalität, weil man Journalisten, Aktionären und Bürgern sehr lange etwas vormachen kann und verliehene Macht niemals zurückkommt. Dass die Machtelite (die aber weder eine Intelligenz- noch Wissenselite ist, sondern nur einen hochentwickelten Machtinstinkt hat) beim Drehen großer Räder ziemlich schnell Fehler macht, zeigt die Geschichte. Gewisse Risiken einzugehen, gehört zwar zum Job. Aber systembedingt auch ein Tunnelblick bei der Abwägung von Risiken, denn diese Menschen setzen ja nur auf Sieg, weil sie sich für geborene Sieger halten.</p>
<p>Der Vorteil für CEOs und Politikern ist, dass sie für ihre Fehlentscheidungen nicht wirklich zur Verantwortung gezogen werden – sie fallen immer weich, bestehen trotz Milliardenverlusten für den Arbeitgeber auf Millionenabfindungen und bekommen sie auch. Denn die eigenen Anstellungsverträge haben sie bestens aushandeln lassen, da sind sie sorgfältig. Politiker erhalten ohnehin eine fette Pension und finden sehr häufig bei denen, für die sie ertragreiche Wege gebahnt haben (Banken, Versicherungen, Autohersteller), einen guten Aufsichtsrats- oder Beraterposten. Unrechtsbewusstsein haben sie nicht, die Folgen ihres Handelns übersehen sie gar nicht oder blenden sie aus.</p>
<p>So überrascht es nicht, dass der Verkehrsminister den Bahnchef einfach machen lässt und vergessen hat, dass <span style="color: #ff0000;">die deutsche Staatsbahn keine Welt-AG </span>sein sollte, sondern zuallererst eine Einrichtung der Daseinsvorsorge ist: Die Deutsche Bahn soll in Deutschland die Mobilität von Menschen und Waren gewährleisten. Das interessiert Mehdorn-Nachfolger Grube aber nicht, weil der Automanager kein Eisenbahner ist. Er will einen glanzvollen Börsengang vorbereiten. Und so redet er sich mit seinem Aufsichtsrat Akquisitionen so schön wie einst Schrempp. Der ehrgeizige Mann will an die Börse, sonst nichts.</p>
<p>Weil für Mehdorn, Grube und Konsorten nur Größe, Wachstum und Rendite zählen, weil davon auch ein Teil ihres Einkommens abhängt (sie könnten genauso gut auch Lebensmittelkonzerne, Kraftwerke und Wasserleitungsnetze managen, weil es ja immer nur um Zahlen geht), kaufen sie im Ausland zu und erklären das für notwendig. Die doofen Politiker und viele Journalisten glauben das. Wir Bürger haben ja keine Ahnung vom Wirtschaften.</p>
<p>Was Grubes Vorstand kann, kann ich auch: Ich schaue auf eine Aktie und rede mir ein, dass sie enormes Potenzial hat. Im letzten Jahr ist sie um 30 % gestiegen. Ich ignoriere einfach Inflation, Weltwirtschafts- und Eurokrise und stelle mir vor, dass die Aktie, die um 30 % pro Jahr stieg, auch 60 % steigen kann, weil ich das für eine gute Idee halte, ein Super-Gespür habe und natürlich schlauer bin als der Markt. Dann nehme ich mein ganzes Geld und investiere. Das spricht zwar gegen jeden gesunden Menschenverstand, entspricht aber der Denkweise von Vorständen. Würde so eine Investition die hochgesteckten, nein, <span style="color: #ff0000;">hochgesetzten Erwartungen</span> erfüllen, wäre es ein Wunder. Ich wäre ein Großteil meines Geldes los, bei der Bahn ist es aber nur der Steuerzahler. Und der kann sich nicht wehren. Oder tut es zumindest nicht.</p>
<p>Genau so geht Grube beim Kauf von Arriva vor, schreibt die <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:interne-unterlagen-deutsche-bahn-erwartet-wunder-von-arriva/50114036.html">FTD</a>, die an interne Unterlagen herankam: <em>„<span style="color: #ff0000;">Der Geschäftsplan, den die Bahn für <strong>Arriva</strong> entwickelt hat, basiert auf der Prämisse, dass der operative Gewinn (Ebit) in den nächsten fünf Jahren doppelt so stark wächst wie in den vergangenen fünf Jahren</span>: Die Bahn-Spitze erwartet für Arriva von 2010 bis 2014 bei einer Umsatzsteigerung um 15,5 Prozent eine überproportionale Ebit-Zunahme von 156 auf 248 Mio. Pfund (290 Mio. Euro). Das entspricht einem Wachstum um 59 Prozent. In den fünf Jahren seit 2005 ist der operative Gewinn dagegen nur um 30 Prozent gestiegen &#8211; bei einem Umsatzplus von 93 Prozent.“</em></p>
<p>Das ist nicht nur Selbstbetrug. Es ist vorsätzlicher Betrug am Staat und an uns Steuerzahlern.</p>
<p>Noch schlimmer, da sind offensichtlich Casinospieler am Werk, denn die FTD schreibt weiter: <span style="color: #000000;"><em>„In DB-Kreisen hieß es, die <span style="color: #ff0000;">G</span><span style="color: #ff0000;">ewinnannahmen gälten intern sogar als konservativ</span>. Aus anderer Quelle verlautete, höhere öffentliche Subventionen für den Zugbetrieb in Großbritannien sollten die Gewinne steigern.“</em></span></p>
<p>Mit anderen Worten: Die DB zockt beim Vereinigten Königreich öffentliche Subventionen ab, um den eigenen Gewinn zu steigern. Dummerweise ist der Bahnverkehr von Arriva aber eher bescheiden. Arriva ist ein Nahverkehrsunternehmen mit Schwerpunkt Busbetrieb.</p>
<p>Und zuletzt: <em>„Der Geschäftsplan schließt offenbar die Deutschlandaktivitäten von Arriva ein. Dabei wird sich die DB davon größtenteils aus Kartellgründen trennen müssen.“</em> Das ist vollkommen richtig. Um sich den Kauf schönzureden, rechnet man eben die Geschäfte der deutschen Arriva-Töchter mit ein. Hauptsache, man kann den Kauf mit Super-Zahlen begründen. Danach interessiert es sowieso keinen mehr, weil ja das Kartellamt und andere finsteren Mächte schuld sind und man das ja nicht wissen konnte. <span style="color: #ff0000;">Für wie blöd hält uns eigentlich die Deutsche Bahn?</span></p>
<p>Selbstüberschätzung, Dreistigkeit, Zockermentalität und fahrlässiges Ausblenden von Risiken. All das kann man den Bahnvorständen vorwerfen. Nur keine Unternehmenspolitik, die dem Unternehmenszweck dient: Fern-, Güter- und Nahverkehr in Deutschland zu angemessenen Preisen, mit modernen Mobilitätskonzepten und der Verantwortung für Infrastruktur, Kunden und Mitarbeitern.</p>
<p>Es wäre ein Wunder, wenn Bundesverkehrsminister Ramsauer gegen diese 2,7 Milliarden Euro teuere Zockerei der Deutschen Bahn noch vorgehen würde.</p>
<p>Und ehrlich: Würden Sie Aktien der Deutschen Bahn, eines seit Jahren schlecht gemanagten Unternehmens, kaufen?</p>
<p>Bitte lesen Sie auch den älteren <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:arriva-kauf-staatskonzern-bahn-auf-raubzug/50104872.html">FTD-Beitrag</a> über den Arriva-Kauf, er ist wirklich gut und belegt, dass der Kauf von Arriva keinen Sinn hat und auch nicht notwendig ist. Es sei denn, macht möchte eine &#8220;Börsenstory&#8221; haben, also Gründe für einen hohen Ausgabepreis der Aktien und rasant steigende Kurse vorspiegeln. Daran ist schon die Telekom grandios gescheitert. Schon vergessen?</p>
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		<title>Deutsche Bahn will durch Kanaltunnel bis London fahren</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/04/deutsche-bahn-will-durch-kanaltunnel-bis-london-fahren/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 19:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn will Gerüchten zufolge mit dem ICE bis nach London fahren und steht kurz vor einem Vertragsabschluss mit dem Eurotunnel-Betreiber]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Insiderinformationen, die vom britischen <a href="http://www.railnetwork.info/article.php?article_id=990">Rail Network</a> verbreitet wurden, soll die Deutsche Bahn kurz vor dem Abschluss eines Vertrags stehen, der ihr das Recht sichert, mit eigenen Zügen durch den Eurotunnel von Deutschland aus nach London zu fahren.</p>
<p>Dabei will die DB <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/High_Speed_One">High Speed One</a> (HS1), die neue Magistrale zwischen dem Kanaltunnel und London St. Pancras nutzen, und zwar sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr. Momentan sind aus Sicherheitsgründen nur teilbare Eurostar-Züge mit jeweils einer Lok am Ende im Kanaltunnel erlaubt.</p>
<p>Dennoch soll der Vertragsabschluss mit <a href="http://www.eurotunnel.co.uk">Eurotunnel</a> unmittelbar bevorstehen. Die DB beabsichtige, mit ICE-Zügen nach London zu fahren. Von den Sicherheitsbedingungen abgesehen, wäre das möglich, denn der Tunnel und die HS1 haben das auf dem Kontinent übliche UIC-Lichtraumprofil und nicht das wesentliche kleinere der Bahnen auf der britischen Insel.</p>
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		<title>Arriva soll nun Bahntochter werden</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/04/arriva-soll-nun-bahntochter-werden/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 19:49:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Aufsichtsrat hat das Kaufangebot der DB für Arriva genehmigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Karawane der Redakteure ist heute schnell weitergezogen. Von den Online-Auftritten der Zeitungen ist die gewaltige Geldverschwendung, die die Deutsche Bahn mit dem Kauf der mit fast einer Mrd. Euro verschuldeten britischen Arriva betreiben will, schon wieder verschwunden.</p>
<p>Den Eisenbahnunternehmen sei&#8217;s gedankt, die Pressearbeit für keine wichtige Aufgabe halten und der DB nichts entgegenzusetzen haben. Auch die Verbände wie der VDV, in der die DB Regio großen Einfluss zu haben scheint, Anti-DB- und Bürger-Interessenvertreter – außer dem VCD – waren auffallend still. Kaum ein Redakteur scheint den Schienen- und Nahverkehrsmarkt annähernd einschätzen zu können. Ein scheinheiliger Bischof, Feinstaub und Merkels Plattitüden sind außerdem einfachere Themen als das größte Investment der deutschen Staatsbahn in eine verlustreiche Firma auf Pump. Nur bei der <a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E299A668621064E6098B28B28FB3CEF83~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> diskutieren Leser und schütteln reihenweise den Kopf ob der Dreistigkeit der Bahn. Kollege Schlesiger von der Wirtschaftswoche zieht nun auch online eine <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/bahn-chef-grube-auf-mehdorns-spuren-427796/">Bilanz</a> der einjährigen Grube-Herrschaft und beschreibt das <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/vor-und-nachteile-des-arriva-kaufs-428287/">Pro und Contra</a> des Arriva-Kaufs.</p>
<p>Die Pressemitteilung der DB bemühte sich nach Kräften um salbungsvolle Worte, die erstaunlicherweise nur in Ausschnitten oder gar nicht von den Medien übernommen wurden. Zu offensichtlich war die Diskrepanz zwischen den Beteuerungen des Aufsichtsratsvorsitzenden Utz-Hellmuth Felcht und der überall sichtbaren Bahnrealität. Nach Felcht  habe <em>&#8220;das Kontrollgremium die Offerte gründlich diskutiert und auch vor  dem Hintergrund eines unabhängigen Wertgutachtens einer großen Bank  zugestimmt&#8221;</em>. Ein &#8220;unabhängiges&#8221; Wertgutachten durch eine &#8220;großen&#8221; Bank, die im Zweifelsfall von dem Deal profitiert? Da lachen ja die Hühner. Die Kompetenz von Bankern und 27-jährigen &#8220;Analysten&#8221; ist hinreichend bekannt.</p>
<p>Felcht sagte: <span style="color: #ff0000;"><em>„Der Aufsichtsrat legt bei seiner Entscheidung  großen Wert auf die Feststellung, dass <strong>Deutschland weiter der Kernmarkt  für die DB</strong></em> <em>bleiben wird. Für die deutschen Kunden wird es dadurch  keinerlei Einschränkungen oder Abstriche geben.</em>“ <span style="color: #000000;">Was für ein Trost! Hat doch die DB spätestens seit Mehdorn aktiv bewiesen, dass ihr der deutsche Markt scheißegal ist.</span><br />
</span></p>
<p>Die Rollenverteilung war klar. <em>Dr. Rüdiger Grube  zeigte sich „sehr froh über diese Entscheidung des Aufsichtsrates.  Arriva ist ein sehr erfolgreiches </em>(hm?) <em>privatwirtschaftlich aufgestelltes  Personenverkehrsunternehmen in Europa.“ </em>Ja, jedenfalls anders als die DB. Doch wenn man ein angeblich erfolgreiches Unternehmen kauft, wird das eigene Unternehmen, bei dem die Hausaufgaben verschludert werden, nicht automatisch erfolgreicher, Herr Grube!<em><br />
</em></p>
<p>Originalton DB:<em> Nach einem erfolgreichen Vollzug des Angebotes könne die DB mit den  Arriva-Aktivitäten ihre Marktposition in Europa deutlich stärken,  erläuterte Grube. Denn der Wettbewerb in Deutschland wie in Europa werde  weiter zunehmen. Die DB müsse sich dieser Herausforderung  stellen –  gerade im ureigenen Interesse ihrer Kunden und Mitarbeiter. Grube: „Die  Marktanteile der DB im deutschen Nahverkehr werden in den nächsten  Jahren – politisch gewollt</em><em>–</em><em> rückläufig sein. Und gleichzeitig werden  die Nahverkehrsmärkte in Europa weiter aufgeteilt. Wir haben jetzt die  Chance, uns an der Markterschließung in Europa zu beteiligen oder aber  wir leiten unseren eigenen Schrumpfungsprozess ein. Die DB will jedoch  Treiber und nicht Getriebene sein.“ Man könne sich entweder über  organisches Wachstum oder Ausschreibungsverfahren im Ausland  weiterentwickeln oder eben durch eine Akquisition. </em></p>
<p>Wieder das Gerede vom Wachstum. Was ist daran falsch, wenn leistungsfähige Wettbewerber mit attraktiven Angeboten, modernen Fahrzeugen und hervorragendem Service einen Teil des Nahverkehrsmarkts erobern, in dem die DB so kläglich versagt hat? Warum darf ein Staatsbetrieb wie die DB nicht schrumpfen und muss sein geringes Talent auch noch ins Ausland tragen? Weil der deutsche Steuerzahler für die Verluste in Haftung genommen wird, nicht aber Vorstand und Aufsichtsrat?</p>
<p>Die DB weiter: <em>Befürchtungen, die DB könne wegen des Kaufs von Arriva ihre Kunden in  Deutschland vernachlässigen, wies Grube als unbegründet zurück: „<span style="color: #ff0000;">Es  bleibt dabei, wir bringen unser Brot- und Buttergeschäft hierzulande  vorrangig in Ordnung</span>.“ Von den geplanten Investitionen der DB in Höhe  von 41 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren gehe durch die  Akquisition kein einziger Euro für Sicherheit, Service oder Qualität in  Deutschland verloren. </em>Klar, Arriva kauft man auf Pump.<em> </em></p>
<p><em>Der DB-Chef abschließend: „<span style="color: #ff0000;">Arbeitsplätze im Ausland sichern bekanntlich  Arbeitsplätze im Inland</span>. Je stärker wir in Europa sind, desto sicherer  sind unsere Arbeitsplätze zwischen Flensburg und  Garmisch-Partenkirchen.“ </em><strong>Aha: Weil die DB eine englische Firma kauft, haben die Lokführer (von DB Regio?) in Deutschland einen sichereren Arbeitsplatz.</strong></p>
<p>Verarschen kann ich mich selber.</p>
<p><strong>PS:</strong> Lesen Sie bitte auch den Kommentar im <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,690610,00.html">manager magazin</a>.</p>
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		<title>DB will trotz gigantischer Schulden Arriva kaufen</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/04/db-will-trotz-gigantischer-schulden-arriva-kaufen/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 18:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Personenverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Arriva]]></category>
		<category><![CDATA[DB]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn wird für Arriva Milliarden Euro bieten, trotz Schulden von 15 Mrd. Euro.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Bahn hat heute für morgen zur Pressekonferenz ins Marriot in Berlin eingeladen:</p>
<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
aus aktuellem Anlass möchten wir Sie kurzfristig zu einer Pressekonferenz unter anderem mit dem DB-Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Grube einladen.<br />
Hinweis für internationale Korrespondenten: <span style="color: #ff0000;">Die Pressekonferenz wird per Simultandolmetscher ins Englische übersetzt.</span></em></p>
<p>Es besteht kein Zweifel, dass Grube verkünden wird, dass der Aufsichtsrat ihm erlaubt habe, für das britische Nahverkehrsunternehmen Arriva zu bieten. Eine Summe von 2,7 Mrd. Euro steht zur Debatte. Und das, obwohl die DB 15 Mrd. Schulden hat.</p>
<p>Grube wird die Kaufabsicht zu dem sehr hohen Preis mit dem harten Wettbewerb begründen und dass nur etwa fünf europäische Bahnunternehmen die Chance haben werden zu erleben. Das ist zwar Unsinn, weil kein nationales Bahnunternehmen, zumal im Staatsbesitz, gezwungen ist, im Ausland ganze Bahnsysteme zu übernehmen. (Kooperationen und grenzüberschreitende Züge mit hoher Priorität gibt es jedoch viel zu wenige.) Doch Grube ist ein ehemaliger Daimler-Manager und er denkt in den Kategorien von CEOs, die mal hier, mal da ohne viel fachlichen Hintergrund arbeiten und Gewinnmaximierung &#8211; des eigenen Einkommens und jenes der AG &#8211; betreiben. Sonst nichts. Wie das Abenteuer mit Schrempps DaimlerChrysler-Welt AG ausgegangen ist, ist bekannt.</p>
<p>Und warum ausgerechnet die Deutsche Bahn, die dem deutschen Steuerzahler gehört und von ihm über Jahrzehnte finanziert wurde, sich nun zur Welt-AG aufschwingen muss, während die Fahrzeuge von DB Fernverkehr und DB Regio zusammen mit den Bahnhöfen von Station und Service und den Gleisen von DB Netz kostengesenkt verrotten, erschließt sich mir nicht. Es sei denn die Eitelkeit dieser CEOs, die Inkompetenz des Bundesverkehrsministeriums oder des Bundestags, würden als Argument gelten. Mehdorn, das beschrieb auch die Wirtschaftswoche diese Woche sehr schön, ist der smartere Mehdorn. Eine andere Unternehmenspolitik macht er nicht. Er tritt nur netter auf. Er hat bei Mehdorn und aus dessen Fehlern gelernt.</p>
<p>Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bemerkte heute zu dem Plan: <em>Heute wird der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG (DB AG) darüber entscheiden, ob der Konzern rund 2,7 Milliarden Euro für den Kauf des britischen Verkehrsunternehmens Arriva ausgeben soll. <span style="color: #ff0000;">Dieses Geld hat die DB nicht in der Portokasse &#8211; ganz im Gegenteil: Sie muss es sich am Kapitalmarkt leihen, wodurch ihr ohnehin schon gewaltiger Schuldenberg von über 15 Milliarden weiter anwächst</span>. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. fordert die Deutsche Bahn auf, sich stärker auf die heimischen Strecken zu konzentrieren, anstatt verschuldete ausländische Unternehmen zu übernehmen. Qualitätssicherung, die Sanierung der Güterverkehrssparte und die Schuldenreduzierung müssten an erster Stelle stehen. </em>Aber das wäre harte Arbeit und würde voraussetzen, dass die Vorstände etwas vom System Eisenbahn verstehen. Es sind aber nur Finanzjongleure, die in Marktanteilen denken, aber nicht in Kategorien wie Qualität, Preis-Leistungsverhältnis und einer angemessenen Dienstleistung. Da tummelt man sich doch lieber im Ausland und dreht große Räder am Kapitalmarkt.<br />
<em><br />
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: &#8220;Schon jetzt ist die Schieneninfrastruktur in Deutschland deutlich unterfinanziert. Mit seiner sogenannten Streichliste hat Bahnchef Grube gegenüber der Politik selbst die Alarmglocke geläutet. <span style="color: #ff0000;">Die geplante Investition zeigt nun, dass die DB AG ihren Heimatmarkt selbst weiter vernachlässigt.</span> Es ist es ist ein echter Widerspruch, den eigenen Schuldenstand durch den Aufkauf von Arriva &#8211; und deren 900 Millionen Euro Schulden &#8211; in die Höhe zu treiben, während man seit Jahren zu wenig in Erhalt und Ausbau des Schienennetzes investiert. Schon jetzt stößt die Deutsche Bahn im Schienengüterverkehr an ihre Grenzen und kann zusätzlichen Verkehr kaum bewältigen.“ </em>Das gilt nicht nur für den Güterverkehr, sondern, wie ich fast jeden Tag als Bahnfahrer erlebe, im Personenverkehr.<em><br />
</em></p>
<p>Und weiter VCD-Bahnexpertin Heidi Tischmann: <em>&#8220;Wenn sich die Konzentration im Anbietermarkt fortsetzt, ist der Ausschreibungswettbewerb im Nahverkehr durch die Bundesländer nur noch eingeschränkt möglich. Qualitätsverlust und ein eingeschränkteres Angebot wären die Folge &#8211; beides geht zu Lasten der Fahrgäste. Denn gerade das Plus an Wettbewerb seit der Bahnreform hatte zuletzt dazu geführt, dass das Angebot im Schienenpersonennahverkehr um 17 Prozent ausgeweitet werden konnte und die Zahl der Passagiere um die Hälfte stieg. Weitere Konzentrationen auf dem Schienenverkehrsmarkt sind da völlig kontraproduktiv. Hier liegt es am Bund und der EU, endlich ordentliche Rahmenbedingungen und Kontrollmechanismen zu schaffen.“ </em></p>
<p>Daran hat keiner Interesse. Die Deutsche Bahn kontrolliert sich weitestgehend selbst, hat sich als unüberschaubarer Apparat verselbständigt und tanzt der Politik und uns Bürgern auf der Nase herum. Die Zeche bezahlen Steuerzahler und Bahnkunden. Den Profit machen Vorstände, Berater, Rechtsanwälte und Banken. Ganz egal, was herauskommt. Diese gewinnen immer, und nicht zu knapp.</p>
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		<title>Das deutsche Loch</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 08:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dampflok]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
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		<category><![CDATA[Innovationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
		<category><![CDATA[Hightech hole]]></category>

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		<description><![CDATA[Staunen Sie, wie in Deutschland vorgefertigte Hightech-Schlackegruben englische Dampfbahnen wieder in Gang bringen:  wyvernrail-press-releases
Hier das Pressefoto.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Staunen Sie, wie in Deutschland vorgefertigte Hightech-Schlackegruben englische Dampfbahnen wieder in Gang bringen:  <a href="http://wyvernrail-press-releases.blogspot.com/2010/03/preparing-for-steam-railway-employs.html">wyvernrail-press-releases</a></p>
<p>Hier das <a href="http://wyvernrail-plc.fotopic.net/p63999586.html">Pressefoto.</a></p>
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		<title>Staatsunternehmen DB expandiert lieber im Ausland</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/03/staatsunternehmen-db-expandiert-lieber-im-ausland/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 16:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Gleisbau und Wartung]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Personenverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Arriva]]></category>
		<category><![CDATA[DB]]></category>
		<category><![CDATA[Mofair]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn expandiert lieber im Ausland und will die englische Arriva kaufen, anstatt den deutschen Markt wieder besser zu bedienen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3717" class="wp-caption alignright" style="width: 325px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/PB090011.jpg"><img class="size-full wp-image-3717" title="Foto Friedhelm Weidelich" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/PB090011.jpg" alt="Nett, aber undurchsichtig: Bahnchef Rüdiger Grube (Foto: Weidelich)" width="315" height="420" /></a><p class="wp-caption-text">Nett, aber undurchsichtig: DB-Vorstandschef Grube (Foto: FW)</p></div>
<p>Als Mehdorn durch Dr. Grube abgelöst wurde, hatte ich noch die naive Hoffnung, dass sich etwas bei der DB ändert: eine ehrliche Kommunikation mit Kunden und Journalisten, die Rückbesinnung auf die <strong>Kernaufgabe</strong> <strong><span style="color: #ff0000;">Verkehr in Deutschland</span></strong>, Investitionen in lange vernachlässigte Bahnhöfe, Strecken und Züge und das Eingeständnis, dass über ein Jahrzehnt eine völlig falsche Unternehmenspolitik verfolgt wurde und man sich nun auf die eigentliche Aufgabe besinnen wollte. Weit gefehlt!</p>
<p>Entweder habe ich den neuen Vorstandsvorsitzenden überschätzt und seine eher leise Art für ein Indiz gehalten, dass er ohne Gepolter den Gemischtwarenladen Deutsche Bahn umkrempelt oder aber die Beharrungskräfte einer anmaßenden und wie Investmentgesellschaften bis zur Unkenntlichkeit verschachtelten Welt-AG unterschätzt. Hatte Mehdorn dem Bundesverkehrsminister auf der Nase herumgetanzt und wie ein Vorstandsboss einer, sagen wir, Fluggesellschaft oder eines Autoherstellers knallhart seine Ideen durchgezogen wie einst der größenwahnsinnige DaimlerChrysler-Chef, so scheint sich Grube nun ähnlich zu betätigen – wenn auch als nach außen hin unauffälliger Strippenzieher, der aber auch einfach macht, was er für richtig hält. Und dazu gehört wohl nicht primär eine rasche Verbesserung des deutschen Fern-, Nah- und Güterverkehrssystems der DB und ihrer zahllosen Töchter und Profitcenter. Die wäre aber dringend angesagt.</p>
<p>Zwar gehört die Deutsche Bahn immer noch der Bundesrepublik Deutschland. Die Vorstände tun aber so, als ob es Ihnen egal sei, wer unter ihnen Bundesverkehrsminister ist. Es ist ihnen auch egal, dass die<span style="color: #ff0000;"> DB zu den deutschen Unternehmen mit dem schlechtesten Image </span>gehört. Ihre Bezüge bekommen die Vorstände ja auch so und die goldene Hängematte bei der Auto- und Luftfahrtindustrie und Investmentbanken wartet selbst dann, wenn sie nicht von der Bundesregierung – in der Tat die größte deutsche Nichtregierungsorganisation – vorzeitig aufs Abstellgleis geschoben werden.</p>
<p>Nur so ist zu erklären, dass die DB nun mit dem Selbstbewusstsein einer unbesiegbaren Welt-AG den englischen Bus- und Bahnbetreiber Arriva übernehmen will. DB Regio steigt zum 1. April schon bei der Tyne and Wear Metro in  Nordost-England ein. Auch Keolis, die SNCF-Tochter, hatte sich für eine Zusammenarbeit interessiert, dann aber vor ein paar Tagen einen Rückzieher gemacht. <a href="http://www.arriva.de">Arriva</a> ist schon mit etlichen Bus- und Bahnlinien, unter anderem dem Alex in Bayern, in Deutschland präsent. Übernimmt die DB die englische Muttergesellschaft, hat das zahlreiche wettbewerbsrechtliche Konsequenzen.</p>
<p>Kein Wunder, dass sich gegen solche Hybris immer mehr Widerstand regt. „Einkaufen macht vielen Leuten Spaß, vor allem, wenn man dabei das Geld anderer Leute ausgeben kann“, kommentiert Wolfgang Meyer, Präsident von Mofair e.V., die Absicht der DB AG, den Konkurrenten Arriva für 1,5 bis 2 Mrd. € zu übernehmen.</p>
<p>Die Mittel, so Meyer, mit denen die DB in der Vergangenheit auf Einkaufstour gegangen ist und auch zukünftig gehen will, stammen zu größten Teilen aus den Regionalisierungsmitteln, <span style="color: #ff0000;">die sie für den Nahverkehr erhält</span> und aus den <span style="color: #ff0000;">E</span><span style="color: #ff0000;">ntgelten für die Nutzung der Schieneninfrastruktur</span>. Für den Erhalt der Schieneninfrastruktur gewährt der Bund der Bahn Mittel in Höhe von 2,5 Mrd. € jährlich.</p>
<p>Erstmals seit Bestehen der DB AG hat die Bahn 2009 mit der Infrastruktur mehr Gewinn gemacht als mit den Transportbereichen. Im ersten Halbjahr betrug der Gewinn 424 Mio. €, für das gesamte Jahr sind schätzungsweise rd. 800 Mio. € drin.</p>
<p>Den Gewinn mit dem durch Regionalisierungsmittel finanzierten Nahverkehr erwirtschaftet DB Regio. Er betrug im Jahr 2008, dem letzten Jahr, von dem aktuelle Zahlen vorliegen, 659 Mio. €.</p>
<p>Das bedeutet laut Mofair: <strong>Mit den aus Steuern finanzierten Einnahmen der DB von nur einem Jahr ist das Geld ungefähr wieder rein, das die DB für den Kauf von Arriva ausgeben will.</strong> In Deutschland fehlt dagegen das Geld für den beschlossenen <a href="http://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/2010/11-schienenprojekte-ohne-finanzierung/ministeriumsliste-finanzierte-u-nicht-finanzierte-schienenprojekte.pdf">Ausbau bestimmter Schienenstrecken</a> und für den Erhalt der Schieneninfrastruktur. Sinnlose und milliardenteure Provinzprojekte wie Stuttgart21, bei denen die Bahn mit Grundstücksverkäufen ihre Bilanz aufbessert, werden dagegen ohne Rücksicht durchgezogen. Auch Dr. Grube macht da lustig mit, obwohl er wissen müsste, dass die viel zu niedrig angesetzen Kosten explodieren werden wie bei jedem Megaprojekt. Und das bei kilometerlangen Tunnelbauten in unkalkulierbarem Gelände. Aber das Risiko trägt ja nicht er, sondern die Steuerzahler eines höchst verschuldeten Staats.</p>
<p>„Wie lange will die Politik noch zusehen, wie die DB ihre Hausaufgaben in Deutschland vernachlässigt und stattdessen mit dem Geld im Ausland auf Shoppingtour geht“, fragt Mofair-Präsident Meyer deshalb. <span style="color: #ff0000;">„Es wird höchste Zeit, dass die Absicht des Koalitionsvertrags, den Geldfluss von DB Netz in die DB Holding zu unterbinden, in die Tat umgesetzt wird.“ </span></p>
<p>Laut Geschäftsbericht ist die DB in 130 Ländern der Welt aktiv. Darin stecken nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. „Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Tätigkeiten der DB im Ausland zu den Aufgaben eines Staatsunternehmen gehören, dass sich vor allem aufgrund seiner Staatsnähe diese Expansion leisten kann“, sagt der Mofair-Präsident.</p>
<p><strong>Den Manager-Größenwahn der Deutschen Bahn AG bezahlen wir nicht nur mit unseren Steuergeldern, sondern auch den viel zu hohen Fahrpreisen im Schienenpersonenverkehr.</strong></p>
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		<title>Warum der Eurostar im Kanaltunnel stecken blieb</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/02/warum-er-eurostar-im-kanaltunnel-stecken-blieb/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 14:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belgien]]></category>
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		<category><![CDATA[Metro Cammel]]></category>

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		<description><![CDATA[Report zum Versagen der Eurostar-Züge im Kanaltunnel erschienen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider habe ich gerade keine Zeit, mir den langen <a href="http://www.eurostarindependentreview.org/">Report</a> zum Versagen der Eurostar-Züge im Kanaltunnel durchzulesen. Die Railway Gazette schreibt, dass der Report eine Menge Probleme auflistet, angefangen bei unzureichender Wartung und Wintervorbereitung der nicht mehr ganz neuen Züge bis hin zu Konstruktionsmängeln bei den Triebköpfen. Ganz abgesehen davon, dass Licht und Lüftung ausgefallen sind, die Leitzentralen nicht gut zusammengearbeitet haben und die Evakuierung von insgesamt fünf Zügen unter Kommunikationsproblemen litt.</p>
<p>Da kommt einem manches bekannt vor&#8230;</p>
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