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	<title>Railomotive &#187; Schweiz</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>SBB Cargo bestellt Hybrid-Rangierloks bei Stadler</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 13:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Ersatz für die veralteten Bm 4/4 beschafft SBB Cargo bei der Stadler Winterthur AG 30 zweiachsige Hybridloks vom Typ Eem 923 Hybrid. Die Elektro-Rangierloks haben einen Dieselmotor, um fahrdrahtlose Gleise bedienen zu können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4543" class="wp-caption alignnone" style="width: 634px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/07/SBBCeem923k.jpg"><img class="size-full wp-image-4543" title="SBBCeem923k" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/07/SBBCeem923k.jpg" alt="" width="624" height="451" /></a><p class="wp-caption-text">Ellok mit Dieselmotor im modernen Retro-Design (Bild: Stadler/SBB Cargo)</p></div>
<p>Als Ersatz für die veralteten Bm 4/4 beschafft SBB Cargo bei der <a href="http://www.stadlerwinterthur.ch/de/firmenportrait/index.php">Stadler Winterthur AG</a> (ex SLM) 30 neue, zweiachsige Hybridloks (Typ Eem 923 Hybrid). Sie kommen im leichten Zustell- wie auch im Rangierdienst zum Zug. Die Investitionen belaufen sich auf knapp CHF 88 Mio. Das neu entwickelte Modell basiert auf der <a href="http://www.stadlerwinterthur.ch/de/news/index.php">Rangierlok Ee 922</a>, die bei der SBB bereits beim Personenverkehr für Rangieraufgaben im Einsatz steht. Die Hybridversion für SBB Cargo verfügt über zwei Elektromotoren sowie einen ergänzenden Diesel-Hilfsantrieb für das Bedienen von Anschlussgleisen ohne Fahrdraht. Die Eem 923 Hybrid erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Die 9 m lange Wechselstromlok ist für 15 kV / 16,7 Hz und 25 kV / 50 Hz ausgelegt und bringt 1500 kW an die Räder, mit dem 360 kW-Dieselantrieb ca. 290 kW.</p>
<p>Mit diesem Innovationsschritt hat sich SBB Cargo bewusst für eine besonders umweltfreundliche Rangierlokomotive entschieden. Insgesamt waren sechs Anbieter zur Angebotserstellung eingeladen. Dabei wies das Angebot der Hybridlok von Stadler Winterthur die niedrigsten Investitions-, Betriebs- und Unterhaltskosten aus. Auf die gesamte Lebensdauer gerechnet, ist die Hybridlok für SBB Cargo mit Abstand am wirtschaftlichsten. Im Vergleich zu konventionellen Dieselloks überzeugte die Eem 923 zudem durch ihre gute Ökobilanz, da sie deutlich weniger CO2 und Lärmemissionen verursacht.</p>
<p>Gleichzeitig kann SBB Cargo mit der Neubeschaffung die Flottenvielfalt im Rangier- und Zustelldienst weiter reduzieren, was einen effizienteren Betrieb und Unterhalt der Fahrzeugflotte ermöglicht. Die neuen Hybridloks werden in den Jahren 2012/2013 ausgeliefert. SBB Cargo hat sich zudem Optionen auf weitere Fahrzeuge gesichert, welche bei Bedarf eingelöst werden können.</p>
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		<title>SBB Cargo und Hupac gründen SBB Cargo International</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/07/sbb-cargo-und-hupac-grunden-sbb-cargo-international/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 19:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Güterverkehr]]></category>
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		<category><![CDATA[SBB Cargo]]></category>

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		<description><![CDATA[SBB Cargo und Hupac gründen SBB Cargo International für den alpenquerenden Güterverkehr zwischen Deutschland und Italien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der europäische Güterverkehrsmarkt wird härter: <span style="color: #ff0000;">SBB Cargo</span> und das Kombigüterverkehrsunternehmen <span style="color: #ff0000;">Hupac</span> gründen  gemeinsam eine Gesellschaft für den <span style="color: #ff0000;"> alpenquerenden Transitverkehr zwischen Deutschland und Italien</span>. Ein  vertaktetes Produktionssystem und schlanke Strukturen sollen das neue  Unternehmen zum Kostenführer auf der Nord-Süd-Achse machen, schreibt die SBB heute in einer <a href="http://mct.sbb.ch/mct/konzern_dienstleistungen/konzern_medien.htm?cmd=E2B9CC475D6FBB37CF7A85C1754870B1">Pressemitteilung</a>.</p>
<p>Das Anfang 2011 startende Unternehmen SBB Cargo International wird Ganzzüge und Züge des Kombinierten Verkehrs (KV) auf der europäischen  Nord-Süd-Achse zwischen Deutschland und Italien fahren.</p>
<p>Weiter steht in der SBB-Pressemitteilung:</p>
<p><em>Aktionäre der Gesellschaft sind SBB Cargo (75 %) und Hupac (25 %), dem  führenden KV-Operateur auf der Nord-Süd-Achse. Die Beteiligung weiterer  Partner ist möglich. Über die neue Gesellschaft soll die jahrzehntelange  Partnerschaft der beiden Unternehmen vertieft werden. Ziel ist es,  gemeinsam ein starkes, marktnahes und neutrales Traktionsunternehmen  aufzubauen und zu entwickeln. Mit einer auf ausgewählte Relationen  bezogenen Optimierung der Ressourcen und der Halbierung der  Strukturkosten soll die Kostenführerschaft im KV-Segment erreicht  werden. Als Schweizer Firma wird die Qualität einen hohen Stellenwert  haben.</em></p>
<p><em>Kunden der neuen Gesellschaft sind primär Operateure des Kombinierten  Verkehrs, die vom geplanten Gesamtumsatz von CHF 300 Mio. rund 80 %  ausmachen werden. Auch wenn die Hupac der grösste Einzelkunde sein wird,  ist das <span style="color: #ff0000;">Angebot</span> klar <span style="color: #ff0000;">auf weitere Großkunden ausgerichtet</span>. Neben  Operateuren sind dies Bahnspeditionen, andere Bahnen und einzelne  Großverlader. &#8220;Entscheidend ist, dass wir als unabhängiges und  neutrales Bahnunternehmen die Traktionsleistungen zwischen Deutschland  und Italien am Markt anbieten. Dies liegt im Interesse beider Aktionäre&#8221;,  erklärt Nicolas Perrin, Leiter SBB Cargo.</em></p>
<p><em>Die Nord-Süd-Achse wird von mehreren Cargo-Bahnen dominiert. Neben  SBB Cargo führen inzwischen einige Bahnen Güterzüge auf dieser Achse.  Die intensive Wettbewerbssituation führt zu einem starken Druck auf die  Preise und zu geringen Margen für die Traktionäre. «Die jetzt  beschlossene Weiterentwicklung ermöglicht es, auch in Zukunft als  Schweizer Unternehmen auf der zentralen europäischen Güterachse tätig zu  bleiben. Im Hinblick auf den Gotthard-Basistunnel müssen die zwei  stärksten Schweizer Akteure ihre Kräfte bündeln. Nur so haben wir  Chancen, dem Druck ausländischer Bahnen aktiv eine eigene Lösung  entgegen zu setzen», erklärt Hans-Jörg Bertschi,  Verwaltungsratspräsident der Hupac.</em></p>
<p><em>Das Geschäftsmodell des neuen Carriers ist ein Novum im  Schienengüterverkehr. Über die Beteiligung von Hupac werden erstmals die  Kunden des kombinierten Verkehrs Mitverantwortung für die Strategie und  die Entwicklung eines Bahnunternehmens tragen. «Entgegen des  europäischen Trends haben wir ein Modell entwickelt, in dem nicht die  Bahn den Kombi-Operateur integriert und somit faktisch seine  Handlungsfreiheit ausschaltet», so Hans-Jörg Bertschi. In der neuen  Bahngesellschaft kommen zwei unabhängige Partner zum Zuge: <span style="color: #ff0000;">SBB Cargo  bringt Traktionsressourcen und bahntechnisches Know-how ein</span>, während  <span style="color: #ff0000;">Hupac</span> über eine <span style="color: #ff0000;">europaweite Marktpräsenz</span> verfügt und einen wichtigen  Teil des Transportvolumens beisteuert. Hupac wird auf strategischer  Ebene die marktorientierte Entwicklung der neuen Gesellschaft aktiv  mitprägen, was schliesslich allen Kunden des neuen Carriers zugute  kommen wird. Die Verladerschaft steht hinter dieser Art der  Zusammenarbeit, denn sie fördert Marktnähe und Effizienz und trägt zur  Bahnliberalisierung bei. SBB Cargo International wird eigenständig  handeln und Neutralität gegenüber allen Kunden wahren. Gemeinsames Ziel  ist eine zuverlässige Bedienung und eine verlässliche, kontinuierlich  optimierte Auslastung der Kapazitäten.</em></p>
<p><em>Das neue Unternehmen wird rund 480 Stellen anbieten, davon 237  Lokführer und 76 Stellen für operatives Personal. Die Planung,  Disposition und Administration werden rund 170 Stellen umfassen. <span style="color: #ff0000;">SBB  Cargo International wird von Beginn an eigenes Lokpersonal in  Deutschland und Italien haben. </span>In der Schweiz wird Lokpersonal vorerst  von SBB Cargo angemietet.</em></p>
<p><em>Durch die Ausgliederung des internationalen Verkehrs in die neue  Gesellschaft erfolgt bei SBB Cargo in den nächsten zwei Jahren ein Abbau  von 157 Stellen. Der Stellenabbau wird sozialverträglich gestaltet. &#8230;<br />
</em></p>
<p><em>Der Standort der neuen Gesellschaft wird voraussichtlich im Raum  Basel-Olten-Luzern sein. Die Suche nach einem geeigneten Bürogebäude  läuft. Die heute bestehenden Depotstandorte auf der Nord-Süd-Achse in  der Schweiz werden beibehalten. Neu werden die Lokführer vermehrt  innerhalb eines Landes eingesetzt. <span style="color: #ff0000;">Basel</span> wird dabei der zentrale  Drehpunkt des Produktionskonzeptes für Gotthard- und Lötschbergachse  sein. Die Zahl der Lokführerinnen und Lokführern an den Standorten von  SBB Cargo im Tessin und der Zentralschweiz wird im heutigen Umfang  beibehalten,. In Deutschland wird der heutige Personalstandort in <span style="color: #ff0000;"> Offenburg</span> mittelfristig nach <span style="color: #ff0000;">Mannheim</span> verlegt. Die übrigen Standorte in  Deutschland und Italien bleiben vorerst bestehen. Die heutigen  Tochtergesellschaften für die Produktion in Deutschland und Italien  werden in die neue Gesellschaft integriert. <span style="color: #ff0000;">Chemoil</span>, die auf den  Transport von Mineralöl und Chemieprodukten spezialisierte  Tochtergesellschaft, bleibt Tochter von SBB Cargo AG.</em></p>
<p><em>Die neue Gesellschaft wird Anfang 2011 den Betrieb aufnehmen. Dazu  werden vorerst <span style="color: #ff0000;">109 Streckenlokomotiven</span> aus der bestehenden Flotte von  SBB Cargo angemietet, darunter <span style="color: #ff0000;">59 moderne Mehrsystemloks</span> für den  grenzüberschreitenden Einsatz. Kernelement der Unternehmensstrategie ist  die Erhöhung der Produktivität von Lokomotiven und Lokführern. Dies  soll über ein vertaktetes Produktionssystem mit hohen Lokumläufen und  reduzierten Standzeiten sowie über die Konzentration auf  aufkommensstarke Relationen erreicht werden. Bis 2013 soll das  Unternehmen profitabel werden und mittelfristig Investitionen aus  eigener Kraft vornehmen.<br />
</em></p>
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		<title>Arriva lässt sich von der DB kaufen und Grube will uralte Wagen aufarbeiten lassen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 20:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Arriva-Aktionäre stimmen Kauf durch DB zu, im Schnitt 32 Jahre alte IC-Wagen werden noch einmal aufgemöbelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der englischen Presse findet sich keine Zeile zu dem Deal, aber die Deutsche Bahn tönt heute: <em>Die Aktionäre von Arriva plc. haben heute für das Übernahmeangebot (&#8220;Scheme Document&#8221;) der Deutschen Bahn gestimmt. Vorbehaltlich der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden ist der Vollzug der Transaktion für Ende August 2010 geplant. Die Deutsche Bahn strebt an, zu diesem Zeitpunkt Arriva von der Londoner Börse zu nehmen und als eigenständige 100%ige Tochtergesellschaft der DB UK Holding Limited fortzuführen. &#8221;Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Zusammenschluss erreicht&#8221;, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Dr. Rüdiger Grube. &#8220;Mit den erfolgreichen Bus- und Schienenverkehren von Arriva in zwölf europäischen Ländern wird die Deutsche Bahn in eine neue Dimension des Personenverkehrs vorstoßen.&#8221; </em></p>
<p><em> </em>Ich bin sicher: Wir werden in wenigen Jahren sehen, dass hier ein hübsches Sümmchen in den Sand eines uninteressanten Landes gesetzt worden ist!</p>
<p>Die Pressemitteilung ist fern jeder Bescheidenheit betitelt: <em>Grube: &#8220;Weichen für DB-Personenverkehr in europäischer Dimension gestellt&#8221;.</em></p>
<p>In Bescheidenheit dürfen sich jedoch die Kunden im Kernmarkt Deutschland üben, denn DB-Vorstandsvorsitzender Rüdiger Grube erklärte diese Woche im Interview dem <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bahnchef-ich-kann-den-unmut-verstehen/1858310.html">Tagesspiegel</a>:</p>
<p><strong><em><span style="color: #0000ff;"> Kaufen Sie neue (Züge)?</span></em></strong></p>
<p><em><span style="color: #0000ff;">Wir machen unsere Züge  zuverlässiger. Wir haben die gesamte Flotte auf Herz und Nieren geprüft,  vom Klapptisch bis zur Kaffeemaschine. Die ICE-2-Baureihe werden wir  zudem für mehr als 100 Millionen Euro im Rahmen eines Redesigns von  Grund auf erneuern. Und die durchschnittlich 32 Jahre alten IC-Waggons  werden wir völlig überarbeiten. Die mehr als 1500 Fahrzeuge werden  überarbeitet und gründlich aufgemöbelt.</span></em></p>
<p><strong><em><span style="color: #0000ff;"> Bald soll der  Nachfolger kommen, der ICx. Lohnt es sich noch, die ICs aufzuhübschen?</span></em></strong></p>
<p><em><span style="color: #0000ff;">Der ICx kommt ja erst ab 2014, damit stellen wir unsere Technik auf  eine ganz neue Basis. Wir bekommen ja nicht alle Züge auf einen Schlag,  die Auslieferung der ersten 220 dauert bis 2020. Wir brauchen 300 Züge  bis 2025. Wir müssen die Zeit überbrücken.</span></em></p>
<p><span style="color: #000000;">Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Grube will also </span><strong><span style="color: #000000;">32 Jahre alte Wagen</span></strong><span style="color: #000000;">, die nah vor dem Verschrottungsalter sind, </span><strong><span style="color: #000000;">modernisieren</span></strong><span style="color: #000000;"> lassen! </span>Das erinnert an die Silberlinge der 60er Jahre, die heute noch immer mit durchgesessenen Sitzen, irrer Lärmentwicklung innen und außen und einem geradezu erbärmlichen Standard unterwegs sind, weil DB Regio und die ganzen Vorgängerorganisationen mit ihren umlackierungsfreudigen Managern es versäumt hat, in neues Rollmaterial zu investieren.</p>
<p><strong>Grube sagt, dass 2014 die ICx kommen. Interessant. Die DB hat die Züge überhaupt noch nicht bestellt!</strong> So wie die DB es versäumt hat, sich rechtzeitig nach den langsam auseinanderfallenden ICE 1 umzusehen oder – wie in den Nachbarländern – noch nicht auf die Idee gekommen sind, dem notorischen Platzmangel in ICE mit Doppelstockzügen zu begegnen.</p>
<p>Sollten nun etwa Zweifel aufgekommen sein, ob das Triebzugkonzept des ICE für InterCity-Züge, die nicht unbedingt mehr als 200 km/h fahren müssen, nicht doch Unsinn ist? Denn lokbespannte Züge sind bis zu diesem Tempo oder sogar bis 250 km/h eine gute Lösung, wie mir auch Eisenbahnprofessor Markus Hecht von der TU Berlin sagte. Erst darüber braucht man Triebzüge, die die über mehrere Wagen verteilte Kraft auf die Schienen bringen.</p>
<p>Lok-Wagen-Züge haben einen erheblichen Vorteil (und DB-Technikvorstand Kefer weiß das): Fällt ein Wagen aus, kann man ihn aus dem Zugverband nehmen und reparieren lassen. Und innerhalb gewisser Grenzen kann man die Zuglänge an den Bedarf anpassen. Hat dagegen ein Triebzug einen Mangel, muss er ganz aus dem Verkehr gezogen werden. Und an der Kapazität lässt sich nichts drehen.</p>
<p>Vielleicht setzt sich bei der DB ja auch die Erkenntnis durch, dass man noch rund 150 elf bis 14 Jahr alte Elloks der Baureihe 101 besitzt, die noch 15 bis 25 Jahre fahren könnten. Außerdem über 60 120er. Dazu braucht man exakt die 1500 alten Schnellzug- und IC-Wagen.</p>
<p>Angesichts der Wahnsinnsprojekte wie Stuttgart 21 und dem Arriva-Kauf ist jetzt wohl Sparsamkeit bei der DB angesagt. Die deutschen Kunden dürfen ruhig in Oldtimern fahren. Von den IC-Speisewagen einmal abgesehen, die in einem oft erbärmlichen und teilweise nicht funktionsfähigen Zustand sind, wie ich höre.</p>
<p>Die SBB in der Schweiz bestellte dagegen mal eben 59 Doppelstockzüge für ihr Netz bei Bombardier. Die können, wenn ich mich nicht täusche, auch in Deutschland fahren!</p>
<p><strong> </strong></p>
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		<item>
		<title>SBB-Chef Meyer vergrault Führungskräfte</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/05/sbb-chef-meyer-vergrault-fuehrungskraefte/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 12:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[SBB-Chef Andreas Meyer hat schon mehr als ein Dutzend Führungskräfte verloren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der heutige SBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Meyer hat schon bei der <a href="http://railomotive.com/2010/02/verantwortet-sbb-chef-andreas-meyer-das-s-bahn-chaos-in-berlin-mit/">&#8220;Sanierung&#8221; der Berliner S-Bahn</a> eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Schon im Februar fiel der Schweizer auch als Manager in seinem Heimatland unangenehm auf: Die Zufriedenheit der SBB-Kunden war deutlich gesunken. Nun rennen ihm auch noch die Manager davon. Mehr als ein Dutzend hat er seit 2007 verschlissen. Nun hat auch der SBB-Finanzchef Thomas Remund das Handtuch geworfen, berichtet das Schweizer Fernsehen.</p>
<p>Mich würde es nicht wundern, wenn er versucht hat, die kundenferne Mehdornsche Spar- und Renditewut auch der SBB aufzudrücken. Doch in der Schweiz scheint es wenigstens Führungskräfte mit Eigensinn und Charakter zu geben, die noch das Gemeinwohl im Auge haben und einfach gehen, wenn der Kurs nicht stimmt.</p>
<p>Warum man Meyer angesichts des unübersehbaren Versagens weitermachen lässt, ist allerdings nicht nachvollziehbar. Aber in Deutschland läuft es ja nicht anders&#8230;</p>
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		<title>Deutsches Schienennetz schrumpfte doppelt so stark wie EU-Durchschnitt</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/05/deutsches-schienennetz-schrumpfte-doppelt-so-stark-wie-eu-durchschnitt/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 19:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Strecken]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[DB Netz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Allianz pro Schiene beklagt, dass die Regierung beim Thema Neu- und Ausbau in Deutschland immer noch einseitig auf Asphalt setze. Während das Schienennetz seit 1990 ein Sechstel seiner Länge eingebüßt hat, wächst das deutsche Straßennetz kontinuierlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Allianz pro Schiene fand heraus, dass <span style="color: #ff0000;">kein anderes Land im Kerngebiet der Europäischen Union  sein Schienennetz in den vergangenen 20 Jahren so gewaltig geschrumpft hat wie Deutschland</span>. Mit einem <strong><span style="color: #ff0000;">17,4 </span><span style="color: #ff0000;">Minus  von </span><span style="color: #ff0000;">Prozent</span></strong> von 1990 bis 2008 gehört Deutschland zu den abgeschlagenen Schlusslichtern der EU 27: Nur Polen platzierte sich mit einem Abbau von 25,2 Prozent seiner Netzlänge noch hinter Deutschland. Nach einer Aufstellung der Allianz pro Schiene, die auf Daten der EU-Kommission basiert, schrumpfte das Schienennetz in ganz Europa im selben Zeitraum um 8,1 Prozent.</p>
<div id="attachment_4093" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/05/PE023751.JPG.jpg"><img class="size-full wp-image-4093" title="Foto: Friedhelm Weidelich" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/05/PE023751.JPG.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Raubbau bei der Infrastruktur: Gleisrest in Erndtebrück (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>Andere Länder sind schlauer: <span style="color: #ff0000;">Die Schweizer Schienenwege wuchsen um 10,6 Prozent</span>, Italien (plus 4,9 Prozent) und Spanien (plus 3,5 Prozent) bauten ebenfalls ihr Gleisnetz aus. „Mit seinem Schrumpfkurs geht Deutschland einen Sonderweg und droht, den internationalen Anschluss zu verpassen“, kritisierte der Vorsitzende der Allianz pro Schiene, Klaus-Dieter Hommel und warnte zugleich vor dem Reflex, die Streckenstilllegungen den Eisenbahninfrastrukturunternehmen anzulasten. <strong><span style="color: #ff0000;">„Die Verantwortung für die Schieneninfrastruktur liegt beim Staat: Die Netzschrumpfung ist politisch gewollt.“</span></strong> – Zumindest schaut die Politik tatenlos zu. Kein Wunder bei einem Bundesverkehrsminister und einer Bundeskanzlerin, die jederzeit ein offenes Ohr für die Autolobby haben. Diese Branche spendet gern –<em>&#8220;fördern und fordern&#8221; </em>ist die Devise. Eine hübsche Spendenaufstellung findet sich <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/parteienfinanzierung/fundstellen50000/2009/index.html">hier</a>. Frau Klatten, die mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quandt_%28Familie%29">Familie Quandt</a> so lieb an die CDU gedacht hat, gehört übrigens BMW und Altana. BMW und Daimler spendeten auch. Aufschlussreich ist auch diese <a href="http://www.parteispenden.unklarheiten.de/?seite=datenbank_show_k&amp;db_id=2">Spendenaufstellung</a>.</p>
<p><em>(Exkurs: Wer noch ein bisschen weiter denken mag und die Listen genauer anschaut, versteht dann auch, warum die staatliche Rente und die gesetzlichen Krankenkassen von &#8220;Experten&#8221;, die in Wahrheit dreiste <a href="http://insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html">Lobbyisten</a> sind, schlechtgeredet und private (Zusatz-)Versicherungen und die Riester-Rente von der Politik und vielen naiven Journalisten so wunderbar gefördert werden. Die Versicherungsbranche spendet ja auch reichlich!) </em></p>
<p>Die Allianz pro Schiene beklagte, dass die Regierung beim Thema Neu- und Ausbau in Deutschland immer noch einseitig auf Asphalt setze. Während das Schienennetz seit 1990 ein Sechstel seiner Länge eingebüßt hat, wächst das deutsche Straßennetz kontinuierlich. Mit 231.000 Kilometern ist es heute 2,1 Prozent länger als 1991. „<span style="color: #ff0000;">Angeblich wollen wir Verkehrsverlagerung auf die Schiene, aber gleichzeitig werden Straßen gebaut und Schienen abgebaut</span>“, sagte der Allianz-Vorsitzende. „Die tatsächlich praktizierte Schwerpunktsetzung geht damit in die falsche Richtung.“ Die Vorrangpolitik zu Gunsten der Straße spiegele sich auch in der Höhe der staatlichen Infrastrukturinvestitionen: <span style="color: #ff0000;">Anders als viele europäische Nachbarn investiere Deutschland Jahr für Jahr deutlich mehr Geld in die Straße als in die Schiene. </span>Hommel erinnerte an die jüngste Streichlisten-Diskussion zur Infrastruktur, bei der deutlich geworden war, dass viele Schienen-Projekte des vordringlichen Bedarfs ohne staatliche Finanzierung dastehen. „Statt immer weiter Autobahnen zu bauen, sollte der Bund endlich klare Prioritäten für den Schienenausbau setzten“, sagte Hommel. Mit fünf Milliarden Euro jährlich, also etwa einer Milliarde mehr als im Haushalt vorgesehen, könne Deutschland in Europa den Anschluss halten, sagte Hommel. <span style="color: #ff0000;">„Damit hätten wir dann wenigstens italienische Verhältnisse.“</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><span style="color: #000000;">Manchmal bleibt nur noch Sarkasmus, um die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung zu kommentieren. </span></strong><br />
</span></p>
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		<title>Stadler-Züge für Weißrussland</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/03/stadler-zuege-fuer-weissrussland/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 16:24:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[Weißrussland erhält Flirt-Züge von Stadler]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stadler Rail hat die internationale Ausschreibung der Weißrussischen Eisenbahn für die Lieferung von zehn Flirt-Zügen gewonnen. Heute nachmittag wurde in Minsk der Vertrag mit einem Volumen von rund 60 Mio. € (inkl. Reservematerial) unterschrieben. Die Auslieferung der 4-teiligen Züge erfolgt bereits ab Dezember dieses Jahres bis Mitte 2012. Die Fahrzeuge sind weitgehend identisch mit den 32 Flirt für Helsinki und werden parallel zu diesen in Bussnang produziert. Damit konnte Stadler Rail dank ihrer hohen Innovationskraft einen weiteren Auftrag gewinnen, bei dem 80 % der Wertschöpfung in der Schweiz generiert werden.</p>
<div id="attachment_3724" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/Stadler-Minsk.jpg"><img class="size-full wp-image-3724" title="Stadler-Minsk" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/Stadler-Minsk.jpg" alt="S-Bahn-Zug von Stadler für Weißrussland (Bild: Stadler)" width="600" height="357" /></a><p class="wp-caption-text">S-Bahn-Zug von Stadler für Weißrussland (Bild: Stadler)</p></div>
<p>Bei diesem Auftrag handelt es sich um den ersten Auftrag für Stadler aus einem Land der ehemaligen Sowjetunion. Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group, freut sich sehr: &#8220;Ich bin sehr stolz, dass wir mit unserem Flirt bald auch in Weißrussland fahren können. Damit werden wir in 11 Ländern präsent sein.&#8221; Mittlerweile hat Stadler 557 Flirt-Triebzüge verkauft, davon 417 ins Ausland.</p>
<p>Die Züge werden in zwei Ausführungen gebaut: Sechs Flirt dienen dem klassischen S-Bahn-Verkehr in der Region der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Die übrigen vier Flirt sind für den Interregio-Verkehr zwischen den größeren Städten vorgesehen. Diese verfügen wegen der längeren Fahrzeiten über eine hochwertigere, komfortablere Innenausstattung. Wie in Finnland verkehrt auch die Bahn in Weißrussland auf einer Breitspur von 1524 mm und weist ein größeres Lichtraumprofil auf.</p>
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		<title>Lokführer auf der Rhätischen Bahn</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 07:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lokführer]]></category>

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		<description><![CDATA[VDI-Nachrichten loben einen Traumjob als Lokführer auf der Rhätischen Bahn aus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die VDI-Nachrichten, für die ich seit über 20 Jahren schreibe, arbeiten mit dem Kanton Graubünden zusammen und loben einen Traumjob aus: Lokführer auf der RhB. Leider kann nur einer gewinnen, aber vielleicht wollen Sie Ihr Glück bis zum 18. März noch versuchen: <a href="http://jobs.graubuenden.ch/index.php?id=319&amp;L=0">Lokführer auf der Rhätischen Bahn.</a></p>
<p>Ein paar weitere &#8220;Jobs&#8221; stehen außerdem zur Auswahl. Wieder einmal erweisen sich die Schweizer Tourismusmanager als einfallsreich.</p>
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		<title>Rinspeeds Autoreisezug – leider schaut die Bahn nicht hin</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 19:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Rinspeed präsentierte in Genf den UC, ein Elektroauto für den Bahntransport]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3601" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/uc_4_kl.jpg"><img class="size-full wp-image-3601 " title="uc_4_kl" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/uc_4_kl.jpg" alt="" width="450" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Zug mit Godzilla-Schnauze soll den UC transportieren (Foto: Rinspeed)</p></div>
<p>Der Schweizer Frank M. Rinderknecht ist für seine unkonventionellen Ideen bekannt, mit denen er beim Genfer Autosalon jedes Mal Furore macht. Die Concept Cars (ich hatte <a href="http://railomotive.com/2009/12/wer-hats-kapiert-die-schweizer/">hier</a> schon über seine Pläne berichtet) seiner Firma <a href="http://rinspeed.ch/pages/content/frames_d.htm">Rinspeed</a> gingen noch niemals in Serie. Doch immer lieferten sie reichlich Gesprächsstoff und brauchbare Komponenten.</p>
<p>Näher an der Realisierung wie selten zuvor ist Rinderknecht mit seinem heute präsentierten Elektro-Kleinwagen, der in ein komplettes Mobilitätskonzept eingebunden ist – und zwar eines, das Schiene und Straße intelligenter verknüpft, als wir das bisher kennen. Beziehungsvoll „UC?“ (= „Urban Commuter“-Pendlerfahrzeug), aber auch Englisch „you see?“, heißt der Zweisitzer mit Elektroantrieb, der für eine künftige Serienfertigung konzipiert ist. Der knapp 2,60 Meter kurze Flitzer soll helfen, den innerstädtischen Verkehrsinfarkt zu vermeiden und dabei gleichzeitig durch ein zukunftsweisendes Waggon-System per Intercity-Zug das Zeug haben, große Strecken bequem, stau- und somit stressfrei zu überbrücken.</p>
<p>Verzahnte Mobilität zwischen Individual- und öffentlichem Personenverkehr ist das Ziel. Die Querverladung in speziellen Waggons ermöglicht die simultane Be- und Entladung zahlreicher „UC?“-Fahrzeuge in kürzester Zeit. Die Buchung und Platzreservierung erfolgt online aus dem Fahrzeug. Für Connectivity über Mobilfunknetze und den Sound sorgt <a href="http://harman.com/EN-US/Pages/Home.aspx">Harman International</a>. Voip2Car bringt IP-Telefonie, Videochat, Videokonferenzen, E-Mail und vieles mehr direkt in den „UC?“. Halosonic, ein elektronisch erzeugtes Motorengeräusch, soll Fußgänger und Fahrradfahrer vor dem nur wenige Meter weit hörbaren leisen Fahrzeug warnen. Diese Entwicklung stammt auch von Harman, den viele noch als Edel-Hifi-Anlagenhersteller im Gedächtnis haben. Mittlerweile rüstet Harman Autos von Mercedes, BMW, Mini und Land Rover mit Audio- und Infotainmentsystemen aus und ist mit seinen Marken Lexicon, Mark Levinson, Infinity und JBL in vielen amerikanischen, asiatischen und europäischen Autos vertreten.</p>
<p>Ladestationen an Bord des Zugs sorgen dafür, dass bei Ankunft am Zielort wieder die ganze Batteriekapazität und damit die volle Reichweite zur Verfügung stehen. Das von der Schweizer Engineering-Firma Esoro auf die Räder gestellt Leichtbau-Fahrzeug ist 120 km/h schnell und hat eine Reichweite von 105 Kilometern. Das reicht für den stadtnahen Verkehr. Denn 82 Prozent aller Fahrten in Europa liegen unter 60 Kilometer, sagt Rinderknecht. Während der Zugfahrt soll es den Fahrern offen stehen, ob sie die Zeit zum Beispiel im Zugrestaurant oder mit vertraulichen Telefonaten, Arbeiten am Computer oder zum Entspannen in ihren Fahrzeugen verbringen wollen.</p>
<p>Mit diesem Mobilitätskonzept umgeht Rinspeed die heutige Reichweiten-Hürde von Elektrofahrzeugen. Der Schweizer Visionär hat bereits mit internationalen Bahngesellschaften über sein Konzept diskutiert. Die DB und SBB seien allerdings nicht sonderlich begeistert, sagte Rinderknecht der taz. &#8220;Im Moment zeigen sie sich weniger offen, die haben gerade eigene Probleme. Außerdem zeichnet sich die Bahn ja nicht gerade durch ihre Innovationskraft aus.&#8221;</p>
<div id="attachment_3602" class="wp-caption alignright" style="width: 460px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/uc_41_kl.jpg"><img class="size-full wp-image-3602" title="uc_41_kl" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/uc_41_kl.jpg" alt="" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der UC wird mit einem Joystick in der Mitte gesteuert (Bild: Rinspeed)</p></div>
<p>So kann man das sehen, aber die Eisenbahn ist innovativer, als er vielleicht denkt. Nur eben sehr viel langsamer als die Autoindustrie, die keine extrem langlebigen Fahrzeuge bauen muss, sondern immer schön dem Zeitgeist folgen kann – wenn auch fünf bis sechs Jahre verspätet wegen der langen Entwicklungszeiten.</p>
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		<title>Verantwortet SBB-Chef Andreas Meyer das S-Bahn-Chaos in Berlin mit?</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 13:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
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		<category><![CDATA[DB]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Andreas Meyer könnte laut Tagesanzeiger für das S-Bahn-Chaos in Berlin mitverantwortlich sein]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3371" class="wp-caption alignright" style="width: 430px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/02/P9106979-1.jpg"><img class="size-full wp-image-3371" title="P9106979 Foto Friedhelm Weidelich" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/02/P9106979-1.jpg" alt="" width="420" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Berliner S-Bahn-Ersatzverkehr im September 2009 (Foto: Weidelich)</p></div>
<p>Der <a href="http://zug-und-eisenbahn.blogspot.com/">Zug- und Eisenbahnblog</a> verlinkte auf einen <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Andreas-Meyer-und-das-SBahnChaos/story/11734073">DDP-Korrespondentenbeitrag von Olaf Jahn</a>, Berlin, für den Schweizer Tagesanzeiger, der Hochinteressantes zutage fördert. Und zwar, weil sich die Sicht von außen – aus der Schweiz – und die deutschen Erfahrungen wie Mosaiksteinchen zu ergänzen scheinen. Denn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Meyer_(Manager)">Andreas Meyer</a>, heute Vorstandschef der SBB, managte auch lange bei der DB, unter anderem den DB Stadtverkehr in Berlin. Dass das S-Bahn-Chaos auch auf Spar- und Renditewut zurückzuführen ist, sagt sogar das <a href="http://railomotive.com/2010/02/interview-der-welt-mit-chef-des-eisenbahn-bundesamts/">Eisenbahnbundesamt</a>.</p>
<p>Laut Tagesanzeiger sollen Dokumente zeigen, dass Meyer die Geschäftspolitik der S-Bahn mitbestimmt und eine führende Rolle bei der Planung und Umsetzung des heftig kritisierten Programms &#8220;Optimierung S-Bahnen&#8221; gespielt hat. Es hätte dazu beitragen sollen, die S-Bahnen in Hamburg und Berlin für den Börsengang der DB zu trimmen. Die Nettogewinne der S-Bahn Berlin hätten <span style="color: #ff0000;">von 9 Millionen</span> Euro 2004 <span style="color: #ff0000;">auf 125 Millionen</span> 2010 hochgefahren werden sollen.</p>
<p>Wer diesen <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/personen/andreas-meyer/s.html">Link im Tagesanzeiger</a> zu weiteren Beiträgen über Meyer anklickt, stolpert über Stichworte, die dem Deutsche-Bahn-Interessierten merkwürdig vertraut vorkommen: teure Berater, Boni und unzufriedene Bahnkunden. Eine SBB, die nicht wie ein Uhrwerk funktioniert, ist in der bahnverwöhnten Schweiz ein Skandal.</p>
<p>Der Tagesanzeiger zitiert den &#8220;Blick&#8221;, so etwas wie die schweizerische Bild-Zeitung und deshalb unter Umständen nur von begrenztem Wahrheitsgehalt und mit der boulevardtypischen Überspitzung: &#8220;Der Blick schreibt, <span style="color: #ff0000;">die Kundenzufriedenheit sinke seit dem Moment, als SBB-Chef Andreas Meyer Anfang 2007 die SBB-Spitze übernahm und ein Sparprogramm ansetzte</span>.&#8221; Das gibt zu denken.</p>
<p>Wäre Meyer ein deutscher Manager, könnte man das als Ausfluss der neuen Deutschfeindlichkeit werten, die bei bestimmten Kreisen in der Schweiz gerade salonfähig ist. Doch Herr Meyer ist Schweizer.</p>
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		<title>SBB-EC-Züge statt ICE-T für die Gäubahn</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 08:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Fernzüge auf der Gäubahn Stuttgart - Zürich werden wieder mit Lok und SBB-Wagen gefahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3326" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/02/PC211614-1.jpg"><img class="size-full wp-image-3326" title="Foto: Friedhelm Weidelich" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/02/PC211614-1.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Ein ICE-T legt sich bei Aldingen in die Kurve, links die Schwäbische Alb (Foto: Weidelich)</p></div>
<p>Im häufig defekten Cisalpino von Stuttgart nach Rottweil zu fahren, war niemals ein Vergnügen. Eng, nur eine Tür pro Wagen und im abendlichen Berufsverkehr mit Platzangstgarantie. Zuletzt fuhren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ICE_T">ICE-T</a>, aber weil die so oft streiken und wieder für Verspätungen sorgen, ist auch mit denen ab dem 21. März vorerst Schluss. Laut <a href="http://mofair.de/db/news/meldung_8149.html">Schwarzwälder Bote</a>, bei dem ich 1970 als angehender Abiturient mein erstes Geld (12 Pfennig pro Zeile, 10 DM pro Foto) verdiente, war die Auslastung in den letzten Wochen um 20 Prozent zurückgegangen.</p>
<p>Keine Hoffnung besteht darüber hinaus, dass das von der französischen Besatzungsmacht nach dem 2. Weltkrieg teilweise demontierte zweite Gleis wieder durchgängig eingebaut wird, was den Verkehr auf dieser kurvigen und völlig unterbewerteten Strecke, die immerhin die Wirtschaftszentren Stuttgart &#8211; Bodensee &#8211; Zürich verbindet, flüssiger machen würde.</p>
<p>In fünf Wochen werden nun also lokbespannte Züge mit EC-Wagen der SBB die störanfälligen ICE-T ersetzen. Die haben dieselbe Neigetechnik wie der Cisalpino. Sie stammt von Fiat<em> </em>Ferroviara, die seit 2002 zu Alstom gehören.</p>
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