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	<title>Railomotive &#187; Gartenbahn</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Die Climax und der Hauptbahnhof Berlin</title>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2011 09:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnhöfe]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verreisst Peter Richter den Berliner Hauptbahnhof. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Falls Sie noch nicht beim Bäcker oder Kiosk waren: Mein Artikel ist drin in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, von der üblichen Stelle etwas vorgerutscht auf Seite 49, aber auf der sonst belegten letzten Seite des Buches &#8220;Technik &amp; Motor&#8221; immerhin angekündigt. Dort steht stattdessen ein Beitrag über alte Autos und Motorräder. In der IAA-Stadt Frankfurt ist die Liebe zu Benzingeruch eben ausgeprägter als die Sensibilität für das Aroma aus heißem Öl, Stahl, rostigem Eisen, Dampf und Öl. Autos sind halt massenkompatibler, obwohl der Spielzeugcharakter weit ausgeprägter ist als bei der Eisenbahn. Diese muss man als System verstehen, um sie betreiben zu können. Beim Auto genügt der Gasfuß, der liebevolle Blick aufs Blech und die Kenntnis der &#8220;Piloten&#8221;, die manches Gefährt bewegt haben. Ich kenne die Namen der Lokführer auf 300 bis 506 km/h schnellen Zügen nicht.</p>
<p>Vielleicht ist die durchaus erkennbare, wenn auch geringere Affinität zur Eisenbahn auch dem geschuldet, dass die Deutsche Bahn sich erst in Frankfurt einen Turm errichtet hat und dann noch einen größeren in Berlin, endgültig der Welt entrückt und der Realität. Ein Elfenbeinturm für die vielen Menschen, die nichts von Eisenbahn verstehen und nichts anderes gelernt haben, als kurzfristig in Marktanteilen, Kostenreduzierungen und Gewinnen zu denken. Woraus sie den Anspruch ableiten, ein Eisenbahnsystem führen und beaufsichtigen zu können. Ein Anspruch, den keiner im Elfenbeinturm erfüllen kann. Denn die Arbeit machen die <em>richtigen, echten</em> Eisenbahner an und auf der Strecke. So gut es eben geht unter der Knute der Unfähigen, der Realität Entrückten weiter oben. (Das habe ich schon oft genug von denjenigen an der Kundenfront gehört.)</p>
<div id="attachment_8339" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P9107035.jpg"><img class="size-full wp-image-8339" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P9107035.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">In zufälligen Winkeln angeordnete Bänke und Tafeln auf dem engen Bahnsteig, ein verschachteltes Chaos mit Durchblicken, die die Orientierung weiter erschweren. Fehlt nur noch das monumentale Dürrsche Winkemännchen (Foto: Friedhelm Weidelich)  </p></div>
<p>Ich möchte Ihnen den Kauf der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung nicht nur wegen meiner Climax-Geschichte nahelegen, sondern auch wegen eines Beitrags auf S. 26 im Feuilleton. Peter Richter glaubt da als Erster über den missratenen Berliner Hauptbahnhof zu schreiben, der jetzt fünf Jahre alt ist. Ich habe in diesem Blog schon letztes Jahr über dieses <a href="http://railomotive.com/2010/08/ist-stuttgart-21-doch-bald-am-ende/">Kaufhaus mit Gleisanschluss</a> gelästert, und gerade eben fand ich den (oder das, wie Sie mögen) Blog <a href="http://berlinhauptbahnhof.wordpress.com/">http://berlinhauptbahnhof.wordpress.com</a>, der/das schon seit 2008 nichts als Berlin Hbf zum Thema hat. Mit der fein ironischen Unterzeile &#8220;Weblog zum aufregendsten Bahnhof der Welt&#8221;. Ja, aufregen kann man sich gut über diese verschachtelte Minimalarchitektur, die mit wenig Geschmack und wahrscheinlich dem hohen fachlichen Input des Mannes, der jetzt bei Stuttgart 21 das Handtuch warf, zum Dreifachen des geplanten Preises errichtet wurde. Der lächerlichste Hauptstadtbahnhof, den sich eine europäische Metropole zu leisten können glaubt. Die Berliner Verwaltungskünstler und Architekturlobbyisten haben sicher ihren Teil dazu beigetragen. Denen ist nicht mal eine nachgebildete Stadtschloßfassade zu blöd.</p>
<p><span style="color: #000000;">Richters Beitrag ist in seinen Nuancen auf jeden Fall lesenswert. Unter anderem der eherne Satz: </span><strong><span style="color: #ff0000;">&#8220;Der Berliner Hauptbahnhof ist als Ganzes und nach seinen eigenen ästhetischen und architektonischen Absprüchen missraten.&#8221;</span></strong> Oder die Feststellung, dass dies der einzige Bahnhof sei, der nur mit der Bahn erreichbar sei. Eben nicht mit dem Auto, dem Taxi oder anderen Verkehrsmitteln. Stimmt.</p>
<p>Was Richter jedoch falsch einordnet, sind die einst wegen der Dampflokomotiven großen runden Hallendächer, die man bei einem Neubau nicht gebraucht hätte. Vermutlich hat er den hochmodernen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Li%C3%A8ge-Guillemins">Bahnhof Liège-Guillemins</a> noch nicht gesehen mit seinem riesigen, weit gespannten Hallendach über Oberleitungen. Oder die neuen chinesischen Bahnhöfe.</p>
<p>In Belgien hat man sich getraut, diesem Bahnhof eine Architektur zu geben, die seine Bedeutung verdeutlicht. Die Deutsche Bahn dagegen, ohne Stolz, liebt Gruben-, Lego- oder Duckmäuserarchitektur. Die ist umgekehrt proportional zum Ego der Bahnvorstände. Eine Schande für diese Herren und die ganze Republik.</p>
<p>Aber denen genügt es ja bereits, wenn der architektonische Schrott richtig teuer war.</p>
<div id="attachment_8343" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P6288882.jpg"><img class="size-full wp-image-8343" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P6288882.jpg" alt="" width="640" height="468" /></a><p class="wp-caption-text">In Hannover gibt es sie noch, die schon damals abgrundtief geschmacklosen Figuren aus Stahlblech, mit der die Deutsche Bahn AG Modernität vortäuschen wollte. (Foto: Friedhelm Weidelich) </p></div>
<div id="attachment_8346" class="wp-caption alignnone" style="width: 430px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P6288882-11.jpg"><img class="size-full wp-image-8346" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P6288882-11.jpg" alt="" width="420" height="373" /></a><p class="wp-caption-text">Da stört es auch nicht, dass sie schon mal auf den Kopf gefallen sind. Kunst am Bau oder Schrottplastik als Zeitzeuge der Neunziger?</p></div>
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		<title>Morgen in der FAZ-Sonntagszeitung: Mein Beitrag über den Aristo-Craft RDC-3</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 16:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigene Veröffentlichungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Friedhelm Weidelich beschreibt den Budd-Dieseltriebwagen RDC-3 von Aristo-Craft in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7951" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/03/P1031491.jpg"><img class="size-full wp-image-7951 " title="RDC-3 von Aristo-Craft" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/03/P1031491.jpg" alt="" width="640" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Das Modell von Aristo-Craft im Maßstab 1:29 besteht zu weiten Teilen aus Aluminium (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>Wenn nichts dazwischen kommt, erscheint morgen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (Ressort Technik und Motor) mein bebildeter Beitrag über das Modell eines amerikanischen Budd-Dieseltriebwagens der Nachkriegszeit. Im Rail Diesel Car (RDC = Dieseltriebwagen) wurde die bereits erprobte Technologie der Stahl-Schnellzugwagen mit der Antriebstechnik von Panzern verbunden. Auch als Hochgeschwindigkeits-Versuchsfahrzeug der New York Central diente ein Exemplar.</p>
<p>Das Modell im leicht aufgeblasenen Spur1-Maßstab (1:29 statt korrekten 1:32) für die 45-mm-Spur stammt von Aristo-Craft.</p>
<p>Wer sich rein modellbahnerisch damit beschäftigen will, findet im <a href="http://gartenbahnprofi.de/Gartenbahn-Profi-Magazin/1,000000202208,8,1">Gartenbahn Profi 2/2011</a> weitere Informationen zum Innenleben und den Fahreigenschaften des Modells.</p>
<p><strong>Nachtrag 20.3.:</strong> Der Beitrag ist erschienen, mit einem Aufmacherbild des Fahrzeugkopfs, etwa 15 % größer als das Modell. Gedruckt 24 cm hoch von einem 12,2-MP-JPEG mit ISO 200, gerade mal 4,67 MB groß, aus meiner Olympus E-5 mit dem knackscharfen 2.0/50 mm Olympus Zuiko Makro (entspricht einem &#8220;Vollformat&#8221;-KB-Objektiv von 100 mm Brennweite) bei Blende 14.</p>
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		<title>Modellbahnindustrie: Was inzwischen geschah</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/06/modellbahnindustrie-was-inzwischen-geschah/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 20:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich freue mich sehr, dass dieser Blog von immer mehr Lesern wahrgenommen wird. Zieht man die Suchmaschinen ab, sind es pro Tag um die 500 Besucher. Ich danke Euch und Ihnen. Der Beitrag über den nahen Kollaps der Modellbahnindustrie hatte bisher über 2000 Leser und wurde in Foren einige Male verlinkt. Auch wenn die Kommentare, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich freue mich sehr, dass dieser Blog von immer mehr Lesern wahrgenommen wird. Zieht man die Suchmaschinen ab, sind es pro Tag um die 500 Besucher. Ich danke Euch und Ihnen.</p>
<p>Der Beitrag über den nahen Kollaps der Modellbahnindustrie hatte bisher über 2000 Leser und wurde in Foren einige Male verlinkt. Auch wenn die Kommentare, die ich übrigens nur beim ersten Mal (wegen des nervigen russischen Spams) freischalten muss, ruhig etwas mehr sein könnten, weiß ich doch, dass die Bahnindustrie, Eisenbahnfreunde, Lokführer und die Deutsche Bahn mitlesen. Und manchmal kommen Reaktionen von Seiten, mit denen ich gar nicht gerechnet habe.</p>
<p>Dass weite Teile der Modellbahnindustrie einen miserablen Job machen, was ihre Kommunikation betrifft, habe ich oft genug beklagt. Nicht, weil ich Journalismus und PR von allen Seiten des Schreibtischs und von innen und außen kenne, sondern weil ich die Hoffnung nicht aufgegeben habe, dass diese in der Kommunikation durch und durch dilettierende mittelständische Industrie in der größten Not doch noch die Kurve kriegt. Leider spricht nichts dafür, dass meine Hoffnung erfüllt würde.</p>
<p>Obwohl: Da schrieb mir doch der Marketingleiter einer Firma, der mich seit dem Abgang des einzigen ernstzunehmenden Pressesprechers dieser Branche hartnäckig ignoriert hatte, kürzlich eine einschmeichelnde Mail, dass er mich &#8220;als exzellenten Kenner der Branche&#8221; gern zu einem Gespräch einladen möchte, um &#8220;meine Sicht der Dinge hinsichtlich des Gartenbahnmarkts im Allgemeinen und der Situation der Marke LGB im Besonderen zu erfahren&#8221;. Man würde für mich auch eine Werksführung machen.</p>
<p>So ködert man keinen Selbstständigen, für den Know-how und Zeit bares Geld sind. Mit dem üblichen bunten Werbewagen, den man nicht einmal mehr bei eBay los wird, als Gegenleistung für mein Wissen, meine Zeit und die Fahrtkosten kann ich nichts anfangen.</p>
<p>Ich hätte ihm gern vermittelt, wie der Weltmarkt aussieht und was man tun könnte an einem Dutzend Baustellen. Und sei es nur, auch mal an die Journalisten und Kunden zu denken, die keinen Clubbeitrag bezahlen, keine Hauspostillen lesen und keine Videos im Internet sehen wollen. Etwa durch den Versand einer Pressemitteilung, ein Hintergrundgespräch und wenigstens den Hauch einer Information mit einer Haltbarkeit von mehr als drei Tagen. Gut, das wäre schon vor zwei Jahren sein Job gewesen und ich hätte ihm damals gern geholfen, weil die Firma wichtig für die Branche ist. Aber man hätte mich schon fragen müssen.</p>
<p>27 Jahre Know-how im Gartenbahnmarkt, zu dem ein bisschen mehr als &#8220;LGB&#8221; gehört, habe ich mir mühsam und nicht bloß aus Hobbyinteresse erarbeitet. Anlass für das jäh aufgeflammte Interesse des Marketingleiters war übrigens die Besprechung einer Bachmann-Lok in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die um die 344.000 Exemplare verkauft und gern meine Beiträge druckt. Zum Vergleich: Das eisenbahn magazin verkaufte im ersten Quartal 23.468 Hefte, die Miba 23.599, das Märklin-Magazin 75.580. Ein Blatt solcher Reichweite ist schon interessant, auch wenn ich für einen Vorweihnachtsbeitrag in einer Ingenieurzeitung ebenfalls sechsstelliger Auflage zweimal um Fotos betteln musste, die dann so eines &#8220;Marktführers&#8221; nicht würdig waren.</p>
<p>Und weil diese Firma Millionenbeträge an Consultants bezahlt hatte, um durch mutmaßlich sinnfreie und bar jeden Branchenwissens veredelte Beratung in der Insolvenz zu landen, habe ich einen Tagessatz verlangt, der deutlich unter dem gewohnten Berater-Niveau lag und die Chance geboten hätte, binnen sieben Stunden einen Weltmarkt zu erfassen und die ganz besonderen Mentalitäten der Gartenbahn-Käufer, die nur seltenst Gartenzwerge besitzen, wenigstens ansatzweise verstehen zu lernen. Zumal denen der (einstige) Glanz der Marke Märklin keinen Cent wert ist. Auch wenn das schon vor zwei Jahren keine neue Erkenntnis war, als wohl Alix Partners unbedingt LGB haben wollte – vermutlich auf der Erkenntnis basierend, dass die Spur 1 und LGB dieselbe Spurweite haben und das wahnsinnige Synergieeffekte brächte. Consultants denken so schlicht und meist sehr eindimensional. Nicht nur in dieser Branche. Es gibt schon Verleger, denen Berater eingeredet haben, dass sie fast ohne Redakteure multimedial hochinnovative Produkte machen könnten, so mit Video, Podcasts, Social Media, Twitter und Facebook und Leser-Reportern, die immer tolle Handy-Fotos und -videos sofort ins Netz stellen. Das Geschäftsmodell ist dann, die Leser zielgenau nach ihren individuellen Interessen mit Hilfe von Google, Flash cookies und Pop-ups werbemäßig zuzudröhnen. Von Werbeblockern haben die Verlagsmanager und ihre dummen Werbekunden, die von Mediaagenturen und armseligen Social Media-Experten &#8220;beraten&#8221; werden, noch nie gehört. Eurozeichen im Auge machen blind. Aber das nur nebenbei.</p>
<p>Gehört habe ich von dem plötzlich so von mir begeisterten Manager seit Wochen nichts mehr, weil er möglicherweise andere Probleme hat. Dafür erreichte mich gestern eine Pressemitteilung von der PR-Agentur des Insolvenzverwalters und heute noch einmal von der Firma selbst. Der Inhalt hat sich inzwischen herumgesprochen und ist meines Erachtens so zu interpretieren: Die Kündigung durch Sanda Kan ist kein Problem, weil man schon vor einem Jahr nach neuen Lieferanten gesucht habe, aber nicht so recht welche finden konnte, obwohl man schon mit der Rückholung der Werkzeuge nach Göppingen und Ungarn begonnen habe, man aber auch mit chinesischen Zulieferern im Gespräch sei, wobei natürlich Göppingen und Ungarn von der Kündigung profitieren würden, weil dort niemand entlassen werden müsse und die Produktion von Sanda Kan nach Ungarn verlagert würde. Das Weihnachtsgeschäft sei nicht betroffen. Ich habe schon bessere Pressemitteilungen gelesen&#8230;</p>
<p>Kollegen haben herausgefunden, dass die &#8220;6 bis 7 Prozent des Märklin-Umsatzes&#8221; mit Sanda Kan nur ein Teil der Wahrheit sind und Märklin insgesamt etwa 25 Prozent des Umsatzes durch den sehr preiswerten Einkauf bei (weiteren) chinesischen Zulieferern generiert. LGB wird jedenfalls nach meinen Quellen nicht bei Sanda Kan produziert. &#8220;Made in China&#8221; passt großartig zu Märklin, wie jeder weiß.</p>
<p>Von Aristo-Craft erfuhr ich übrigens auf Nachfrage, dass die Großbahnmodelle auch in Zukunft bei Sanda Kan produziert werden. Inzwischen in einer Qualität, bei der sich LGB eine dicke Scheibe abschneiden könnte.</p>
<p>Wenn sich jetzt die von Sanda Kan Hinausgeworfenen um andere Lieferanten bemühen, dürfte es ein Hauen und Stechen geben. Denn auf kleine Mittelständler wartet man in China nicht gerade. Inzwischen fehlen dort nicht zuletzt wegen der Ein-Kind-Politik die jungen Arbeitskräfte, wie vorgestern in der International Herald Tribune zu lesen war. Selbst renommierte Fertigungsstätten für Modellautos arbeiten mit halber Besetzung, weil die Karawane der Arbeitskräfte nicht mehr kommt und in den neuen Fabriken in der Provinz, nah der Heimat, Arbeitsplätze findet.</p>
<p>Entgegen Ferpress-Gerüchten nicht auf dem Weg nach China seien jedenfalls die Marken Roco und Fleischmann, erzählte mir heute nach dem Lesen des letzten Beitrags Michael Prock, Pressesprecher der Modelleisenbahn GmbH, am Telefon. Das Gerücht sei blanker Unsinn. Entwickelt würde nach wie vor in Heilsbronn bei Nürnberg und Gloggnitz (Österreich) und produziert im neuerdings nach deutschen Qualitätsstandards zertifizierten Werk in Rumänien. Ich habe keinen Grund, diese seine Aussage anzuzweifeln. Auch wenn die übrige Politik dieses Unternehmens- und Kapitalgeflechts und die juristischen Winkelzüge mir nicht durchweg vertrauenerweckend scheinen und ich mit der Entwicklung von Roco und Fleischmann, vor allem preislich, nicht glücklich bin. Aber ich bin ja auch nicht verpflichtet, eine H0-Dampflok für über 300 Euro zu kaufen. Solche Preise sind bei den heutigen Nettoeinkommen einfach unvertretbar, erst recht bei der Montage in einem Billiglohnland und bei allem Verständnis für höhere Konstruktions- und Werkzeugkosten bei uns. Dass auch die meisten anderen Hersteller diese Prügel verdienen, macht die Sache nicht besser.</p>
<p>Als &#8220;exzellenter Kenner der Branche&#8221; hätte ich in Göppingen übrigens als erste Maßnahme empfohlen, die LGB-Preise radikal um 30 % zu senken. Als Konjunkturprogramm. Aber Wachstum, glauben unsere selbsternannten Eliten, gibt es ja nur bei steigenden Preisen und Steuern. Und auf dem eigenen Konto.</p>
<p>Ein Studium der Volks- oder Betriebswirtschaft, bei einzelnen Frauen auch der Physik, ersetzt leider oft den gesunden Menschenverstand. Und wenn der weg ist, ist er weg. So wie vielleicht ein Teil der Modellbahnindustrie, wenn Sankt Nikolaus das Totenglöckchen zwischen leeren Regalen läutet.</p>
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		<title>Die Modellbahnindustrie steht vor dem Kollaps</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/06/die-modellbahnindustrie-steht-vor-dem-kollaps/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 19:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Weil der chinesische Auftragsfertiger Sanda Kan den meisten Modellbahnfirmen gekündigt hat, steht die Modellbahnindustrie (Brawa, Brekina, Hornby, Märklin, Trix) vor dem Zusammenbruch. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Insider wussten es schon einige Tage. Eine amerikanische Zeitschrift,<a href="http://www.modelrailroadnews.com/channels/n-scale/single-article-page/interesting-times/6fa58324da.html"> Model Railroad News</a>, veröffentlichte gestern die Hiobsbotschaft. Da war auch heute in Deutschland kein Halten mehr, Ferpress zog heute Abend nach: Ein großer Teil der Modellbahnindustrie (nicht nur die europäische!) kämpft weltweit ums Überleben. Der Grund: <span style="color: #0000ff;"><strong>Einer der größten Modellbahnhersteller in China, Sanda Kan, hat die Auftragsfertigungsverträge gekündigt! </strong><span style="color: #000000;">Und das ist kein Gerücht. Die Information kommt direkt von diversen Modellbahnfirmen.</span></span></p>
<p>Ganz hart trifft es <strong>Brawa, Brekina, Hornby und Märklin mit Trix</strong>, die spätestens zum Jahresende, nach Abarbeitung laufender Aufträge, vor die Tür gesetzt wurden.</p>
<p>Aber auch die Gartenbahnbranche ist betroffen, denn auch Aristo-Craft und USA Trains lassen bei Sanda Kan fertigen. Ob auch Märklin noch LGB-Formen dort liegen hat, ist nicht bekannt, es kursieren die wildesten Gerüchte. Wo Accucraft, die in letzter Zeit nur noch sehr schleppend liefern, fertigen lässt, entzieht sich momentan meiner Kenntnis.</p>
<p><span style="color: #3366ff;">Piko dagegen hat mit seinem eigenen Werk in China gut lachen.</span> Wieder einmal hat sich Dr. Wilfer als schlauer Fuchs erwiesen.</p>
<p>Sanda Kan gehört seit 2008 zur chinesischen Kader Holding, die u. a. die Marken Bachmann, Liliput, Graham Farrish und Williams (letztere britische Marken) vertreibt. Kader hat mit der Auftragsfertigung von Modellbahnen 107 Mio. $ Umsatz gemacht und weitere 90 Mio. $ mit der sonstigen Spielzeugfertigung umgesetzt. Zuvor war Sanda Kan durch Qualitätsprobleme und mehrere Besitzerwechsel aufgefallen. Unter anderem war zuerst auch die Heuschrecke JP Morgan beteiligt und hatte wohl mit den üblichen Methoden aus Kreditaufnahme zu Lasten der Firma und Entlassungen die Firma zunächst in Lieferprobleme und die Insolvenz getrieben.</p>
<p>Für die Modellbahnindustrie, die einen Teil ihrer Fertigung (wie Märklin) oder die ganze Produktion (Brawa, Brekina) nach China ausgelagert hat, rächt sich das nun in existenzbedrohender Weise. Stark steigende Löhne, null Loyalität der Arbeiter (wen wundert&#8217;s), sogar vereinzelt Streiks gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, Qualitätsprobleme, Materialkostensteigerungen und die Aufwertung der chinesischen Währung erst vor wenigen Tagen machen der Branche immer mehr zu schaffen. Dazu kamen strukturbedingt die Probleme mit nicht verfügbaren Ersatzteilen. Wenn eine Produktion, die eine Mindestmenge erfordert, einmal läuft, ist sie nicht mehr aufzuhalten. Mängel müssen teuer im Zielland behoben werden. Das kennt man nicht nur aus China, sondern auch aus Slowenien. Selbst die Modellbahnpresse hat sich vor ein paar Monaten über Qualitätsmängel bei inzwischen großteils unverschämten Preisen beklagt. Kaufzurückhaltung ist die logische Folge. Ein Markt für Kinderspielzeug ist das schon lange nicht mehr, auch wenn es immer noch Firmenretter gibt, die solches glauben.</p>
<p>Dabei schien die Fertigung in China lange Zeit die Lösung überhaupt zu sein, denn die reinen Produktionskosten lagen und liegen immer noch in der Regel bei nicht einmal 10 Prozent des Ladenpreises in Deutschland. Was hier für 129 € über den Ladentisch geht, kostet im Einkauf 12 bis 13 €. Die Folge der ungehemmten Massenkonstruktion- und produktion war eine Überschwemmung des Markts. Wer gut bezahlte, bekam gute oder sogar hervorragende Qualität. Billigproduktion erzeugte, wie bei LGB-Modellen sichtbar, mittelprächtige Qualität – die hierzulande trotzdem zu gewohnt hohen Preisen wie aus deutscher Fertigung verkauft wurden. Auch Märklin verdarb sich seinen Ruf durch die teilweise China-Produktion.</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Nun steht die Branche mit dem Rücken zur Wand</span></strong> und suchte letzte Woche bereits heftigst nach neuen Produktionsfirmen in China. Das Bild, das einige Klitschen abgegeben haben sollen, ist erschütternd. Und gerade die kleinen, aber sehr feinen Serien der Modellbahnindustrie erfordern mehr spezifisches Know-how und Präzision als die Montage billiger Elektronikspielzeuge.</p>
<p>Die Dummen sind nicht nur die Kunden, die – zumindest im Gartenbahnbereich – seit eineinhalb Jahren kaum noch neue Ware geliefert bekommen. Nicht zuletzt, weil Märklin LGB nicht ans Laufen bekommt, was angesichts der internen Umstände nicht verwundert. Die Dummen sind vor allem die Händler, denen Umsatz fehlt und von denen einige den Laden für immer geschlossen haben. Ganz besonders dumm da stehen die vermeintlichen Hersteller, die eigentlich nur Modellbahnvertriebsfirmen sind. Sie haben nur noch mit einzelnen Konstrukteuren Modelle für die Produktion vorbereitet oder gleich ganz mit einem Bündel Zeichnungen chinesische Konstrukteure beauftragt – mit all den Unwägbarkeiten, dass dann schon mal ein Radstern sich nach innen verjüngt, weil die Chinesen nun mal kein Wissen über unsere Bahnen haben oder amerikanische Beschriftungen grotesk falsch abtippen. Modellbahnen und Modellautos können heute fast nur noch, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, chinesische Firmen herstellen. Denn die deutsche Modellbahnindustrie hat ihr Know-how in Formenbau und Produktion verloren. So schaufelte sie ihr eigenes Grab.</p>
<p>Roco war ja bereits so ungeschickt, seine gute österreichische Produktion nach Slowenien und dann Rumänien auszulagern. Mit sichtbaren Folgen für die Qualität. Seitdem Fleischmann von Roco gemanagt wird, ist auch diese Marke am Verglühen. Ferpress weiß von Gerüchten, dass China künftig diese Marken produzieren könnte, zusammen mit der antiquierten, aber immer noch großen US-Marke Lionel, die Billigspielzeug zu horrenden Preisen anbietet, und Atlas, einer amerikanischen Modellbahnmarke. Das soll Sanda Kan, zusammen mit den eigenen Marken rund um Bachmann, angeblich gut auslasten. 20 der bisher 80 Kunden sollen für profitable Umsätze sorgen. Sanda Kan hatte sich schon bisher geweigert, Modelle unter bestimmten vierstelligen Stückzahlen zu produzieren, weil es sich nicht lohnte.</p>
<p>Die Modellbahnindustrie steht nun am Scheideweg: Will sie mit Qualität und den gewohnt (zu) hohen Preisen weitermachen – dann muss sie wieder Know-how in Deutschland oder zumindest Europa aufbauen. Denn entgegen allen Gerüchten lassen sich auch hier Modellbahnen produzieren und vor allem schnell reagieren, wenn sich Modelle als Renner erweisen. Oder sie bleibt in China, produziert Massenware in geringer Auswahl und mit null Service wie schon von amerikanischen Fabrikaten bekannt und geht allmählich unter, weil Qualität, Profit und Preise nicht mehr stimmen.</p>
<p>Wer jetzt schnell handelt und in Europa Know-how und die Fertigung reaktiviert, könnte noch Chancen haben. China bietet als Produktionsstandort für die relativ kleinen Modellbahn-Stückzahlen keine Perspektive mehr.</p>
<p>Jetzt geht es ums nackte Überleben. Gier und unternehmerische Kurzsichtigkeit rächen sich. Die Modellbahnindustrie steht vor dem Kollaps.</p>
<p><strong>Nachtrag 23.6.10:</strong> Die kanadische <a href="http://www.rapidotrains.com/">Rapido Trains</a> hat heute Nacht in einer <a href="http://www.rapidotrains.com/telegraph_currrent.html">Kunden-Rundmail</a> über die Pläne von Sanda Kan berichtet und verweist darauf, nicht betroffen zu sein, weil die Firma eine eigene Produktion in China hat. Die Fotos zeigen eine bessere Hinterhofwerkstatt. Eine Fertigung in Kanada sei wegen der hohen Investitionskosten für eine kleine Firma nicht finanzierbar. Wegen der Lohnerhöhung um 21 % in China werden Preiserhöhungen angekündigt. Rapido Trains macht zwar hochdetaillierte Ware auf Brawa-Niveau zu ähnlich hohen Preisen. Ob das das richtige Signal ist, bezweifle ich. Die Modellbahnindustrie hat den Wahlschalter auf <span style="color: #ff0000;">Selbstzerstörung</span> gedreht.</p>
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		<title>Bachmann-Forney in der Sonntagszeitung und ein Gartenbahn-Video</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 16:55:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Aristo-Craft]]></category>
		<category><![CDATA[Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Kadee]]></category>
		<category><![CDATA[USA Trains]]></category>

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		<description><![CDATA[Neues zu Gartenbahnen, USA-Trains, Bachmann und Kadee]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird an diesen verregnet grauen oder sogar verschneiten Tagen Zeit, den Gartenbahnern zwei Pralinen zu schenken. Die erste gleich, die zweite am Sonntag.</p>
<p>Nicht alle amerikanischen Gartenbahner haben einen so riesigen Garten und das nötige Geld. Und keiner, außer einem Mann aus Washington State mit Waldgrundstück, dessen Name mir gerade nicht einfällt, dürfte je so einen langen Gartenbahnzug gefahren haben. Jedenfalls nicht hinter einer einzigen Lok.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/QhQMqKl38wU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/QhQMqKl38wU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Ein Big Boy von <a href="http://usatrains.com/usatrainsbigboy.html">USA Trains</a> im Maßstab 1:29, 145 cm lang und 51 kg schwer, komplett aus Metall und nur von zwei Elektromotoren angetrieben, schleppt hier 152 vierachsige Güterwagen mit einem Gewicht von rund 200 Kilogramm! Auf der Strecke, die eine gigantische Länge haben muss, bewältigt die Lok in einer großen Kurve sogar spielend eine 2,35-prozentige Rampe. Das geht natürlich nur mit den eingebauten Kugellagern und der Umrüstung auf <a href="http://www.kadee.com/htmbord/Gplc.htm">Kadee-Kupplungen</a> (siehe auch meinen Beitrag im <a href="http://gartenbahnprofi.de/16155/home.html">Gartenbahn profi</a>), die an den Rahmen der Wagen montiert sind (&#8220;body mounts&#8221;). Die <a href="http://www.charlesro.com/store/merchant.mvc?Screen=CTGY&amp;Store_Code=CRSC&amp;Category_Code=GRSLBB">Lok</a> kostet 3600 Dollar oder <a href="http://www.rd-hobby.de/shopping/catalog.php?id=418">3700 Euro</a>, der Zug rund 9000 Dollar – falls Sie&#8217;s nachmachen wollen. Sie sollten dann aber 5-Meter-Radien im Garten haben.</p>
<p>Keine Eisenbahn, außer dem Original, das dann als zwei Kilometer langer Zug vorbeirollen würde, kann so eine Faszination bieten wie die Gartenbahn. Denn hier werden erhebliche Massen bewegt und nicht nur eine Handvoll Plastik.</p>
<p>Am Sonntag erscheint meine Besprechung der Forney-Dampflok von Bachmann Spectrum in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, mit kritischen Anmerkungen zur sich selbst zerstörenden Modellbahnbranche und vielen Fotos. Außer diesem, das die Lok von der Seite zeigt. Als Aufmacherbild hätte ich es schöner gefunden.</p>
<div id="attachment_4125" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/05/P4176151.jpg"><img class="size-full wp-image-4125" title="Foto: Friedhelm Weidelich" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/05/P4176151.jpg" alt="" width="640" height="388" /></a><p class="wp-caption-text">Bei Sonne macht die Gartenbahn am meisten Spaß (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
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		<title>Wie sich die Modellbahnbranche selbst schädigt</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 19:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischmann]]></category>
		<category><![CDATA[LGB]]></category>
		<category><![CDATA[Märklin]]></category>
		<category><![CDATA[Roco]]></category>

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		<description><![CDATA[Modellbahnen sind zu teuer für Kunden, deren Kaufkraft seit Jahren sinkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Spielwarenmesse rückt näher, die Neuheitenlisten und -kataloge fast aller Hersteller sind bekannt. Ich sehe die üblichen Materialschlachten, die 180-seitigen Neuheitenprospekte, dieses ewige „Viel hilft viel“ und die ebenso üblichen satten Preissteigerungen. Märklin und LGB langen wieder besonders heftig zu, und die Preise der Personenwagen bei Roco – aus längst abgeschriebenen Formen – haben sich in 20 bis 25 Jahren verdreifacht. Und das, obwohl längst nicht mehr in Österreich, sondern in Billiglohnländern (Ungarn, Slowenien, Rumänien, China) produziert wird und die Kaufkraft in Deutschland wegen minimaler Lohnerhöhungen, Steuerprogression, Weihnachtsgeld- und Urlaubsgeldstreichungen seit Jahren stagniert.</p>
<p>Ich kaufe seit 40 Jahren (in den letzten Jahren kaum noch) Modellbahnartikel. Ich habe noch kein einziges Jahr erlebt, in dem die Preise stabil blieben oder gesunken sind. Wenn jährlich zum 1.2. frech 5 bis 7 %, manchmal auch mehr, aufgeschlagen werden, kann das nichts mit gestiegenen Löhnen und Materialkosten zu tun haben. Nein, die Branche macht sich nicht einmal die Mühe, irgendeinen Grund für höhere Preise anzugeben!</p>
<p>Die Modellbahnbranche, soviel ist sicher, hat aus der Krise nichts gelernt. Während Modellbahnhändler aufgeben und ihre Läden schließen, Sammlungen aus allen Nähten platzen, die Nachlässe mit oft neuwertigem Material bei eBay billig zu haben sind, tun die Modellbahnhersteller so, als ob nichts gewesen wäre: Keine Insolvenz von LGB (es waren sogar zwei), keine Insolvenz von Märklin und Faller, keine Schwierigkeiten bei Roco, Fleischmann, Trix, Kibri und Herpa.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wer heute 369 bis 480 Euro für eine H0-Dampflok verlangt, hat schlichtweg den Verstand verloren.</span> 50 bis 80 Euro kostet ein schlichter Personenwagen in H0. Märklin-LGB erdreistet sich, für US-Schnellzugwagen aus abgeschriebenen Formen 350 Euro zu verlangen, 600 Euro für ein plumpes Diesellok-Spielzeug, made in China oder Hungary. Die amerikanische Konkurrenz USA-Trains verlangt für wesentliche bessere Modelle, made in China, gerade mal ein Drittel des Preises. Und macht dabei auch Gewinn, wenn auch vielleicht einen etwas bescheideneren.</p>
<p>Ich mag mich jetzt nicht über Geschäftsführer ohne Kommunikationstalent und Neuheitenblatt auslassen, über &#8220;professionelle&#8221; Investoren mit der Gier nach scheinbar großen Marken und fetten Renditen, sogenannte Consultants ohne Kenntnisse der Modellbaubranche, junge BWL-Karrieristen und Insolvenzverwalter (es gibt auch gute) schimpfen. Das kann Werner Killersreiter, der zwei Jahrzehnte mit Modellbausätzen gehandelt hat, viel besser. Nehmen Sie sich die Zeit für den <a href="http://www.sammlervz.net/nwsIndex.php?action=NwsView&amp;nId=2755&amp;PHPSESSID=ab2d36d08636d3b933a0da172e2f5dab">langen Beitrag</a>, dem ich in nahezu allen Punkten zustimmen muss.</p>
<p>Die Zeit ist mir zu schade, um die Filetierung Fleischmanns durch die Modelleisenbahn-Holding zu kommentieren. Was dort abläuft, bedeutet den Tod der Marke. Der scheint gewollt zu sein. Dummheit im Umgang mit einer (weiteren) Traditionsmarke und <span style="color: #ff0000;">V</span><span style="color: #ff0000;">erarschung der treuen Kunden</span>.</p>
<p>Die Modellbahnbranche steht mit ihrer Hochpreispolitik am Abgrund und wird auf der Spielwarenmesse ab Donnerstag wieder das selbe Programm abspulen wie seit 40 Jahren: Noch mehr Neuheiten, noch höhere Preise, noch kleinere Serien und so dicke Kataloge wie in den Jahren zuvor und wieder keine Anstrengungen, Kinder mit <span style="color: #ff0000;">bezahlbaren</span> <span style="color: #ff0000;"><strong><span style="text-decoration: underline;">aktuellen</span> Modellen <span style="font-weight: normal;"><span style="color: #000000;">zu locken</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: normal;"><span style="color: #000000;">, </span></span><span style="font-weight: normal;">welche die potenziellen kleinen Kunden aus eigener Anschauung kennen.</span></span></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Wer jetzt nicht Sortimente abspeckt, die Neuheitenzahl begrenzt, Innovationen und Standards schafft und Preise senkt, wird die Quittung vom Käufer bekommen.<span style="color: #000000;"> Käuferstreik.</span></strong></span></p>
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		<title>Super – Märklin schafft den Neuanfang mit LGB</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/01/super-%e2%80%93-marklin-schafft-den-neuanfang-mit-lgb/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 21:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[LGB]]></category>
		<category><![CDATA[Märklin]]></category>

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		<description><![CDATA[LGB bringt 2010 23 Neuheiten für die Gartenbahn]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich — die Zeit des Wartens hat ein Ende. LGB-Freunde erfuhren schon vor der Spielwarenmesse, worauf sie sich dieses Jahr freuen können. Mit 23 Neuheiten schafft die Gartenbahnmarke in Märklin-Hand einen gelungenen Neuanfang. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Doch auch die noch nicht bekannten Neuheiten haben es in sich. Ich untertreibe nicht.</p>
<p>Amerika steht wieder im Fokus, und die LGB-Freunde werden sich über eine – man kann es nicht anders sagen – kleine Sensation freuen: Zum ersten Mal kommt die berühmte Güterzug-Diesellok der Santa Fe mit dem blue-bonnet-Wappen! Zusammen kosten A- und B-Unit nur rund 1200 €. Ein Super-Angebot, weil in der B-Unit ein kräftiger Soundbaustein eingebaut ist, von dem auch Ihre Nachbarn sicherlich beeindruckt sein werden. Nimmt man die knuddelige zweite Einheit vom Gleis, sagt der Sounddekoder bei Schrägstellung &#8220;daddy, I love you!&#8221;. Das ist besonders wichtig für die Kundenbindung in Nordamerika – einem nun mehrere Jahre vernachlässigten Markt. Kippt die Lok bei einer Entgleisung auf die Seite, ruft sie &#8220;help!&#8221; und betätigt 21 Mal das Horn (abstellbar). Innovativ! Leider war kein Platz mehr für Motoren, aber auf die  kann der platzbeschränkte LGB-Freund bestimmt gut verzichten, denn die Zugkraft der Vorderlok ist mehr als ausreichend. Wer dazu die neu aufgelegten Streamliner-Hänger für günstige 350 € pro Stück erwirbt, erhält schon für wenige tausend Euro einen wunderschönen Zug. Das Blaue Band der Schiene für den Garten, wenn man so will.</p>
<p>Für die vielen Fans der Rhätischen Bahn haben LGB und Märklin ganz tief in die Trickkiste gegriffen. Erstmals unlimitiert gibt es das berühmte Krokodil in grüner Lackierung. Das ist zwar nicht ganz vorbildgerecht, eröffnet Bastlern aber ganz neue Dimensionen bei der Verfeinerung und Umgestaltung. Fügt man zwei Vorlaufachsen hinzu, wird daraus eine Ce 6/8 der SBB, was ganz besonders Gartenbahner in der Schweiz erfreuen wird. Das LGB-Krokodil steht nun endlich ebenbürtig in der langen Tradition von Märklin, wo das beliebte Schweizer Krokodil in unzähligen Varianten immer neue Kaufimpulse ausgelöst hat. Gelegentlich zu hörende Klagen, Märklin hätte an Biss verloren und sei sprunghaft und leicht wie eine  Heuschrecke geworden, entbehren jeder Grundlage und können nur von neidischen Konkurrenten stammen.</p>
<p>Qualität ist teuer, und deshalb hat sich LGB für die Harzdampflok mit der Nummer 99 7245, die dank eines kostbaren Soundbausteins den mehrstufigen Auspuffschlag gewohnt souverän nachbildet, ein neues Finanzierungskonzept ausgedacht. Im vorab geführten exklusiven Hintergrundgespräch mit den kreativen Marketingfachleuten von Märklin wurde zwar verstohlen zugegeben, sich ein wenig in der Mobilfunkbranche umgeschaut zu haben. Doch das Konzept überzeugt auf der ganzen Linie. In der Prepaid-Variante wird die Lok klassisch vorausbezahlt und kostet 1732 €. Geld, das gut angelegt ist, denn wie alle LGB-Loks ist dieser Harz-Dampfer nicht kaputt zu kriegen.</p>
<p>Die Vertragsvariante wäre gerade für LGB-Freunde mit kleinerem Geldbeutel ideal, könnten sie sich doch auf diese Art einen Traum erfüllen. Für eine Rate von nur 99 Euro im Monat gehört die Lok schon nach 24 Monaten Ihnen! Das ist nur durch die enge Zusammenarbeit mit der Hypo Alpe Adria in Klagenfurt möglich, die für ihre ausgeklügelten Finanzierungskonzepte bekannt ist. Nun warten wir gespannt auf die Bekanntgabe dieser Pläne auf der Spielwarenmesse – falls sie in letzter Minute nicht verschoben werden.</p>
<p>Insider haben mir ein Papier zugespielt. Möglicherweise ist noch eine dritte Variante im Gespräch, die LGB in der Modellbahnbranche zum ersten Mal erproben könnte.<span style="color: #ff0000;"> Das wäre n</span><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #ff0000;">i</span>cht nur eine Sensation, eher eine Revolution! </span>Digitale Hochleistungsdekoder und ein Kartenlesegerät an der Unterseite der Lok arbeiten in derart raffinierter Weise zusammen, dass LGB mit Recht und Stolz von einer Weltneuheit sprechen könnte. Denn erstmals würde dann auf Gartenbahnen, ja Modellbahnen überhaupt, „pay per drive“ realisiert, das Bezahlen pro Runde!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das könnte so gehen: Eine mit mindestens 200 € aufgeladene <span style="color: #ff0000;"><strong>L</strong></span><span style="color: #ff0000;"><strong>GB-Pay&amp;Drive-Card</strong></span> (Aufladen soll an jedem Geldautomaten gehen) wird einfach zwischen den Schienen befestigt, ein Gleisstück mit Kartenhalter (ca. 24,95 €) soll in Vorbereitung sein. Die Lok misst dank des Dekoders die zurückgelegte Strecke und bucht die Fahrtkosten beim Überfahren der Karte berührungslos ab. An die Handhabung von Pendelzügen, die Schwaben sicher kurz vor der Karte wenden lassen, wurde aber wohl noch nicht gedacht.</p>
<p>Die genauen Preise müssen bis zur Spielwarenmesse noch diskutiert werden. Analog zur Mobilfunkindustrie wird aber wohl daran gedacht, pro Meter günstige 49 Cent abzubuchen, wobei angefangene Meter wie ganze Meter zählen. Weichen werden extra berechnet. R1-Weichen sind wegen des hohen Verschleiß mit 99 Cent recht teuer, R3-Weichen kosten 39 Cent, andere Weichen, auch von anderen Herstellern, werden wegen des geringeren Abnutzungseffekts mit 19 Cent berechnet. Im Rangiermodus wären pro Stunde 8,99 € fällig, darin sollen gerüchteweise aber 10 Weichen enthalten sein. Jede weitere Weichenüberfahrt soll leider 1,29 € kosten. Kein Nachteil, denn LGB achtet im Sinne der Gartenbahner gewissermaßen darauf, dass beim Rangieren nicht übertrieben wird.</p>
<p>Um Mißbrauch zu vermeiden, kann die Lok nur gestartet werden, wenn eine Tagespauschale von 9,99 € von der Karte abgebucht wurde. Etwas unpraktisch dürfte sein, dass man die Lok dazu wohl umdrehen muss, um die Karte über das Lesegerät zu halten. Karte und Lok (SIM-Lock) sind eine Einheit. Die Lok, und das ist ein Wermutstropfen, wird erst für andere Nutzer freigeschaltet, wenn sie insgesamt 2199 € von der Karte abgebucht hat. Wer nicht so viel fährt, kann die Lok aber auch für 999 € teilkaufen und den Restbetrag gewissermaßen „erfahren“. Für viele Harzbahnfreunde sicher die bessere Lösung – wenn sie denn wirklich angeboten wird.</p>
<p>Gegenüber diesen revolutionären Entwicklungen, mit denen keiner mehr gerechnet hat, fallen die anderen LGB-Neuheiten naturgemäß etwas ab. Details finden Sie direkt bei <a href="http://www.lgb.de">LGB</a>.</p>
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		<title>Weihnachtsgeschenk für Gartenbahner</title>
		<link>http://railomotive.com/2009/12/weihnachtsgeschenk-fur-gartenbahner/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 18:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[D&RGW]]></category>
		<category><![CDATA[LGB]]></category>
		<category><![CDATA[Piko]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gartenbahn Profi-Spezial 2 ist erschienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2507" class="wp-caption aligncenter" style="width: 748px"><img class="size-full wp-image-2507  " title="Foto: Friedhelm Weidelich" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/P9237328.jpg" alt="Ausschnitt aus einer Eigenbau-Gartenbahnanlage. Auch Lok und Wagen sind selbst gebaut.  (Fotos: Weidelich) " width="738" height="553" /><p class="wp-caption-text">Ungewöhnlicher Blick auf eine Eigenbau-Gartenbahnanlage im Maßstab 1:22,5. (Foto: Friedhelm Weidelich) </p></div>
<p>Manchmal beschäftige ich mich auch mit Eisenbahn-Modellen. Je präziser sie sind, um so besser gefallen sie mir. Denn Modelle sind kein Spielzeug, sondern verkleinerte Abbilder der Vorbilder.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2509" title="PC161169" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/PC161169.jpg" alt="PC161169" width="332" height="448" />Im Herbst fotografierte ich die Anlage eines Rio-Grande-Begeisterten für den Gartenbahn Profi, siehe auch <a title="Fotos aus Colorado" href="http://www.railomotive.com/?p=1022">hier</a>. Sie ist nun auf 14 Seiten im Sonderheft <a title="Gartenbahn Profi Spezial 2" href="http://gartenbahnprofi.de/184406/home.html">&#8220;Traum-Anlagen 2&#8243; </a>zu sehen und beschrieben. Sensationeller Modellbau! Und Fotos, wie man sie nicht alle Tage sieht. So wie das obere Bild.</p>
<p>Aber auch die übrigen Beiträge und Fotos von anderen Autoren und Fotografen können sich sehen lassen. Durch&#8217;s Maintal geht es mit den üblichen LGB- und Piko-Zügen, vorbei an selbstgebauten Gebäuden. Nachtaufnahmen einer in Sachsen angesiedelten Gartenbahn machen deutlich, dass die Outdoor-Eisenbahn zu jeder Tages- und Nachtzeit ihre Wirkung entfaltet. Wie auch die unglaublich detaillierte Anlage von Peter Wanke, die die Rhätische Bahn als Vorbild hat. Zum Schluss ist die weiter gewachsene Riesen-Gartenbahn auf Vancouver Island/Kanada zu sehen, die ich in ihren Anfängen 2004 fotografiert für den Gartenbahn Profi fotografiert habe. Sie versucht, die Rhätische Bahn, die White Pass &amp; Yukon und ein wenig Waldbahn zu integrieren.</p>
<p>Das 100 Seiten starke Heft ist werbefrei und für 17 Euro beim Verlag, im Bahnhofsbuchhandel und im ausgewählten Zeitschriftenhandel zu haben.</p>
<p>Gartenbahner (Stichwort: LGB), aber auch Gartenliebhaber mit einer latenten Schwäche für eine große Modellbahn, wird das Heft große Freude bereiten.</p>
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		<title>Männerspielzeug und leicht bittere vorweihnachtliche Betrachtungen zur Modellbahnbranche</title>
		<link>http://railomotive.com/2009/12/mannerspielzeug-und-vorweihnachtliche-betrachtungen-zur-modellbahnbranche/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 11:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Auhagen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die VDI-Nachrichten zeigen Modellbahnen: Männer-Spielzeug en miniature]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2285" class="wp-caption alignright" style="width: 460px"><img class="size-medium wp-image-2285" title="PB210214" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/PB210214-450x600.jpg" alt="Ein skeptischer Blick in die Zukunft  (Foto: Weidelich)" width="450" height="600" /><p class="wp-caption-text">Ein skeptischer Blick in die Zukunft  (Foto: Weidelich)</p></div>
<p>Die Insolvenz von Märklin machte das Thema Modelleisenbahn, das sonst nur vor Weihnachten und zur Spielwarenmesse eine Chance hat, durch eine Flut von Beiträgen in Print und Fernsehen dieses Jahr über Wochen populär. Ich habe gestaunt, dass sich auch viele Redakteure dazu bekannt haben, einmal eine &#8220;Märklin&#8221; gehabt zu haben und dieser einst glänzenden Marke große Sympathie entgegenbrachten.</p>
<p>Die Traditionsmarke Märklin zog die ganze, ziemlich behäbige und marketingmäßig sehr traditionelle Modellbahnindustrie mit und brachte sie dank ihres gut vernetzten Pressesprechers Roland Gaugele immer wieder in hochkarätige Zeitungen und Zeitschriften. Denn von den Fans allein kann die Branche nicht mehr leben. Gaugele, nebenbei auch der allwissende Know-how-Träger und Historiker bei Märklin, wurde von Insolvenzverwalter Pluta frühzeitig entlassen. Das war weder klug noch sinnvoll. Denn nun dümpelt Märklin unvernetzt mit – nach meiner Erfahrung – Null-Kommunikation und schlechten Pressefotos vor sich hin und feiert sich zum 150. Jubiläum wenigstens ein wenig, um das fahle Gesicht zu wahren. Spätestens im Februar, zur Spiekwarenmesse, könnte Märklin endgültig Kader, einem anglo-chinesischen Konzern und mit seiner Tochter Sanda Kan Lieferant unzähliger Modellbahnmarken, in die Hände fallen. Das wäre in wenigen Jahren der Tod der Marke, denn Hochpreisartikel wie die von Märklin, die immer noch mit deutscher Qualitätsarbeit verbunden werden, darf man nicht billig in China und Ungarn produzieren, obwohl es Märklin schon länger tut. Die S-Klasse, für die sich Märklin einmal halten durfte, wird ja auch nicht in Indien montiert und hier teuer verkauft.</p>
<p>China produziert, wenn man rigide kontrolliert, durchaus Qualitätsmodelle. Doch wenn man Mentalitätsunterschiede, hohe Flugkosten, lange Lieferzeiten, mangelnde Reaktionsfähigkeit bei wechselnder Nachfrage, Vorausbezahlung, Montage- und Entwicklungsfehler, den ungewollten, aber zwangsläufigen Know-how-Verlust und Kommunikationsprobleme einkalkuliert, kann eine Fertigung in China nicht wirklich billiger sein. Andere Branchen haben das gemerkt und ihre Entwicklung und Produktion wieder nach Deutschland verlagert. Kurze Wege und kalkulierbare, gut geschulte motivierte Mitarbeiter zahlen sich eben langfristig doch aus. Und schließlich kann nur jemand, der in Deutschland ein Einkommen hat, es hier auch wieder ausgeben – ab und zu sogar für Modellbahnen.</p>
<p>Die neoliberalen Einpeitscher, von Schröder bis zu selbst ernannten Wirtschafts-&#8221;Weisen&#8221;, kennen aber nur eine Kausalkette: Kosten runter, dann steigt die Rendite. Die Arbeitslosen füttert der Staat durch und die Banken verdienen mit Krediten an den Staat. Shareholder value für Aktionäre. Dass die gar nicht dummen Konsumenten ihren Gürtel wohl oder übel enger schnallen und weniger konsumieren oder aus Vernunft vorsorgen und sparen, begreifen hochbezahlte Consultants nicht. &#8220;Angstsparer&#8221; seien die Bürger, die von Politikern und Medien nur noch als &#8220;Menschen&#8221; (als nervige Ergänzung zu Kapital, Material und politischer Macht) bezeichnet werden. Gesunder Menschenverstand ist nicht das Metier der Berater und offensichtlich ein Ausschlusskriterium in einer weit überschätzten Kaste, die primär sich selbst und sekundär ihre Kunden ganz nach Prognosewunsch bedient.</p>
<p>Wir müssen weiter abwarten, wer Märklin übernimmt. Allzu groß dürfte nach den Andeutungen von Insolvenzverwalter Pluta und den von 100 Millionen auf 60 bis 70 Millionen Euro gesenkten Anforderungen an den Geldbeutel eines künftigen Investors der Andrang nicht sein. Er kann auch gar nicht anders, als positive Stimmung zu verbreiten. Wenigstens ist ihm wohl zu verdanken, dass die Spy-Tec-Spielzeuge, die überhaupt nicht zur Marke Märklin passten, abgeschafft wurden. Hoffentlich fällt auch noch das im Handstreich eingeführte Militärspielzeug 4MFOR aus dem Programm, denn die Märklins hatten sich nach dem 2. Weltkrieg geschworen, nie wieder Kriegsspielzeug herzustellen.</p>
<p>Die Unsicherheit, ob die von Märklin übernommene und nie auch nur ansatzweise integrierte Marke LGB je wieder erwachen wird, hat sich in Resignation bei den Fans verwandelt. Ihnen wird nun auch noch der &#8220;Wachtturm&#8221; der überzeugten, fast schon religiös markengläubigen Lehmann-Großbahner-Gemeinde genommen: die LGB-Depesche. Nur ein paar Seiten im Märklin-Magazin sollen den Gartenbahnmodellen künftig gewidmet werden. Das ist, als ob man Porsche- oder Bugatti-Fahrer in der Markenvielfalt der Volkswagen AG mit zwei, drei Seiten in der VW- und Audi-Zeitschrift Gute Fahrt (die gibt&#8217;s tatsächlich noch!) abspeist. Herrenfahrer bleiben gern unter sich, LGB-Bahner auch.</p>
<p>Aber so stellen sich branchenfremde Marketingtechnologen wohl die effiziente Bedienung völlig unterschiedlicher Märkte vor. Nichts über die besondere Mentalität der LGB-Gemeinde zu wissen, ist für die dahinvegetierende Marke tödlich. Das Geschäft macht derweil Piko. Und wer das von Lehmann erfundene spielzeughafte Maßstabsgemisch auf 45-mm-Gleisen, das Piko weiter pflegt, nicht mag, ist inzwischen zu den Amerikanern oder Kleinserienherstellern abgewandert oder baut seine Modelle selbst. Ganz frustrierte LGB-Fans verkauften ihre Sammlungen komplett.</p>
<p><strong>Wenn langjähriges Marketingversagen und Rezession zusammenkommen, leidet ein Luxusartikel wie die Modellbahn.</strong> Händler, Mitarbeiter und Kunden leiden mit. Und die Entscheider, beratungsresistent, schauen nur auf Zahlen und kennen die Mentalität ihrer Kunden nicht.</p>
<div id="attachment_2275" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><img class="size-full wp-image-2275" title="V900001" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/V9000011.jpg" alt="Das KM1-Modell der V90 ist ein Juwel für anspruchsvolle Modellbahner (Foto: KM1 Modellbau)" width="800" height="555" /><p class="wp-caption-text">Das KM1-Modell der V90 ist ein Juwel für anspruchsvolle Modellbahner (Foto: KM1 Modellbau)</p></div>
<p>Geschenkt. Vor Weihnachten wollte ich den Zeitpunkt nutzen, um wieder etwas für die Modellbahnbranche zu tun. Immerhin hat <a href="http://maerklin.de/de/">Märklin</a> auf meine zweite Anfrage geantwortet, auf Anhieb lieferten auch die ebenfalls insolvente Firma <a href="http://faller.de">Faller</a> sowie <a href="http://piko.de/d/">Piko</a>, <a href="http://www.liliput.de/">Liliput</a>, KM1 und <a href="http://www.auhagen.de/inhalt/cms/front_content.php">Auhagen</a> bereitwillig Pressefotos – ganz im Gegensatz zu einer nach Österreich verfrachteten Traditionsfirma und einer kleinen Modellbahn-&#8221;Schmiede&#8221;, die sich trotz 20-jähriger Bekanntschaft nicht gerührt hat.</p>
<p>Das Ergebnis sehen Sie heute als <span style="color: #ff0000;">Vorweihnachtsseite in den VDI-Nachrichten:</span> <span style="color: #ff0000;">Männerspielzeug en miniature.</span> Und weil die traumhaft schöne V 90 von <a href="http://www.km-1.de/">KM1 Modellbau</a> einem Weihnachtsschmuckfoto von Piko weichen musste, zeige ich das Foto hier. Spur 1, Maßstab 1:32, knapp 2000 Euro. Vielleicht wollen Sie ja noch Ihr Weihnachtsgeld sicher anlegen. Solche Kleinserienmodelle verlieren ihren Wert selten. <img src='http://railomotive.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und weil vor Weihnachten Modellbahnthemen am ehesten in großen Zeitungen Platz finden, sollten Sie sich am kommenden Sonntag die <span style="color: #ff0000;">Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung </span>kaufen. Dort stelle ich, mit etwas geschichtlichem Hintergrund, den D&amp;RGW-Caboose von Bachmann im Maßstab 1:20,3 vor.</p>
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		<title>Meine Beiträge in den Medien: Gartenbahn Profi</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 12:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Nordamerika]]></category>
		<category><![CDATA[D&RGW]]></category>

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		<description><![CDATA[Beiträge von Friedhelm Weidelich im Gartenbahn Profi: Bachmann Caboose und Aristo-Craft Revolution]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1330" class="wp-caption alignright" style="width: 430px"><img class="size-medium wp-image-1330 " title="P9207208" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/10/P9207208-600x450.jpg" alt="Die Inneneinrichtung des Caboose ist unübertroffen (Foto: Weidelich)" width="420" height="315" /><p class="wp-caption-text">Die Inneneinrichtung des Bachmann-Caboose ist unübertroffen (Foto: Weidelich)</p></div>
<p>Bekanntlich kann ich auch anders <img src='http://railomotive.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> . Heute erschienen zwei Beiträge von mir im <a href="http://gartenbahnprofi.de/">Gartenbahn Profi</a> 6/2009:</p>
<ul>
<li>ein Test der zum Teil hervorragenden D&amp;RGW-Cabooses (amerikanischer Güterzugbegleitwagen) im Maßstab 1:20,3 von Bachmann, die eine einzigartige Inneneinrichtung mit imitierten Petroleumlampen und ledernen Sofas und Sitzen haben, aber auch leider mit etlichen vermeidbaren Fehlern wie falschen Schlusslichtern und falscher Beschriftung geliefert werden. Nicht weiter ungewöhnlich bei einem in China entwickelten und produzierten Modell&#8230;</li>
<li>und ein Test des nicht zu Ende gedachten digitalen Funk-Fernsteuerungssystems Aristo-Craft Train Engineer Revolution.</li>
</ul>
<p>Abonnenten haben das Heft heute im Briefkasten, am Kiosk dürfte es Anfang nächster Woche zu haben sein.</p>
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