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	<title>Railomotive &#187; Marketing</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Ostseeland Verkehr führt betreutes Fahren ein</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 15:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) startete heute ihr Themenjahr „Betreutes Fahren“ und erweitert ihren Service für das barrierefreie Bahnfahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10358" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/03/Foto-Alterssimulation-1k.jpg"><img class="size-full wp-image-10358" title="Foto-Alterssimulation-1k" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/03/Foto-Alterssimulation-1k.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Alterssimulation: Kragen, Brille, Gehörschutz und Manschetten, die schwer bewegliche Gelenke simulieren, machen die Beschwerlichkeiten des Alters erfahrbar. Fotos: Markus Bachmann/OLA</p></div>
<p>Die Alterspyramide steht Kopf, der <a href="http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61541/altersstruktur">Anteil der über 60-Jährigen</a> in Deutschland bewegt sich zügig in Richtung 30 Prozent. Das sind heute hochmobile Menschen, mich wachem Verstand. Aber während ein Teil körperlich fit bis in die 80 bleibt – auch wenn die Kräfte und Beweglichkeit nachlassen –, sind andere auf ein Gehwägelchen angewiesen, nicht mehr so schnell, sehbehindert, schwerhörig oder anderweitig nicht mehr so belastbar wie jemand im besten Alter.</p>
<p>Die Gruppe der Gehandicapten, die trotzdem mobil sein wollen, wird weiter wachsen. Der unselige Trend zu Doppelstockwagen und -Zügen mit ihren nervigen Gefällen, schmalen Treppen und dem überall fehlenden Platz für Gepäck zeigt, dass die Eisenbahnbetriebe zwar an maximale Kapazitäten denken, nicht aber an die demografische Entwicklung. Das gilt für die DB, die SBB, die SNCF, die Westbahn und viele andere Unternehmen, die an der Zukunft vorbei investieren. Die auf 40 Jahre Einsatz ausgelegte Fahrzeuge werden noch im Einsatz und ein Betriebshindernis sein, wenn die &#8220;Senioren&#8221; bereits 40 Prozent ausmachen werden. Darunter große Menschenmengen, die noch mit 70 Jahren täglich zur Arbeit werden fahren müssen.</p>
<div id="attachment_10359" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/03/Foto-Alterssimulation-4k.jpg"><img class="size-full wp-image-10359" title="Foto-Alterssimulation-4k" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/03/Foto-Alterssimulation-4k.jpg" alt="" width="600" height="900" /></a><p class="wp-caption-text">Aussteigehilfe für in ihren Bewegungen eingeschränkten Fahrgästen bei der OLA</p></div>
<p>Umso wertvoller ist eine Initiative der <a href="http://www.ostseelandverkehr.de/">Ostseeland Verkehr GmbH</a> aus Schwerin. Die Pressemitteilung dazu:</p>
<p>Die Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) startete heute ihr Themenjahr „Betreutes Fahren“ und erweitert ihren Service für das barrierefreie Bahnfahren. „Auf den Strecken in Mecklenburg-Vorpommern werden in allen Zügen<strong><span style="color: #ff0000;"> Zonen für ‚Betreutes Fahren‘</span></strong> eingerichtet“, kündigte OLA-Geschäftsführer Dirk Fischer bei der heutigen Auftaktveranstaltung und Testfahrt mit Alterssimulationsanzügen zwischen Schwerin und Crivitz an. Die ersten Triebwagen sind bereits mit der neuen Kennzeichnung und dem erweiterten Serviceangebot unterwegs.</p>
<p>Die Marke „Betreutes Fahren“ soll Menschen mit Handicap oder auch Fahrgäste, die aus unterschiedlichsten Gründen auf Unterstützung angewiesen sind, in den Fokus rücken. „Wir möchten mit dem Themenjahr darauf aufmerksam machen, dass in einer älter werdenden Gesellschaft mehr gegenseitige Rücksichtnahme im öffentlichen Leben erforderlich ist. Das betrifft unter anderem auch den öffentlichen Personennahverkehr, der eine wesentliche Grundlage für eine Teilhabe am sozialen Leben ist“, betonte Fischer.</p>
<p>In allen OLA-Bahnen befindet sich eine extra gekennzeichnete Zone für „Betreutes Fahren“. Dieser Bereich ist für alle Fahrgäste gedacht, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und während ihrer Reise möglicherweise Hilfe benötigen. Die Kundenbetreuer haben ein besonderes Augenmerk auf die Wünsche der Fahrgäste in dieser Zone. <span style="color: #ff0000;">Die Zugbegleiter bieten eine Ein- oder Ausstiegshilfe an, einen Weckservice oder eine Ausstiegserinnerung am Zielbahnhof sowie erleichtern mittels Rampe das Mitfahren für gehbehinderte Reisende, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen.</span> Der erweiterte Dienst kann bei jeder Fahrt <span style="color: #ff0000;">ohne Ankündigung genutzt</span> und bei Bedarf aber auch vorher über das Servicecenter telefonisch angemeldet werden. Alle Kundenbetreuer werden in gesonderten Schulungen in Kooperation mit Behindertenverbänden auf die Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität vorbereitet.</p>
<div id="attachment_10360" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/03/Foto-Alterssimulation-2k.jpg"><img class="size-full wp-image-10360" title="Foto-Alterssimulation-2k" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/03/Foto-Alterssimulation-2k.jpg" alt="" width="400" height="784" /></a><p class="wp-caption-text">Mit dem Alterssimulationsanzug kann sich ein junger Mensch in die Lage älterer Menschen hineinversetzen</p></div>
<p>Dirk Fischer: „Es gibt viele Reisende, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind und sich nicht recht trauen, mit der Bahn zu fahren. Ältere Bürger, Familien mit Kinderwagen, Patienten oder Fahrgäste mit einem Handicap – wir möchten sie alle mitnehmen und ihnen ein selbstbestimmtes, aktives Leben ermöglichen. Unsere Sonderzone und die geschulte Aufmerksamkeit der Kundenbetreuer sollen Sicherheit vermitteln und Ängste nehmen. Seit vielen Jahren bemühen wir uns, allen Menschen eine problemlose Bahnreise zu ermöglichen. Dafür arbeiten wir eng mit Behindertenverbänden,  Seniorenvertretungen und der Tourismuswirtschaft zusammen. Wichtig ist uns, ständig im Dialog zu bleiben und den Service für Reisende mit Handicap immer weiter den Bedürfnissen der Menschen und der Zeit anzupassen.“</p>
<p>Der OLA-Geschäftsführer kündigte an, die Einführungsphase auch zu nutzen, um weitere zusätzliche Servicemaßnahmen zu testen. Das betrifft unter anderem den <span style="color: #ff0000;">Lärmschutz</span> in der Sonderzone, weil sich immer wieder Fahrgäste <span style="color: #ff0000;">mehr Ruhe vor zu lautem Telefonieren oder Musikhören</span> wünschen.</p>
<p>Die OLA betreibt in Mecklenburg-Vorpommern mit ihren blau-weiß-gelben Zügen und 145 Mitarbeitern die vier Hauptstrecken im Schienenpersonennahverkehr zwischen Rostock-Güstrow, Stralsund-Neustrelitz, Bützow-Ueckermünde, Rehna-Schwerin-Parchim sowie den Fernverkehrszug InterConnex Warnemünde-Berlin-Leipzig.</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/92d05cb6fa2a4b4a907d3afcd7a02fd8" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Österreichs neue Westbahn macht von sich reden &#8211; nicht immer positiv</title>
		<link>http://railomotive.com/2011/12/oesterreichs-neue-westbahn-macht-von-sich-reden-nicht-immer-positiv/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 19:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Die österreichische Westbahn fällt vor ihrem Start durch ungeschickte PR auf. Doch es gibt kostenloses WLAN in den Zügen der Westbahn]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9691" class="wp-caption alignnone" style="width: 690px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/Westbahn-Zug.jpg"><img class="size-full wp-image-9691" title="" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/Westbahn-Zug.jpg" alt="" width="680" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Ein bisschen bunt und wegen der weißen Farbe sehr verschmutzungsanfällig sind die neuen Westbahn-Züge (Foto: Westbahn)</p></div>
<p>Die österreichische Westbahn, an der die französische SNCF zu 26 % beteiligt ist, startet am Sonntag mit neuen Stadler-Zügen auf der Strecke Wien – Salzburg – Freilassing. Die Markteinführung, von Ferne betrachtet, verlief nicht besonders elegant. Da <a href="http://derstandard.at/1322872873532/Christian-Kern-OeBB-Chef-Preiserhoehung-waere-Desaster">forderte Westbahn-Investor Haselsteiner</a>, die hier mit dem Railjet durchaus konkurrenzfähige und ebenso wie die DB staatlich alimentierte <span style="color: #ff0000;">ÖBB solle doch die Preise erhöhen</span>. Für PR-Strategen klingt das wie die Angst vor der eigenen Courage und vermittelt die Botschaft: &#8220;Wir würden gern mehr verlangen und verdienen zu wenig.&#8221; Gute Marktkommunikation geht anders. Wie die Reaktionen auf Twitter und in den Leserkommentaren zeigen, richtet Geschäftsführer Wehinger, ex-ÖBB-Mitarbeiter, gerade ein PR-Desaster an.</p>
<p>Aber es kommt noch dicker: Jetzt will die Westbahn gegen die angeblich zu niedrigen Preise der ÖBB <a href="http://wien.orf.at/news/stories/2512535/">klagen</a>. Ob das gut für&#8217;s Image ist?</p>
<div id="attachment_9690" class="wp-caption alignnone" style="width: 690px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/Westbahn-innen.jpg"><img class="size-full wp-image-9690" title="Westbahn innen" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/Westbahn-innen.jpg" alt="" width="680" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Elegant und bequem scheinen die Plätze im Oberdeck zu sein, nur die multiple Westbahn-Beschriftung ist optischer Müll (Foto: Westbahn)</p></div>
<p>Unsportlich verhält sich allerdings die ÖBB beim Westbahn-Fahrplan, der immer noch nicht in das öffentliche Verkehrs-Auskunftssystem <a href="http://fahrplan.oebb.at/bin/query.exe/dn">Scotty</a> (ähnlich DB-Navigator) integriert ist. Am 10.12.11, 10 Uhr, war der Fahrplan der Westbahn nur <a href="http://www.oebb.at/de/Fahrplanauskunft/Information_der_OeBB/index.jsp">separat</a> ausgewiesen. Die Westbahn hatte das erst mit einer einstweiligen Verfügung durchsetzen können und will ab Sonntag überwachen, ob die die Züge in Scotty und auf den Bahnhöfen angekündigt werden. Ich erinnere mich an ähnliche Kämpfe in Deutschland, noch zu Zeiten eines gedruckten DB-Kursbuchs. Ein bisschen viel Wiener Schmäh war auch im Spiel, als die ÖBB-Pressesprecherin die Westbahn mit &#8220;<a href="http://tvthek.orf.at/programs/1225-ZIB-24/episodes/3295645-ZIB-24/3295657-Konkurrenz-fuer-die-OeBB">Herzlich willkommen, französische Staatsbahn!</a>&#8221; begrüßte. Einen weiteren illustrierten Bericht finden Sie <a href="http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/715465/Von-Wien-nach-St-Poelten_Erste-Probefahrt-mit-der-neuen-Westbahn?_vl_backlink=/home/index.do">hier</a>. Wie &#8220;Die Presse&#8221; die kleinen Mängel des Stadler-Zugs unverblümt kommentiert, würde sich in Deutschland niemand trauen. Die fehlenden &#8220;Mistkübel&#8221; sind auf Österreichisch Abfallbehälter. Bei einem Zug klingt <em>Mistkübel</em> schon etwas derb. <img src='http://railomotive.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Etwas geschickter war die <a href="http://derstandard.at/1319183693642/Raucherabteile-Westbahn-bleibt-beim-Lungenzug-im-Zug">Ankündigung von Raucherzonen</a> in den neuen Doppelstockzügen. Das ist zwar ein Verstoß gegen auch in Österreich geltende Gesetze, brachte aber wenigstens viel publizistische Resonanz. Und ein paar Raucher werden es ja auch angenehm finden. Nichtraucher in dem weitgehend offenen Zug eher nicht.</p>
<p>Mit weißen Zügen hat man in Deutschland reichlich Erfahrung, und dass Weiß keine gute Farbe für Schienenfahrzeuge ist, habe ich oft genug <a href="http://railomotive.com/2010/01/das-westbahn-design-steht-fest/">geschrieben</a> und <a href="http://railomotive.com/2011/11/von-sauberen-zuegen-vor-40-jahren-und-schmutzigen-von-heute/">gezeigt</a>. Nicht umsonst verwenden viele Bahnen ein dunkles Rot, weil man darauf Flugrost und Staub kaum erkennt. Und wie schnell ungepflegte weiße Züge versifft sind, zeigt die DB mit ihren ICE und IC, bei denen manchmal nur die Tasten zur Türöffnung notdürftig abgewischt sind. Nicht alle sind schmutzigbraun, aber doch immer mehr Züge. Und so wird auch die Westbahn noch einmal die Erfahrung machen müssen, dass die häufige Benutzung von Waschanlagen Zeit und Geld kostet und nicht eben umweltfreundlich ist.</p>
<div id="attachment_9699" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/P2244407.jpg"><img class="size-full wp-image-9699" title="CAT" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/P2244407.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Auch ein Farbentwurf von Spirit Design: Wiener Flughafenlinie CAT mit ausnahmsweise rotem Siemens-Taurus (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>Lustigerweise kommen die Designs des roten Railjet der ÖBB und des ebenfalls mit lindgrünen Farben spielenden Wiener Flughafenzugs CAT von <a href="http://www.spiritdesign.at/showdoc.do?docid=14">denselben Designern</a>. Was nicht gegen sie spricht, denn wer bestellt, hat auch das letzte Wort. Bei der Selbstdarstellung gibt es eben zwischen <em>dick aufgetragen</em> und <em>dezent und selbstbewusst</em> eine Menge Spielarten. Die Westbahn hat sich auf <strong><em><span style="color: #000000;">b</span>unt und laut</em></strong> festgelegt. In fünf Jahren wird es niemand mehr sehen wollen.</p>
<div id="attachment_9689" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/Zugpersonal.jpg"><img class="size-full wp-image-9689" title="Zugpersonal" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/Zugpersonal.jpg" alt="" width="480" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Mischung aus traditionellem Ostblock-Design und Pan American 1958: Westbahn-Uniform (Foto: Westbahn)</p></div>
<p>Ein völliger Missgriff ist jedenfalls die Uniform der Zugbegleiterinnen mit riesigen Schiffchen und bunten Schulterklappen. Man fühlt sich sofort in das Jugoslawien Titos oder an die albanische Grenze zurückversetzt. Bei Twitter fragte <em>stylekingdom</em> mit Recht: &#8220;Gehört die Westbahn den Kommunisten? Was sind das für Uniformen?&#8221; <em>Sinkthesucker</em> fragt, &#8220;warum mit ausgedienten Aeroflot-Uniformen?&#8221;. Ein größere Geschmacksverirrung erscheint bei den Eisenbahnen des 21. Jahrhunderts schwer vorstellbar.</p>
<p>Gibt es auch was Gutes? <strong><span style="color: #ff0000;">Ja! Kostenloses WLAN im Zug.</span></strong> <a href="http://futurezone.at/produkte/6303-ernuechternd-westbahn-wlan-im-test.php">Futurezone.at</a> hat es bei der Pressefahrt heute getestet und für passabel befunden.</p>
<p>Die Deutsche Bahn käme natürlich nicht auf so eine Idee, wenigstens BahnCard-Besitzern oder in der 1. Klasse solchen Service zu bieten. Da muss erst ein Mitbewerber kommen. Wenn <a href="http://hkx.de/">der</a> nicht auch Verspätung hätte.</p>
<p>Die ÖBB zieht übrigens nach und bietet ab 11.12.11 <a href="http://derstandard.at/1323222698363/Surfen-im-Rajlet-OeBB-startet-Gratis-WLAN-ab-11-Dezember">kostenloses WLAN in mehreren Zügen</a> an.</p>
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		<title>Bahnindustrie: Timing muss man können</title>
		<link>http://railomotive.com/2011/09/timing-muss-man-koennen/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 13:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist nicht sehr geschickt, parallel zur IAA den Bahnkongress Traffic Talks zu veranstalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Pressestellen noch nicht chronisch unterbesetzt waren, sprach man mit den Mitbewerbern, wenn man Termine plante. Denn niemand hat etwas davon, wenn sich Journalisten zwischen zwei Terminen entscheiden müssen.</p>
<p>Heute und morgen sind die viel besuchten Pressetage bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA), zu der nicht nur die Redakteure und Journalisten reisen, bei denen das Benzin im Blut den größeren Anteil ausmacht. Auch viele Journalisten, die sich für Verkehrsleitsysteme, Fahrerassistenzsysteme, Elektromobilität und andere Aspekte der Mobilität interessieren, sind heute und morgen in Frankfurt. <span style="color: #ff0000;">Das ist genau die Zielgruppe, die sich auch für &#8220;grüne&#8221; Antriebstechnologien, Nahverkehr und innovative Schienenverkehrssysteme interessiert.</span> <em>Traffic – </em>Verkehr<em> –</em> eben.</p>
<p>Es spricht nicht gerade für vorausschauendes Timing, wenn sich die Bahnindustrie und etliche Verkehrsnetzbetreiber ausgerechnet heute und morgen in Bonn zu <strong><em><span style="color: #ff0000;">Traffic</span></em></strong> <em><span style="color: #ff0000;">Talks</span></em> treffen. Was soll das, außer wenigen Agenturmeldungen, für eine Resonanz bringen? Die IAA dominiert in diesen Tagen eindeutig die Berichterstattung. Presseprofis wissen das.</p>
<p>Die Bahnindustrie steht offensichtlich gern im Schatten der glanzvollen Autoindustrie und scheut den positiven PR-Erfolg. Obwohl sie den bitter nötig hätte. Gerade dann, nachdem sie Bundesverkehrsminister Ramsauer, der Straßenverkehrslobbyist, bei einem inszenierten &#8220;Bahngipfel&#8221; die Bahnindustrievorstände den Medien vorgeführt hat, was ihre Exportchancen schmälern könnte. Ramsauer würde es nicht wagen, nach größeren Rückrufaktionen die Autoindustrie derart anzugreifen.</p>
<p>Ich kann mir nicht erklären, warum die Bahnindustrie alles tut, um ihren Scheffel unters Licht zu stellen. Ist es fehlendes Selbstbewusstsein oder die weit verbreitete falsche Ingenieurdenke, dass man für gute Produkte im B2B-Geschäft kein positives Image in der Öffentlichkeit braucht?</p>
<p>Die Quittung für die mangelhafte Darstellung ihrer Interessen, die sich mit Umweltschutzzielen und den Interessen vieler Bürger decken, hat die Bahnindustrie gerade eben in der Streichung wichtiger Neubauprojekte bekommen.</p>
<p><strong>Nachtrag 15.9.2011:</strong> Nach meinen Informationen ging die Initiative für diese von den überregionalen Medien nahezu unbeachtet gebliebene Veranstaltung vom Landesverkehrsministerium NRW aus. Sie sollte auch die Nachfolgeveranstaltung für die in Dortmund gestrichene &#8220;#Rail&#8221; sein.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Der Bahnindustrie haben die nordrhein-westfälischen Strategen jedenfalls einen Bärendienst erwiesen.</strong></span></p>
<div id="attachment_9190" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/09/22_INSIGHT_FRONT_3_4_STAT.jpg"><img class="size-full wp-image-9190" title="22_INSIGHT_FRONT_3_4_STAT" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/09/22_INSIGHT_FRONT_3_4_STAT.jpg" alt="" width="640" height="359" /></a><p class="wp-caption-text">Ein umweltfreundliches, professionell fotografiertes Hybridfahrzeug wie der neue Honda Insight haben heute beste Chancen auf Veröffentlichung (Foto: Honda)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Pressemitteilungen sind wie Überraschungseier</title>
		<link>http://railomotive.com/2011/09/pressemitteilungen-sind-wie-ueberraschungseier/</link>
		<comments>http://railomotive.com/2011/09/pressemitteilungen-sind-wie-ueberraschungseier/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 17:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pressemitteilungen der Bahnindustrie erfüllen nicht immer professionelle Ansprüche]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenne Pressearbeit von allen Seiten des Schreibtischs:</p>
<ul>
<li>als Referent für Öffentlichkeitsarbeit, wie es früher hieß, als sich deutsche Pressesprecher noch nicht Media Officers oder Head of Communications nennen mussten und GmbH-Geschäftsführer sich das CEO-Mäntelchen umhängten,</li>
<li>als Mitarbeiter von PR-Agenturen, der weiß, wie man professionelle deutsche und amerikanische Pressemitteilungen schreibt,</li>
<li>als Journalist, der Adressat dieser Pressemitteilungen ist und oft genug staunt, welche Texte und Mitarbeiter auf Journalisten losgelassen werden.</li>
</ul>
<p>Ich kenne auch die Qualität von Pressemitteilungen:</p>
<ul>
<li>unverständliches Marketinggesülze (&#8220;skalierbar&#8221;, &#8220;noch mehr Performance&#8221;, &#8220;XY Systems stellt auf der GoFuture 2011 ein Update 3.7 seines erfolgreichen 45DCS Interfacer-Device vor und launcht als Weltneuheit den 46DCS Super-Interfacer mit noch kleinerem Formfaktor und Virtual OFX3725-Interface-Enhancer&#8221;),</li>
<li>schlecht formulierte Pressemitteilungen, aus denen der hochspezialisierte Fachmann immerhin ein paar Funktionen herausfiltern kann,</li>
<li>gut formulierte ohne brauchbare Fakten,</li>
<li>gut formulierte mit verständlichen Fakten,</li>
<li>schlecht formulierte ohne erkennbare Struktur und Botschaft,</li>
<li>rätselhafte oder in Juristendeutsch formulierte Pressemitteilungen von Ministerien</li>
<li>und amerikanische Pressemitteilungen.</li>
</ul>
<p>Letztere sind ausschließlich für hastig lesende Presseagenturen gedacht, die sie an Börsenmakler und Fondmanager weiterleiten, die sie nur ansatzweise lesen, aber auch die wenigen Fakten nicht verstehen. Darauf kommt es aber gar nicht an.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Amerikanische Pressemitteilungen haben nur zwei Aufgaben</span>:</p>
<ol>
<li><span style="color: #ff0000;">Sie sollen dem CEO gefallen.</span> Diesem wird von der Presseabteilung in immer neuen Varianten &#8220;Freude&#8221; oder &#8220;Stolz&#8221; über das neue Produkt in den Mund gelegt. Weder hat er es so gesagt noch hat es ihm das Media Office zur Freigabe vorgelegt. Er liest es nur einfach gern.</li>
<li><span style="color: #ff0000;">Sie sollen den Börsenkurs positiv beeinflussen.</span> Und deshalb sind Formfaktoren, Innovation und Skalierbarkeit als buzzwords (Schlagworte) so gefragt. Wobei letztere nichts anderes aussagt, als das man das Produkt in mehreren Größen und Leistungen kaufen oder später erweitern kann. Und den &#8220;Formfaktor&#8221; – schlicht: die Größe, das Volumen – gibt&#8217;s im Deutschen gar nicht. Im Englischen eigentlich auch nicht.</li>
<li><em>(Hier könnte nun die Ansprache (neudeutsch: &#8220;Adressierung&#8221;) der Medienvertreter stehen. Die sind aber keine Zielgruppe, weil die ggf. nervige Rückfragen hat und Arbeit macht.)</em></li>
</ol>
<p>Dann gibt es noch Pressemitteilungen der Deutschen Bahn, die sich selbst genug sind. Sie kommen mit dem E-Mail-Absender &#8220;Deutsche Bahn&#8221;, haben den wahnsinnig aussagekräftigen Betreff &#8220;Pressemitteilung&#8221; und beginnen mit dem Text:</p>
<p><em>Sehr geehrter Herr Weidelich,</em></p>
<p><em>mit dem nachstehenden Link öffnen Sie die aktuelle Presseinformation der Deutschen Bahn.   </em></p>
<p>Das hätte ich gar nicht gewusst! Wenn man den Link anklickt, erfährt man, um was es eigentlich geht. Und die Ansprechpartner Zentral im Bahntower erfahren, dass ich ihn angeklickt habe. Ich wette, dass in den Montagsbesprechungen vorgerechnet wird, wie viele Pressemitteilungen letzte Woche angeklickt worden sind. Erfolgskontrolle. Manchmal, sei zur Ehrenrettung der DB gesagt, steht jedoch ein Teil der Pressemitteilung ganz offen in der Mail. Manchmal ist auch ein PDF dabei.</p>
<p>Ähnlich gehen auch Ministerien vor. Originaltext eines Ministeriums in NRW:</p>
<p><em>Sehr geehrte Damen und Herren,</em><br />
<em>anliegend senden wir Ihnen eine Presseinformation. </em></p>
<p>Manchmal ist eine Dame, die ich nicht kenne, die Absenderin, manchmal steht immerhin ein Stichwort im Betreff. Manche Teamassistentinnen lassen die Betreffzeile gleich ganz frei, weil sie eh keine Ahnung haben, was sie da als Anhang verschicken.</p>
<p>Nun gehöre ich zu denen, die mehr als drei Sekunden zur Verfügung haben, um zu entscheiden, ob ich den Anhang öffne. Redakteure haben nicht so viel Zeit, bekommen solche Amateurarbeit aber wenigstens noch einmal, von den Nachrichtenagenturen zumindest in lesbare Form gebracht. Die Chance, dass solche Pressemitteilungen, die ihren Inhalt so lange wie möglich verheimlichen, in die virtuelle Rundablage rutschen, ist in der Redaktion und bei mir aber gleichermaßen hoch.</p>
<p>Sehr niedrig ist dagegen die Qualität der Presseabteilung, weil sie nicht einmal einfachste handwerkliche Regeln beherrscht. Speziell im öffentlichen Dienst scheint das keine große Rolle zu spielen. Hauptsache, dem Chef, Bürgermeister, dem Ministerialdirektor, dem Minister, gefällt&#8217;s. Die gemeinsame Partei-Mitgliedschaft genügt als Qualifikation. Auf dieser Basis entstehen dann auch teure Broschüren, die in den Drucksachen-Lagerräumen der Ministerien verstauben, aber mit einem wirklich netten Grußwort und Foto des Ministers aufwarten können.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Besonders liebe ich Pressemitteilungen der Bahnindustrie, die ein frisch ausgeliefertes Fahrzeug beschreiben, aber kein Foto mitliefern.</span> Weder als Anhang, was bei den heutigen Mailboxen kein Problem ist, noch als Link zu einem konkreten Foto oder einer Galerie, in der ich mir das Foto in 72 dpi Auflösung für das Internet oder druckfähig in 300 dpi herunterladen kann. <span style="color: #ff0000;">Siemens fällt mir momentan als einziges Unternehmen ein, das professionell arbeitet und die Fotos sogar suchmaschinentauglich beschriftet.</span></p>
<p>Heute kam vom <span style="color: #ff0000;">Bombardier</span> eine amerikanisch formulierte Pressemitteilung über eine erste Lok, die in Mexiko montiert wurde. Mal abgesehen vom dürftigen Nachrichtenwert: Glauben Sie, dass da ein Foto angeboten wurde? Natürlich nicht. Originaltext:</p>
<p><em><strong><span style="color: #000000;">Hinweis für die Bearbeiter</span></strong></em><br />
<em>Pressemitteilungen, Zusatzinformationen und Fotos finden Sie in unserem Pressezentrum unter: www.bombardier.com/de/transportation/pressezentrum/index. </em></p>
<p>Fotos waren da keine. Nur die Pressemitteilung mit verkorksten Umlauten und dem Hinweis: <em>Weitere Informationen finden Sie unter www.progressrail.com oder unter www.emdiesels.com</em></p>
<p>Auf beiden Websites kommt die Lok nicht vor. Aber vielleicht habe ich einfach nicht intensiv genug in fein abgestuften multinationalen Multimedia-Bibliotheken, Media Centers, Media-Tabs und About-us-Seiten gesucht.</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Pressemitteilungen der Bahnindustrie sind eben wie Überraschungseier: Was zum Naschen und was zum Basteln.</span></strong></p>
<p>Dumm nur: Zum Basteln haben Redakteure keine Zeit. Ich glaube nicht, dass gewisse Pressestellen das bereits wissen.</p>
<div id="attachment_9151" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/09/Bombardier-MM-Bibliothek.jpg"><img class="size-full wp-image-9151" title="Bombardier MM-Bibliothek" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/09/Bombardier-MM-Bibliothek.jpg" alt="" width="640" height="468" /></a><p class="wp-caption-text">Brandaktuelle Fotos zu Pressemitteilungen findet man hier selten. Vielleicht sind sie nur zu gut versteckt.</p></div>
<p>Die rechte Spalte hat was: &#8220;Intelligente Städte begrüßen nachhaltige Mobilität&#8221;. Doch wen oder was begrüßen die dummen?</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie die Deutsche Bahn Stimmung macht</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 09:57:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie die Deutsche Bahn Stimmung macht und die unkritischen Medien vereinnahmt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte es am vergangenen Sonntag <a href="http://railomotive.com/2011/06/die-unterhaltungsbranche-gibt-sich-die-ehre/">bereits kritisiert</a>, dass die Medien – eigentlich alle – auf die PR-Strategie der DB hereingefallen sind:</p>
<p><strong>Auszug aus meinem langen Beitrag:</strong><em> Heute schrieb die Stuttgarter Zeitung: “Stuttgart 21 hat die  Überprüfung durch den sogenannten Stresstest dem Vernehmen nach  bestanden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa aus dem Umfeld der  Bahn.” Husch, und per dpa&amp;paste steht es flugs in allen Zeitungen,  online erst einmal.</em></p>
<p><em> Gehen Sie davon aus: Das hat dpa nicht erfahren, das hat ihr  ein DB-PR-Mitarbeiter oder der S21-Propagandist Dietrich mit Absicht  erzählt. Das ist Bestandteil der PR-Strategie der Deutschen Bahn, die  man in dieser Hinsicht nicht unterschätzen darf. Und da die Stuttgarter  dpa-Mitarbeiter nach meinem Empfinden glühende, erschreckend  unkritische Verfechter von S21 sein müssen und ich bei ihnen die  professionelle Distanz zu ihren Gesprächspartnern stark vermisse,  bringen sie die frohe Botschaft gleich unter die Leute.</em></p>
<p>Nun brachte das medienkritische Magazin ZAPP des NDR eine Beitrag, der die PR-Mechanismen dahinter zeigt. Denn das angeblich positive Ergebnis, das laut heutigem <a href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=8253260/1qw3ir0/index.html">Bericht des SWR</a> (sic!) alles andere als gewährleistet ist, wurde nach Stern-Recherchen sogar <span style="color: #ff0000;"><strong>von DB-Vorstand Kefer</strong> über ausgewählte Journalisten gestreut</span>. Er ist, im Gegensatz zu seinem Chef Grube, der in Weimar einen <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Bahnchef-Ruediger-Grube-rudert-zurueck-1047465099">ICE-Halt versprach</a>, der wohl gar nicht eingeplant ist, ein gewiefter bayerischer Stratege. Ich traue ihm solche nicht unüblichen Mittel zu.</p>
<p>Schauen Sie sich diesen <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/stuttgart191.html">NDR-Beitrag</a> über die Stimmungsmache der Deutschen Bahn an. Es lohnt sich. (Wer keine Lautsprecher oder keinen Videoplayer hat, kann den Beitrag <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/stuttgart191.html">hier</a> auch nachlesen.)<em></em></p>
<p>Es gehört nach meinen Beobachtungen zur <strong>PR-Strategie der Deutschen Bahn</strong>, immer dann angeblich positive Nachrichten zu verbreiten, wenn wieder einmal eine Lok gebrannt hat, ein ICE evakuiert werden musste, ein für die Bahn negatives Ereignis bevorsteht oder die Wellen in Stuttgart (angeblich und scheinbar) hoch schlagen. Es dürfte kein Zufall sein, dass am Montag plötzlich angebliche jahrelange Verspätungen der neuen ICE-Züge verbreitet wurden. Das Ziel: Die Bahnindustrie anzugreifen, um selbst besser dazustehen. Der angeblich positiv ausgegangene Stresstest und der Tunneldurchstich in Thüringen gehörten jedenfalls zu dieser Art der Stimmungsmache. Ramsauer spielt natürlich immer mit.</p>
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		<title>Stuttgart 21: Kompetenz, wohin man schaut</title>
		<link>http://railomotive.com/2011/06/stuttgart-21-kompetenz-wohin-man-schaut/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 16:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stadt Stuttgart ist der Meinung, dass Eltern ihre 8- bis 12-Jährigen in den Sommerferien ins Turmforum schicken sollten und wirbt hier dafür. Das ist eine gute Idee, denn nächstes Jahr könnte der Turm schon eingestürzt oder zumindest unbegehbar sein. So nehmen diesen Sommer die Kinder wenigstens eine schöne Erinnerung mit nach Hause. Wenn sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadt Stuttgart ist der Meinung, dass Eltern ihre 8- bis 12-Jährigen in den Sommerferien ins Turmforum schicken sollten und wirbt <a href="http://www.stuttgart.de/item/show/408026/1/event/30662?hit=1&amp;hash=4a8f42dc9dda406e147728901dd88338">hier</a> dafür. Das ist eine gute Idee, denn nächstes Jahr könnte der Turm schon eingestürzt oder zumindest unbegehbar sein. So nehmen diesen Sommer die Kinder wenigstens eine schöne Erinnerung mit nach Hause. Wenn sie selbst Kinder haben, wird Stuttgart 21 ja gerade eröffnet, dann gibt es was zu erzählen.</p>
<p>&#8220;<strong><span style="color: #ff0000;">Stuttgart 21 checken und entdecken</span></strong>&#8220;, wird für das Kindermanipulationsprogramm geworben. Wahrscheinlich ist das ein Halbsatz, der mit &#8220;<strong><span style="color: #ff0000;">dass wir nur geschönte Träume verkaufen</span></strong>&#8221; ergänzt werden soll. Denn es gibt jede Menge Preise zu gewinnen! Für eine richtige Antwort gibt es vielleicht 100 Punkte, einen Mercedes-Stern, einen Luftballon mit dem Kalten Herz S21 oder einen weichen Keks mit viel Zucker, bei dem die Vorteile überwiegen.</p>
<p>Empfehlenswert wäre auch eine Überlebensset von DB Fernverkehr mit Anleitungsbuch, um bereits im Kinderzimmer die Evakuierung von brennenden ICE im Tunnel, Affenhitze, Sauerstoffmangel und das handy- und GPS-gestützte Durchschlagen bis zum nächsten Bahnhof zu üben. Schließlich härten verantwortungsvolle Eltern ihre Kinder früh für Fahrten mit der Deutschen Bahn ab.</p>
<p>Sinnigerweise wird mit einer <strong>Dampflok</strong> geworben, die Kinder dank dampflokfreier Jubiläen der Deutschen Bahn, bei denen ein beklebter ICE-Oldtimer durch die Lande gefahren wird, gar nicht kennen. Dampflokomotiven werden selbstverständlich, ebenso wie die zeitgenössischen Dieselloks und -triebwagen, niemals in den Grubenbahnhof Stuttgart 21 einfahren. Theo und Leo können ihre Dampflok nicht mitnehmen, haben Onkel Rüdiger und Onkel Volker gesagt.</p>
<p>Wie ich ohne dpa exklusiv aus Bahnkreisen erfahren habe, findet Onkel Rüdiger den zum Mäusegesicht verhunzten Mercedes-Stern in der Turmforum-Werbung überhaupt nicht lustig. Dafür hat sich Tante Krause-Burger* fürchterlich gerächt und einen Parkschützer Babyface genannt. Der kann nichts dafür, ist aber zusammen mit Onkel Winne an allem schuld und hat Prügel immer verdient. Strafe muss halt sein, gell? Das versteht ihr doch, liebe Kinder.</p>
<p>* Wenn du das liest, bestätigst du, dass du mindestens 18 Jahre alt bist: Zitat aus dem <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kommentar-zu-stuttgart-21-wenn-der-bauzaun-zur-bastille-wird-page1.ae1d0b06-a0fe-473c-ad34-0eef2b9f72d9.html">Kommentar</a> der Frau, die ich nicht als Dame bezeichnen würde: <em>&#8220;Hier erfahren Leute wie Babyface Matthias von Herrmann, die sonst im Leben noch nicht so furchtbar viel geleistet haben, unverhofft große Aufmerksamkeit und Bedeutung.&#8221; </em>Souverän für eine 75-Jährige, gell?</p>
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		<title>Vollkommen durchgeknallt: DB Air One and Two</title>
		<link>http://railomotive.com/2011/02/vollkommen-durchgeknallt-db-air-one-and-two/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 18:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn macht Werbung auf TUIfly-Flugzeugen und nennt sie DB Air One und DB Air Two. Verantwortlich für diesen Schwachsinn ist DB-Fernverkehrsvorstand Ulrich Homburg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor wenigen Wochen ging das Gerücht, dass Flugzeuge ein ICE-Design verpasst bekommen würden. Nun ist es Gewissheit: TUI fliegt drei Jahre lang Reklame für die DB – mit einem weiß lackierten Flugzeug mit ICE-Streifen für DB Fernverkehr und einem roten für DB Regio.</p>
<p>Es ist ja hinreichend bekannt, dass DB-Vorstände mit der Bahn nichts am Hut haben und (Gott sei Dank!) verhinderte Flugverkehrsmanager sind. Mit ihrem untrüglichen Gespür für angemessene Marketingstrategien und das, was als Nächstes zu tun ist, geben sie nun (nicht veröffentliche) Millionen für die Flugzeugwerbung aus und nennen &#8220;ihre&#8221; Touristenbomber <span style="color: #ff0000;"><strong>DB Air One</strong></span> und <strong><span style="color: #ff0000;">DB Air Two</span></strong>. Dümmer geht&#8217;s nimmer. Bescheidenheit war noch nie die Sache der DB-Vorstände.</p>
<p>Die Namensgebung lässt tief in die Kleinkind-Seelen von Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg und seinem Chef Grube schauen. Träumen sie doch insgeheim von einer US-Präsidentenmaschine, die <span style="color: #000000;"><strong>Air Force One</strong></span> heißt.</p>
<p>Merke: Wer kein Format und keinen Geschmack hat und darüber hinaus erkennbar unfähig ist, die Deutsche Bahn zu einem funktionierenden, endlich wieder ernst zu nehmenden Schienen- und Nahverkehrsunternehmen zu machen, setzt sich eben mit solchen Kindereien ein Denkmal. Und braucht natürlich nicht nur <em>eine</em> Präsidentenmaschine, sondern zwei. Die TUIfly-Touristen, denen Rail&amp;Fly sowieso schon im Verkaufsgespräch angeboten bekommen, wird die neue Lackierung herzlich wenig beeindrucken. Lächerliche 750.000 TUI-Fluggäste nutzten laut DB-Angaben 2010 dieses Angebot. Dochdoch, 800.000 sind mit solch beeindruckender Werbung 2011 schon drin. Vor allem an den ausländischen Zielflughäfen wird sie ihre volle Wirkung entfalten, noch mehr als bei den Touristen, die beim Einsteigen über die geschlossenen Fluggastbrücken (&#8220;Finger&#8221;) ja bekanntlich das ganze Flugzeug von außen sehen. Da hätte es doch ausgereicht, die Maschinen innen mintgrün zu verkleiden, mit abgewetzten Armlehnen, ausgefallenen Lampen und verschlossenen Toiletten. Da wäre echtes ICE- und DB-Regio-Feeling aufgekommen, zumal die Verspätung im Preis ja schon drin ist! Und endlich hätte die Ansage Sinn: &#8220;Sänk ju for Träwelling wiss Deutsche Bahn &#8211; äh DihBih Ähr Wann ent Tu.&#8221;</p>
<p>Homburg und Grube hätten das Geld lieber in die Neulackierung der ICE gesteckt, die mit ihrer einst weißen Farbe – die des Flugverkehrs, aber für Eisenbahnen denkbar ungeeignet – inzwischen mit einem güllefarbenen Überzug aus Flugrost, Dreck und aufgemalten Originalfarbflecken durch die Lande rollen. Vor allem bei DB Regio, aber auch bei ICE-Zügen, muss man inzwischen ja froh sein, wenn wenigstens die Flächen rund um die Türdrücker gelegentlich mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.</p>
<p>Aber vielleicht werden wir ja bald durch eine neue Lackierungsoffensive überrascht. Bei braun lackierten ICE müssten praktisch nur die Fenster ab und zu gereinigt werden. Da kann DB Fernverkehr noch manchen Euro sparen, Herr Homburg!</p>
<p>Die Bestellung neuer ICE-Züge, bin ich sicher, wird sich wegen der verplemperten Millionen für diese durchgeknallte Luftnummer weiter verzögern. Wahrscheinlich sparen die Herren im Bahn-Tower jetzt für ein eigenes Geschäftsflugzeug – falls sie nicht schon längst eins haben. Denn Bahnfahren ist ja so unsexy&#8230;</p>
<p>DB Mobility Logistics Interceptor* One wäre ein schöner Name. Da drunter macht&#8217;s der DB-Vorstand sowieso nicht. Ach was, bestellen Sie doch lieber gleich zwei! DB Grube One und DB Homburg Two. Wir wünschen guten Flug!</p>
<p>* Interceptor = Abfangjäger</p>
<p><strong>Nachtrag 8.2.11:</strong> TUIfly sieht die Werbemassnahme wohl locker. Auch heute noch, 10.20 Uhr, ist kein Foto und kein Flugplan der DB-Werbe-Flugzeuge auf deren <a href="www.tuifly.com/theme/show">Homepage</a>.</p>
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		<title>Bei Amtrak sind Waffen willkommen</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jan 2011 18:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Amtrak befördert seit Dezember 2010 auch Waffen und Munition im Gepäckwagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7302" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/01/AmtrakTrains.jpg"><img class="size-full wp-image-7302" title="AmtrakTrains" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/01/AmtrakTrains.jpg" alt="" width="640" height="893" /></a><p class="wp-caption-text">Ausschnitt aus TRAINS Februar 2011</p></div>
<p>Unmittelbar nach dem Attentat auf die demokratische US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords las ich in &#8220;Trains&#8221; eine Meldung, die unter der schönen Überschrift &#8220;This car is packing heat&#8221; = &#8220;In diesem Wagen ist heiße Ladung&#8221; die seit Ende 2010 neuen Beförderungsbedingungen bei der amerikanischen Personenfernverkehrsgesellschaft Amtrak schildert. Ein gottesfürchtiger republikanischer US-Senator und – natürlich – die geliebte National Rifle Association haben durchgesetzt, dass Reisende im Gepäckwagen von Amtrak-Zügen zum persönlichen Schutz am Zielort ein kleines Waffenlager mitnehmen können. Insgesamt bis zu 23 Kilo. Man muss den Transport 24 Stunden vorher anmelden und kann nur in Bahnhöfen einsteigen, die noch besetzt sind, was eher selten bei den Landbahnhöfen der Fall ist, in deren Nähe man Elchgewehre und Bärentöter (bis zu 1575 mm lange Gewehre sind erlaubt) sofort gezielt einsetzen könnte.</p>
<p>Aber auch die Sporttasche mit der ordentlich in einem Futteral verstauten Pistole darf nun im Gepäckwagen abgegeben werden. Dazu bis zu 11 Pfund Munition, was für eine nette kleine Schießerei unter Schutzgelderpressern oder die so beliebten Massaker in Schulgebäuden ausreichen dürfte. Vorsichtshalber sollte man den Transport in solchen Fällen aber unter einem falschen Namen registrieren, um die Täterermittlung nicht unnötig zu beschleunigen. Ein Auszug aus den <a href="http://www.amtrak.com/servlet/ContentServer?c=Page&amp;pagename=am%2FLayout&amp;cid=1248542758975">Beförderungsbedingungen</a>:</p>
<p><em>All firearms (rifles, shotguns, handguns, starter pistols) must be unloaded and in an approved, locked hard-sided container not exceeding 62&#8243; L x 17&#8243; W x 7&#8243; D (1575 mm x 432 mm x 178 mm). The passenger must have sole possession of the key or the combination for the lock to the container. The weight of the container may not exceed 50 lb/23 kg.</em></p>
<p>Damit sich Waffennarren unterwegs nicht mal schnell eine Knarre aus dem Gepäckwagen holen und Raubüberfälle auf die zuweilen langsam dahinkriechenden und Güterzügen ausweichenden Fernzüge soweit wie möglich erschwert werden, installiert Amtrak für über 2 Millionen Dollar in 142 Wagen abschließbare Schränke.</p>
<p>Der kostenlose Service soll sich auszahlen. Vermutlich, weil sich Amtrak ein paar Kunden mehr verspricht, die ihre Lieblinge aus bekannten Gründen im Flugzeug nicht mitnehmen können.</p>
<p>Die Marketingabteilung von DB Fernverkehr ist ja für alle Ideen aus dem Flugverkehr sehr aufgeschlossen und hat ihre Fernzüge seit Jahren geschickt als Alternative zum Flugverkehr platziert, was sich in hohen Preisen, &#8220;Service am Platz&#8221;, Verspätungen und wenig Stauraum für Menschen und Gepäck niederschlägt. Nur die redundante, also mehrfach vorhandene Klimaanlage, konnte aus Kostengründen noch nicht aus dem Flugzeugbau übernommen werden.</p>
<p>Der Marketingabteilung sei dieser bahnbrechende Service aus den USA jedenfalls wärmstens empfohlen. Am besten unterstützt von einer breit angelegten Werbekampagne in den Waffenzeitschriften und – unbedingt viral – in Facebook und anderen unsozialen Medien. Stilvoll ergänzt durch die brünierte Spezial-<span style="color: #ff0000;"><strong>BahnCard Rail&#8217;N'Gun</strong></span> mit 20 % Aufschlag und einem Fläschchen Waffenpflegeöl Ballistol, das auch sonst beim Überleben hilft. Der Waffen tragende baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) dürfte einer der ersten sein, der seinen lauten Ferrarisitz gegen einen leisen ICE-Platz 1. Klasse eintauscht. Das Waffenabteil kann die Bahn diskret in einer der Toiletten einrichten, die &#8220;vorübergehend außer Betrieb&#8221; sind.</p>
<p>Der prestigefördernde Aufmerksamkeitseffekt, der bei der Waffenübergabe zugunsten von Managern und Politikern mit unterentwickeltem Selbstbewusstsein oder professionell bedingten seelischen Deformierungen generiert wird, sollte marketingtechnisch nicht unterschätzt werden. Zumal in Zeiten, in denen fast jeder Durchschnittsbürger ein iPhone bei sich trägt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Touch &amp; Travel jetzt im iPhone-Test</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 16:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn erprobt Touch&#038;Travel weiter mit einer iPhone-Applikation ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im August habe ich den Sinn und Erfolg von Touch &amp; Travel <a href="http://railomotive.com/2010/08/dont-touch-and-travel/">negativ bewertet</a>, weil es an Handys fehlt, die mit einem NFC-Modul (Near Field Communication) ausgerüstet sind und niemand Lust hat, beim starken Trend zu Smartphones mit Oldtimer-Geräten herumzulaufen. Ich habe noch nie jemand gesehen, der sein Handy an eine der blauen Tafeln gehalten hat, die, scheinbar willkürlich verteilt, in manchen Bahnhöfen (z.B. Köln und Düsseldorf Hbf) reichlich zu finden sind, in Neuss und meinem Regionalbahnhof dagegen nicht. Nur flächendeckend hätte Touch &amp; Travel Sinn.</p>
<p>Ein Leser mit fachlichem Hintergrund teilte diese Meinung nicht, weil Apple doch in NFC investieren würde. In der Tat, als iPhone-App wäre Touch &amp; Travel vielleicht ganz praktikabel, doch wie bekommt man einen NFC-Chip ins iPhone?</p>
<p>Den gibt es noch immer nicht, doch heute verkündete die Bahn, dass es auch anders geht (Pressetext) und man weiter testet:</p>
<p>D<em>ie Touch &amp; Travel iPhone-Applikation unterstützt drei An- bzw. Abmeldearten: die automatische <span style="color: #ff0000;">Positionsbestimmung</span> mittels Geokoordinaten, das <span style="color: #ff0000;">Abfotografieren</span> von 2D-Barcodes und die <span style="color: #ff0000;">Eingabe der Touchpoint-Nummer</span>. Mit der An- bzw. Abmeldung kurz vor und nach der Fahrt entfällt der eigentliche Fahrkartenkauf</em> (Anm.: gibt es auch einen uneigentlichen?)<em>. Der Preis der Fahrt wird automatisch berechnet und am Ende des Monats per Einzugsermächtigung bezahlt.</em></p>
<p><em>Fernverkehrsverbindungen (ICE, IC/EC) können deutschlandweit mit der An- und Abmeldung per Positionsbestimmung genutzt werden. In den Zügen des Nahverkehrs und bei der Berliner S- und U-Bahn sowie im Potsdamer Stadtgebiet sind alle drei Möglichkeiten nutzbar. Die Haltestellen werden sukzessive mit einem entsprechenden 2D-Barcode ausgestattet. </em></p>
<p><em>Angeboten werden der DB Normalpreis (mit/ohne BahnCard Rabatt) sowie Einzel- und Tagestickets im Verbund.</em></p>
<p><em>Interessierte iPhone-Nutzer finden weitere Informationen zu Touch &amp; Travel und zur Applikation unter <a href="http://www.touchandtravel.de">www.touchandtravel.de</a>. An das Fahrverhalten der Tester werden keine besonderen Anforderungen gestellt. Die Registrierung ist ab 18 Jahren mit einem Telekom Deutschland GmbH Vertrag und einem iPhone ab der zweiten Generation (iPhone 3G) möglich. 10.000 Nutzer können die neue Applikation in der Pilotphase bis zum 30. Juni 2011 testen.</em></p>
<p>Ein Anfang also, der allerdings nur den &#8220;klassischen&#8221; iPhone-Kunden offensteht, die einen Vertrag mit der Telekom haben. Das Ganze funktioniert ohne NFC und ist ein bisschen EDV zu Fuß, wie wir früher sagten. Natürlich muss man gerade an Orten ohne die blauen T&amp;T-Tafeln daran denken, den stromfressenden Ortungsdienst eingeschaltet zu haben und das Ende der Fahrt durchzugeben. (Mir sind die Zugriffe auf die häufig benötigten Einstellungen des iPhones, gerade was Ortungsdienste und Netzwerk betrifft, immer ein wenig zu umständlich und im iOS ungeschickt platziert.)</p>
<p>Trotz vollmundiger Versprechungen, dass man verkehrsmittelübergreifend fahren könne, handelt es sich um ein weiteres Pilotprojekt. Die Testkunden tragen nicht nur die Kosten für den Datenaustausch, sondern auch das Risiko, etwa vom Wechsel aus einem ICE in einen Zug eines Verkehrsverbunds oder bei einem Busfahrer nachweisen zu müssen, dass sie im Besitz eines gültigen Fahrausweises sind. Von einem leeren oder zusammengebrochenen Akku einmal abgesehen. Und bekanntlich ist eine Ortung in unterirdischen Bahnhöfen nicht möglich.</p>
<p>Klar ist auch, dass die Deutsche Bahn auf diese Weise noch mehr Personal einsparen will und dem Kunden die Arbeit und die Kosten des Fahrscheinkaufs aufbürden. Zudem erzeugt die Ortungsfunktion wunderschöne Bewegungsprofile – selbst wenn sie nur anonymisiert ausgewertet werden, wie die DB verspricht. Anders als bei einem vorab gekauften Fahrschein muss die gesamte Fahrtroute aufgezeichnet werden. Wobei ich mir bei den zahlreichen Verspätungen nicht klar bin, wie präzise das aufwendige Abrechnungssystem hinter Touch &amp; Travel die tatsächlich benutzten Züge ermittelt. Bekanntlich gibt es bereits deutliche Abweichungen zwischen den (ziemlich korrekten) Daten im DB-Navigator und (oft falschen) Anzeigen auf den Bahnhöfen, die – soweit ich weiß – aus einem anderen System gespeist werden. Fraglich ist auch, wie jemand, der auf einen verspäteten Zug wartet, den richtigen Startzeitpunkt erwischen soll, steht man doch oft lange Zeit herum und wartet auf die Züge, die sich laufend mehr verspäten. Die DB schreibt: &#8220;Anmeldung unmittelbar vor Fahrtbeginn über die Touch &amp; Travel-Applikation. Der Fahrtantritt wird vom System festgehalten.&#8221; Bei dem täglichen Chaos darf man zwar als Testkunde wohl mit Kulanz rechnen. Ich möchte aber nicht gezwungen sein, die Zugnummern der benutzten Züge selbst festzuhalten für den Fall, dass die Abrechnung nicht stimmt.</p>
<p>Mit anderen Worten: Der Nachweis, welche Züge tatsächlich genutzt wurden, muss vom Kunden erbracht werden. Er bezahlt für den Datenverkehr (nicht jeder hat eine Flatrate), bekommt keinen Rabatt und hat nichts in der Hand, wenn das iPhone stromlos ist oder unterwegs gestohlen oder verloren wird. Und wer sich abzumelden vergisst oder sich erst einmal in die Schlange anstellen muss, die lustig die blaue Tafel fotografiert oder den neunstelligen Code eintippt, hat auch ein Problem.</p>
<p>Daran wird sich auch nicht viel ändern, falls Apple bald iPhones mit NFC ausliefern sollte. Im Gegenteil, denn dann hat man einen Stromfresser mehr im Smartphone. Da das iPhone dann der Sender ist, braucht es ständig Strom. Es sei denn, Apple würde einen zusätzlichen NFC-Knopf einplanen, was eher unwahrscheinlich ist. Noch ein Feature mehr in den <em>Einstellungen </em>brauche ich wirklich nicht.</p>
<p>Nach <em>&#8220;praktikabel</em>&#8221; klingt Touch &amp; Travel weiterhin nicht.</p>
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		<title>Folge dem Vectron!</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 06:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Siemens]]></category>
		<category><![CDATA[Vectron]]></category>

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		<description><![CDATA[Siemens schrieb einen Vectron-Fotowettbewerb aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahren predige ich der Bahnindustrie: Inszeniert eure Fahrzeuge und Züge besser! Lernt von der Autoindustrie! Fotografiert eure Züge nicht auf einem verkrauteten Rangierbahnhof! <strong><span style="color: #0000ff;">Zeigt, dass Züge Hightech sind und ein attraktives Design haben.</span></strong></p>
<p>Viel gefruchtet hat mein Reden nicht, weil: <em>Wir haben kein Geld für Fotos, die Fahrzeuge müssen ganz schnell vom Hof, sie werden zu spät fertig.</em></p>
<p>Das leuchtet natürlich ein. Da kämpft man jahrelang um den Millionenauftrag, arbeitet zwei Jahre an dem Fahrzeug, und dann ist kein Tausender und kein Tag übrig für ein paar professionelle Werksfotos oder gut ausgeleuchtete Fotos am Bestimmungsort, wenn der Zug zusammengebaut ist. <strong>Dann macht eben der Kollege mit der Kompaktkamera schnell noch ein paar Bilder.</strong> Etwas unscharf, mit überstrahlendem Himmel und knallroten Fahrzeugen auf dem Parallelgleis, die sich munter in den Scheiben spiegeln. Kommt ja nicht mehr so darauf an. Und wir haben ja noch die tollen Simulationen im CAD-System, die sind doch ausreichend&#8230;</p>
<p>Ach, Bahnindustrie, warum stehst du dir selbst im Weg! (Oje, das klingt jetzt schon wie Wagners larmoyante <em>Post an die Leser</em> in der Zeitung, die keiner von uns je in die Hand nehmen würde.  <img src='http://railomotive.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p>Tatsächlich sind schlechte Fotos ein Fehler, sozusagen <em>Marketingversagen</em>. Denn die eigenen Mitarbeiter würden durch gute Fotos des Endprodukts, das sie fabriziert haben, motiviert. Die Fachpresse würde sich über endlich mal brauchbare Fotos freuen und sie gern abdrucken. Die Publikumspresse würde eine Tages erkennen, dass Designer nicht nur bei Konsumprodukten und Autos die Hand angelegt haben und dass Bahnreisen chic sein kann. Und ich bräuchte nicht mehr zu predigen.</p>
<div id="attachment_7130" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/01/P62989312010-06-29-1.jpg"><img class="size-full wp-image-7130" title="Siemens Vectron" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/01/P62989312010-06-29-1.jpg" alt="" width="640" height="432" /></a><p class="wp-caption-text">Es muss nicht immer Sonne im Rücken sein. Die moderne Eisenbahn lässt sich auch anders inszenieren. (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>Als ausgesprochen innovativ muss ich deshalb die Siemens-Marketingstrategen loben, die einen Fotowettbewerb zum neuen Vectron ausgeschrieben haben. Fotografen aller Art werden darin aufgefordert, den noch spärlichen Spuren der ersten Lokomotiven zu folgen, die immerhin im Internet beschrieben werden. Hoffentlich bald aktualisiert.</p>
<p>Die Teilnahmebedingungen stehen <a href="http://www.mobility.siemens.com/mobility/de/pub/fernverkehr/schienenverkehr/lokomotiven/vectron_start/fotowettbewerb.htm">hier</a>. Bis zum 30. Juni 2011 ist noch Zeit, den Vectron-Loks mit der Kamera aufzulauern. In den nächsten Tagen wohl in Velim in der Tschechischen Republik.</p>
<p>Ich bin ziemlich sicher: Die Fotos werden gut.</p>
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