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	<title>Railomotive &#187; Marketing</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Die Ostseeland-Verkehr ist bei den Kunden beliebt</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 05:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reisende sind mit Privatbahnen oft zufrieden]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4896" class="wp-caption alignnone" style="width: 634px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/07/InterConnex-1.jpg"><img class="size-full wp-image-4896" title="InterConnex-1" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/07/InterConnex-1.jpg" alt="" width="624" height="415" /></a><p class="wp-caption-text">Kundenbetreuerin im InterConnex (Foto: Joachim Donath)</p></div>
<p>Dass Privatbahnen oft den besseren Service und modernere, saubere Fahrzeuge bieten, erlebe ich regelmäßig in den Triebwagen der Regiobahn Kaarst &#8211; Mettmann. Die OLA in Mecklenburg-Vorpommern kommt bei ihren Kunden auch gut an, wie die folgende Pressemitteilung belegt.</p>
<p><em>Die Kundenzufriedenheitsanalyse 2009 hat erneut gute bis sehr gute Werte für die Ostseeland Verkehr GmbH ergeben. Die OLA erzielte in Mecklenburg-Vorpommern einen Gesamtwert von 1,6 (2008: 1,54). Damit erreichte das größte private Verkehrsunternehmen im Land einmal mehr einen besseren Durchschnittswert als alle sechs Eisenbahnbetriebe im Land zusammen, der bei 1,78 liegt (2008: 1,8). Im November letzten Jahres wurden im Auftrag der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) rund 1.000 Fahrgäste zu 14 verschiedenen Qualitätskriterien im Schienenpersonennahverkehr befragt. Die repräsentativen Kundenzufriedenheitsanalysen werden seit 2000 einmal jährlich durchgeführt.</em></p>
<p><em>Die besten Werte erreichte die OLA mit 1,3 bei der Freundlichkeit und Kompetenz des Zugpersonals, 1,43 für die Pünktlichkeit und 1,47 für verständliche Informationen sowie 1,5 für das Sicherheitsempfinden und den Fahrscheinerwerb im Zug. Keinen Einfluss hat die OLA auf den Zustand und die Ausstattung der Bahnhöfe, die Anschlusssicherung sowie auf das Sicherheitsempfinden auf den einzelnen Stationen. Dort wurden ausnahmslos die schlechtesten Werte ermittelt, die sich dann auch auf die Gesamtnote der OLA auswirken.</em> <em> </em></p>
<p><em>„Unsere Stärken liegen bei unseren Mitarbeitern und im Service“, freute sich Geschäftsführer Dirk Fischer über die guten Ergebnisse. „Preiswerte und faire Snacks sowie der Ticketverkauf direkt am Platz, saubere und moderne Züge werden von den Fahrgästen honoriert. Hohe Zufriedenheit spricht sich rum und zieht weitere Fahrgäste auf den umweltfreundlichen Schienenverkehr“, unterstrich Fischer den Anspruch des privaten Verkehrsunternehmens.</em></p>
<div id="attachment_4899" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/07/P1000244.jpg"><img class="size-full wp-image-4899" title="P1000244" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/07/P1000244.jpg" alt="" width="640" height="538" /></a><p class="wp-caption-text">In der Verantwortung von DB Station &amp; Service: Neuss Hbf, 21. Juli 2010. Die Absperrung ist seit Monaten zerrissen und im Weg, die Anzeige seit mehreren Tagen ausgefallen. (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>Allerdings empfinden die OLA-Fahrgäste den Zustand der Bahnhöfe nicht eben prickelnd. In Neuss ist seit einigen Tagen die gesamte Zuganzeige in der  Durchgangshalle und auf den Bahnsteigen ausgefallen. An den stark verschmutzten und mit Flecken aller Art übersähten Treppen werden Reisende seit mehreren Monaten von Absperrungen mit zerrissenen Bändern begrüßt.</p>
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		<title>Schallende Ohrfeige vom Eisenbahnbundesamt</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 20:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Eisenbahnbundesamt forderte Bahnchef Grube auf, für sicheren Betrieb zu sorgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es dürfte ein einmaliger Vorgang sein, dass eine Aufsichtsbehörde – das Eisenbahnbundesamt – das führende Eisenbahnunternehmen – Deutsche Bahn – mit Nachdruck an seine Pflichten erinnern muss, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.</p>
<p><em>Die Bahn,</em> <a href="http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/wirtschaft/2010/07/21/hitze-chaos-eisenbahnbundesamt-wascht-deutscher-bahn-den-kopf-227929">meldet</a> die Presseagentur ddp, <em>habe „im Rahmen ihrer Betreiberverantwortung“ Schwachstellen  rechtzeitig zu erkennen und zu beheben. Komme es zu Systemausfällen,  habe die Deutsche Bahn alles zu tun, um Gefahren für die Gesundheit der  Fahrgäste auszuschließen.</em></p>
<p>Das sollte in einem zivilisierten westlichen Industriestaat eigentlich selbstverständlich sein, kann beim ergebnisfixierten und in ihrer eigenen kleinen Welt lebenden Bahnmanagement aber wohl nicht mehr vorausgesetzt werden. Es ist eine schallende Ohrfeige für Bahnchef Grube, der sich nicht entblödet, weiter die Bahnindustrie und den Klimawandel für die katastrophalen Zustände in einigen ICE-Zügen verantwortlich zu machen. Dass Grube, wie der <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wenn-das-klima-defekt-ist/1887710.html;jsessionid=33A0353469E7339774EB1EA820B3B883">Tagesspiegel</a> nachrechnete, die Öffentlichkeit belügt, indem er Hitzetage falsch angibt und die ICE-Probleme als &#8220;neu&#8221; bezeichnet, obwohl es schon im heißen Sommer 2008 gehäuft Ausfälle gab und Bahnreisende entsprechende Erfahrungen machten, überrascht da schon nicht mehr. Bisher über 2200 ausgegebene Reisegutscheine wegen Hitze-Beschwerden bei der DB sprechen eine klare Sprache. Und das Eisenbahnbundesamt weiß von mindestens 30 Fällen, wo ausgefallene Klimaanlagen erhebliche gesundheitliche Folgen für die Fahrgäste hatten.</p>
<p>(Zu den ICE-Klimaanlagen ein <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2872236_Heisse-Fahrt-Kein-schoener-Zug.html">Beitrag der Frankfurter Rundschau</a>.)</p>
<p>Das Märchen von einst 10 Prozent Ersatzzügen glaubt erst recht niemand. Auf die Idee, Züge schnellstens umzurüsten und endlich neue Züge zu bestellen anstatt ausländische Bahngesellschaften zu kaufen, kommt Grube nicht. Schuld sind immer die anderen.</p>
<p>Dem Tagesspiegel liegen außerdem Dokumente vor, die belegen, dass auch die Wartungsintervalle gestreckt wurden. Was angesichts der gehäuften Ausfälle aller Art nicht überrascht. <span style="color: #ff0000;"><strong>Die Deutsche Bahn ist seit Jahren ein Opfer von Abenteurern und ökonomischen Phantasten. Auch in der Politik.<br />
</strong></span></p>
<p>Heute kündigte die Bahn ein Schmerzensgeld von 500 Euro für die fast krepierten Fahrgästen an. <span style="text-decoration: line-through;">Allerdings nur gegen ärztliches Attest.</span> Seit 22.7. auch ohne Attest.</p>
<p>Robuste Naturen scherzten heute im Internet: &#8220;Komm, wir fahren ICE, dann gibt&#8217;s 500 Euro!&#8221; <span style="text-decoration: line-through;">Rettungsdienste und Krankenhäuser an den Bahnstrecken sollten vorbereitet sein und entsprechende Atteste vorhalten&#8230;</span></p>
<p>Wenn Reparaturen und Neubestellungen weiter auf die lange Bank geschoben werden, hilft ja vielleicht ein staatlicher Aufkleber auf den ICE-Türen gegen Überfüllung und gesundheitlich nicht so stark belastbare Bahnkunden:</p>
<h2 style="text-align: center;">Das Eisenbahnbundesamt warnt:</h2>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">Die Reise mit diesem Zug </span></h2>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"> kann lebensgefährlich sein. </span></h2>
<p><span style="color: #ff0000;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #808080;">Ausfallwahrscheinlichkeit von Klimaanlagen 32 % </span><br />
<span style="color: #808080;">Verspätungswahrscheinlichkeit 81 % </span><br />
<span style="color: #808080;">Ausfallwahrscheinlichkeit des Bordrestaurants 28 %</span><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #808080;"> </span></span><br />
<span style="color: #ff0000;"><span style="color: #808080;">Betriebswichtige Aggregate können jederzeit ausfallen.</span><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Deutsche Bahn setzt PR-Katastrophe fort</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/07/die-deutsche-bahn-setzt-pr-katastrophe-fort/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 10:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Vorstände der Deutschen Bahn trampeln von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen und lassen jegliches Gespür für Kommunikation mit Kunden und Medien vermissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als einer, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von allen Seiten des Schreibtischs kennt, bin ich inzwischen fassungslos über die unbeschreibliche Inkompetenz der Führung der Deutschen Bahn, von Vorstandschef Grube über Vorstand Homburg bis zum Kommunikationschef, der entweder nichts zu sagen hat oder auf beratungsresistente, geradezu vernagelte Vorstände trifft. Denn mit jeder Aussage demonstrieren die Führungskräfte Kaltschnäuzigkeit, fehlende Empathie und einen eklatanten Mangel an Wissen, wie Kommunikation funktioniert und wirkt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ein anderes Unternehmen in einer Krise derart amateurhaft und arrogant reagiert hat. Im Bahnturm herrscht in den entscheidenden Ebenen offensichtlich eine kommunikative Inkompetenz, die in der Nachkriegsgeschichte beispiellos ist. Vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Contergan-Skandal">Contergan</a>-Hersteller Grünenthal vielleicht einmal abgesehen.</p>
<p>Mit jedem Interview, jeder Talkshow hüpfen die Bahn-Manager von Fettnapf zu Fettnapf. Und zwar so, dass es spritzt. Zuerst gibt Personenverkehrsvorstand Homburg den Unterkühlten und Unbeteiligten bei <a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,706813,00.html">Illner</a>, dann sagt Grube im Deutschlandfunk-Interview sinngemäss, dass man doch immerhin einen Großteil der Züge ohne Probleme ans Ziel bekomme. Obwohl er in diesem Interview nur Ungenaues zu den Pflichten des Zugpersonals sagt und in einem <a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article8503588/Sauna-Zuege-Politik-erhoeht-den-Druck-auf-die-Bahn.html">internen Brief</a> an die Mitarbeiter ihnen seine &#8220;vollste Anerkennung und  Unterstützung&#8221; ausspricht und großkotzig tönt &#8220;Bei all den unbestreitbaren Schwierigkeiten<span style="color: #ff0000;"> werde  ich es nicht zulassen, dass die Bahn als unsicheres Verkehrsmittel in  Misskredit gebracht wird</span>&#8220;, verprügelt er nun in <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,707026,00.html">Spiegel online</a> das Zugpersonal: &#8220;Es gibt klare Richtlinien, wie das Zugpersonal in solchen Fällen  reagieren muss. Den Wagen schnellstmöglich zum Stillstand bringen und  versuchen, die Klimaanlage wieder in Gang zu kriegen. Fällt sie total  aus, nicht weiterfahren, sondern einen Ersatzzug organisieren.&#8221; Das habe einige Male nicht geklappt. Aha!</p>
<p>Weiß Grube eigentlich, wovon er redet? Wie bringt man einen einzelnen Wagen im Zug zum Stillstand? Hat der schon mal in einem Zug gesessen, weiß der eigentlich, wie ein Triebzug aufgebaut ist? Wo bitte hat die DB Ersatzzüge? Weiß Grube, dass er für die aktuelle Sommer- und die vergangene Winterkatastrophe die Verantwortung trägt?</p>
<p>Mit seiner Kaltschnäuzigkeit hat Grube dem Staatsunternehmen Deutsche Bahn einen milliardenschweren Imageschaden beschert und sich konsequent viele Gründe für einen Rauswurf wegen kommunikativer Inkompetenz und offensichtlicher Führungsschwäche erarbeitet. Ich fürchte nur, dass Bundesverkehrsminister Ramsauer nicht Manns genug ist, den überforderten Grube zu entlassen und durch einen gelernten Eisenbahner zu ersetzen. Er würde damit ein Zeichen setzen.</p>
<p>Inzwischen häufen sich die Berichte über Horrorfahrten mit der Bahn. So, wie sie jeder schon einmal erlebt hat. Etwa <a href="http://www.traum-frei.de/?p=77">hier</a>. Wobei zumindest tröstlich ist, dass im Bordbistro wohl ab 40° C nicht mehr gearbeitet werden darf, was doch auf eine gewisse Fürsorge der Bahn schließen lässt. Leider kenne ich die Höchsttemperaturen nicht, ab denen die Zugbegleiter ihr Sakko und ihre Weste ausziehen und die Arbeit einstellen dürfen. Möglicherweise wird ihnen auch Treue bis in den Tod abverlangt, weil Räder rollen müssen bis zum Sieg. Und den hat sich Grube ja vorgenommen. <strong><span style="color: #ff0000;">Grube lässt sich die Bahn nicht in Misskredit bringen, er macht es lieber selbst.</span></strong></p>
<p>Da auch die über 30 Jahre alten IC-Wagen viele Probleme machen, greifen kundenfreundliche Eisenbahner alten Schlages zur Selbsthilfe, wie die BILD <a href="http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/aktuell/nachrichten/2010/07/16/schaffner-befestigt-defekte-trittleiter/mit-eigener-bahn-krawatte.html##">berichtet</a>: Mit einer DB-Krawatte und Kabel band er eine defekte Klapptrittstufe hoch, damit der Zug fahren konnte.</p>
<p>Das <span style="color: #0000ff;">Überlebensset</span> für Bahnfahrer sollte nicht nur aus <span style="color: #0000ff;">Wasser, Hammer, Pinkelflasche, Handtuch, Sauerstoffflasche, Thermometer und Kamera zur Beweissicherung, Vierkantschlüssel und Smartphone </span>bestehen. Man sollte auch <span style="color: #0000ff;">e</span><span style="color: #0000ff;">ine Rolle glasfaserverstärktes Klebeband und Draht</span> dabei haben, um dem Zugpersonal bei den täglich anfallen Reparaturen hilfreich zur Seite zu stehen. So werden die Verspätungen nicht ganz so groß.</p>
<p>PS: Soeben erreichte mich folgende DB-Pressemitteilung, die nicht weiter kommentiert werden muss:</p>
<p><em>Zu Meldungen über eine angebliche Distanzierung von DB-Chef Rüdiger Grube gegenüber Mitarbeitern verweist die DB auf die folgende Originalpassage im neuen Spiegel-Interview</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>(Berlin, 17. Juli 2010)  Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG: „Es gibt klare Richtlinien, wie das Zugpersonal in solchen Fällen reagieren muss. Nämlich bei einem Komplettausfall der Klimaanlage die Reisenden so schnell wie möglich aus diesen Zügen herausbringen. Aber es gibt nichts zu beschönigen: Es sind anscheinend Fehler gemacht worden. Die Staatsanwaltschaft und auch wir untersuchen diese Fälle derzeit ganz genau. Und die Wahrheit muss auf den Tisch. Aber eins sei auch klipp und klar gesagt: Gegen Vorverurteilungen verwahre ich mich ebenso wie gegen eine pauschale Verunglimpfung unseres Zugpersonals. Die machen einen sehr guten Job und genießen meine volle Unterstützung.</em></p>
<h2><strong>Die Deutsche Bahn ist eine Lachnummer mit angeschlossenem Dauer-Versuchsbetrieb.</strong></h2>
]]></content:encoded>
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		<title>Katastrophen-PR, made in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 16:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn kommuniziert auch zwei Tage nach den Klimaschock-Problemen mit ICE weiter äußerst ungeschickt und unprofessionell. Glaubhafte Entschuldigungen sehen anders aus. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Deutsche Bahn hat aus dem Winter-Desaster nichts gelernt</strong> und ist offensichtlich beratungsresistent. Wobei ich glaube, dass dort niemand nach Beratung gefragt hat, obwohl es genügend auf Krisen-PR fokussierte PR-Agenturen und Berater gibt. Doch die Einsicht, bei der Kommunikationsarbeit – vom selbstgefälligen Vorstand bis zur riesigen Kommunikationsabteilung – völlig versagt zu haben, kommt in Berlin auch bei der neuerlichen Hitzewelle niemand in den Sinn.</p>
<p>Soeben verbreitete die Deutsche Bahn folgende Pressemitteilung, die dieses aufs Traurigste dokumentiert. Floskeln, notgedrungene Entschuldigungen und das zwischen den Zeilen gegebene <strong>Versprechen, dass sich nichts ändern</strong> <strong>wird</strong> (meine Bemerkungen dazu in Rot):</p>
<p><em><strong>Deutsche Bahn reagiert auf hitzebedingte Ausfälle</strong></em></p>
<p><em>Lückenlose Aufklärung der Vorfälle vom Wochenende • Direkte Gespräche mit betroffenen Schulen • Tägliche Überprüfungen der Klimaanlagen • Grube: „Nehmen Ereignisse sehr ernst“ • Homburg: „Anlaufstelle für Betroffene“</em></p>
<p><em>(Berlin, 12. Juli 2010)  Die Deutsche Bahn wird die Vorfälle im Zusammenhang mit den ausgefallenen ICE-Klimaanlagen lückenlos aufklären. Dies versicherte DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube am Montag in Berlin. Gleichzeitig werde die DB selbstverständlich auch die Ermittlungen der Bundespolizei intensiv unterstützen. Grube sagte weiter: „Wir nehmen die Ereignisse der letzten Tage sehr ernst. Nach meiner sofortigen telefonischen Entschuldigung am Sonntag haben wir heute vor Ort persönlichen Kontakt mit den betroffenen Schülern und Lehrern in Willich aufgenommen. Wir werden für den erlittenen Schaden eine schnelle und unbürokratische Wiedergutmachung leisten.“ </em><span style="color: #ff0000;"><strong>Die DB hat Menschen der Lebensgefahr ausgesetzt.</strong> Eine Wiedergutmachung, sofern das überhaupt möglich ist bei Menschen, die Todesangst hatten, ist wohl das Mindeste!</span><em> </em></p>
<p><em>Auch mit einer zweiten betroffenen Schule in Remscheid hat die DB zwecks Entschädigungsmaßnahmen direkten Kontakt aufgenommen. Bei extremen Außentemperaturen und hohem Fahrgastaufkommen waren am Samstag in drei ICE-Zügen die Klimaanlagen komplett ausgefallen. Reisende an Bord eines Zuges mussten in Bielefeld ärztlich versorgt werden. </em><span style="color: #ff0000;">Schon wieder das Gesülze wegen Außentemperaturen und Fahrgastaufkommen. Wieder nur die Aussage: <strong>Wir können nichts dafür. </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Die Deutsche Bahn kann nichts für Unwetter und für Menschen, die sich vor den Zug werfen, wie auch am Wochenende mehrfach geschehen. <strong>Für alle anderen Dinge ist ganz allein die Deutsche Bahn verantwortlich.</strong></span><em><span style="color: #ff0000;"><br />
</span><br />
Zur Vermeidung solch schwerwiegender Vorfälle legen die Mitarbeiter in den DB-Werken nochmals gesteigertes Augenmerk auf die Wartung und Instandhaltung der Klimaanlagen. Auch das Bordpersonal wurde auf die konsequente Anwendung einer bestehenden Richtlinie hingewiesen, bei Ausfall von Klimaanlagen in einzelnen Wagen den Fahrgästen eine Weiterfahrt in klimatisierten Zugbereichen zu ermöglichen. Bei vollständigem Ausfall der Klimatisierung sind die Züge am nächstmöglichen Bahnhof zu stoppen und die Fahrgäste auf andere Züge zu verteilen. </em></p>
<p><em> </em><span style="color: #ff0000;">Es ist inzwischen</span><span style="color: #ff0000;"> mehrfach belegt, dass nicht nur am Samstag, sondern auch gestern und heute in Berlin ICE abgefahren sind, bei denen in einzelnen oder mehreren Wagen die Klimaanlage nicht arbeitete.<span style="color: #ff0000;"> </span></span><span style="color: #ff0000;">Ein &#8220;nochmals gesteigertes Augenmerk&#8221; kann ich nur so interpretieren, dass &#8220;endlich mal&#8221; auch die Klimaanlagen ordentlich gewartet werden. Denn selbst Bahnmitarbeiter und viele Reisende bestätigen, dass es schon lange solche Ausfälle gegeben hat. <strong>Es ist kein neues Problem. </strong>Betroffen ist vor allem der ICE 2, der bis zu 16 Jahre in Betrieb ist und irgendwann ein wenig modernisiert werden soll. <em><br />
</em></span></p>
<p><em> „Unsere oberste Priorität ist und bleibt, unsere Kunden zuverlässig, pünktlich und &#8211; vor allem aber – sicher ans Ziel ihrer Reise zu bringen“, so Grube weiter.</em><span style="color: #ff0000;"> <strong>Herr Grube, das glauben Sie wohl doch selber nicht</strong>. Ständig reden Sie von Ihrem Brot-und-Butter-Geschäft, tun aber nichts, um es auf einem fahrgastfreundlichen Niveau zu halten. Größer könnte die Diskrepanz zwischen Ihren Sprüchen und der traurigen Realität der von Ihnen und Ihrem Vorstandskollegen Homburg zu verantwortenden Deutschen Bahn nicht sein. Merken Sie nicht, wie Sie sich mit Ihrem Geschwätz längst unglaubwürdig und lächerlich gemacht haben? Haben Sie keine Berater und sind Sie nur von Ja-Sagern umgeben? </span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wenn Sie, <strong><span style="color: #ff0000;">Herr Grube</span></strong>, Ihr Brot-und-Butter-Geschäft wirklich ernstnehmen würden, hätten Sie schon nach den Winterproblemen eine systematische Aufarbeitung der ICE in Auftrag gegeben. Da Sie aber keine Reservezüge haben und Stillstände Umsätze kosten, haben Sie und Ihr Kollege Homburg die Züge weiter auf Verschleiß gefahren. Mit Verlaub:<span style="color: #ff0000;"> <strong>Ihre Fahrgäste sind Ihnen scheißegal</strong></span><strong>.</strong> Ihnen geht es um shareholder value und persönliche Erfolge beim Erwerb von ausländischen Gesellschaften. Nun muss das Zugpersonal ausbaden, was Sie, die Vorstände, durch Nicht-Investitionen und Sparen bei der Wartung verbockt haben. Und der durch und durch naive Bundesverkehrsminister schaut einfach zu. Muss es erst Tote geben? Ich fürchte, dass Sie sogar dann von bedauerlichen Einzelfällen sprechen würden.<br />
</span></p>
<p><em>DB-Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg kündigte eine zentrale Anlaufstelle für betroffene Kunden an. „Damit wollen wir eine rasche Bearbeitung gewährleisten“, sagte er in Berlin. Ab 19 Uhr ist dafür die E-Mail-Adresse hitzewelle@deutschebahn.com geschaltet. Die schriftliche Kontaktaufnahme ist über folgende Adresse möglich: DB Fernverkehr AG, Kundendialog, Stichwort „Hitzewelle“, Postfach 10 06 13, 96058 Bamberg. Betroffene Fahrgäste können außerdem auch das DB-Kundenportal unter 01805 99 66 33 nutzen. </em><span style="color: #ff0000;">Klasse, das kostet 14 ct pro Minute und verbindet mit einem Callcenter<em>. </em>Was für ein Service und welch herrliche Gespräche mit unterbezahlten Callcenter-Agenten, die nichts für das Schlamassel können.</span> <em><br />
</em></p>
<p><strong>Hilfreicher dürfte es bei überhitzten Wagen ohne Alternative, im Zug umzuziehen oder umzusteigen, die <a href="http://www.bundespolizei.de/">Bundespolizei</a> zu verständigen. Sie müsste Züge mit kollabierten Fahrgästen unverzüglich stoppen. <span style="color: #0000ff;">Die Rufnummer der Bundespolizei ist</span> <span style="color: #0000ff;">0800 6 888 000</span>. </strong>Man sollte sie im Handy gespeichert haben.<strong><br />
</strong></p>
<p>Diese Pressemitteilung ist ein Dokument der Ungeschicklichkeit, der Arroganz und der Dummheit.</p>
<h2><strong>Eine angemessene, professionelle Pressemitteilung hätte etwa so ausgesehen:</strong></h2>
<p><span style="color: #ff0000;">Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn Dr. Rüdiger Grube bedauert zutiefst die Vorkommnisse vom Wochenende in drei ICE und weiteren Zügen, in denen die Klimaanlagen ausgefallen waren. &#8220;Dass Fahrgäste in Lebensgefahr geschwebt haben, hat mich sehr erschüttert&#8221;, sagte Grube. &#8220;Das zeigt mir, dass wir bei unseren Bemühungen um jederzeit betriebsfähige Züge noch größere Anstrengungen unternehmen müssen. Wir werden alles tun, um die Mißstände unverzüglich abzustellen. Deshalb habe ich angeordnet, dass kein ICE mehr mit einer defekten Klimaanlage, und sei es auch nur in einem Wagen, auf die Strecke geht.&#8221; </span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Grube traf sich heute mit den Mitarbeitern aus den Werken, dem Eisenbahnbundesamt und der Bahnindustrie zu einem Krisengespräch, um eine schnelle Lösung des Problems zu erreichen. Die Deutsche Bahn hat vorsorglich bereits in der Nacht vom Samstag auf Sonntag begonnen, die Klimaanlagen der betroffenen Züge zu untersuchen und zu reparieren. &#8220;Wir werden alles dafür tun, dass sich die bedauerlichen Vorfälle nicht mehr wiederholen und werden in allen ICE2-Zügen die Luftfilter unabhängig vom Wartungsstand unverzüglich auswechseln&#8221;, betonte Grube. &#8220;Unsere Fahrgäste haben ein Recht auf komfortable, zuverlässige Züge. Dafür übernehme ich die Verantwortung.&#8221;<br />
</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Leider werden durch die Reparaturen einzelne Züge ausfallen, so dass Engpässe nicht ganz vermeidbar sind. Die Deutsche Bahn wird auf www.bahn.de und Twitter Zugausfälle frühzeitig ankündigen und eine Buchung von vornherein unterbinden. Fahrgäste, die schon für ausgefallene Züge gebucht haben, bekommen den Fahrpreis an den Service Points unmittelbar erstattet oder erhalten von der Deutschen Bahn auf Wunsch kostenlos reservierte Plätze in anderen Zügen. Darüber hinaus hat die Deutsche Bahn eine kostenlose Hotline eingerichtet, die rund um die Uhr erreichbar ist. Selbstverständlich wird die Deutsche Bahn allen Fahrgästen, die in unklimatisierten ICE- und IC-Wagen fahren mussten, unbürokratisch den Fahrpreis erstatten. </span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Als Entschuldigung für die Ausfälle und Unannehmlichkeiten senkt die Deutsche Bahn ab sofort bis Ende August 2010 die Fahrpreise pauschal um 15 Prozent und empfiehlt dringend eine Platzreservierung, die in allen ICE künftig im Fahrpreis enthalten ist. &#8220;Das sind wir unseren Kunden schuldig&#8221;, sagte Grube.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Grube hatte sich am Sonntag bei den betroffenen Schulklassen telefonisch entschuldigt. &#8220;Ich bin entsetzt, dass so etwas passiert ist und kann mich nur herzlichst bei den Schulklassen und Lehrern entschuldigen. Die Deutsche Bahn wird unverzüglich eine umfassende Wiedergutmachung leisten und den Betroffenen außerdem für drei Monate kostenlose Fahrten in allen Zügen anbieten&#8221;, sagte Grube. Darüber hinaus wird der Vorstandsvorsitzende die Klassen zu einem Gespräch nach Berlin einladen und die Besichtigung eines ICE-Werks und einer Betriebsleitzentrale organisieren. &#8220;Das ist das Mindeste, was ich jetzt tun kann&#8221;, sagte Grube.<br />
</span></p>
<p>Zur Beinahe-Katastrophe in den ICE liefert die Deutsche Bahn eine PR-Katastrophe nach.</p>
<p>Die Deutsche Bahn hatte schon vor dem Klima-Skandal ein <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/deutsche-bahn-bleibt-unsympathisch-434810/">miserables Image und <strong>gilt als extrem unsympathisch</strong></a>. Auch eine Leistung des Vorstands.<em><br />
</em></p>
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		<title>InterConnex-Tickets nun auch bei den Berliner Verkehrsbetrieben</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 19:37:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die BVG verkaufen jetzt auch InterConnex-Fahrkarten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab sofort sind die preiswerten Tickets für den InterConnex auch bei den Berliner  Verkehrsbetrieben (BVG) erhältlich. In allen rund 60 BVG  Verkaufsstellen und Reisemärkten auf U-Bahnhöfen können die<span style="color: #ff0000;"> Spartickets  für 19 Euro</span> für die Relationen <span style="color: #ff0000;">Berlin–Leipzig und  Berlin–Rostock/Warnemünde</span> erworben werden. „Der Vertrag mit der BVG sichert uns nun eine flächendeckende  Präsenz in der Bundeshauptstadt“, freut sich Andreas Winter,  Produktmanager des InterConnex. Der Vertrag läuft zunächst als  Pilotprojekt bis Ende des Jahres.</p>
<p>Der InterConnex ist das Fernverkehrsangebot der  Veolia-Verkehr-Gruppe, dem größten privaten Verkehrsunternehmen in  Deutschland. Rund 400 Sitzplätze in barrierefreien Reisezugwagen, große  Mehrzweckbereiche und eine  Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h sorgen  für eine schnelle und bequeme  Reise. Der einzige privat  betriebene Fernzug Deutschlands, wie die Pressemitteilung behauptet, ist er aber nicht. Denn der Konkurrent Arriva fährt ebenfalls Fernzüge (&#8220;Alex&#8221;), sogar bis Prag. Der InterConnex verbindet zweimal täglich Berlin und Leipzig sowie  einmal täglich Berlin und Rostock/Warnemünde.</p>
<p>InterConnex-Tickets  gibt es außerdem im <a href="http://www.veolia-verkehr.de/tmpl/XStartPage____13811.aspx?epslanguage=ML">Internet</a>, in vielen Reisebüros, in den Zügen der Märkischen  Regiobahn (MR), über die Telefonhotline und bei den Kundenbetreuer im Zug. Der InterConnex wird grundsätzlich von  Kundenbetreuern begleitet, die auch für Hilfestellungen bei Reisenden  mit Handicap sowie für weitere Auskünfte und das Catering direkt am  Platz verantwortlich sind.</p>
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		<title>DB verbessert Buchungsmöglichkeit und behebt nicht alle Fehler</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 20:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei der Deutschen Bahn kann man jetzt Tickets per MMS buchen. Das Bahnportal arbeitet teilweise aber immer noch fehlerhaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Bahn, genauer: die DB Vertrieb GmbH, hat ein wenig was am Buchungssystem herumgebastelt und schreibt:</p>
<p><em>Die Deutsche Bahn bietet ab sofort allen Bahnreisenden mit einem Handy neue Möglichkeiten bei der Buchung. Jetzt ist es möglich, sich die Fahrkarte bei einer Buchung im Internet auf </em><a href="http://bahn.de/"><em>bahn.de</em></a><em> als MMS direkt auf das Mobiltelefon schicken zu lassen. Das neue Angebot ist besonders kundenfreundlich und schont die Umwelt. Denn statt des ausgedruckten Online-Tickets zeigt der Reisende dem Zugbegleiter die MMS auf seinem Handydisplay. Für die Zustellung des Handy-Tickets müssen sich Nutzer mit ihren persönlichen Zugangsdaten auf </em><a href="http://www.bahn.de/meinebahn"><em>www.bahn.de/meinebahn</em></a><em> anmelden.<br />
&#8220;Diese Lösung ist für Privat- und Geschäftsreisende gleichermaßen interessant&#8221;, so Mathias Hüske, Leiter Online- und Agenturvertrieb bei der DB Vertrieb GmbH. &#8220;Zukünftig kann man mit der Bahn ganz einfach ohne Papierticket verreisen. Das ist besonders praktisch, wenn gerade kein Drucker in der Nähe ist oder die Fahrkarte von einer anderen Person gebucht wurde.&#8221;</em></p>
<p>Was Herr Hüske leider verschweigt: <span style="color: #ff0000;"><strong>Die City-Option ist bei so einem MMS-Ticket nicht drin.</strong></span> Aus dem einfachen Grund, weil die Verkehrsbetriebe kein Lesegerät für MMS haben.</p>
<p>Etwas verbessert wurde die Sitzplatzreservierung: Originalton DB:</p>
<p><em>Um Kundenwünsche bei der Sitzplatzreservierung bestmöglich zu erfüllen, sind jetzt auch diese Serviceleistungen auf </em><a href="http://bahn.de/"><em>bahn.de</em></a><em> optimiert. So kann der Reisende nach seinen individuellen Bedürfnissen Teilstrecken abwählen und so Geld sparen. Da nur eine Anschlussreservierung im Preis für die Sitzplatzreservierung enthalten ist, war bis dato bei zwei Umstiegen eine weitere kostenpflichtige Reservierung notwendig. Jetzt kann der Reisende entscheiden, für welche Teilstrecke er die Reservierung in Anspruch nehmen möchte. </em></p>
<p><em>Auch bei der Reservierung des Sitzplatzes wurde der Service verbessert. Ab sofort wird dem Kunden bereits vor Kauf der Reservierung die entsprechende Verfügbarkeit angezeigt. Im Buchungsschritt &#8220;Ticket&amp;Reservierung&#8221; unter &#8220;Details&#8221; erhält der Kunde die Information, ob die Buchung des gewünschten Sitzplatzes möglich ist. Falls nicht, bekommt er ein Alternativangebot im selben Zug</em>.</p>
<p>Das ist wirklich eine erhebliche Verbesserung, denn die Buchungsanfragen mit dem Ergebnis, dass keine Plätze mehr verfügbar seien und mit bis zu drei Durchläufen, bis endlich ein Platz gefunden war, hätte ich als Organisationsprogrammierer vor 30 Jahren noch als &#8220;EDV zu Fuß&#8221; bezeichnet.</p>
<p>Nun habe ich im Dezember lautstark <a href="http://railomotive.com/2009/12/www-bahn-de-ist-nur-ab-50/">bemängelt</a>, dass das Buchungssystem bei Strecken bis 50 km eine falsche Auskunft gibt. Nämlich, dass die Buchungsfrist abgelaufen sei, selbst wenn die Fahrt erst in ein paar Tagen geplant war. Diese falsche Meldung kommt jetzt nicht mehr.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Aber nach wie vor ist es unmöglich, Fernzüge (IC, ICE) bis 50 km zu buchen, lediglich Platzreservierungen. Das ist nicht nur unlogisch, sondern kundenunfreundlich. </strong></span></p>
<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/06/Bahnportaljuni20101.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4359" title="Bahnportaljuni2010" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/06/Bahnportaljuni20101.jpg" alt="" width="624" height="302" /></a></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #000000;">Dass in den Verkehrsverbünden oder zwischen zwei Verbünden keine Fahrkarten für Nahverkehrszüge gebucht werden können, ist zwar aus Kundensicht unsinnig, aber wegen der tariflichen Frickeleien im Nahverkehr noch irgendwie tolerabel. </span><strong>Aber dem Kunden im Buchungssystem nicht zu sagen, dass solche Buchungen generell nicht möglich sind </strong>und sich lapidar mit &#8220;Preisauskunft nicht möglich&#8221; herauszureden,<strong> ist alles andere als kundenfreundlich.</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Herr Hüske, da ist schon seit Jahren Nachbesserungsbedarf!</strong></span></p>
<p>Wie der VCD übrigens in diesem Zusammenhang herausfand und von der DB prompt bestritten wurde, sind es vor allem drei Punkte, die von den Befragten im neuesten <a href="http://www.vcd.org/bahntest.html">VCD-Bahntest</a> am stärksten kritisiert wurden: die Wahl des passenden Fahrscheins aus der schier unüberschaubaren Vielfalt an Angeboten und Tarifen, der Kauf eines Fahrscheins und die mangelnden Informationsmöglichkeiten über Fahrplan, Fahrscheine, Ermäßigungen und Fahrscheinkauf. Diese Hürden seien es, die die Menschen von einer Bahnfahrt abhielten. &#8220;Im Rahmen unserer eigenen regelmäßigen Kundenbefragungen bekommen wir nicht nur von 84 Prozent der Fahrgäste ein gutes oder sogar sehr gutes Feedback zum DB-Ticketverkauf, sondern auch wertvolle Hinweise zur weiteren Verbesserung von Service und Reisequalität&#8221;, sagt Jürgen Kornmann, Sprecher Personenverkehr der Deutschen Bahn. 84 Prozent Kundenzufriedenheit ist eine Quote, für die die DB sich schämen müsste. Und diejenigen, die wegen der Buchungsunmöglichkeit in Klein- und Mittelstädten oder mangels Internet erst gar nicht mit der Bahn fahren, haben ganz sicher kein Feedback gegeben, weil man sie nicht fragen konnte.</p>
<p>Der VCD weiter: <em>Die Tarifsysteme in Nah- und Fernverkehr wurden durchweg schlecht bewertet, im Nahverkehr schlechter als im Fernverkehr. Die breite Vielfalt von Fahrscheinen und Verbund-, Nah-, Fernverkehrs- und Sondertarifen, die sich gegenseitig häufig ausschließen, verwirre selbst passionierte Bahnnutzer. <strong><span style="font-style: normal;">Das stimmt, wie <a href="http://railomotive.com/2009/12/www-bahn-de-das-portal-der-inkompetenten/">meine Erfahrung </a>zeigt!</span></strong> Der VCD fordert, diese Unterscheidungen zu durchbrechen. Gehrmann: &#8220;Bahnreisende wollen einfach und bequem von A nach B reisen, ohne sich im Vorfeld lange den Kopf über Sparpreise, Kindertarife oder Sonderregelungen zerbrechen zu müssen. Wir brauchen Vereinheitlichung bei den Bahntarifen, bei Vertrieb, Fahrscheinkauf und Informationsbeschaffungen.“ <span style="color: #ff0000;">Mit einem einheitlichen »Deutschland-Tarif«, wie ihn der VCD vorschlägt, könnten mit einem Grundpreis alle Züge des Nah- und Fernverkehrs mit einem einheitlichen Fahrschein genutzt werden.</span></em><em> Eventuelle Aufschläge &#8211; etwa für ICEs oder Nachtzüge &#8211; würden problemlos im Zug nachgelöst.</em></p>
<p>Leider mache ich mir bei Bahnmanagern, die sich mit ihrem Preissystem am Flugverkehr und sonstigen systemfremden Überlegungen orientieren, keine Hoffnung, dass der Tarifwildwuchs beschnitten wird. Weil sie wahrscheinlich, wenn überhaupt, mit einer Bahncard 100 Bahn fahren.</p>
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		<title>Deutsche Bahn wirbt per Twitter für Autostadt</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/05/deutsche-bahn-wirbt-per-twitter-fuer-autostadt/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 07:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
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		<category><![CDATA[Personenverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[DB]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn lädt per Twitter zum Besuch der Autostadt ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zwei Monaten lässt die DB <a href="http://railomotive.com/2010/03/wie-twittert-man-einen-homepage-inhalt/">twittern</a>. Nach wie vor werden fantasielos Links zur DB-Homepage getwittert und das Publikum anbiedernd geduzt. Stellt man Fragen, werden sie nicht beantwortet. Ein Beleg, dass die Macher die Möglichkeiten dieses Kommunikationskanals nicht begriffen haben. Bei gerade mal 3.815 Followern (die Lesequote liegt nach meinen Erfahrungen unter 10 %) ist es auch zum Fenster hinausgeworfenes Geld. Zum Vergleich: Die <a href="https://twitter.com/Lufthansa_DE">Lufthansa</a> hat knapp 25.000 Follower. Dort werden zwar auch Sonderangebote &#8220;verkauft&#8221;, aber auch aktuelle Meldungen – und mit Kunden kommuniziert, die Fragen gestellt haben.</p>
<div id="attachment_4061" class="wp-caption alignnone" style="width: 514px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/05/Autostadt.jpg"><img class="size-full wp-image-4061" title="Autostadt" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/05/Autostadt.jpg" alt="" width="504" height="185" /></a><p class="wp-caption-text">Verirrtes Marketing: Die DB lockt per Twitter in die Autostadt.</p></div>
<p>Dass die DB – was die Qualität des eigenen Schienenverkehrs betrifft – nicht viel Selbstbewusstsein besitzt und gern auf andere Verkehrsmittel hinweist, haben wir immer wieder erlebt. Da ist es nur konsequent, dass für einen Besuch der Autostadt in Wolfsburg geworben wird. Wer die happigen Preise der DB kennt, wird &#8220;mit der ganzen Familie&#8221; lieber mit dem Auto anreisen&#8230;</p>
<p>Aber vielleicht ist das ja nur Cross Marketing. Die ersten Kilometer rollen Autoteile ja meist mit der Bahn.</p>
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		<title>In Dortmund hinter die Kulissen der Logistik schauen</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 18:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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		<description><![CDATA[Es sind noch Plätze frei: Am „Tag der Logistik“ am 15. April 2010 beteiligt sich die Dortmunder Eisenbahn, die zu Captrain Deutschland gehört, gemeinsam mit dem Container Terminal Dortmund und IKEA Distribution Services an der Veranstaltung „Die Einbindung des Verkehrsträgers Eisenbahn in komplexe Logistikprozesse am Beispiel IKEA Distribution Services GmbH“ und lädt Schüler und Studenten, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind noch Plätze frei: Am „Tag der Logistik“ am 15. April 2010 beteiligt sich die Dortmunder Eisenbahn, die zu Captrain Deutschland gehört, gemeinsam mit dem Container Terminal Dortmund und IKEA Distribution Services an der Veranstaltung „Die Einbindung des Verkehrsträgers Eisenbahn in komplexe Logistikprozesse am Beispiel IKEA Distribution Services GmbH“ und lädt <span style="color: #ff0000;">Schüler</span> und <span style="color: #ff0000;">Studenten</span>, aber auch das <span style="color: #ff0000;">Fachpublikum</span> und <span style="color: #ff0000;">allgemein an Logistik Interessierte</span> ein.</p>
<p>Die Teilnehmer erfahren bei einer Fahrt mit einem Triebfahrzeug entlang des Transportwegs, wie die Eisenbahn in komplexe Logistikprozesse integriert werden kann. Zudem erhalten sie auf der geführten Fahrt Hintergrundinformationen zum System Eisenbahn sowie zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Auf dem Gelände der IKEA Distribution Services GmbH werden die Teilnehmer dann die Möglichkeit haben, den Umschlag der Container live vor Ort zu verfolgen und Einblicke in einige weitere Prozesse innerhalb der Supply Chain zu erhalten.</p>
<p>Startpunkt ist auf dem Gelände des Container Terminals Dortmund in der Nähe des Alten Hafenamtes um 11 Uhr. Anmeldung und weitere Hinweise: <a href="http://www.tag-der-logistik.de">www.tag-der-logistik.de</a></p>
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		<title>Die Dampflok, die twittert</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 16:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dampflok]]></category>
		<category><![CDATA[Lokomotiven]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Nordamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[UP]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Museumszüge der Union Pacific geben über Twitter und Internet Standortmeldungen aus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Twitter ist als Informationsquelle sehr interessant, weil man sich die Quellen/Sender selbst zusammenstellen kann und praktisch in Echtzeit erfährt, was auf der Welt los ist. Dazu sucht man sich die Twitterer aus, von denen man nach den bisherigen Tweets erwarten kann, dass sie Interessantes zu berichten haben.</p>
<p>In den USA, wo Twitter weit populärer ist als in Europa, twittert sogar eine Dampflok. Es ist die riesige 4-8-4 (Drehgestell, 4 Treibachsen, 2 Nachläufer) mit einem siebenachsigem Tender, die bei der <a href="http://www.uprr.com/aboutup/excurs/up844.shtml">Union Pacific</a> 1960 ausgemustert und vor dem Verschrotten gerettet wurde. Als <a href="http://www.railpictures.net/viewphoto.php?id=291506&amp;nseq=18">Nr. 844</a> (Foto) ist sie in vielen Bundesstaaten unterwegs. Momentan ist sie in Nebraska anzutreffen: <a href="https://twitter.com/UP_Steam">https://twitter.com/UP_Steam</a> Alle zehn Minuten gibt ein Sender, der seine Position über GPS ermittelt, über Twitterfeed eine Ortsangabe zur Lok ab.</p>
<p>Über diesen <a href="http://www.uprr.com/aboutup/excurs/trace.cfm">Link</a> ist die Lok auch ohne Twitter zu verfolgen. Um Zuschauer zu der werbewirksamen Fahrt zu locken, ist diese Nutzung von Twitter und Internet einfach genial. Wer unterwegs auf Twitter zugreifen kann, erfährt so, wann er sich zum Fotografieren auf den Weg machen muss in einem Land, in dem Verspätungen normaler sind als hier.</p>
<p><strong>Nachtrag 4.4.2010</strong>: Teltarif-Chefredakteur Martin Müller ist auch Eisenbahn-Freak und <a href="http://www.steamphone.de/dampflok/april-usa-ipad-union-pacific/news/00301/">berichtet</a> über die Fahrt der 844. Er hat das Glück, näher dran zu sein. Gute Reise!</p>
<p><strong>5.4.2010</strong>: Hier noch ein Breitwand-Video vom Vorjahr: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=fiSj47ps3j8&amp;feature=channel">http://www.youtube.com/watch?v=fiSj47ps3j8&amp;feature=channel </a> Aktuelle Kurzvideos vom 2010-Trip <a href="http://www.uprr.com/newsinfo/media_kit/steam/844/valley-eagle_video.shtml">hier bei der UP</a>.</p>
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		<title>Markennamen wecken Assoziationen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 07:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht immer sind Eisenbahnen und Bahnindustrie geschickt beim Entwickeln von Markennamen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neue Wortschöpfungen sollen bei der Schienenverkehrsindustrie zu einprägsamen Marken werden. Nicht alle wecken Assoziationen: <em><span style="color: #ff0000;">Keolis</span></em> und <em><span style="color: #ff0000;">Veolia</span></em> sagen nicht viel (obwohl ich die Unternehmen natürlich kenne), die <span style="color: #ff0000;"><em>Eurobahn</em></span> muss nicht teuer sein, <em><span style="color: #ff0000;">Arriva</span></em> steht positiv für Ankommen (von to arrive). Hoffen wir, dass die Tochter der namensfreudigen Deutschen Bahn (umlackieren kostet ja nichts), die <span style="color: #ff0000;"><em>Deutsche Bahn Mobility Logistics</em></span> bei ihrem Namen bleibt, der perfekt zum Image des Unternehmens passt, das keinen höheren Anspruch hat, als zur Gewinnmaximierung Menschen und Güter zu transportieren. So sparsam es eben geht. <em><span style="color: #ff0000;">Late Rail <span style="color: #000000;"><span style="font-style: normal;">oder</span></span> Teuertrain </span></em>wären aber auch schöne Namen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><span style="color: #000000;">Bei Fahrzeugen herrscht ein größerer Zwang, originell zu sein, um sich vom Mitbewerb abzuheben. </span><em>Traxx</em></span>, <em><span style="color: #0000ff;">Avenio</span></em>, <em><span style="color: #0000ff;">Flirt</span></em>, <em><span style="color: #0000ff;">Tango</span></em> und <em><span style="color: #0000ff;">Eurosprinter</span></em> verbinden die Synapsen überwiegend positiv, während Alstom mit dem sprachlichen Leichtgewicht <span style="color: #0000ff;"><em>Lint</em></span> und vor allem <em><span style="color: #0000ff;">Coradia</span></em> – der an Korrosion denken lässt – nicht eben ein glückliches Händchen hatte. Da kommt eine Voith <span style="color: #0000ff;"><em>Maxima</em></span> schon besser und mit maximalem Anspruch rüber. Und natürlich gibt es noch ein paar mehr dieser Kunstworte und Markennamen, die mir partout nicht einfallen wollen. Zumal sie sich im Hinterkopf mit Autotypen wie dem Dacia Duster vermischen (der als SUV tatsächlich den Staub und nicht die Dunkelheit liebt).</p>
<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/Agilis-Logo.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3824" style="margin: 2px; border: 2px solid black;" title="Agilis-Logo" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/Agilis-Logo.jpg" alt="" width="216" height="130" /></a>Die deutschen Eisenbahnunternehmen sind bald um eine neue Marke reicher. Im Raum Regensburg startet im Dezember 2010 <strong><span style="color: #ff0000;"><a href="http://agilis.de/">Agilis</a></span></strong>. Eine <strong>agile Bahn</strong>, das klingt doch mal gut! Die Tochter der Hamburger Hochbahn AG erhielt im Mai 2008 von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) den Zuschlag für den Betrieb des Regionalbahnnetzes Regensburg und der Donautalbahn. In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hatten die BEG und das Innenministerium Baden-Württemberg die Hochbahn als Betreiber mit dem attraktivsten Angebot ausgesucht. <span style="color: #ff0000;">Agilis</span> bedient ab Ende 2010 die Strecken Neumarkt &#8211; Regensburg &#8211; Plattling und Landshut &#8211; Regensburg &#8211; Ingolstadt, Ende 2011 zusätzlich die Strecke Ulm &#8211; Donauwörth &#8211; Ingolstadt und am Wochenende außerdem Plattling &#8211; Passau. Der Vertrag läuft bis zum Jahr 2022.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Agilis</span> baut gerade bei der Zentrale in Regensburg eine Werkstatt für die 26 neuen Alstom-Triebwagen. Die hören auf den Namen <span style="color: #0000ff;"><em>Coradia</em></span> Continental. Aber das muss ja nichts heißen.</p>
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