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	<title>Railomotive &#187; Personalien</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Mit dem Rad über Industriebahn-Reste</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 09:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Danny Macaskill performt auf dem Gelände einer alten Industriebahn]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der sehr lesenswerten Website für Spur-Null-Bahner, <a href="http://www.spurnull-magazin.de/">Spur-Null-Magazin</a>, fand ich einen Hinweis auf den schottischen Fahrrad-Stuntman <a href="http://www.dannymacaskill.co.uk/">Danny Macaskill</a>. Er befährt in einem Video für Channel 4 die Dächer von Lokomotiven und Wagen und glänzt mit einer Performance, die man per Computeranimation nicht besser gestalten könnte, so leicht wirken seine Bewegungen.</p>
<p>Da es wohl wenige gibt, die ihr Fahrrad so artistisch beherrschen wie er, ist die Nachahmungsgefahr zum Glück gering. Um die alten Industriebahnen wäre es schade.</p>
<p>Genießen Sie das Video, Macaskill fasziniert!<br />
<object style="height: 390px; width: 640px;" width="640" height="390" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ShbC5yVqOdI?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed style="height: 390px; width: 640px;" width="640" height="390" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/ShbC5yVqOdI?version=3" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
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		<title>Mehdorn hilft bei Russlands Bahnprivatisierung</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 17:17:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
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		<category><![CDATA[RZD]]></category>

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		<description><![CDATA[Hartmut Mehdorn ist Aufsichtsrat bei der Russischen Eisenbahn RZD]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutschen Qualitätsmedien haben es verschlafen, als ich Mitte Februar <a href="http://railomotive.com/2011/02/wird-mehdorn-aufsichtsrat-der-russischen-eisenbahnen-rzd/">meldete</a>, dass Ex-Bahnchef <strong>Hartmut Mehdorn</strong> im Sommer in den <strong>Aufsichtsrat der Russischen Eisenbahnen</strong> RŽD gewählt werden soll. Die Meldung steht noch heute bei Google an erster Stelle, wenn man &#8220;Mehdorn RZD&#8221; eingibt.</p>
<p>Vor einigen Tagen erfuhr ich, dass Mehdorn bei einer russischen Veranstaltung zum olympischen Bahnverkehr in Sotchi war.</p>
<p>Nur das <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/aufsichtsratposten-bei-der-russischen-staatsbahn/4423250.html">Handelsblatt</a> und die Fachzeitschrift <a href="http://www.internationalesverkehrswesen.de/news/internationales-verkehrswesen/artikel/id/rzd-mehdorn-im-aufsichtsrat.html">Internationales Verkehrswesen</a> berichteten auf der Basis der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti knapp, dass Mehdorn künftig als unabhängiges Mitglied im Aufsichtsrat der RZD sitzt, die teilprivatisiert werden soll.</p>
<p>Ria Novosti scheint weder von deutschen Agenturen noch von deutschen Korrespondenten in Russland gelesen zu werden.</p>
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		<title>Die Allianz pro Schiene zeichnet kundenfreundliche Eisenbahner aus</title>
		<link>http://railomotive.com/2011/04/die-allianz-pro-schiene-zeichnet-kundenfreundliche-eisenbahner-aus/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 20:41:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Allianz pro Schiene zeichnete drei besonders freundliche und hilfsbereite "Eisenbahner mit Herz" aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute im Regionalexpress: &#8220;Bitte geben Sie auf Ihre Wertsachen acht! Es sind Taschendiebe im Zug.&#8221;</p>
<p>Wenn das nicht kundenfreundlich ist! Und irgendwie netter als die kürzliche Ansage per Sprachausgabe vom Computer: &#8220;Der IC &#8230; nach Innsbruck wird wegen Vandalismus mit 10 Minuten Verspätung eintreffen. Wir bitten um Entschuldigung.&#8221; Und ich dachte, ich würde <em>alle</em> Störungsmeldungen schon kennen&#8230;</p>
<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/12/logo_eisenbahner_herz.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6884" title="Druck" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/12/logo_eisenbahner_herz-300x89.jpg" alt="" width="300" height="89" /></a></p>
<p>Verglichen mit diesen fast alltäglichen Ereignissen machten über hundert Einsender weit bessere und aufregendere Erfahrungen mit Eisenbahnern mit Herz. Es sind jene Eisenbahner, die ihre Verantwortung für den Kunden nicht zwischen den Zuständigkeiten von hunderten AGs und GmbHs eines gesichtslosen Logistikkonzerns hin- und herschieben, sondern mit Engagement ihrem Beruf als Dienstleister nachgehen und damit auch das menschliche Gesicht ihrer Verkehrsbetriebe sind.</p>
<p>Die Sieger stehen nun fest: Zwei Zugbegleiter und ein Lokführer gewinnen den Titel &#8220;Eisenbahner mit Herz&#8221;, den die Allianz pro Schiene 2011 zum ersten Mal ausgerufen hat. Die Goldmedaille für einen herausragenden Dienst am Kunden erhielt der langjährige <strong>DB-Regio Zugbegleiter Jonni Käsehage</strong> (53) aus dem norddeutschen Bramstedt in Gestalt einer goldenen Anstecknadel, die er künftig weithin sichtbar an seiner Uniform tragen wird. Der Zugchef des Regional-Express Osnabrück – Bremerhaven hatte einen Tag vor Weihnachten mit beherzter Detektivarbeit die Besitzerin eines verlorenen Dienstlaptops ermittelt. Er rief die Kundin zu Hause an und rettete ihr damit das Weihnachtsfest.</p>
<div id="attachment_8142" class="wp-caption alignnone" style="width: 516px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/04/hei20110314054lw.jpg"><img class="size-full wp-image-8142" title="Eisenbahner mit Herz Jonni Kaesehage" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/04/hei20110314054lw.jpg" alt="" width="506" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Jonni Käsehage von DB Regio brachte einen vergessenen Laptop zur Kundin (Foto: Allianz pro Schiene/Jürgen Heinrich)  </p></div>
<p>&#8220;Der Dienst am Kunden endet eben nicht nach Fahrplan&#8221;, lobte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege das Eingreifen des DB-Regio-Mannes. &#8220;So ein Verhalten macht die Kunden glücklich. Jonni Käsehage ist ein engagierter Vollbluteisenbahner. Das hat die Jury überzeugt.&#8221;</p>
<div id="attachment_8143" class="wp-caption alignnone" style="width: 516px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/04/hei20110322049lw.jpg"><img class="size-full wp-image-8143" title="Eisenbahner mit Herz Nico Hilsberg" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/04/hei20110322049lw.jpg" alt="" width="506" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Triebfahrzeugführer Nico Hilsberg kümmerte sich um eine unfreiwillig blinde Passagierin (Foto: Allianz pro Schiene/Jürgen Heinrich)</p></div>
<p>Die Silbermedaille in Form einer silbernen Anstecknadel ging an den <strong>Lokführer Nico Hilsberg</strong> aus München. Der 36-jährige Bereitstellungslokführer befreite eine blinde Passagierin aus der Patsche. Die junge Frau hatte in einem geparkten ICE in München Hauptbahnhof eine nächtliche Wartezeit überbrücken wollen und fand sich wider Willen auf dem Güterbahnhof Pasing wieder. Der hilfsbereite Lokführer organisierte mitten in der Nacht für die Augsburgerin eine exklusive Rückfahrt, so dass sie ihren ICE nach Augsburg doch noch erreichte. &#8220;Das war eine echte Ausnahmesituation für beide&#8221;, sagte der Bundesvorsitzende des Verkehrsclub Deutschland, Michael Ziesak. &#8220;Die Jury fand es besonders überzeugend, wie wenig Aufhebens der Lokführer von seiner Hilfsbereitschaft gemacht hat. Man hört viel von Schulungen oder Service-Offensiven, aber dieser Lokführer brauchte gar nichts davon. Er hat ohne viele Worte das Richtige getan.&#8221; Wenn Bahnkunden häufiger auf solche Eisenbahner mit Herz träfen, dann könnten sie es auch leichter verzeihen, wenn bei der Bahn mal nicht alles rund liefe, sagte Jury-Mitglied Ziesak.</p>
<div id="attachment_8144" class="wp-caption alignnone" style="width: 516px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/04/hei20110311045lw.jpg"><img class="size-full wp-image-8144" title="Veolia KiN Claudia Moeller" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/04/hei20110311045lw.jpg" alt="" width="506" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Claudia Möller von Veolia hat ein Ohr für Kunden (Foto: Allianz pro Schiene/Jürgen Heinrich)</p></div>
<p>Ebenfalls Silber gewann die <strong>Interconnex-Zugbegleiterin Claudia Möller</strong> (30) aus Rostock, die im Winter-Chaos trotz vereister Fahrdrähte und liegengebliebener Lok zu voller Höchstform auflief. Als ihr Zug mit hunderten Fahrgästen an Heilig Abend mitten im Wald stehen blieb, hielt sie mit Humor und Tatkraft die Stellung. &#8220;Manchmal zeigt ein Bahnmitarbeiter erst in einem Extremfall, was in ihm steckt&#8221;, sagte Christian Schultz vom Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV). &#8220;Im Chaos-Winter 2010 sind es solche Mitarbeiter gewesen, die das Gesicht der Bahn gewahrt haben: Inmitten von Frust und Wut der Fahrgäste freundlich zu bleiben, ist eine echte Charakterleistung.&#8221;</p>
<p>Alle drei Bahnmitarbeiter wurden von der Jury aus mehr als 100 Vorschlägen ausgewählt, die Bahnkunden aus ganz Deutschland an die Allianz pro Schiene geschickt hatten. Der &#8220;Eisenbahner mit Herz&#8221;-Jury unter dem Vorsitz der Allianz pro Schiene gehören die zwei Eisenbahngewerkschaften EVG und GDL, der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde (BDEF) und die drei großen Fahrgastverbände Pro Bahn, Deutscher Bahnkunden-Verband (DBV) und der Verkehrsclub Deutschland VCD an.</p>
<p>Die Erlebnisse der Einsender mit den prämierten Mitarbeitern sind <a href="http://www.allianz-pro-schiene.de/eisenbahner-mit-herz/die-sieger-2011/">hier</a> nachzulesen.</p>
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		<title>Wird Mehdorn Aufsichtsrat der Russischen Eisenbahnen RŽD?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 19:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[RZD]]></category>

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		<description><![CDATA[Hartmut Mehdorn ist als Aufsichtsrat der Russischen Eisenbahnen RŽD im Gespräch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie der Railomotive-Blog-Leser &#8220;superguppi&#8221; (danke!) aus Russland meldet (siehe Kommentar im vorigen Beitrag), verdichten sich die Anzeichen, dass der frühere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, in den Aufsichtsrat der Russischen Eisenbahnen AG (RŽD) berufen wird. Im Gespräch als zweiter Ausländer im Aufsichtsrat soll außerdem der frühere Weltbank-Vize Greame Wheeler sein. Die Meldung steht hier bei <a href="http://de.rian.ru/business/20110215/258347333.html">RIANOVOSTI</a> unter Verweis auf das russische Wirtschaftsblatt Wedemosti von letzter Woche, das von deutschen Nachrichtenagenturen und Korrespondenten in Russland offensichtlich nicht gelesen wird. In den Jahren 2013 bis 2015 sollen 25 Prozent der Aktien der RZD an der Börse angeboten werden.</p>
<div id="attachment_7579" class="wp-caption alignnone" style="width: 359px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/02/PB090057.jpg"><img class="size-full wp-image-7579" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/02/PB090057.jpg" alt="" width="349" height="420" /></a><p class="wp-caption-text">RZD-Vorstandsvorsitzender Jakunin 2009 auf der #rail Dortmund (Foto: FW)</p></div>
<p>Derzeit sind im  Verwaltungsrates Eisenbahnen (Google-Übersetzung aus dieser <a href="http://transday.ru/news/transport/17746-sovet-direktorov-rzd-medorn-wheeler.html">russischen Website</a>, die ebenfalls diese Meldung bringt): Vize-Premierminister Alexander  Schukow (Vorsitzender), Vorsitzender des Board of Directors von UST  Berezkin Gregory, Vizepräsident, Mitglied des Vorstandes der Moscow  Interbank Currency Exchange Vladimir Gusakov, Vorsitzender des Board of  Directors OAO Technology Company &#8220;Dmitry Komissarov, erste  stellvertretende Vorsitzende des VEB Nikolai Kosov, erster Vizepräsident  der VTB Michael Kuzovlev, Vorsitzender des Board of Directors von JSC&#8221;  russischen Holding &#8220;, Alexander Rjasanow, der ehemalige Geschäftsführer  von Troika Dialog, Andrej Scharonow, Präsident des RSPP, Alexander  Schochin und Präsident der RZD Wladimir Jakunin.</p>
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		<title>Grube, live, grußlos gehend</title>
		<link>http://railomotive.com/2011/01/grube-live-gruslos-gehend/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 13:26:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
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		<category><![CDATA[Freitag]]></category>
		<category><![CDATA[Grube]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>

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		<description><![CDATA[Benjamin von Brackel schrieb ein gelungenes Porträt von Rüdiger Grube vor dem Berliner Abgeordnetenhaus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen den zahlreichen copy&amp;paste-Journalisten bei unseren früheren Leitmedien, besonders online, findet man ab und zu auch mal jemand, der eine eigene Meinung und einen originellen Ansatz hat. Oder einfach mal beobachtet und beschreibt. Die Wochenzeitung Freitag fällt da immer wieder auf.</p>
<p>Dieser hervorragende <a href="http://www.freitag.de/alltag/1101-noch-nie-so-gut-vorbereitet">Beitrag</a> von Benjamin von Brackel über Rüdiger Grube vor dem Berliner Abgeordnetenhaus analysiert ihn treffend. Ähnlich, wie ich ihn auch sehe: Ein Geschichtenerzähler, ein Bluffer, durchaus ein Rhetoriker, aber eigentlich ein Mann für die zweite oder dritte Reihe, oft schlecht vorbereitet und detailbesessen statt souverän. Einer, der in schlechter Erinnerung bei seinen ehemaligen Mitarbeitern ist. Einer, der mangelndes Charisma mit arroganter Siegermiene überspielt und zur Einwickeltaktik (anderswo) jovial Hände von Reportern und Fotografen drückt. Einer, der nicht verlieren kann und niemals Fehler macht. Einer, der sich verbissen nach oben gearbeitet hat und dort bleiben will, obwohl ihm die entscheidenden Fähigkeiten einer charismatischen Führungskraft fehlen. Einer, der nach dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip">Peter-Prinzip</a> die höchste Stufe seiner Inkompetenz erreicht hat.</p>
<p>Doch hier lässt er, stark unter Druck, doch mal seine Maske fallen.</p>
<p>Lange hält der nicht mehr durch.</p>
<p><strong>PS:</strong> Englisch kann der Mördscher-ent-Äkwisischen-Mann auch nicht: &#8220;<em>Kesch in se täsch iss se nehm of the gehm</em>.&#8221;</p>
<p>Extra3 hat das Zitat in einem Tagesschaubeitrag gefunden, Spreeblick hat den Satz herausoperiert:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/eQ-89NrwAi4?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/eQ-89NrwAi4?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Führungskräftewechsel bei der SBB</title>
		<link>http://railomotive.com/2011/01/fuhrungskraftewechsel-bei-der-sbb/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 10:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrspolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[SBB]]></category>
		<category><![CDATA[Weber]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Deutsche und eine Schweizerin übernehmen die Personenverkehrsstrategie der SBB.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schweizer lachen gern und mit Recht über die Zustände bei der Deutschen Bahn. Und vergessen dabei, dass ihr Bahnsystem, schlimmer als in Deutschland, schon einmal für Stunden zusammengebrochen ist. Allerdings ist den Schweizern noch nicht das Gespür für die Jahreszeiten und die Notwendigkeit von Personal und Wartung verloren gegangen. Die SBB hat weiter den Ruf, wie ein Uhrwerk zu funktionieren, was auch mit dem integralen Taktfahrplan zu tun hat, den die K21-Befürworter so gern in Baden-Württemberg sehen möchten und der mit dem Hirngespinst S21 unmöglich ist.</p>
<p>Die SBB wird von dem Schweizer Andreas Meyer geleitet, der zuvor in Deutschland als &#8220;Sanierer&#8221; der Berliner S-Bahn <a href="http://railomotive.com/2010/05/sbb-chef-meyer-vergrault-fuehrungskraefte/">unangenehm aufgefallen</a> ist. Dann auch in der Schweiz, denn viele Manager der SBB haben das Unternehmen seit Meyers Eintritt verlassen. Kein gutes Omen.</p>
<p>Jetzt übernehmen noch mehr Deutsche das strategische Ruder der SBB. <strong>Stephan Pfuhl</strong> wird am 1.4.2011 der neue Leiter  Fernverkehr der Division Personenverkehr der SBB. Pfuhls bisherige Funktion als Leiter  Unternehmensentwicklung der SBB übernimmt Armin Weber, bisher Leiter  Unternehmensentwicklung in der Division Personenverkehr.</p>
<p>Der Geschäftsbereich Fernverkehr gestaltet und  vermarktet das Zugsangebot im internationalen, nationalen und  interregionalen Fernverkehr und &#8220;trägt maßgeblich zum positiven  Konzernergebnis der SBB bei&#8221;, wie eine SBB-Pressemitteilung erläutert.</p>
<p>Und weiter in der Pressemitteilung:<em> &#8220;Stephan Pfuhl ist ein ausgewiesener Bahnfachmann mit breiter  Führungserfahrung: Er war 10 Jahre in verschiedenen Positionen bei der  <span style="color: #ff0000;">Deutschen Bahn</span> tätig, so unter anderem als Geschäftsführer zweier  Busunternehmen und Regionalleiter bei der DB Stadtverkehr in der Region  Hessen. Bei der SBB arbeitet Pfuhl seit 2007. </em>(Anm.: Da übernahm Meyer den Vorstandsvorsitz.)<em> Er baute den Bereich der  Unternehmensentwicklung auf und leitete diesen. In dieser Funktion nahm  er auch Einsitz </em>(hübsches schweizerisches Wort!) <em>in die erweiterte Konzernleitung der SBB. Stephan Pfuhl  hat die heutige Konzernstrategie massgeblich mitgeprägt und  strategische, divisionsübergreifende Konzernprogramme aufgebaut. Der  43-jährige Deutsche studierte an der Universität Bayreuth  Betriebswirtschaft und absolvierte 2003 in den USA ein Executive MBA an  der Purdue University. Er wechselt am 1. Februar in die Division  Personenverkehr und wird seine neue Aufgabe am 1. April 2011 übernehmen.  Pfuhl ist verheiratet, Vater von 2 Kindern und wohnhaft in Bern.&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Die bisherige Funktion von Stephan Pfuhl als Leiter  Unternehmensentwicklung des SBB-Konzerns und Mitglied der erweiterten  Konzernleitung übernimmt per 1. Februar 2011 <strong>Armin Weber</strong>. Der 35jährige  arbeitet seit Anfang 2010 bei SBB Personenverkehr als Leiter  Unternehmensentwicklung. Zuvor war er 7 Jahre in verschiedenen  Funktionen bei der <span style="color: #ff0000;">Deutschen Bahn</span> tätig, zuletzt als Leiter Markt und  Verkehr bei der DB Stadtverkehr. Er studierte an der Universität in  Mannheim Betriebswirtschaftlehre und absolvierte 2008 ein MBA mit  Vertiefung in strategischer Unternehmensführung an der SDA Bocconi  Business School in Mailand. Armin Weber verfügt über ausgewiesene Kenntnisse im Aufbau und der  Weiterentwicklung strategischer Planungen. Er ist verheiratet, Vater  zweier Kinder und wohnhaft in Muri bei Bern. Der Nachfolgeprozess für  die neue Leitung der Unternehmensentwicklung Personenverkehr ist  eingeleitet.&#8221;</em></p>
<p>Eine Schweizerin, die noch bei der deutschen Telekom-Tochter T-Systems (Informations- und Kommunikationstechnologie) als Senior Vice President tätig ist, wird neue  Leiterin der SBB Division Personenverkehr. <strong>Jeannine Pilloud</strong> tritt ihr  Amt am 1. April 2011 an.</p>
<p>Da ist also eine heftige Umbildung in Gang. Ich wünsche den Schweizern, dass ihnen deutsche Bahnverhältnisse erspart bleiben.</p>
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		<title>Allianz pro Schiene hat neuen Vorsitzenden</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 06:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Allianz pro Schiene]]></category>
		<category><![CDATA[EVG]]></category>

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		<description><![CDATA[EVG-Chef Alexander Krichner ist neuer Vorsitzender der Allianz pro Schiene]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Allianz pro Schiene hat einen neuen Vorsitzenden. Im Anschluss an die Fusion der beiden Eisenbahngewerkschaften GDBA und Transnet zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in der vergangenen Woche haben die Mitglieder der Allianz pro Schiene den frisch gekürten EVG-Chef Alexander Kirchner heute zum neuen Vorsitzenden des Schienenbündnisses gewählt. Kirchner tritt damit die Nachfolge von Klaus-Dieter Hommel an: Der Bundesvorsitzende der ehemaligen GDBA stand dem Verkehrsbündnis seit dem Sommer 2008 vor.</p>
<p>Alexander Kirchner ist gelernter Eisenbahner. Der 54-Jährige begann seine Ausbildung im Ausbesserungswerk Limburg zum Energieanlagenelektroniker und arbeitete danach in der Werksunterhaltung. Vom ersten Berufsjahr an engagierte sich Kirchner als Arbeitnehmervertreter. Im November 2008 wurde er zum Vorsitzenden der Transnet gewählt, im November 2010 übernahm er bei der EVG-Gründungsversammlung in Fulda den Geschäftsführenden Vorstandsvorsitz.</p>
<p>Kirchner versprach, auch künftig alle Strömungen innerhalb der Allianz pro Schiene gleichwertig zu würdigen. &#8220;Ob Gewerkschaft, Umweltverband oder Wissenschaft, es tut uns gut, dass wir in der Allianz pro Schiene so breit aufgestellt sind&#8221;, sagte Kirchner.<br />
Neben Kirchner wählten die Mitgliedsverbände zwei weitere neue Vorstände: Mit dem Vizepräsidenten der Technischen Hochschule Wildau, Herbert Sonntag, verstärkt erstmals ein Wissenschaftler den Vorstand des Verkehrsbündnisses. Für den aus Altersgründen zurückgetretenen Präsidenten des Verbands Deutscher Eisenbahningenieure (VDEI), Lothar Fendrich, wurde sein Nachfolger, Klaus Junker, in den Allianz pro Schiene-Vorstand gewählt.</p>
<p>Bereits im Oktober war Klaus Baur, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bombardier Transportation, als Förderkreissprecher der Allianz pro Schiene zum stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt worden. Im Vorstand der Allianz pro Schiene vertritt Baur die Unternehmen der Schienenbranche.</p>
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		<title>Einer mehr von Daimler</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 14:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[DB Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[DB Netz AG stellt Daimler-Mitarbeiter ein]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon erstaunlich, dass die Führungsspitze der Deutschen Bahn fast durchweg ohne Erfahrung in der Eisenbahnbranche zur DB stieß. Obwohl – die Ergebnisse erstaunen nicht, wenn man hört, dass Weichen, die nur wenige Male im Jahr dringend für den Güterverkehr gebraucht werden, wegrationalisiert werden. Das wird mit einer Prämie belohnt. Und wenn der Eisenbahnlaie, der diesen Vorschlag gemacht hat, ein Jahr später empfiehlt, wieder eine Weiche einzubauen, weil die dadurch entstandenen Engpässe den Betrieb stören, bekommt er wieder eine Prämie. Dem Vernehmen nach auch, wenn er einen DB-Beamten zur Kündigung bringt.</p>
<p>Dass die Bahn in Daimler-Hand ist, merkt man nicht nur an Stuttgart 21. Bahn-Qualifikation spielt bei einer Bahn im Privatisierungswahn keine Rolle. Die neue Personalie überrascht deshalb wenig. DB Netz-Pressemitteilung:</p>
<p><em>Dr. Roland Bosch ab 1. Oktober neuer Vorstand Finanzen und Controlling der DB Netz AG<br />
(Frankfurt am Main, 24. September 2010)  Der Aufsichtsrat der DB Netz AG hat die Berufung von Dr. Roland Bosch (39) zum Vorstand Finanzen und Controlling der DB Netz AG beschlossen. Dr. Bosch übernimmt die Aufgaben zum 1. Oktober 2010 von Harald Stumpf, der als Geschäftsführer das Ressort Finanzen und Controlling bei DB Dienstleistungen* verantworten wird.</p>
<p>Dr. Bosch studierte an den Universitäten Tübingen und Oxford Physik und Betriebswirtschaftslehre (BWL). In der Zeit von 1998 bis 2000 promovierte er im Fach BWL in Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann er 1997 bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group, für die er als Projektleiter in Frankfurt/Main, Stuttgart und Bangkok tätig war. 2002 wechselte Dr. Bosch zu DaimlerCrysler nach Stuttgart als Leiter „Strategische Planung, Regionalstrategien und Wettbewerbsanalyse“. Er entwickelte dort unter anderem die China-Strategie für Daimler und ging 2005 als &#8220;Chief Financial Officer&#8221;, zuständig für den Finanzbereich, zu Daimler Asien nach Peking.</em></p>
<p>Solche &#8220;hochkompetenten&#8221; BWL-Absolventen mit Unternehmensberatungserfahrung (also <em>keiner</em> praktischen Berufserfahrung) sind wohl das Letzte, was DB Netz braucht. Schon gar nicht jemand aus der Automobilbranche.</p>
<p>*Anmerkung: DB Dienstleistungen? Jede Woche entdecke ich eine neue DB-GmbH und muss mal anfangen, eine Liste aufzustellen. Die ganze DB AG scheint ein ausgeklügeltes Steuersparmodell zu sein, in der Gewinne geschickt versteckt werden können. Steuern, die der Staat nicht bekommt und für deren Fehlen wir Bürger aufkommen müssen. Auch als Bahnkunden.</p>
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		<title>Bombardier erweitert Geschäftsführung</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/04/bombardier-erweitert-geschaftsfuhrung/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 20:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Personenverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Bombardier]]></category>

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		<description><![CDATA[Grego Peters ist neues Mitglied der Geschäftsführung von Bombardier Transportation in Deutschland]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/04/Grego-Peters.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3901" title="Grego Peters" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/04/Grego-Peters-199x300.jpg" alt="Grego Peters" width="199" height="300" /></a>Der Aufsichtsrat der Bombardier Transportation GmbH hat Grego Peters zum Mitglied der Geschäftsführung von Bombardier Transportation in Deutschland ernannt.</p>
<p>Diplom-Ingenieur Grego Peters (45) stammt aus Kerkrade in den Niederlanden. Er studierte an der Technischen Universität Eindhoven Elektro-Ingenieurwesen. Peters ist seit 1997 für Bombardier Transportation und deren Vorgängerfirmen in Führungspositionen tätig. Zwischen 2007 und 2010 war er Präsident des Geschäftsbereichs Straßen- und Stadtbahnen. Seit März 2010 leitet Grego Peters den Geschäftsbereich Deutschland und Skandinavien der Division Passengers (Personenverkehr).</p>
<p>Mitglieder der Geschäftsführung der Bombardier Transportation GmbH sind außerdem Dr. Klaus Baur (Vorsitzender), Luc Charlemagne und Stefan Schönholz.</p>
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		<title>Hochglanz-Journalismus für Märklin</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/03/hochglanz-journalismus-fur-marklin/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 16:07:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Märklin]]></category>

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		<description><![CDATA[Die FTD druckte eine erschreckend distanzlose Lobhudelei auf Märklins Interimsgeschäftsführer Seitzinger]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war einmal Abonnent der Financial Times Deutschland. Viele Jahre lang, seit Mitte 2000. Fast von Anfang an. Jeden Morgen, von Montag bis Freitag, freute ich mich auf jede neue Ausgabe. Auf lachsrotem Papier. Mit witzigen Fotos, kreativem Layout und flotter Schreibe. Mit einer frechen Wochenendbeilage mit verrückten Ideen. Die FTD war das junge Gegenstück zum altväterlichen Handelsblatt: frisch, experimentierfreudig, mit jungen Wilden in der Redaktion. Und Kolumnisten, die etwas von Wirtschaftspolitik verstanden und nicht den monokausalen volkswirtschaftlichen Mist von Sinn und anderen Wirtschafts“forschungs“instituts-“Experten“ nachbeteten.</p>
<p>Nach vier, fünf Jahren gingen die ersten guten Redakteure. Einer nach dem anderen. Auch die Wochenendbeilage wurde weggekürzt. Und so wie Umfang, Kreativität und Qualität der FTD schwanden, schwand auch mein Interesse. Ich habe die FTD gekündigt. Eine Weile las ich sie noch online. Toll. Denn die Beiträge standen schon am Donnerstagabend online. Kostenlos. Dann kam ein Relaunch des Onlineauftritts. Er gefällt mir nicht. Ich schaue nur noch selten rein.</p>
<div id="attachment_3640" class="wp-caption alignright" style="width: 430px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/PC281959.jpg"><img class="size-full wp-image-3640" title="PC281959" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/03/PC281959.jpg" alt="" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Märklin ramponiert und schrottreif? Nicht für die FTD. (Foto: FW)</p></div>
<p>Nun erhielt ich einen Link. Ein Märklin-Artikel. Über Geschäftsführer Seitzinger. Von Nina Klöckner. Ich las ihn. Erschütternd. <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:agenda-der-mann-der-maerklin-saniert/50084233.html">„Der Mann, der Märklin saniert.“</a> Ach wirklich?</p>
<p>Nein, ich möchte die Railomotive-Leser nicht länger mit diesem Kurzsatz-Gestammel nerven, das Nina Klöckner in der Journalistenschule gelernt haben muss und das so viel besser zur Bildzeitung passen würde. Doch Frau Klöckner arbeitet bei der FTD, die nun, weil moderne Verlagsmanager eben Zahlenmenschen und nicht einer Qualitätszeitung verpflichtet sind, aus einem Wirtschaftsmedien-Redakteurspool schöpfen muss, der auch so überflüssige Printprodukte wie „Impulse“ und ein früher ernstzunehmendes Magazin namens „Capital“ versorgt. Verlagsmanager mögen das für eine gute Idee halten, für Redakteure selbst mit wenig Berufserfahrung ist es ein Ding der Unmöglichkeit. Die FTD ist journalistisch nur noch ein klappriges Gerippe ohne Fleisch.</p>
<p>Nina Klöckner arbeitete „für die Sportteile der Stuttgarter Zeitung und der FTD. Nach zwei Europameisterschaften, einer Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen in Athen wechselte sie die Stadien gegen Papst-Pilgerreisen, Provinzflughäfen oder die perunanischen Anden. Außer dem Schreiben liebt Nina das Meer, guten Wein, Reisen und Sport.“ So steht es in ihrem Selbstporträt.</p>
<p>Das qualifiziert sie natürlich, das Porträt eines 70-jährigen Mann zu schreiben, der ganz allein Märklin retten wird. Das steht schon fest, und weil der Sommer nah ist und Herr Seitzinger zurück in seine verdiente Pension in Spanien will, muss der Verkauf bald gelingen. Wird er auch. Nina Klöckner glaubt daran.</p>
<p>&#8220;Seitzinger hat bei Kässbohrer geschuftet&#8221;, schreibt sie. Ging die Firma damals nicht in die Insolvenz? Saß nicht Insolvenzverwalter Pluta bis 1995 im Aufsichtsrat? Ach ja: „Die beiden kennen sich schon lange, Seitzinger hat für Pluta schon so manche Firma saniert. Und ihm ist in 13 Monaten gelungen, woran niemand mehr so recht glaubte: die Wiederbelebung einer Legende. Der Neuanfang bei Europas größtem Modelleisenbahnhersteller. &#8230; Märklin lebt. Und in Göppingen wollen sie Seitzinger am liebsten gar nicht mehr gehen lassen.“</p>
<p>So etwas tippen vielleicht naive 20-jährige Volontärinnen mit bunten Plastikfingernägeln, die noch an die Allwissenheit von Geschäftsführern glauben und keinen blassen Schimmer von Märkten haben. So schreiben aber auch Journalisten, die gelernt haben, dass man eine Story so zuspitzen muss, dass die Kernthese belegt wird. In diesem Fall: „Seitzinger ist der Superheld. Mit 70.“ Was dagegen spricht, lässt man weg. So geht Journalismus. Häufig jedenfalls. Gottseidank nicht immer. Es gibt auch viele Redakteure, die wirklich recherchieren, hinterfragen und ihre Märkte kennen.</p>
<p>Natürlich weiß diese Dame – Mitte, Ende 30 – nichts über abverkaufte millionenteure Lagerbestände, die etwa dem Gewinn 2009 entsprochen haben sollen. Nichts über ausgesetzte Zinszahlungen, 100 unbezahlte Überstunden pro Mitarbeiter, den Krach mit dem Betriebsrat und einen &#8220;Drohbrief&#8221; Seitzingers an die Märklin-Händler-Initiative, dass ohne die Hälfte des Jahresumsatzes bis 31.3. der Märklin-Fortbestand gefährdet sei – was für viele Märklin-abhängige Händler das Todesurteil bedeuten würde und die unter Druck setzt zu bestellen.</p>
<p>Sie ahnt nicht, wie stark der Lack schon ab ist von der einst glanzvollen Marke Märklin, dass die Insolvenz viel zu lange dauert und dass Lionel endgültig abgesprungen ist. Die Fußballexpertin hat nichts gehört von übersättigten Märkten, wegsterbenden Sammlern und überteuerten Märklin-Produkten mit Qualitätsmängeln. Von dem sinnlosen Kauf von LGB, Trix und Hübner und verpulverten Millionen für MFOR, SpyTec und anderen Blödsinn, der niemals zur Marke passte. Sie kennt die fachfremden Vertriebsleiter und Produktmanager nicht und stellt nicht infrage, ob Plutas Preis für Märklin nicht unangemessen hoch und in der notleidenden Branche als nicht erzielbar gilt. Und welche Firmen hat Seitzinger für Pluta saniert? Existieren die denn noch?</p>
<p>Nina Klöckners Stil ist auf Hochglanz poliert, ihre Firmenporträts sind makellos. Neben dem FTD-Beitrag könnte, wie im lokalen Anzeigenblatt, die Anzeige von Märklin stehen. Oder von Lamy. Zitat aus einer <a href="http://www.ftd.de/karriere-management/management/:fallstudie-lamy-design-oder-nichtsein/50084136.html">Lamy-Story</a>: „Die Auszeichnungen hängen in der Heidelberger Lamy-Zentrale oben im Flur, eine neben der anderen. Nicht nur für Noto: Seit Lamy auf Design setzt, ist die Firma Stammgast bei Preisverleihungen.“</p>
<p>Wow. Diese Frau weiß zweifellos, wie man Firmen inszeniert. Geschäftsführer und Vorstände – schließlich sind sie auch Anzeigenkunden – lesen so etwas gern. Moderner Wirtschaftjournalismus, vom distanzlosen Sport“journalismus“ abgeleitet.</p>
<p>Für mich ist der Werbeartikel nichts als blanker Gefälligkeitsjournalismus und ein Zeichen, dass sich die FTD aufgegeben hat. Ich habe die FTD aus meinen Top Sites im Safari-Browser genommen. Endgültig.</p>
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