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	<title>Railomotive &#187; Fernverkehr</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Kleines Interview im Wirtschaftswoche-Blog Greenonomics</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 13:44:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interview zu umweltfreundlichen Eisenbahnen mit Friedhelm Weidelich im Wirtschaftswoche-Blog Greenonomics]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sebastian Matthes, Ressortleiter Technik + Wissen bei der Wirtschaftswoche, interviewte mich zu umweltfreundlichen Eisenbahnen. In seinem Blog <a href="http://www.wiwo.de/blogs/greenonomics/2010/08/30/die-zahlen-der-deutschen-bahn-sind-immer-mit-vorsicht-zu-geniesen/">&#8220;Greenonomics&#8221;</a> (umweltfreundliche Wirtschaft) können Sie es nachlesen.</p>
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		<title>Die ganze Deutsche Bahn ist ein Problem&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 13:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Junge Welt berichtet ausführlich über den Umgang mit überlasteten Klimaanlagen im ICE und weitere Versäumnisse der Deutschen Bahn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; und die Mitarbeiter müssen das ausbaden.</p>
<p>Das ist nur einer der Schlüsse, die man aus der Lektüre des hervorragenden, fundierten <a href="http://www.jungewelt.de/2010/07-31/023.php">Beitrags von Winfried Wolf </a>in der Jungen Welt ziehen muss, die ich Ihnen trotz der Länge sehr empfehle. Er listet noch einige neue Fakten zu dem Theater mit den Klimaanlagen auf, die vielen Lügen von Rüdiger Grube oder seine Ahnungslosigkeit über die Bedingungen, die in seinem Unternehmen herrschen. Die Mitarbeiter in den unteren Etagen können einem leid tun, denn sie baden die Versäumnisse der unfähigen Manager über ihnen aus.</p>
<p>Bezeichnend ist der Druck, der nun auf Siemens als Konsortialführer aufgebaut wird, um das Letzte bei der Preisgestaltung für die immer noch nicht bestellten 300 ICx <a href="http://www.dowjones.de/site/2010/07/bahn-droht-siemens-mit-scheitern-der-icxverhandlungen.html">herauszupressen</a>. Statt 4 Mrd. Euro strebt Grube nun einen Gesamtpreis von 3 Mrd. Euro an. Das ist die alte Leier: Nicht Qualität, Komfort und Dauereinsatzfähigkeit sind das Ziel des Vorstandsvorsitzenden, sondern eine Billiglösung für kurzfristigen Profit. Wenn Züge ein Massenprodukt wären, die mit einer beträchtlichen Spanne verkauft würden, könnte man so denken. Grube zeigt erneut, dass er von Schienenfahrzeugen rein gar nichts versteht. Man kann nicht einfach einen Zug 25 % billiger machen, ohne auf Qualität zu verzichten.</p>
<p>Eigentlich sagt einem das der gesunde Menschenverstand.</p>
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		<title>Rüdiger Grube: Sprüche statt Taten</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 10:24:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bahnchef Grube verwirrt mit immer anderen Zahlen und kennt nicht einmal die Zahl seiner ICE-Züge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grubes Auftritt vor dem Verkehrsausschuss des Bundestags war wohl das, was man von ihm gewohnt ist: Unverbindliches, unglaubwürdige, ständig wiederholte<span style="color: #ff0000;"> &#8220;Brot-und-Butter&#8221;-Sprüche</span>, Unschuldsbeteuerungen und eine Demonstration fachlicher Inkompetenz und mangelnder Führungskraft. Mit Recht sind nicht nur die Parlamentarier sondern auch die Kommentatoren vieler Zeitungen genervt. Grube hat viel Vertrauen verspielt und einen Millionenschaden verursacht: durch zögerliche Schadensbegrenzung, durch (mit Sicherheit!) Fahrgastverluste im Fernverkehr, durch einen Imageschaden, der die Deutsche Bahn weltweit der Lächerlichkeit ausgesetzt hat. Denn wer soll noch einer Aktiengesellschaft vertrauen, die ihr Kerngeschäft so wenig im Griff hat? Dabei sind die <span style="color: #ff0000;">Vorstände mit Migrationshintergrund (-&gt; aus dem Auto- und Flugzeuggeschäft)</span> doch so heiß auf Geschäfte im Ausland.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass Grube gute Berater hat. Solche Menschen legen eine Selbstherrlichkeit und Arroganz an den Tag, die keine Beratung duldet. Das sagen auch Menschen, die mit Grube zusammenarbeiten mussten. Die nach fundierten Erklärungen ihr Urteil  mit einem anatomischen Schimpfwort zusammenfassen.</p>
<p>Grube hat sich deshalb den Medien viel zu spät gestellt.<span style="color: #ff0000;"> Er hat nicht einmal aus taktischen Gründen, die man in der Position eines Vorstandsvorsitzenden eigentlich kennen müsste, das Büßergewand angezogen und wenigstens Besserung geheuchelt.</span> Nun wird erst einmal geprüft, auf die lange Bank geschoben anstatt Tatkraft gezeigt, uns sei es im Detail zur Beruhigung der Öffentlichkeit und des windelweichen Shareholders, Bundesverkehrsminister Ramsauer. Grubes Botschaft ist im Klartext: Wir können nichts dafür und werden einfach so weiter machen.</p>
<p>Ein Kollege vermutet, dass Grube exzellent beraten wurde. Ich bezweifle das nicht nur aus den oben genannten Gründen, denn auch in anderen Fällen, etwa wenn es um die SNCF ging, hat sich Grube ständig widersprochen und keine klare Linie gezeigt. Dass er nicht einmal die Zahl seiner ICE-Züge kennt und in jedem Interview etwas anderes sagt, hat der Journalist Nils Glück übersichtlich zusammengetragen: <a href="http://www.nilsole.net/medien/nebelkerzen-statt-transparenz-wie-bahnchef-grube-mit-fakten-verwirrt/">Nebelkerzen statt Transparenz.</a> Ich würde eher sagen: Arroganz statt Kompetenz.</p>
<p>Grubes Botschaften sind jedenfalls verheerend, wie auch folgende Kommentare zeigen:</p>
<p>FTD: <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:streit-um-bahn-sparkurs-zug-abgefahren-fuer-vernunft/50147497.html">Zug für Vernunft ist abgefahren.</a></p>
<p>Tageszeitung: <a href="http://taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/und-nun-zum-wetter-herr-grube/">Und nun zum Wetter.</a></p>
<p>Süddeutsche: <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bahn-lieber-bahnchef-grube-es-nervt-1.978506">Es nervt!</a></p>
<p>Stern: <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/bahn-gipfel-zum-hitze-chaos-mauern-hinhalten-abwehren-1585982.html">Mauern, hinhalten, abwehren.</a></p>
<p><a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:pressestimmmen-die-schwuele-hat-erst-jetzt-die-bahn-manager-erwaermt/50147779.html">Pressestimmen in der FTD</a></p>
<p>ZEIT: <a href="http://www.zeit.de/reisen/2010-07/bahn-ramsauer-grube">Ramsauers Fehler</a></p>
<p>Wenn jetzt die FDP nach einem Vorstand für Verbraucher ruft, zäumt sie den lahmen Gaul von hinten auf. Denn den gibt es schon: DB-Fernverkehrsvorstand Ulrich Homburg. Die Forderung klingt wie: Grube sorgt für den maximalen Gewinn des weltweit operierenden Bahnkonzerns, der Verbrauchervorstand ist sowas wie ein Betriebsrat oder Verbraucherschützer für die Fahrgäste – er soll die schlimmsten Auswüchse des Privatisierungswahns verhindern. Was für eine kuriose Idee. Wie wär&#8217;s denn mit der endgültigen Absage des Börsengangs?</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wo steckt eigentlich DB-Technikvorstand <a href="http://deutschebahn.de/site/bahn/de/konzern/konzernprofil/vorstand/vorstand__technik.html">Volker Kefer</a>?</span></p>
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		<title>Erstklassig fahren mit 54 Grad Innentemperatur</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/07/erstklassig-fahren-mit-54-grad-innentemperatur/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 19:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn mutet Reisenden auch in der ersten Klasse Temperaturen über 50 Grad zu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Entgegen den Lippenbekenntnissen von Bahnchef Grube fahren ICE weiter mit defekten Klimaanlagen. Gestern erwischte es eine Bekannte auf dem Weg von München nach Oldenburg. Sie ist fast täglich unterwegs und besitzt eine Bahncard 100 1. Klasse, Kostenpunkt 6400 Euro.</p>
<p>Der ICE 732, ein Zug des Typs <strong><span style="color: #ff0000;">ICE 1</span></strong>, verließ München Hbf um 18.20 Uhr. Die erste Klasse war da noch gut klimatisiert. Doch bis Nürnberg hatte sich alle Wagen bereits in Brutkästen verwandelt. „Es wurde immer heißer, die Luft wurde nur noch bewegt“, klagt die Dame. Und weil sie schlau ist, hatte sie ein Thermometer mit. Das zeigte in der Nähe von Würzburg<strong> <span style="color: #ff0000;">54° C</span></strong> an, bei einer Außentemperatur von 34 °C.</p>
<p>Im Bordrestaurant waren schon in Nürnberg keine Getränke mehr verfügbar. „Ein Witz“, findet sie, „dass nur Minifläschchen von 0,2 und 0,3 Liter mitgeführt werden, die man fast mit einem Schluck leer hat.“ Was bis dahin angeboten wurde, war warm.  Kostenlose Getränke gab es nicht, auch nicht in der 1. Klasse.</p>
<p>Hatte nicht Personenverkehrsvorstand <strong><span style="color: #ff0000;">Homburg</span></strong> vor einigen Tagen vollmundig <a href="http://railomotive.com/2010/07/katastrophen-pr/">versprochen</a>, dass die <strong><span style="color: #ff0000;">Getränkevorräte aufgestockt</span></strong> seien?<strong></strong></p>
<p>Im ersten Wagen 1. Klasse waren auch die Toiletten defekt, worauf mit einem rasch beschrifteten Papierhandtuch an der Tür hingewiesen wurde.</p>
<p>Die Displays, in denen die Wagennummern und Bahnhöfe angezeigt werden, waren etwa ab Fulda  abgeschaltet. „Vielleicht wollte man ja verhindern, dass man sich die Wagennummern aufschreibt“, vermutet die Reisende. Oder sie haben vor der Hitze kapituliert.</p>
<p>Sie hat die Reise überstanden, weil es in der Nacht kühler wurde und auf den Bahnhöfen kühlere Luft in die Wagen strömte. „Eine Dusche und mein Bett, das war alles, was ich noch wollte“, sagt sie über die Ankunft nach Mitternacht an der Küste.</p>
<p>Ein Verwandter arbeitet beim DRK in Göttingen. Am Bahnhof dort häufen sich auffallend die Hitzeopfer, hat er berichtet.</p>
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		</item>
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		<title>Schallende Ohrfeige vom Eisenbahnbundesamt</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/07/schallende-ohrfeige-vom-eisenbahnbundesamt/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 20:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Eisenbahnbundesamt forderte Bahnchef Grube auf, für sicheren Betrieb zu sorgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es dürfte ein einmaliger Vorgang sein, dass eine Aufsichtsbehörde – das Eisenbahnbundesamt – das führende Eisenbahnunternehmen – Deutsche Bahn – mit Nachdruck an seine Pflichten erinnern muss, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.</p>
<p><em>Die Bahn,</em> <a href="http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/wirtschaft/2010/07/21/hitze-chaos-eisenbahnbundesamt-wascht-deutscher-bahn-den-kopf-227929">meldet</a> die Presseagentur ddp, <em>habe „im Rahmen ihrer Betreiberverantwortung“ Schwachstellen  rechtzeitig zu erkennen und zu beheben. Komme es zu Systemausfällen,  habe die Deutsche Bahn alles zu tun, um Gefahren für die Gesundheit der  Fahrgäste auszuschließen.</em></p>
<p>Das sollte in einem zivilisierten westlichen Industriestaat eigentlich selbstverständlich sein, kann beim ergebnisfixierten und in ihrer eigenen kleinen Welt lebenden Bahnmanagement aber wohl nicht mehr vorausgesetzt werden. Es ist eine schallende Ohrfeige für Bahnchef Grube, der sich nicht entblödet, weiter die Bahnindustrie und den Klimawandel für die katastrophalen Zustände in einigen ICE-Zügen verantwortlich zu machen. Dass Grube, wie der <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wenn-das-klima-defekt-ist/1887710.html;jsessionid=33A0353469E7339774EB1EA820B3B883">Tagesspiegel</a> nachrechnete, die Öffentlichkeit belügt, indem er Hitzetage falsch angibt und die ICE-Probleme als &#8220;neu&#8221; bezeichnet, obwohl es schon im heißen Sommer 2008 gehäuft Ausfälle gab und Bahnreisende entsprechende Erfahrungen machten, überrascht da schon nicht mehr. Bisher über 2200 ausgegebene Reisegutscheine wegen Hitze-Beschwerden bei der DB sprechen eine klare Sprache. Und das Eisenbahnbundesamt weiß von mindestens 30 Fällen, wo ausgefallene Klimaanlagen erhebliche gesundheitliche Folgen für die Fahrgäste hatten.</p>
<p>(Zu den ICE-Klimaanlagen ein <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2872236_Heisse-Fahrt-Kein-schoener-Zug.html">Beitrag der Frankfurter Rundschau</a>.)</p>
<p>Das Märchen von einst 10 Prozent Ersatzzügen glaubt erst recht niemand. Auf die Idee, Züge schnellstens umzurüsten und endlich neue Züge zu bestellen anstatt ausländische Bahngesellschaften zu kaufen, kommt Grube nicht. Schuld sind immer die anderen.</p>
<p>Dem Tagesspiegel liegen außerdem Dokumente vor, die belegen, dass auch die Wartungsintervalle gestreckt wurden. Was angesichts der gehäuften Ausfälle aller Art nicht überrascht. <span style="color: #ff0000;"><strong>Die Deutsche Bahn ist seit Jahren ein Opfer von Abenteurern und ökonomischen Phantasten. Auch in der Politik.<br />
</strong></span></p>
<p>Heute kündigte die Bahn ein Schmerzensgeld von 500 Euro für die fast krepierten Fahrgästen an. <span style="text-decoration: line-through;">Allerdings nur gegen ärztliches Attest.</span> Seit 22.7. auch ohne Attest.</p>
<p>Robuste Naturen scherzten heute im Internet: &#8220;Komm, wir fahren ICE, dann gibt&#8217;s 500 Euro!&#8221; <span style="text-decoration: line-through;">Rettungsdienste und Krankenhäuser an den Bahnstrecken sollten vorbereitet sein und entsprechende Atteste vorhalten&#8230;</span></p>
<p>Wenn Reparaturen und Neubestellungen weiter auf die lange Bank geschoben werden, hilft ja vielleicht ein staatlicher Aufkleber auf den ICE-Türen gegen Überfüllung und gesundheitlich nicht so stark belastbare Bahnkunden:</p>
<h2 style="text-align: center;">Das Eisenbahnbundesamt warnt:</h2>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">Die Reise mit diesem Zug </span></h2>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"> kann lebensgefährlich sein. </span></h2>
<p><span style="color: #ff0000;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #808080;">Ausfallwahrscheinlichkeit von Klimaanlagen 32 % </span><br />
<span style="color: #808080;">Verspätungswahrscheinlichkeit 81 % </span><br />
<span style="color: #808080;">Ausfallwahrscheinlichkeit des Bordrestaurants 28 %</span><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #808080;"> </span></span><br />
<span style="color: #ff0000;"><span style="color: #808080;">Betriebswichtige Aggregate können jederzeit ausfallen.</span><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>70 Grad! Frontal 21 berichtet über massive Bahnprobleme</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/07/70-grad-frontal-21-berichtet-uber-massive-bahnprobleme/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 12:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn hat weit mehr Probleme mit Lokomotiven, Zügen und Strecken, als sie zugibt. Das fand das ZDF-Magazin Frontal 21 heraus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4872" class="wp-caption alignnone" style="width: 430px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/07/P2225155-Arbeitskopie-2.jpg"><img class="size-full wp-image-4872" title="P2225155 - Arbeitskopie 2" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/07/P2225155-Arbeitskopie-2.jpg" alt="" width="420" height="364" /></a><p class="wp-caption-text">Außerplanmäßiger, gut einstündiger Halt wegen Störung am Luftfederungssystem eines ICE 2, Febr. 2010</p></div>
<p>Während die meisten Medien nach einem kurzen Sturm das Thema Bahn vorerst abgehakt zu haben scheinen, legt das ZDF heute in <a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,8091059,00.html?dr=1">Frontal 21</a> nach, denn bei der Deutschen Bahn treten deutlich mehr technische Pannen auf als  bisher bekannt. Das zeigen interne Dokumente, die Frontal21 vorliegen. So kam es allein am 10. Juli 2010, also an dem Tag,  an dem mehrere ICE- Klimaanlagen ausfielen, insgesamt zu 293 Störfällen  bei Zügen. Dazu zählen Bremsstörungen, Triebzugschäden, Störungen an  Funkeinrichtungen und Zwangsbremsungen mit unbekannter Ursache. 485 Züge  seien insgesamt über 100 Stunden verspätet gewesen. Wartungsmängel, bereits beim Winterdebakel sauber herausgearbeitet und im Schwarzbuch DB dokumentiert, seien dafür verantwortlich.</p>
<p>Ich habe in den letzten Monaten etliche Screenshots eingestellt, die die häufigen Mängel dokumentieren: Zum Beispiel die<a href="http://railomotive.com/2009/09/momentaufnahme-bei-twitter-die-deutsche-verspatungsbahn/"> Deutsche Verspätungsbahn</a> (Sept. 2009), von wegen <a href="http://railomotive.com/2010/01/von-wegen-keine-verspatung/">keine Verspätung</a> und <a href="http://railomotive.com/2010/01/auf-hochgeschwindigkeitsstrecken-langsamer/">auf Hochgeschwinigkeitsstrecken langsamer</a> (Jan. 2010), <a href="http://railomotive.com/2010/02/tgv-fahren-frankfurt-paris/">ausgefallene Mehrsystem-ICE</a> und <a href="http://railomotive.com/2010/02/ice-verspaetung-durch-pinkelpausen/">Verspätung durch Pinkelpausen</a> (Febr. 2010), <a href="http://railomotive.com/2010/04/sechs-mal-so-viel-ausgefallene-ice-zuge-wie-vor-zwei-jahren/">sechsmal so viele ausgefallene ICE-Züge</a> (April 2010), nur <a href="http://railomotive.com/2010/07/hannover-drei-fernzuege-der-deutschen-bahn-sind-puenktlich/">drei Fernverkehrszüge pünktlich</a> (Juli 2010).</p>
<p>Dass das sogar Toilettentüren in Doppelstöckern betreffen kann, zeigen <a href="http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/aktuell/kurios/2010/07/19/bahn-mitarbeiter-befreit-fahrgaeste/mit-brecheisen-aus-regio-zug-toilette.html">Fotos eines BILD-Leserreporters</a>. Hier hatten sich zwei Partygänger zum (verbotenen) Rauchen ins WC eingeschlossen und mussten mühsam durch Einschlagen der Scheibe befreit werden. Da diese mehrschichtig sind und Folien eingearbeitet haben, ist das genau so schwer wie im ICE, wo es nur einzelne, mit rotem Punkt gekennzeichnete Scheiben gibt, die einschlagbar sind. Diese wurden erst nach dem grausigen ICE-Unfall in Eschede eingebaut, nachdem die Helfer damals ebenfalls die Erfahrung gemacht haben, dass ICE-Scheiben nur sehr schwierig einzuschlagen sind.</p>
<p>Auch der überhitzte ICE spielt im Beitrag eine Rolle. Interne Protokolle der Bahn hätten gezeigt, dass es <span style="color: #ff0000;">im ICE über 70° C</span> gehabt hat und nicht 40 bis 50° C, wie die Medien brav voneinander abgeschrieben haben, obwohl die Betroffenen von 60° C gesprochen haben.</p>
<p>Hoffentlich wissen die ZDF-Autoren auch, dass die Leute wegen fehlender Luftzufuhr außerdem fast erstickt sind und deshalb der Fall weit brisanter ist, als die meisten Medien glauben und berichtet haben. Die Deutsche Bahn hat aus meiner Sicht mit dem Leben der Fahrgäste gespielt.</p>
<p><strong>Nachtrag 18 Uhr:</strong> <em>Die Deutsche Bahn weist die Behauptung der ZDF-Sendung „Frontal 21“ vom heutigen Dienstag als in keiner Weise nachvollziehbar zurück. Danach hätten Fahrgäste im Innenraum des ICE 846 am 9.7.2010 Temperaturen von bis 70 Grad Celsius ertragen müssen.<br />
Der DB liegen keinerlei Anhaltspunkte für diese Behauptung vor. Eine interne Störfall-Analyse hatte bis zu 61 Grad Celsius im sogenannten Energieversorgungsblock der Klimaanlage festgestellt. Dieses Aggregat befindet sich jedoch außerhalb des Fahrgast-Innenraums an der Unterseite des Zuges.</em></p>
<p>Das sind die ersten konkreten Angaben der DB zu dem Vorfall. Schlimm genug, dass die Angst vor der Sendung die DB nun dazu bringt, in bewährter Weise, nämlich scheibchenweise, mit Fakten an die Öffentlichkeit geht. Sicher weiß die DB auch, wie heiß es wirklich im Zug war.</p>
<p>Die Basler Zeitung berichtet unter der süffisanten Überschrift: <a href="http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Leicht-geduenstet-im-ICE/story/18582879">Leicht gedünstet im ICE</a>. Schöner könnt ich&#8217;s auch nicht sagen.</p>
<p><strong>Nachtrag 23.7.2010:</strong> Weil die &#8220;über 70 Grad&#8221; für viele Zuschauer unwahrscheinlich wirkten, veröffentlichte das ZDF das <a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/download/0,6753,7017011,00.pdf">Originaldokument der DB</a>.</p>
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		<title>Die Deutsche Bahn setzt PR-Katastrophe fort</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 10:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Vorstände der Deutschen Bahn trampeln von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen und lassen jegliches Gespür für Kommunikation mit Kunden und Medien vermissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als einer, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von allen Seiten des Schreibtischs kennt, bin ich inzwischen fassungslos über die unbeschreibliche Inkompetenz der Führung der Deutschen Bahn, von Vorstandschef Grube über Vorstand Homburg bis zum Kommunikationschef, der entweder nichts zu sagen hat oder auf beratungsresistente, geradezu vernagelte Vorstände trifft. Denn mit jeder Aussage demonstrieren die Führungskräfte Kaltschnäuzigkeit, fehlende Empathie und einen eklatanten Mangel an Wissen, wie Kommunikation funktioniert und wirkt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ein anderes Unternehmen in einer Krise derart amateurhaft und arrogant reagiert hat. Im Bahnturm herrscht in den entscheidenden Ebenen offensichtlich eine kommunikative Inkompetenz, die in der Nachkriegsgeschichte beispiellos ist. Vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Contergan-Skandal">Contergan</a>-Hersteller Grünenthal vielleicht einmal abgesehen.</p>
<p>Mit jedem Interview, jeder Talkshow hüpfen die Bahn-Manager von Fettnapf zu Fettnapf. Und zwar so, dass es spritzt. Zuerst gibt Personenverkehrsvorstand Homburg den Unterkühlten und Unbeteiligten bei <a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,706813,00.html">Illner</a>, dann sagt Grube im Deutschlandfunk-Interview sinngemäss, dass man doch immerhin einen Großteil der Züge ohne Probleme ans Ziel bekomme. Obwohl er in diesem Interview nur Ungenaues zu den Pflichten des Zugpersonals sagt und in einem <a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article8503588/Sauna-Zuege-Politik-erhoeht-den-Druck-auf-die-Bahn.html">internen Brief</a> an die Mitarbeiter ihnen seine &#8220;vollste Anerkennung und  Unterstützung&#8221; ausspricht und großkotzig tönt &#8220;Bei all den unbestreitbaren Schwierigkeiten<span style="color: #ff0000;"> werde  ich es nicht zulassen, dass die Bahn als unsicheres Verkehrsmittel in  Misskredit gebracht wird</span>&#8220;, verprügelt er nun in <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,707026,00.html">Spiegel online</a> das Zugpersonal: &#8220;Es gibt klare Richtlinien, wie das Zugpersonal in solchen Fällen  reagieren muss. Den Wagen schnellstmöglich zum Stillstand bringen und  versuchen, die Klimaanlage wieder in Gang zu kriegen. Fällt sie total  aus, nicht weiterfahren, sondern einen Ersatzzug organisieren.&#8221; Das habe einige Male nicht geklappt. Aha!</p>
<p>Weiß Grube eigentlich, wovon er redet? Wie bringt man einen einzelnen Wagen im Zug zum Stillstand? Hat der schon mal in einem Zug gesessen, weiß der eigentlich, wie ein Triebzug aufgebaut ist? Wo bitte hat die DB Ersatzzüge? Weiß Grube, dass er für die aktuelle Sommer- und die vergangene Winterkatastrophe die Verantwortung trägt?</p>
<p>Mit seiner Kaltschnäuzigkeit hat Grube dem Staatsunternehmen Deutsche Bahn einen milliardenschweren Imageschaden beschert und sich konsequent viele Gründe für einen Rauswurf wegen kommunikativer Inkompetenz und offensichtlicher Führungsschwäche erarbeitet. Ich fürchte nur, dass Bundesverkehrsminister Ramsauer nicht Manns genug ist, den überforderten Grube zu entlassen und durch einen gelernten Eisenbahner zu ersetzen. Er würde damit ein Zeichen setzen.</p>
<p>Inzwischen häufen sich die Berichte über Horrorfahrten mit der Bahn. So, wie sie jeder schon einmal erlebt hat. Etwa <a href="http://www.traum-frei.de/?p=77">hier</a>. Wobei zumindest tröstlich ist, dass im Bordbistro wohl ab 40° C nicht mehr gearbeitet werden darf, was doch auf eine gewisse Fürsorge der Bahn schließen lässt. Leider kenne ich die Höchsttemperaturen nicht, ab denen die Zugbegleiter ihr Sakko und ihre Weste ausziehen und die Arbeit einstellen dürfen. Möglicherweise wird ihnen auch Treue bis in den Tod abverlangt, weil Räder rollen müssen bis zum Sieg. Und den hat sich Grube ja vorgenommen. <strong><span style="color: #ff0000;">Grube lässt sich die Bahn nicht in Misskredit bringen, er macht es lieber selbst.</span></strong></p>
<p>Da auch die über 30 Jahre alten IC-Wagen viele Probleme machen, greifen kundenfreundliche Eisenbahner alten Schlages zur Selbsthilfe, wie die BILD <a href="http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/aktuell/nachrichten/2010/07/16/schaffner-befestigt-defekte-trittleiter/mit-eigener-bahn-krawatte.html##">berichtet</a>: Mit einer DB-Krawatte und Kabel band er eine defekte Klapptrittstufe hoch, damit der Zug fahren konnte.</p>
<p>Das <span style="color: #0000ff;">Überlebensset</span> für Bahnfahrer sollte nicht nur aus <span style="color: #0000ff;">Wasser, Hammer, Pinkelflasche, Handtuch, Sauerstoffflasche, Thermometer und Kamera zur Beweissicherung, Vierkantschlüssel und Smartphone </span>bestehen. Man sollte auch <span style="color: #0000ff;">e</span><span style="color: #0000ff;">ine Rolle glasfaserverstärktes Klebeband und Draht</span> dabei haben, um dem Zugpersonal bei den täglich anfallen Reparaturen hilfreich zur Seite zu stehen. So werden die Verspätungen nicht ganz so groß.</p>
<p>PS: Soeben erreichte mich folgende DB-Pressemitteilung, die nicht weiter kommentiert werden muss:</p>
<p><em>Zu Meldungen über eine angebliche Distanzierung von DB-Chef Rüdiger Grube gegenüber Mitarbeitern verweist die DB auf die folgende Originalpassage im neuen Spiegel-Interview</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>(Berlin, 17. Juli 2010)  Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG: „Es gibt klare Richtlinien, wie das Zugpersonal in solchen Fällen reagieren muss. Nämlich bei einem Komplettausfall der Klimaanlage die Reisenden so schnell wie möglich aus diesen Zügen herausbringen. Aber es gibt nichts zu beschönigen: Es sind anscheinend Fehler gemacht worden. Die Staatsanwaltschaft und auch wir untersuchen diese Fälle derzeit ganz genau. Und die Wahrheit muss auf den Tisch. Aber eins sei auch klipp und klar gesagt: Gegen Vorverurteilungen verwahre ich mich ebenso wie gegen eine pauschale Verunglimpfung unseres Zugpersonals. Die machen einen sehr guten Job und genießen meine volle Unterstützung.</em></p>
<h2><strong>Die Deutsche Bahn ist eine Lachnummer mit angeschlossenem Dauer-Versuchsbetrieb.</strong></h2>
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		<title>Grube spricht</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 12:57:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rüdiger Grube verteidigt sich im Deutschlandfunk wegen der Zugausfälle und Klimaanlagen-Probleme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der DB Mobility Logistics AG, der sich in den letzten Tagen immer sehr zurückhielt, gab dem Deutschlandfunk ein <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1226028/">Interview</a>. Bitte lesen Sie es. Es ist ein Dokument der Arroganz, mangelnden Empathie und Überheblichkeit.</p>
<p>Gestiegene Wartungsaufwendungen bei den alten Zügen, die durch den Verschleiß selbstverständlich steigen, werden als Großtat verkauft und folgende Fragen wischiwaschi beantwortet. Rechtfertigungen, wo Demut angesagt wäre. Auszug aus dem Interview:</p>
<p><em>Meurer: Stimmt es, dass ab sofort Zugbegleiter und Lokführer jetzt selbst entscheiden dürfen, wann ein Zug gestoppt wird?</em></p>
<p><em>Grube: Da gibt es ganz klare Richtlinien, nach denen müssen sich die Lokführer und unser Zugpersonal verhalten. Wenn bestimmte Werte überschritten würden, ja, dann müssen sie selbst entscheiden, dass dieser Zug auch dann im nächsten Bahnhof zum Stillstand kommt.</em></p>
<p><em>Meurer: Diese Richtlinie gab es doch am letzten Wochenende schon?</em></p>
<p><em>Grube: Ja, aber nun muss ich auch ganz offen sagen &#8211; aber das ist keine Entschuldigung, nur vielleicht mit Fakten hinterlegen -, bei den 255 ICEs, die wir tagtäglich betreiben, machen wir 1400 Fahrten und davon haben sehr, sehr viele geklappt. Sie haben gerade von 40 Ausfällen gesprochen. Die Zahl ist richtig. Aber da sehen Sie auch, dass wir sehr, sehr viele Züge betrieben haben, wo keine Störungen eingetreten sind. Also man muss das immer ein bisschen ins rechte Licht rücken.</em></p>
<p><em>Meurer: Aber vielleicht wäre weniger passiert, wenn die Zugbegleiter sich gesagt hätten, ich darf das, ich mach das jetzt, ich sage jetzt, der Zug hält am Bahnhof. Er hat sich aber nicht getraut, weil er es doch nicht darf.</em></p>
<p><em>Grube: Das kann ich Ihnen jetzt im Einzelnen nicht sagen, warum der Mitarbeiter sich nicht dafür entschieden hat. Aber es gab ja durchaus auch Fälle, es sind ja nicht alle so ausgegangen wie der Fall, den Sie eingangs erläutert haben am Beispiel Bielefeld, wo ich übrigens mich am Samstag sofort entschuldigt habe.<br />
</em></p>
<p>Im Klartext: Der Bahnkunde soll sich also freuen, wenn er mal nicht einen Kreislaufkollaps hatte oder fast erstickt ist, denn sehr, sehr viele Züge &#8220;klappen&#8221; ja. Und Fahrgäste in &#8220;nicht klappenden&#8221; Zügen haben einfach Pech. Können Sie sich vorstellen, dass der Lufthansa- oder Air-Berlin-Vorstandsvorsitzende so über seine Flugzeuge und Mitarbeiter reden würde?</p>
<p>Diesem Mann ist nicht mehr zu helfen.</p>
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		<title>Von Content-Schiebern, Politikern, Managern und Staatsanwälten</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 20:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn hat zugegeben, dass weit mehr Züge mit defekten Klimaanlagen gefahren sind. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt gegen den Zugchef.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider muss ich mich schon wieder für meine Kollegen fremdschämen. Es scheinen, gerade in den Internetmedien, doch überwiegend copy-and-paste-Journalisten zu sitzen, die Pressemitteilungen und die schlecht recherchierten und wiederkäuenden Agenturmeldungen in die Seiten kopieren, ohne sie gelesen und verstanden zu haben. <strong>Content-Schieber</strong> nenne ich diese Kollegen. Spiegel online und sueddeutsche.de lese ich schon lange nicht mehr, und wenn ich doch mal aus Langeweile reinschaue, finde ich nur oben genannten Müll, Klatsch und Tratsch, &#8220;könnten Sie Bundespräsident oder Kaiser von China werden?&#8221;, Denklers schaurige Interviews mit neoliberalen Untoten oder das übliche Gefasel von Lobbyisten, deren Verpflichtungen für Versicherungs-, Energie- und Autokonzerne nicht genannt werden. Recherchiert wird selten. Der Blogger Marc Michels hat das fein <a href="http://marcmichels.blogspot.com/2010/07/die-bahn-zeigt-sich-spendabel.html">beobachtet</a>.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><em>Aber &#8220;investigative&#8221; iPhone- und iPad-Geschichten sind halt schneller aus amerikanischen Blogs zusammengekloppt als die Ergebnisse harter Recherche in Zügen, bei Bahnbetrieben, Bahnherstellern, Fahrgastverbänden, Ministerien und Eisenbahnern. Es fährt ja auch kaum jemand Bahn, während sich 82 Millionen Bundesbürger ganz gewiss nach einem iPhone sehnen oder in einem souverän antretenden achtzylindrigen Luxusklasse-Cabrio geschmeidig durch die Toskana rollen wollen, Siebecks schwerem Mercedes (470 Milligramm CO2/km) folgend. Oder einfach nur <a href="http://www.sueddeutsche.de/auto/bmw-m-gts-feuerdrache-1.972539">den Feuerdrachen von BMW</a> reiten, <a href="http://www.sueddeutsche.de/auto/citron-ds-thp-franzoesischer-drivestyle-1.953537">französischen Drivestyle</a> (le style de conduite français, fremdsprachig wenig begabter Kollege!) genießen, den geländegängigen <a href="http://www.abendblatt.de/ratgeber/auto-motor/article1566573/Stadtflitzer-mit-Krokodil-Optik.html">Stadtflitzer mit Krokodiloptik</a> zum Fressen gern haben oder ihr Glück im<a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,702638,00.html"> Lindwurm aus Lorch</a> suchen und ausflippen, wenn ein Auto elektrisch zwar nur 20 bis 200 km weit fährt, aber wie eine Rakete </em></span><span style="color: #ff0000;"><em>beschleunigt</em></span><span style="color: #ff0000;"><em>. Das sind die Themen, die Redakteure wirklich bewegen. Ein paar Dutzend Halbtote in den Zügen sind eher marginal und keine anstrengende Recherche wert. Zumal Journalisten, die nicht einmal den Unterschied zwischen Lok- und Zugführer kennen, keine Lust auf heiße Züge haben, weil der hoch motorisierte Roadster mit Tankgutschein schon vor der Tür steht und die Rubrik immer noch &#8220;Auto&#8221; und nicht &#8220;Mobilität&#8221; heißt, obwohl die Autoanzeigen längst ins Internet abgewandert sind. Der Zug der Zeit fährt ohne sie, Benzin im Blut beeinträchtigt das Denkvermögen.<br />
</em></span></p>
<p>Noch immer wird in den sich wiederholenden Meldungen, welche Zeitung wo was gehört und geschrieben haben will, von drei ausgefallenen ICE am Samstag gesprochen, obwohl das längst widerlegt ist. Scheibchenweise kommt heraus, dass ein CDU-Staatssekretär, ein paar Abgeordnete und das <strong>Bundesverkehrsministerium</strong> – eigentlich jeder mit politischem Einfluss – schon lange von den Problemen wussten, die seit Jahren bei ICE 1 und ICE 2 existieren. Brennende Triebköpfe waren 2009 nicht ungewöhnlich (der ICE 3 hat keine). Und das, sagten mir Insider, weil es durch mangelnde Reinigung der Lokomotiven zu Staubexplosionen in den heißen Fahrzeugen kam. Heute trat übrigens eine Task-Force zusammen, die die Ursachen der aktuellen Mängel finden will, die sich nicht auf die Klimaanlage beschränken müssen.</p>
<p>Unternommen wurde von der Bahn bei den zahlreichen Ausfällen bisher nicht viel, außer der üblichen Propaganda und Leugnung von Tatsachen, was man auch lügen nennen kann. Die Politik ließ sich von DB-Vorstandsvorsitzenden Grube ebenso einwickeln wie schon von Mehdorn, an dem man sich wenigstens tüchtig reiben konnte und den ich inzwischen trotz seiner falschen Politik für den durchsetzungsfähigeren <strong>Manager</strong> halte als &#8220;i schaff baim Daimler, mir send die Beschte&#8221;-Gewächs Grube mit seiner hanseatischen Zugeknöpftheit. Grube hat zwar angekündigt, dass irgendwann die über 15 Jahre alten ICE 2 überarbeitet werden. Aber dabei ist es geblieben. Letzten Freitag kündigte er auch noch die Absicht einer stärkeren Zusammenarbeit mit der SBB an, weil der internationale Verkehr ja erkennbar sein Lieblingskind ist. Der Inlandverkehr interessiert ihn nicht, denn dann hätte er schon längst neue Züge bestellt bei den noch bis 2012 oder 2014 andauernden Engpässen. Bis 2014 läuft (hoffentlich nicht!) Grubes Vertrag, da will er dann sicher eine neue Deutsche Bahn Mobility Logistics Worldwide International AG an die Börse bringen und mit neuen Zügen glänzen. Vielleicht ist dann Stuttgart 21 auch soweit fertig: Acht Gleise ohne Anschluss, aber schön, um repräsentative Parties auf den schmalen Bahnsteigen mit Gefälle zu feiern. Skater werden den Gruben-Bau jedenfalls klasse finden.</p>
<p>Die ICx, die pro Stück mit 20 bis 25 Millionen Euro kalkuliert werden und deutlich billiger als die Ende 2011 verfügbaren 407er für den Auslandsverkehr sind (35 Mio. €), hat Grube immer noch nicht bestellt. Ein Mann der Tat ist er nicht. Wie gesagt: Der Inlandsverkehr, das von ihm immer wieder zitierte Brot-und-Butter-Geschäft, das ihm angeblich so am Herzen liegt, ist nur ein Textbaustein in Interviews. Grube klopft Sprüche und träumt von der Welt AG. Die Daimler-Schule scheint keine gute zu sein.</p>
<p>Zurück zum Viehtransport vom Samstag: Bei einem brennenden Triebkopf hätte der Zug natürlich sofort gehalten, und so hat die <strong>Staatsanwaltschaft</strong> Bielefeld, die ich heute leider trotz mehrerer Versuche nicht erreichen konnte, Ermittlungen gegen den Zugführer aufgenommen. Immerhin schon mal wegen unterlassener Hilfeleistung und fahrlässiger Körperverletzung. Schließlich ließ der Zugchef seine Fahrgäste eine halbe Stunde länger leiden und setzte sie auch der Gefahr des <strong>Erstickungstods </strong>aus. <strong>Der Wagen bekommt bei Ausfall der Klimaanlage keine Frischluft mehr </strong>(was die werten Kollegen immer noch nicht herausgefunden haben)<strong>.</strong> Es war also nicht nur der Hitzeschock, der die Reisenden hyperventilieren ließ. Falls es stimmt, dass die Anlagen im ganzen Zug nicht funktionierten, haben die Zugbegleiter sogar Tote riskiert. Dass der Fahrgastverband Pro Bahn empfiehlt, nach einer halben Stunde zu halten, ist dagegen ein Armutszeugnis. Da kann ein Fahrgast schon krepiert sein.</p>
<p>Nun wird in den teilweise grenzenlos dämlichen Leserkommentaren in den Onlinemedien über die Kleinen, die man hängt und die Großen, die man laufen lässt, diskutiert. Natürlich wird das auch hier so sein, doch jeder Kleine würde ebenso angeklagt, wenn sich herausstellen würde, dass er einen bewußtlosen Menschen am Straßenrand gesehen hat und erst nach einer halben Stunde die Polizei verständigte. Dieser Mann oder diese Frau als Zugchef wusste weder, wie man mit Fahrgästen umgeht noch darf künftig jemand mit so wenig Courage die Gewalt über einen Zug erhalten. Ich würde ihm nicht einmal einen Service Point (die immer noch so heißen) anvertrauen. Jetzt bloß kein Mitleid.</p>
<p>Und bitte keine Storys vom Fenster zum Öffnen. Die Bahn hätte Luftklappen oder andere Systeme für derlei Notfälle bestellen müssen, natürlich hätte sie sie bekommen. Aber es hätte auch genügt, den Zug anzuhalten und die Türen zu öffnen. Niemand wäre von einem entgegenkommen Zug überfahren worden. Dafür gibt es Signale, Funk und die Linienzugbeeinflussung. Aber das wissen nicht einmal Journalisten. Außer jenen, die nebenberuflich für die Bahn arbeite(te)n und in solchen Fällen auffallend oft die Klappe halten, weil ihnen der schöne Nebenverdienst wichtiger ist (oder war) als die Wahrheit. Da gibt man doch lieber exklusiv Homburgs Phrasen weiter. Mietschreiber und Sprachrohr eben.</p>
<p>Mitleid habe ich aber mit Siemens und den Konsortien aus teilweise erloschenen Firmen, welche die ICE-Züge konstruiert und geliefert haben und nun mit Häme und Spott übergossen werden wie berechtigterweise die DB. Wenn ein Zug ausgeschrieben wird, gibt es ein Lastenheft, also eine ausführliche Bestellung mit dem, was ein Zug haben und können muss. Was da drinsteht, wird auch so geliefert und vom Kunden Bahn und dem Eisenbahnbundesamt abgenommen. So wie Sie Ihr Auto mit allem möglichen Schnickschnack bestellen, gegen Unterschrift in Empfang nehmen und auf bestimmte Teile eine 3-jährige Garantie bekommen und bei einem Dacia etwas weniger Qualität erwarten können als bei einem Audi A8. Etwa zwei, drei Jahre steht auch der Zug-Hersteller für Fehler gerade, die mangels Testzügen nicht völlig auszuschließen sind. Trotz Testfahrten, Simulationen und dem ganzen Ingenieurgedöns. Ganz seriös, wie nach den Problemen 2003 mit den Klimaanlagen des ICE 3, wird dann miteinander geredet und der Fehler abgestellt. Testzüge wären heute unbezahlbar. Ein Zug, der 50 oder 100 Millionen Kilometer fahren muss, braucht laufend intensive Wartung. Wie ein Flugzeug. Und das bricht den Start ab, wenn etwas nicht stimmt. ICEs mit defekten Klimaanlagen schickt die DB munter in Berlin auf die Reise. Wird schon gutgehen. Siemens kann nichts dafür, wenn die Züge nicht gewartet werden. VW haftet auch nicht, wenn Sie Ihren Golf zehn Jahre lang nicht warten lassen und das Öl nicht wechseln. Dann verabschiedet sich der Motor auch.</p>
<p>Nach zwei oder drei Jahren ist die Gewährleistung des Herstellers beendet, sofern der Kunde keinen Wartungsvertrag will. Und wenn der Zug eben aus Kostengründen für eine Haltbarkeit von 10 oder 15 Jahren (=&#8221;zeitfest&#8221; statt den üblichen 30 bis 40 Jahren =&#8221;dauerfest&#8221;) konstruiert wurde, verschleißt er eben. Weil billig ist auch billig. Das hat nichts mit deutscher Ingenierkunst oder Unvermögen zu tun, wie manche glauben. Wer, wie ich, oft genau diese Züge benutzt hat, weiß, wie verschlissen der ICE 2 ist und wie oft er wegen Mängeln verspätet ist.</p>
<p>Es ist ausführlich im Schwarzbuch Deutsche Bahn belegt, dass die DB ihre Züge nicht ausreichend wartet. Sie allein ist schuld daran, wenn jetzt Züge im Betrieb ausfallen. Aber auch die gewissenlosen Politiker, die diese Tatsachen kennen und mit Schulterzucken quittieren. Sie wollen die Bahn auf börsenfähig trimmen, weil Börsengänge vor Jahren einmal schick waren. Dass es keinen vernünftigen Grund dafür gibt, wollen sie nicht kapieren. Da, wo es schon Wettbewerb gibt, tut die DB alles, ihn zu stören. Die Konkurrenz hat hochmoderne Regionalzüge, aber leider kein Geld für den Fernverkehr.</p>
<p><strong>Heute gab die Bahn endlich zu, dass mindestens 41 (DB), wenn nicht sogar 100 Züge (Pro Bahn) seit Samstag wegen defekter Klimaanlagen aufgefallen sind.</strong><strong> </strong>Das hatte ich schon in meinem vorigen Beitrag über die Pseudoentschädigung  vermutet.<strong><br />
</strong></p>
<p>Die Bahn hat also wieder einmal fett gelogen. Aber ist das was Neues?</p>
<p><em>(Sorry, jetzt ist es doch wieder ein langer Beitrag geworden.)</em></p>
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		<item>
		<title>Katastrophen-PR, made in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 16:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn kommuniziert auch zwei Tage nach den Klimaschock-Problemen mit ICE weiter äußerst ungeschickt und unprofessionell. Glaubhafte Entschuldigungen sehen anders aus. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Deutsche Bahn hat aus dem Winter-Desaster nichts gelernt</strong> und ist offensichtlich beratungsresistent. Wobei ich glaube, dass dort niemand nach Beratung gefragt hat, obwohl es genügend auf Krisen-PR fokussierte PR-Agenturen und Berater gibt. Doch die Einsicht, bei der Kommunikationsarbeit – vom selbstgefälligen Vorstand bis zur riesigen Kommunikationsabteilung – völlig versagt zu haben, kommt in Berlin auch bei der neuerlichen Hitzewelle niemand in den Sinn.</p>
<p>Soeben verbreitete die Deutsche Bahn folgende Pressemitteilung, die dieses aufs Traurigste dokumentiert. Floskeln, notgedrungene Entschuldigungen und das zwischen den Zeilen gegebene <strong>Versprechen, dass sich nichts ändern</strong> <strong>wird</strong> (meine Bemerkungen dazu in Rot):</p>
<p><em><strong>Deutsche Bahn reagiert auf hitzebedingte Ausfälle</strong></em></p>
<p><em>Lückenlose Aufklärung der Vorfälle vom Wochenende • Direkte Gespräche mit betroffenen Schulen • Tägliche Überprüfungen der Klimaanlagen • Grube: „Nehmen Ereignisse sehr ernst“ • Homburg: „Anlaufstelle für Betroffene“</em></p>
<p><em>(Berlin, 12. Juli 2010)  Die Deutsche Bahn wird die Vorfälle im Zusammenhang mit den ausgefallenen ICE-Klimaanlagen lückenlos aufklären. Dies versicherte DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube am Montag in Berlin. Gleichzeitig werde die DB selbstverständlich auch die Ermittlungen der Bundespolizei intensiv unterstützen. Grube sagte weiter: „Wir nehmen die Ereignisse der letzten Tage sehr ernst. Nach meiner sofortigen telefonischen Entschuldigung am Sonntag haben wir heute vor Ort persönlichen Kontakt mit den betroffenen Schülern und Lehrern in Willich aufgenommen. Wir werden für den erlittenen Schaden eine schnelle und unbürokratische Wiedergutmachung leisten.“ </em><span style="color: #ff0000;"><strong>Die DB hat Menschen der Lebensgefahr ausgesetzt.</strong> Eine Wiedergutmachung, sofern das überhaupt möglich ist bei Menschen, die Todesangst hatten, ist wohl das Mindeste!</span><em> </em></p>
<p><em>Auch mit einer zweiten betroffenen Schule in Remscheid hat die DB zwecks Entschädigungsmaßnahmen direkten Kontakt aufgenommen. Bei extremen Außentemperaturen und hohem Fahrgastaufkommen waren am Samstag in drei ICE-Zügen die Klimaanlagen komplett ausgefallen. Reisende an Bord eines Zuges mussten in Bielefeld ärztlich versorgt werden. </em><span style="color: #ff0000;">Schon wieder das Gesülze wegen Außentemperaturen und Fahrgastaufkommen. Wieder nur die Aussage: <strong>Wir können nichts dafür. </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Die Deutsche Bahn kann nichts für Unwetter und für Menschen, die sich vor den Zug werfen, wie auch am Wochenende mehrfach geschehen. <strong>Für alle anderen Dinge ist ganz allein die Deutsche Bahn verantwortlich.</strong></span><em><span style="color: #ff0000;"><br />
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Zur Vermeidung solch schwerwiegender Vorfälle legen die Mitarbeiter in den DB-Werken nochmals gesteigertes Augenmerk auf die Wartung und Instandhaltung der Klimaanlagen. Auch das Bordpersonal wurde auf die konsequente Anwendung einer bestehenden Richtlinie hingewiesen, bei Ausfall von Klimaanlagen in einzelnen Wagen den Fahrgästen eine Weiterfahrt in klimatisierten Zugbereichen zu ermöglichen. Bei vollständigem Ausfall der Klimatisierung sind die Züge am nächstmöglichen Bahnhof zu stoppen und die Fahrgäste auf andere Züge zu verteilen. </em></p>
<p><em> </em><span style="color: #ff0000;">Es ist inzwischen</span><span style="color: #ff0000;"> mehrfach belegt, dass nicht nur am Samstag, sondern auch gestern und heute in Berlin ICE abgefahren sind, bei denen in einzelnen oder mehreren Wagen die Klimaanlage nicht arbeitete.<span style="color: #ff0000;"> </span></span><span style="color: #ff0000;">Ein &#8220;nochmals gesteigertes Augenmerk&#8221; kann ich nur so interpretieren, dass &#8220;endlich mal&#8221; auch die Klimaanlagen ordentlich gewartet werden. Denn selbst Bahnmitarbeiter und viele Reisende bestätigen, dass es schon lange solche Ausfälle gegeben hat. <strong>Es ist kein neues Problem. </strong>Betroffen ist vor allem der ICE 2, der bis zu 16 Jahre in Betrieb ist und irgendwann ein wenig modernisiert werden soll. <em><br />
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<p><em> „Unsere oberste Priorität ist und bleibt, unsere Kunden zuverlässig, pünktlich und &#8211; vor allem aber – sicher ans Ziel ihrer Reise zu bringen“, so Grube weiter.</em><span style="color: #ff0000;"> <strong>Herr Grube, das glauben Sie wohl doch selber nicht</strong>. Ständig reden Sie von Ihrem Brot-und-Butter-Geschäft, tun aber nichts, um es auf einem fahrgastfreundlichen Niveau zu halten. Größer könnte die Diskrepanz zwischen Ihren Sprüchen und der traurigen Realität der von Ihnen und Ihrem Vorstandskollegen Homburg zu verantwortenden Deutschen Bahn nicht sein. Merken Sie nicht, wie Sie sich mit Ihrem Geschwätz längst unglaubwürdig und lächerlich gemacht haben? Haben Sie keine Berater und sind Sie nur von Ja-Sagern umgeben? </span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wenn Sie, <strong><span style="color: #ff0000;">Herr Grube</span></strong>, Ihr Brot-und-Butter-Geschäft wirklich ernstnehmen würden, hätten Sie schon nach den Winterproblemen eine systematische Aufarbeitung der ICE in Auftrag gegeben. Da Sie aber keine Reservezüge haben und Stillstände Umsätze kosten, haben Sie und Ihr Kollege Homburg die Züge weiter auf Verschleiß gefahren. Mit Verlaub:<span style="color: #ff0000;"> <strong>Ihre Fahrgäste sind Ihnen scheißegal</strong></span><strong>.</strong> Ihnen geht es um shareholder value und persönliche Erfolge beim Erwerb von ausländischen Gesellschaften. Nun muss das Zugpersonal ausbaden, was Sie, die Vorstände, durch Nicht-Investitionen und Sparen bei der Wartung verbockt haben. Und der durch und durch naive Bundesverkehrsminister schaut einfach zu. Muss es erst Tote geben? Ich fürchte, dass Sie sogar dann von bedauerlichen Einzelfällen sprechen würden.<br />
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<p><em>DB-Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg kündigte eine zentrale Anlaufstelle für betroffene Kunden an. „Damit wollen wir eine rasche Bearbeitung gewährleisten“, sagte er in Berlin. Ab 19 Uhr ist dafür die E-Mail-Adresse hitzewelle@deutschebahn.com geschaltet. Die schriftliche Kontaktaufnahme ist über folgende Adresse möglich: DB Fernverkehr AG, Kundendialog, Stichwort „Hitzewelle“, Postfach 10 06 13, 96058 Bamberg. Betroffene Fahrgäste können außerdem auch das DB-Kundenportal unter 01805 99 66 33 nutzen. </em><span style="color: #ff0000;">Klasse, das kostet 14 ct pro Minute und verbindet mit einem Callcenter<em>. </em>Was für ein Service und welch herrliche Gespräche mit unterbezahlten Callcenter-Agenten, die nichts für das Schlamassel können.</span> <em><br />
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<p><strong>Hilfreicher dürfte es bei überhitzten Wagen ohne Alternative, im Zug umzuziehen oder umzusteigen, die <a href="http://www.bundespolizei.de/">Bundespolizei</a> zu verständigen. Sie müsste Züge mit kollabierten Fahrgästen unverzüglich stoppen. <span style="color: #0000ff;">Die Rufnummer der Bundespolizei ist</span> <span style="color: #0000ff;">0800 6 888 000</span>. </strong>Man sollte sie im Handy gespeichert haben.<strong><br />
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<p>Diese Pressemitteilung ist ein Dokument der Ungeschicklichkeit, der Arroganz und der Dummheit.</p>
<h2><strong>Eine angemessene, professionelle Pressemitteilung hätte etwa so ausgesehen:</strong></h2>
<p><span style="color: #ff0000;">Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn Dr. Rüdiger Grube bedauert zutiefst die Vorkommnisse vom Wochenende in drei ICE und weiteren Zügen, in denen die Klimaanlagen ausgefallen waren. &#8220;Dass Fahrgäste in Lebensgefahr geschwebt haben, hat mich sehr erschüttert&#8221;, sagte Grube. &#8220;Das zeigt mir, dass wir bei unseren Bemühungen um jederzeit betriebsfähige Züge noch größere Anstrengungen unternehmen müssen. Wir werden alles tun, um die Mißstände unverzüglich abzustellen. Deshalb habe ich angeordnet, dass kein ICE mehr mit einer defekten Klimaanlage, und sei es auch nur in einem Wagen, auf die Strecke geht.&#8221; </span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Grube traf sich heute mit den Mitarbeitern aus den Werken, dem Eisenbahnbundesamt und der Bahnindustrie zu einem Krisengespräch, um eine schnelle Lösung des Problems zu erreichen. Die Deutsche Bahn hat vorsorglich bereits in der Nacht vom Samstag auf Sonntag begonnen, die Klimaanlagen der betroffenen Züge zu untersuchen und zu reparieren. &#8220;Wir werden alles dafür tun, dass sich die bedauerlichen Vorfälle nicht mehr wiederholen und werden in allen ICE2-Zügen die Luftfilter unabhängig vom Wartungsstand unverzüglich auswechseln&#8221;, betonte Grube. &#8220;Unsere Fahrgäste haben ein Recht auf komfortable, zuverlässige Züge. Dafür übernehme ich die Verantwortung.&#8221;<br />
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<p><span style="color: #ff0000;">Leider werden durch die Reparaturen einzelne Züge ausfallen, so dass Engpässe nicht ganz vermeidbar sind. Die Deutsche Bahn wird auf www.bahn.de und Twitter Zugausfälle frühzeitig ankündigen und eine Buchung von vornherein unterbinden. Fahrgäste, die schon für ausgefallene Züge gebucht haben, bekommen den Fahrpreis an den Service Points unmittelbar erstattet oder erhalten von der Deutschen Bahn auf Wunsch kostenlos reservierte Plätze in anderen Zügen. Darüber hinaus hat die Deutsche Bahn eine kostenlose Hotline eingerichtet, die rund um die Uhr erreichbar ist. Selbstverständlich wird die Deutsche Bahn allen Fahrgästen, die in unklimatisierten ICE- und IC-Wagen fahren mussten, unbürokratisch den Fahrpreis erstatten. </span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Als Entschuldigung für die Ausfälle und Unannehmlichkeiten senkt die Deutsche Bahn ab sofort bis Ende August 2010 die Fahrpreise pauschal um 15 Prozent und empfiehlt dringend eine Platzreservierung, die in allen ICE künftig im Fahrpreis enthalten ist. &#8220;Das sind wir unseren Kunden schuldig&#8221;, sagte Grube.<br />
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<p><span style="color: #ff0000;">Grube hatte sich am Sonntag bei den betroffenen Schulklassen telefonisch entschuldigt. &#8220;Ich bin entsetzt, dass so etwas passiert ist und kann mich nur herzlichst bei den Schulklassen und Lehrern entschuldigen. Die Deutsche Bahn wird unverzüglich eine umfassende Wiedergutmachung leisten und den Betroffenen außerdem für drei Monate kostenlose Fahrten in allen Zügen anbieten&#8221;, sagte Grube. Darüber hinaus wird der Vorstandsvorsitzende die Klassen zu einem Gespräch nach Berlin einladen und die Besichtigung eines ICE-Werks und einer Betriebsleitzentrale organisieren. &#8220;Das ist das Mindeste, was ich jetzt tun kann&#8221;, sagte Grube.<br />
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<p>Zur Beinahe-Katastrophe in den ICE liefert die Deutsche Bahn eine PR-Katastrophe nach.</p>
<p>Die Deutsche Bahn hatte schon vor dem Klima-Skandal ein <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/deutsche-bahn-bleibt-unsympathisch-434810/">miserables Image und <strong>gilt als extrem unsympathisch</strong></a>. Auch eine Leistung des Vorstands.<em><br />
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