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	<title>Railomotive &#187; Bahncard</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Deutsche Bahn erhöht kräftig die Preise</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 09:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[DB]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn erhöht zum 11.Dezember 2011 die Preise bis zu 5 %.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Mit satten <strong>Preiserhöhungen bis zu 5 Prozent</strong> dreht die Deutsche Bahn ab 11. Dezember 2011 trotz anhaltender Minderleistungen an der Preisspirale. Als Gründe für die Verteuerung werden &#8220;die deutlich gestiegenen Personal- und Energiekosten&#8221; angegeben. Diese Begründung stößt auch beim VCD auf Unverständnis. Zumal die DB kürzlich tönte, das <strong>einzige europäische Bahnunternehmen </strong>zu sein<strong>, das derzeit Gewinne erwirtschaftet.</strong> „Es ist ein Skandal, dass Fahrgäste ab Dezember 2011 mehr Geld für ein nicht optimal funktionierendes Bahnangebot zahlen müssen“, so Heidi Tischmann, Bahnexpertin des VCD.</p>
<p>Im Fernverkehr war im vergangenen Jahr nur jeder fünfte Zug pünktlich, im Nahverkehr sah es nicht besser aus. Zudem hat die DB ihre Fahrgäste darauf eingestimmt, dass sie im bevorstehenden Winter wieder mit Einschränkungen und Störungen im Bahnverkehr rechnen müssen. Dies liegt daran, dass die Deutsche Bahn noch immer nicht über eine ausreichende Reserve an Zügen verfügt.</p>
<p>Nur der Sparpreis für die einfache Fahrt ab 29 Euro in der 2. Klasse (ab 49 Euro 1. Klasse) und für Kurzstrecken bis 250 Kilometer ab 19 Euro bleibt gleich. Der Sparpreis 25 und Sparpreis 50 mit Hin- und Rückfahrt und Wochenendbindung wird zum 31. Dezember 2011 &#8220;auf Grund geringer Nachfrage&#8221; eingestellt.</p>
<p>Sitzplatzreservierungen werden erheblich teurer: <span style="color: #ff0000;">Der Preis steigt <strong>um 60 Prozent</strong> von 2,50 Euro auf 4 Euro.</span></p>
<p>Der <span style="color: #ff0000;">Maximalpreis</span> im deutschen DB-Fernverkehrsnetz für eine einfache Fahrt in der 2. Klasse im ICE<span style="color: #ff0000;"> steigt von 129 auf 135 Euro</span>. Dies gilt beispielsweise für die Strecke Berlin – Freiburg/Breisgau (<span style="color: #ff0000;">+4,7 Prozent<span style="color: #000000;">)</span></span>. Die Fahrkarte von Stuttgart nach München verteuert sich um 1 Euro (+1,9 Prozent) von 53 auf 54 Euro. Mit 27 Euro statt vorher 26 Euro sind auf der Strecke Frankfurt (Main) – Mannheim 1 Euro (<span style="color: #ff0000;">+3,8 Prozen</span><span style="color: #ff0000;">t</span>) mehr zu entrichten.</p>
<div>
<p>Im Nahverkehr, in dem die DB große Gewinne macht, werden die Normal- und Zeitkartenpreise und die Aktionsangebote, zu denen zum Beispiel die Länder-Tickets, das Quer-durchs-Land-Ticket oder das Schönes-Wochenende-Ticket gehören, <span style="color: #ff0000;">um &#8220;durchschnittlich 2,7 Prozent&#8221; angehoben</span>. Rund 80 Prozent aller Nahverkehrsfahrten seien von der DB-Preiserhöhung nicht betroffen, da sie in Verkehrsverbünden erfolgen, sagt die Bahn.</p>
<p>Die Jugend BahnCard 25 mit einer einmaligen Bearbeitungsgebühr von 10 Euro und Gültigkeit bis einschließlich 18. Lebensjahr bleibt preisstabil. Das Gleiche gilt auch für die ermäßigte BahnCard 25 für Schüler, Studenten und Senioren für 39 Euro in der 2. Klasse (78 Euro in der 1. Klasse).</p>
<p>Die <span style="color: #ff0000;">BahnCard 25 wird 2 Euro teurer (59 Euro), in der </span>1. Klasse sogar 5 Euro teurer (119 Euro). <strong><span style="color: #ff0000;">Die BahnCard 50 wird um</span></strong><strong><span style="color: #ff0000;"> 10 Euro auf 240 Euro angehoben (1. Klasse von 460 Euro auf 482 Euro).</span></strong> <span style="color: #000000;">Das ist Geld, mit der die Bahn praktisch ohne (sofortige, wenn überhaupt) Gegenleistung wirtschaften kann.</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">4 Euro mehr</span> zahlen Bahnkunden künftig für die <span style="color: #ff0000;">ermäßigte BahnCard 50: statt bislang 118 Euro dann 122 Euro (1. Klasse von 236 Euro auf 244 Euro)</span>. Die <strong><span style="color: #ff0000;">BahnCard 100</span></strong> kostet ab 11. Dezember 3.990 Euro statt bisher 3.800 € <strong><span style="color: #ff0000;">(plus 5%) in der 2. Klasse</span></strong> (und in der <strong><span style="color: #ff0000;">1. Klasse 6.690 Euro statt 6.400 Euro, </span></strong><span style="color: #ff0000;">das sind <strong>gut 4,5 Prozent</strong> mehr</span>).</p>
</div>
<p>VCD-Bundesvorsitzender Michael Ziesak kommentiert:„Das Unternehmen DB hat es gar nicht nötig, ihre Preise für Reisen mit der Bahn zu erhöhen. Die DB ist auf der Erfolgsspur, vermeldet den höchsten Halbjahresumsatz in ihrer Geschichte und steigende Fahrgastzahlen. Wir fordern daher die DB auf, die zugewonnen Fahrgäste nicht gleich wieder durch eine Verteuerung der Tickets zu verprellen. Umweltfreundliches Verkehrsverhalten darf nicht durch eine Anhebung der Fahrpreise bestraft werden. Dies gilt für den Nahverkehr genauso wie für den Fernverkehr.“</p>
<p>Auf den VCD wird die DB selbstverständlich nicht hören. Die Vorstände Homburg und Grube haben andere Ziele.</p>
</div>
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		<item>
		<title>Ab morgen: noch höhere Preise bei der DB</title>
		<link>http://railomotive.com/2009/12/ab-morgen-noch-hohere-preise-bei-der-db/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 10:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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		<category><![CDATA[DB]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn erhöht wieder ihre Preise]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert die Fahrpreiserhöhung der DB AG zum Fahrplanwechsel morgen. Zwar falle der Preisanstieg von durchschnittlich1,8 Prozent im Nah- und Fernverkehr diesmal moderat aus. Es sei für die Fahrgäste dennoch nicht nachvollziehbar, wenn die Bahnpreise alljährlich zum Fahrplanwechsel ohne Verbesserungen von Qualität und Angebot angehoben würden. <span style="color: #ff0000;">Auf diese Weise werde die gegenüber anderen Verkehrsträgern umweltfreundlichere Bahn zunehmend unattraktiv. </span>Die Preise für die vor allem bei Stammkunden beliebte Bahncard 50 steigen um gut zwei Prozent auf 230 Euro, die Bahncard 100 wird rund vier Prozent teurer. Zudem wird das Nachtzug-Angebot weiter ausgedünnt.</p>
<p>Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: *Gerade all jene, die regelmäßig mit der Bahn unterwegs sind, treffen die Preiserhöhungen überdurchschnittlich stark: Zwar steigt der Preis für die Bahncard 25 nicht an. <span style="color: #ff0000;">Die treuesten Stammkunden der DB, die Inhaber der Bahncard 50 und der Bahncard 100, werden jedoch wie Stiefkinder behandelt und müssen ab Dezember erneut tiefer in die Tasche greifen.</span>“ Unverhältnismäßig sei aus Sicht des VCD auch der <span style="color: #ff0000;">Preisanstieg</span> bei den <span style="color: #ff0000;">Sitzplatzreservierungen um bis zu 25 Prozent</span>. Am Automaten kosten die Reservierungen dann 2,50 Euro, am Schalter 4,50 Euro pro Person und Fahrt.</p>
<p>Heidi Tischmann, VCD-Bahnexpertin: &#8220;Um das Bahnfahren konkurrenzfähiger und damit attraktiver zu machen, ist es notwendig, alle Verkehrsträger steuerlich gleichzustellen. Die Bahnen in Deutschland zahlen Mineralöl- und Ökosteuer, die Fluglinien nicht. Auf Flugverkehrstickets ins Ausland wird keine Mehrwertsteuer fällig, auf Bahntickets wird der volle Mehrwertsteuersatz aufgeschlagen. Hier ist die Bundesregierung gefordert, für gleiche Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.“</p>
<p>Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember wird europaweit das Angebot im <span style="color: #ff0000;">Nachtzugverkehr weiter eingeschränkt</span>. Unter anderem stellt das polnische Bahnunternehmen PKP den Nachtzug von Berlin nach Warschau ein, mit ihm verschwinden die Wagen nach Krakau, Gdynia und Kaliningrad. Der City Night Line zwischen  Wien und Amsterdam wird ebenso gestrichen, wie der Nachtzug zwischen Mailand und Amsterdam. Begründet wird die Reduzierung im Nachtzugverkehr mit der mangelnden Nachfrage. Tischmann: &#8220;Wenn die Bundesregierung den <span style="color: #ff0000;">Mehrwertsteuersatz für Hotels reduzieren</span> will, dann muss sie ihn auch für <span style="color: #ff0000;">Übernachtungen in Zügen senken</span>. So würden Fahrten mit dem Nachtzug preiswerter und damit wieder attraktiver.“ Der VCD kritisiert aber auch das Unvermögen der europäischen Bahngesellschaften, einen attraktiven Nachtzugverkehr als Alternative zum Flugverkehr anzubieten. Gerade europaweite Verbindungen seien wegen ihren großen Entfernungen lohnend.</p>
<p>Aktuelle Hintergrundinformationen zum Fahrpreissystem der Deutschen Bahn AG sowie den VCD-Service »Wege zum Fahrschein« finden Sie unter <a href="http://www.vcd.org/bahnpreise.html">www.vcd.org/bahnpreise.html</a>.</p>
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		<item>
		<title>www.bahn.de: Das Portal der Inkompetenten</title>
		<link>http://railomotive.com/2009/12/www-bahn-de-das-portal-der-inkompetenten/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 21:01:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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		<category><![CDATA[DB]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet-Portal der Deutschen Bahn ist ein ständiges Ärgernis]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich <a href="http://www.railomotive.com/?p=654">schon einma</a>l ärgern müssen, weil die DB in ihrem Portal die Daten aus <em>Meine Bahn</em> in einem Cookie speichert. Benutzt man einen anderen Rechner oder löscht die Cookies aus Sicherheitsgründen, sind die mühsam eingegebenen Strecken und Bahncard-Daten weg. Das ist Datenbankmanagement für Anfänger, aber kein Kundenservice.</p>
<p>Nun will die Bahn wohl ein neues System einführen und verlangt, dass man für <em>Meine Bahn</em> ab dem 14.12. einen PIN anfordert. Ob es nicht möglich gewesen wäre, Bahncard-Besitzern automatisch einen PIN zuzusenden? Kostet Porto, doch bei den heutigen Bahncard-Preisen erwarte ich so viel Service und Kundenbindung.</p>
<div id="attachment_2383" class="wp-caption aligncenter" style="width: 777px"><img class="size-full wp-image-2383" title="Keine Buchung1" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/Keine-Buchung1.jpg" alt="Etwa 14 Stunden vor Abfahrt ist keine Buchung möglich..." width="767" height="764" /><p class="wp-caption-text">Etwa 14 Stunden vor Abfahrt ist keine Buchung möglich...</p></div>
<div id="attachment_2392" class="wp-caption aligncenter" style="width: 977px"><img class="size-full wp-image-2392" title="Keine Buchung 3" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/Keine-Buchung-3.jpg" alt="Nur Reservierungen für übermorgen, Fahrkarte anklicken nicht " width="967" height="512" /><p class="wp-caption-text">Nur Reservierungen für übermorgen, Fahrkarte anklicken nicht möglich</p></div>
<p>Soeben habe ich mich mit zwei Browsern auf <a href="http://www.bahn.de/p/view/index.shtml">www.bahn.de</a> längere Zeit bemüht, für morgen und übermorgen ein Online-Ticket nach Köln und zurück zu buchen und mich gewundert, warum ich am Ende immer nur eine Reservierung, aber keine Fahrkarte anklicken kann. Des Rätsels Lösung steht unten auf der Seite: <span style="color: #ff0000;"><strong>Für diese Verbindung ist die Bestellfrist für eine online Buchung unterschritten. </strong>Eine Sitzplatzreservierung ist bis max. 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges möglich.<strong> </strong><span style="color: #000000;">Aha,</span><strong><span style="color: #000000;"> heute ist in den Servern der Deutschen Bahn </span></strong><span style="color: #000000;"><strong>also schon morgen und übermorgen.</strong> Bisher waren die doch nie der Zeit voraus!</span><br />
</span></p>
<h3><span style="color: #ff0000;"><strong>Können Sie sich denken, was ich jetzt von der Kompetenz des DB-IT-Teams halte?</strong></span></h3>
<p><strong>Verwenden Sie bitte nur kräftigste Schimpfworte.</strong></p>
<p><strong>NACHTRAG 7.12.09, 8.1o Uhr:</strong> Noch immer nimmt bahn.de keine Buchungen nach Köln und zurück für heute und morgen an. Fernverbindungen sind dagegen buchbar. Soll ich das jetzt mit Humor nehmen?</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Stammkunden melken statt pflegen &#8211; die Bahncard wird schon wieder teurer</title>
		<link>http://railomotive.com/2009/10/stammkunden-melken-statt-pflegen-die-bahncard-wird-schon-wieder-teurer/</link>
		<comments>http://railomotive.com/2009/10/stammkunden-melken-statt-pflegen-die-bahncard-wird-schon-wieder-teurer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 10:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Argumente für die teurere Bahncard? Keine. Wozu auch. Die DB ist Monopolist und Behörde zugleich. Der Preis der BahnCard ist eine Unverschämtheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1213" class="wp-caption alignleft" style="width: 343px"><a href="http://www.flickr.com/photos/realityscans/3990142920/"><img class="size-full wp-image-1213" title="3990142920_cb81613b3c" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/10/3990142920_cb81613b3c.jpg" alt="Gottgleich oben thront die DB-Verwaltung (Foto: Reality Scanner)" width="333" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Gottgleich thront oben die DB-Verwaltung (Foto: Reality Scanner)</p></div>
<p>Nun ist es raus: Die Bahn erhöht die Preise, und zwar nicht &#8220;mit Augenmaß&#8221;, wie DB-Vorstand Homburg seine Pressestelle mitteilen läßt, sondern wie ein Monopolist. Haarsträubend der Verweis auf angeblich hohe Lohnabschlüsse, ein Zeichen der Inkompetenz und Unverschämtheit der Hinweis auf langfristige Verträge bei der Energieversorgung, die hohe Preise garantiert, aber nicht sinkende wie sonst überall.</p>
<p>Wer die Preiserhöhungsargumente der letzten Jahre – 2009 verharmlosend &#8220;Preismaßnahme&#8221; genannt – Revue passieren lässt, kann sich über die Fantasielosigkeit der Deutschen Bahn nur wundern. Die Argumente sind vorhersehbar und austauschbar: 2007 erhöhte die DB die Preise gleich zweimal. Ab 1. Januar 2007 kosteten Fernverkehrsreisen rund 5,6 Prozent mehr, im Regionalverkehr um durchschnittlich 2,9 Prozent. Darin enthalten sei die Mehrwertsteuererhöhung am 1. Januar. Die Bahn begründete die Preiserhöhung mit höheren Kosten für Strom und Dieseltreibstoff. Allerdings machen die Ausgaben für Energie laut Bahnsprecher Gunnar Meyer nur etwa zehn Prozent der Gesamtkosten aus. Am 9. Dezember 2007 stiegen die Preise für Einzelfahrscheine und Zeitkarten in der 2. Klasse um durchschnittlich 2,9 Prozent. Man reagiere damit vor allem auf den erheblich höheren Personalaufwand ab 2008 und die gestiegenen Energiepreise, teilte der Konzern mit. Insgesamt summiert sich die Preiserhöhung beim Fernverkehr auf 8,66 % im Jahr 2007 – Abzocke für den Börsengang. Darin waren sich Kommentoren und Bahnkunden einig.</p>
<p>Am 14. Dezember 2008 verteuerten sich Fahrten im Nah- und Fernverkehr um durchschnittlich 3,9 Prozent und die Preise für BahnCards um durchschnittlich 3,6 Prozent. Versteckte Preiserhöhungen sah der VCD auch bei 1. Klasse-Tickets: Der 1.Klasse-Faktor wurde von 1,6 auf 1,62 angehoben. Damit wurden 1.Klasse-Fahrscheine nicht um 3,9 Prozent, sondern sogar um 5,2 Prozent teurer, beklagte der VCD. Begründet wurden die Preiserhöhungen mit gestiegenen Personal- und Energiekosten. Da waren die Energiepreise aber schon drastisch gefallen.</p>
<p>Auch 2009 sind es wieder die Personal- und Energiekosten. Nur die Zahl ist nicht der Schwellenpreis 2,9 oder 3,9, den man aus dem Einzelhandel kennt. Mit 1,8 Prozent gibt sich diesmal die Bahn zufrieden, obwohl die Inflation bei Null liegt und das Preisniveau der Bahn entsprechend beeinflussen sollte. Doch schon wieder wird die fast schon unumgängliche Platzreservierung, die die Bahn intern so wenig kosten dürfte wie eine SMS (ca. 3 ct), um 25 Prozent auf 2,50 Euro erhöht, am Schalter um 50 ct auf satte 4,50 Euro. Da fühlt man sich doch willkommen!</p>
<p>Produktivitätsfortschritte scheint die Bahn nicht zu kennen, sie macht nach außen auf „Unternehmen“, verwaltet aber intern nur den Mangel und kalkuliert wie eine Behörde. Exakt wie die Rundfunkanstalten. Nicht interessante Angebote sind das Thema, sondern wieviel man braucht, um satte Gewinne oder zumindest im alten Trott weiterzumachen. Schließlich ist man Monopolist.</p>
<p>Erschreckend ist die Fantasielosigkeit der Argumentation bei der Bahncard: Es gibt keine. Ausgerechnet die Stammkunden werden erneut zur Kasse gebeten, und das zusätzlich zu den Bahnpreisen, die nur mit diesen Rabattkarten als angemessen bezeichnet werden können. Die BahnCard 50 verteuert sich um 5 Euro von 225 Euro (450 Euro in der 1. Klasse) auf 230 Euro (460 Euro in der 1. Klasse). Hallo? Das sind 440 DM für eine BC 2. Klasse und 900 DM in der 1. Klasse. Dafür bekomme ich hochwertigste Unterhaltungselektronik, einen ein- bis zweiwöchigen Urlaub mit Flug oder kann dafür einen Monat ein ganzes Haus auf dem Lande mieten. Der Gegenwert für diese hohe Vorab-Zahlung, mit denen sich die Bahn Kredite spart, ist als einzige Gegenleistung ein angemessener Fahrpreis statt der irrwitzigen Mondtarife.</p>
<p>Auch bei der BahnCard 100 für die 2. Klasse wurden ein paar hundert Euro draufgeschlagen, sie kostet nun 3.800 Euro. Es sind eben die Stammkunden, die die Bahn am liebsten melkt.</p>
<p>Dabei wäre gerade die schon seit vielen Jahren überteuerte BahnCard ein ausgezeichnetes Kundenbindungsmittel. In der Schweiz kostet das <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/halbtax.htm">Halbtax-Abonnement</a>, das sogar in Schiffen und Bussen gilt, 150 Franken, das sind ganze 99,20 Euro. Das Abo erfüllt ansonsten den gleichen Zweck wie die BahnCard zu 230 und 460 Euro, gilt in beide Klassen und zeigt, dass der Preis der BahnCard schlicht eine Unverschämtheit ist. Fast jeder Schweizer hat ein Halbtax-Abo und fährt doppelt so viel Bahn wie ein Deutscher. Ob das ein Zufall ist? Aber die SBB will nicht an die Börse und liebt ihre Kunden. Und die Kunden lieben sie, weil sie zuverlässig und modern ist und eigenes Personal nicht nur als Kostenfaktor ansieht, den man bekämpfen muss. Sie lässt gerade Doppelstockzüge bauen, die auch deutschlandfähig sind. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als die SBB oder einen anderen Betreiber wie Veolia als Konkurrent im Fernverkehr. Das würde dieser Endlosspirale bei der Preisgestaltung, die nur eine Richtung kennt, ein Ende setzen.</p>
<p>Die überteuerte BahnCard bietet keinen nennenswerten Mehrwert. Die DB prahlte auch noch, dass die City-Option von 115 auf 118 Städte ausgedehnt wurde, wow! Wie wäre es stattdessen mit einem Rabatt beim Kaffee, kostenlosen Zeitungen, kostenlosem Internetzugang und Internetbuchungen ohne ausgedrucktes Papier, die man mit einem kleinen Lesegerät direkt auf die BahnCard überträgt? Als Karte, die mir im ÖPNV des Zielorts zwei Tage lang dient? Was wäre, wenn die paar Bahn-Fahrräder in den Großstädten kostenlos zu nutzen wären und nicht für 6 ct pro Minute, was stolze 3,60 Euro pro Stunde sind? Ich bezahle bei Nextbike in wesentlich mehr Städten lediglich 1 Euro pro Stunde und 5 Euro für 24 Stunden!</p>
<p>Die Deutsche Bahn hat mit Recht ein miserables Image und tut nichts, um das zu ändern. Diese Preiserhöhung ruft zwar wie immer scharfe Proteste hervor, die genau wie in den Vorjahren verhallen werden. Doch der Imageschaden einer DB, die sich gerade von Mehdorns Regime zu erholen schien, wird nun auch vom neuen Vorstandsvorsitzenden Grube vergrößert. Das ist politisch kurzsichtig und unternehmerisch dumm. Jetzt wären ein deutlicher Kurswechsel und Bescheidenheit angesagt gewesen, kombiniert mit Kreativität und Innovation – intern und auch für die Kunden. Stattdessen gefällt sich die Deutsche Bahn AG weiter als Behördenbahn, die sich als Monopolist schamlos bei den Kunden bedient.</p>
<p>Wie schrieb doch ein Leser der FAZ so treffend nach der Preiserhöhung 2008:<em> Großkonzerne sind doch etwas Herrliches. Besonders für ihre Vorstände, die von Politikern und Journalisten schon mal mit Unternehmern verwechselt werden. Was stört, sind zum ersten die Mitarbeiter und zum zweiten die Kunden.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn jemand der Deutschen Bahn was vormacht: DB_Info in Twitter macht vorläufig dicht</title>
		<link>http://railomotive.com/2009/09/wenn-jemand-der-deutschen-bahn-was-vormacht-db_info-in-twitter-macht-vorlaufig-dicht/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 15:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationen]]></category>
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		<category><![CDATA[DB]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Bahn hat gar nicht getwittert. DB_Info war die Idee eines Twitterers und Bloggers.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-988" title="DB Info" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/09/DB-Info.jpg" alt="DB Info" width="600" height="439" />Was habe ich mich gefreut, dass die Deutsche Bahn ihre Störungsmeldungen unter DB_Info twittert. Denn so war ich (und 2548 andere Bahnkunden) immer gut informiert. Das <a href="http://www.handelsblatt.com/twitter-ist-fuer-unternehmen-chance-und-risiko;2457588">Handelsblatt</a> hielt das diese Woche noch für einen offiziellen Twitter-Kanal der DB. Ich auch.</p>
<p>Nun stellt sich heraus, dass es jemand war, der den Twitter-Account &#8220;Ugugu&#8221; hat und als &#8220;Journalistenshredder&#8221; bloggt. (Am Rande: So kann&#8217;s gehen, denn in Twitter kann sich jedermit beliebiger Identität anmelden; ein Konstruktionsfehler und gleichzeitig Erfolgsrezept. Deshalb erfreuen sich Journalisten manchmal vorschnell an den Äußerungen von falschen Harald Schmidts, vermeintlichen MDR-Intendanten und Filmstars. Aber Journalisten sind ja auch nur Menschen.)</p>
<p>Nun hat der Erfinder von DB_Info keine Lust mehr, weil er <a href="http://blogdessennamenmansichnichtmerkenkann.wordpress.com/2009/09/18/db_info-wird-verstaatlicht/">(siehe seine Argumente hier)</a>. Schade.</p>
<p>Aber er hört auch auf, &#8220;weil die Deutsche Bahn freundlich gefragt hat, ob es eine Möglichkeit gibt, den Account zu übernehmen. (Ohne gleich mit Anwälten zu drohen).&#8221; Ein Hoffnungsschimmer.</p>
<p>Was sagt uns das? Bahnnutzer wissen längst besser als die DB, was Bahnkunden wollen.</p>
<p>Danke jedenfalls und alles Gute, Journalistenshredder!</p>
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		<title>Neulich, im ICE (2)</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 19:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
		<category><![CDATA[Personenverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Bahncard]]></category>
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		<category><![CDATA[ICE]]></category>
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		<description><![CDATA[Ungestellte Fragen an die Deutsche Bahn, die Bahncard ist viel zu teuer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich lief ein Mann mit Umhängetasche durch den ICE, der eine Kundenbefragung durchführte. Vermutlich für die DB. Ich schaute ihn erwartungsvoll an und hätte ihm zwischen den verschlissenen Armlehnen des ICE 2 gern Rede und Antwort gestanden. Und dann vielleicht gefragt:</p>
<ul>
<li style="text-align: left;">warum mein Profil bei Bahn.de (und auch das anderer Kunden) nach dem Einloggen plötzlich keine Strecken-, Präferenzen- und Bahncard-Einstellungen mehr hat: vermutlich wegen einer schlampigen Software- oder Datenbankänderung, für die man sich nicht entschuldigen muss</li>
<li style="text-align: left;">warum ich nie die verbilligten Spartarife buchen kann: vermutlich, weil die Deutsche Bahn doch nicht so viele Plätze anbietet</li>
<li style="text-align: left;">warum es nicht möglich ist, die Regionalexpress-Züge, die im Rhein-Ruhr-Gebiet <span style="text-decoration: underline;">immer</span> überbelegt sind, mit sechs statt fünf Doppelstockwagen zu fahren: vielleicht, weil der VRR nicht mehr bestellt hat und die DB das Gedränge nicht stört – obwohl die 143 oder 146 mit Sicherheit mehr Wagen ziehen könnte</li>
<li style="text-align: left;">warum von Düsseldorf nach Krefeld immer noch Silberling-Wagen fahren, die 1965 ganz schick waren und trotz mehrfacher Umbauten nicht schicker wurden (gellender Lärm an den Enden, Sprungfedersitze mit Durchsinkgarantie à la Omas Sofa, mindestens achtmal umlackiert wegen Vorstandswechsel oder den &#8211; gefühlt &#8211; zweijährlichen Neuausrichtungen und Umbenennungen der Bahnsparten): vermutlich, weil die Pendler keine Wahl haben</li>
<li style="text-align: left;">warum man wohl glaubt, dass eine Bahncard so viel wie ein iPhone, eine hochwertige Digitalkamera oder eine Märklin-Lok kosten muss, aber nicht einmal ansatzweise so viel Spaß bringt: vielleicht, weil man für Studenten und überhaupt die ganze potenzielle Kundschaft eine möglichst hohe Einstiegshürde schaffen will – <span style="color: #ff0000;">und nein, liebe DB, vom preiswerten <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/halbtax.htm">Halbtax-Abonnement</a> der Schweizer, das sich seit 1972 nur um 50 % verteuert hat, kann man nichts lernen</span><span style="color: #ff0000;">, die haben das erst 50 Jahre</span></li>
<li style="text-align: left;">warum es nirgendwo Ersatzlokführer und Ersatzzüge gibt, falls mal wieder ein ICE nicht funktioniert: vielleicht, weil Herr Mehdorn eben 100-prozentige Verfügbarkeit angeordnet hat und vorbeugende Wartung nur Geld kostet</li>
<li style="text-align: left;">warum man seit Jahren überall Gleise und Weichen abgebaut hat, um nun groteske Engpässe und &#8220;Verzögerungen im Betriebsablauf&#8221; zu haben, selbst wenn die Gleise durch das schlichte Daliegen keine Kosten verursacht haben: vielleicht, weil BWL-Absolventen da enorme life cycle and maintenance costs draufgebucht und den Abbau empfohlen haben</li>
<li style="text-align: left;">warum ich mir alle 10 bis 20 Minuten &#8220;senk ju for träwelling wiss Deutsche Bahn&#8221; anhören muss: vielleicht, weil die textenden Passenger Transportation Sales Channel Executives der DB nicht wissen, dass der ICE ein Zug und kein Flugzeug ist und ich keine Wahl habe, als mit dem federal rail carrier <em>German Railways Corporation, Mobility Logistics Divison,</em> zu träwelln</li>
<li style="text-align: left;">warum jeder Zugchef &#8220;in wenigen Minuten erreichen wir&#8230;&#8221; sagt, obwohl der Zug schon an den Bahnsteig rollt und man auch das Wort &#8220;gleich&#8221;, &#8220;soeben&#8221; oder &#8220;jetzt&#8221; verwenden könnte: vielleicht, weil ich zu viel erwarte</li>
</ul>
<p>Fragen eines <span style="text-decoration: line-through;">lesenden Arbeiters</span> Bahnreisenden, die unbeantwortet bleiben müssen. Denn er hat mich nicht angesprochen.</p>
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