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	<title>Railomotive &#187; ICE</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Türen an DB-Zügen sind einfach unbeherrschbar</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 14:06:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Gestern abend, meldet die DB, löste sich an einem Neigetechnik-ICE auf der Fahrt zwischen Nürnberg und Ingolstadt eine Tür aus der unteren Führungsschiene. Die Tür blieb dank der oberen Führungsschiene am Zug hängen, es kam niemand zu Schaden. Die Deutsche Bahn informierte pflichtgemäß das Eisenbahn-Bundesamt und sucht nun nach der Ursache. Vorsorglich würden bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9849" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/01/P4295462.jpg"><img class="size-full wp-image-9849" title="" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2012/01/P4295462.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Unverzichtbares Formblatt in DB-Zügen: &quot;Tür unbenutzbar&quot; (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gestern abend, meldet die DB, löste sich an einem Neigetechnik-ICE auf der Fahrt zwischen Nürnberg und Ingolstadt eine Tür aus der unteren Führungsschiene. Die Tür blieb dank der oberen Führungsschiene am Zug hängen, es kam niemand zu Schaden.</p>
<div>
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<p>Die Deutsche Bahn informierte pflichtgemäß das Eisenbahn-Bundesamt und sucht nun nach der Ursache. Vorsorglich würden bei allen ICE-T und ICE 3 &#8220;im Rahmen der üblichen Wartung zusätzlich die Türverriegelungen auf eventuelle Unregelmäßigkeiten untersucht&#8221;. Als ob das nicht längst Routine sein sollte&#8230;</p>
<p>Im April 2010 hatte bereits ein ICE 3 <a href="http://railomotive.com/2010/04/fehler-an-schliesvorrichtung-lies-ice-tur-wegfliegen/">eine Tür verloren</a>, die bei einem entgegenkommenden Zug einschlug und Fahrgäste verletzte.</p>
<p>Dass so etwas passiert, finde ich nach der fliegenden Tür am Hochgeschwindigkeitszug nicht nur peinlich für DB Fernverkehr und ihre Werkstätten. Es ist auch ein Indiz, dass die DB nach wie vor ihre Züge nur unzureichend wartet.</p>
<p>Es geht auch anders: Bei den Siemens-Velaros in Russland beispielsweise gibt es eine ausgeklügelte vorbeugende Wartung. Dort wird schon registriert, wenn die Stellmotoren einer Tür mehr Strom ziehen als üblich, weil das ein Hinweis auf einen kommenden Defekt oder eine schwergängige Tür sein könnte. Dem man nachgeht, bevor überhaupt ein Defekt auftretet kann. Denn die Züge sollen ja zu 99 % verfügbar sein und nicht wegen Defekten herumstehen. Vermutlich sind die Kostenrechner von DB Fernverkehr zu dem Ergebnis gekommen, dass das mehr kostet als die üblichen kleinen und großen Ausfälle abzuwarten und Imageschäden in Kauf zu nehmen.</p>
<p>Die Kontrolle so wichtiger Komponenten wie der Türmechanik sollte eigentlich zum täglichen Pflichtprogramm der DB gehören.</p>
</div>
</div>
<div></div>
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		<title>Russische Eisenbahn bestellt weitere Velaro RUS bei Siemens</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 13:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Die russische Bahngesellschaft RZD hat bei Siemens acht weitere Hochgeschwindigkeitszüge &#8220;Velaro RUS&#8221; in Auftrag gegeben. Hinzu kommt ein Instandhaltungsvertrag für die Dauer von 30 Jahren. Insgesamt beträgt das Auftragsvolumen rund 600 Millionen Euro. Die Auslieferung der Züge, die im Siemens-Werk Krefeld gefertigt werden, beginnt im Januar 2014. &#8220;Es freut uns sehr, dass die RZD [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9742" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/PA282405.jpg"><img class="size-full wp-image-9742" title="Velaro RUS" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/12/PA282405.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Die Russische Eisenbahn bekommt noch mehr Velaro RUS – die hohe Zuverlässigkeit dank die Wartungsverträge über die Lebenszeit der Züge überzeugte (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die russische Bahngesellschaft RZD hat bei Siemens acht weitere Hochgeschwindigkeitszüge &#8220;Velaro RUS&#8221; in Auftrag gegeben. Hinzu kommt ein Instandhaltungsvertrag für die Dauer von 30 Jahren. Insgesamt beträgt das Auftragsvolumen rund 600 Millionen Euro. Die Auslieferung der Züge, die im Siemens-Werk Krefeld gefertigt werden, beginnt im Januar 2014. &#8220;Es freut uns sehr, dass die RZD beim weiteren Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs wieder auf Siemens setzt&#8221;, sagte Siemens-Chef Peter Löscher, der heute in Moskau die entsprechenden Vereinbarungen mit Wladimir Jakunin, Präsident der RZD, unterzeichnete.</p>
<p>Durch den Nachfolgeauftrag wird die Kapazität der RZD-Hochgeschwindigkeitsflotte, die heute ausschließlich aus Zügen von Siemens besteht, mit einem Schlag verdoppelt. Die zusätzlich bestellten acht Züge mit jeweils zehn Wagen sollen auf der Strecke Moskau &#8211; Sankt Petersburg eingesetzt werden, um die hohe Nachfrage der Kunden bedienen zu können. Das in Russland Sapsan – Wanderfalke – genannte Modell basiert auf der Velaro-Plattform von Siemens, dem aktuell erfolgreichsten Hochgeschwindigkeitszug der Welt.</p>
<p>Seit Ende 2009 verbinden acht Sapsan-Garnituren die Hauptstadt Moskau mit den Metropolen Sankt Petersburg und Nischni Nowgorod. Die hohe Reisegeschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern verkürzt die Fahrzeit gegenüber den bislang eingesetzten Zügen erheblich, beispielsweise nach Sankt Petersburg um eine Stunde. Die Züge sind für extreme Witterungsbedingungen von minus 40 bis plus 40 Grad ausgelegt und haben sich in der Praxis durch einen reibungslosen Betrieb sowie höchste Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit bewährt. Bereits seit 2009 ist Siemens auch für die Instandhaltung der Flotte verantwortlich. Die Wartung der Züge erfolgt in einem der weltweit modernsten Depots etwas außerhalb von Sankt Petersburg. Die dort eingesetzten neuen Instandhaltungstechniken, wie etwa Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung), sowie die kontinuierliche Überwachung der Fahrzeuge im Betrieb sorgen dafür, dass seit Vertragsbeginn die vertraglich vereinbarte Verfügbarkeit von 98 Prozent stets deutlich übertroffen werden konnte.</p>
<p>Der Velaro RUS nutzt die sogenannte Triebzugtechnologie, eine Entwicklung von Siemens. Dabei sind Antrieb und alle Technikmodule im gesamten Unterflurbereich verteilt und nicht wie bei herkömmlichen Zügen in den Lokomotiven am Kopf und Ende des Zuges untergebracht. Auf diese Weise wird eine um rund 20 Prozent höhere Sitzplatzkapazität, eine stärkere Beschleunigung und bessere Steigfähigkeit an Steilstrecken erreicht. Mit dieser Technologie erhöht sich die Wirtschaftlichkeit insgesamt im Vergleich zu konventionellen Zügen erheblich.</p>
<p>Die zehnteiligen Triebzüge des Velaro RUS sind jeweils 250 Meter lang und bieten Platz für 600 Fahrgäste. Die Fahrzeuge sind für das russische Spur-Format ausgelegt und rund 33 Zentimeter breiter als die in Deutschland eingesetzten ICE-3-Züge der Deutschen Bahn. In den jetzt bestellten Modellen wird es zusätzlich zur Business-Klasse eine Premium-Klasse sowie eine besonders komfortable VIP-Zone geben. Alle Wagen verfügen außerdem über Internet-Anschluss.</p>
<p>Russland gilt als einer der expansivsten Bahnmärkte der nächsten Jahrzehnte. Die Siemens-Division Rail System ist nach eigenen Angaben derzeit der erfolgreichste nicht-russische Anbieter im größten Flächenstaat der Welt. &#8220;In den letzten fünf Jahren konnten wir in Russland strategisch bedeutende Aufträge gewinnen. Gemeinsam mit russischen Partnerfirmen haben wir Produktionsstätten für Lokomotiven und Regionalzüge gegründet und Investitionen in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro getätigt &#8211; ein klares Bekenntnis zu einem langfristigen Engagement in Russland&#8221;, betonte der CEO von Rail Systems, Hans-Jörg Grundmann.</p>
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		<title>Wolfsburg verliert ICE-Halt</title>
		<link>http://railomotive.com/2011/10/wolfsburg-verliert-ice-halt/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 08:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die bereits dritte übersehene ICE-Halt in Wolfsburg hat Konsequenzen. Künftig muss jeder ICE in Wolfsburg halten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der bereits dritten Durchfahrt eines ICE in Wolfsburg, der dort einen planmäßigen Halt gehabt hätte, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube: &#8220;Mitarbeiter sind das wichtigste Gut in einem Unternehmen. Da wir wiederholt feststellen mussten, dass unsere ICE-Triebfahrzeugführer erhebliche Vorbehalte gegen einen Halt in der Volkswagen-Stadt Wolfsburg haben, wird der ICE-Halt in Wolfsburg ab sofort gestrichen. Wir bitten um Entschuldigung.&#8221; Fahrgäste werden gebeten, auf InterCity-Züge und Züge des Regionalverkehrs umzusteigen.</p>
<p>Gelegentliche Halt-Ausfälle auch in Celle, Berlin-Spandau und <a href="http://www.badische-zeitung.de/freiburg/ice-rauscht-an-freiburger-bahnhof-vorbei--50249903.html">Freiburg</a> sollten von Fahrgästen vorsorglich eingeplant werden.</p>
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		<title>Deutsche Bahn: Wir können alles außer Bahnbetrieb</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 14:09:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Kerngeschäft der Deutschen Bahn ist eigentlich der Personen- und Güterverkehr in Deutschland. Doch weil das für die DB-Vorstände langweilig und offensichtlich ihre schmalen Managementfähigkeiten übersteigt, engagiert man sich lieber woanders, wo man die &#8220;Leistungen&#8221; der DB Mobility Logistics AG und ihrer zahllosen Töchter noch nicht so gut kennt. In Nordsibirien zum Beispiel. In Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kerngeschäft der Deutschen Bahn ist eigentlich der Personen- und Güterverkehr in Deutschland. Doch weil das für die DB-Vorstände langweilig und offensichtlich ihre schmalen Managementfähigkeiten übersteigt, engagiert man sich lieber woanders, wo man die &#8220;Leistungen&#8221; der DB Mobility Logistics AG und ihrer zahllosen Töchter noch nicht so gut kennt. In <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/db-beteiligung-bei-streckenbau-in-sibirien/4405486.html">Nordsibirien zum Beispiel</a>.</p>
<p>In Deutschland geht momentan noch mehr schief, als DB-Kunden seit Jahren gewohnt sind. Hier eine Auswahl an aktuellen Katastrophen:</p>
<ul>
<li>Der Hamburger Hauptbahnhof, der auch als mustergültig für Stuttgart 21 herhalten muss, arbeitet von 6 bis 20 Uhr <a href="http://www.nahverkehrhamburg.de/kurzmeldungen/2011-07-18-gutachten-hauptbahnhof-platzt-aus-allen-naehten.html">am Rande der Belastungsgrenze</a>.</li>
<li>Ein <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt/leitungsschaden-bremst-bahn-aus/-/1472798/8683178/-/index.html">Oberleitungsschaden</a> wegen eines im Lichtbogen getöteten Eichhörnchens im Raum Frankfurt behinderte heute den Berufsverkehr und führte zu zahlreichen Streichungen von Fernzügen.</li>
<li>Wegen einer <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Oberleitung-explodiert-und-stuerzt-auf-S-Bahn-id4870227.html">&#8220;explodierenden Oberleitung&#8221;</a> am Flughafen Düsseldorf (einen Dachschaden hatte wegen solcher Formulierungen jedoch eher der Redakteur) war letzten Donnerstag der Betrieb auf Deutschlands meist befahrener Strecke stundenlang behindert.</li>
<li>Wegen einer lächerlichen <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Schwellenbrand-in-Koeln-Muelheim-sorgt-fuer-Verspaetungen-bei-der-Bahn-id4863319.html">&#8220;brennenden Schwelle&#8221;</a> (!) in Köln-Mülheim und die eineinhalbstündige unkoordinierte Löschung (wahrscheinlich im Komptenzgerangel der knapp 300 inländischen DB-AGen und GmbHen) entstanden Verspätungen von über einer Stunde. (Ich stelle mir das so vor: DB Regio Rheinland entdeckt Brand, meldet ihn an DB Netz AG, die verständigt DB Station &amp; Service AG, die fragt Stationsmanager Köln Hbf, wer für Köln-Mülheim zuständig ist, worauf sich DB Gleis &amp; Wartung mit DB Sicherheit verbindet, dort aber mangels Zuständigkeit an einen privaten Dienstleister wendet, der aus Kostengründen irgendwo im Bergischen Land angesiedelt ist (ca. 30 &#8211; 40 km entfernt) und mit einem Klein-Lkw mit Wasserbehälter und Feuerlöscher anrückt, nachdem bereits ein Fahrgast die Kölner Berufsfeuerwehr verständigt hat, die sofort zum Löschen kam. Die Betriebsleitzentrale in Wer-weiß-wo wurde aber nicht informiert, dass der Brand, falls es überhaupt einer war, gelöscht ist und leitete munter die Züge um den Großbrand herum, wahrscheinlich wegen der großen Hitzestrahlung der Eichenschwelle, die zum spontanen Ausfall sämtlicher Klimaanlagen passierender Züge geführt hätte. Ja, so ähnlich muss es gewesen sein. Wahrscheinlich aber noch weit komplizierter, weil vermutlich aus Berlin oder Frankfurt ein Experte anreisen musste, um die Austauschwürdigkeit und Befahrbarkeit der Schwelle zu begutachten und bei einem privaten Gleiswartungsunternehmen den Austausch zu bestellen, natürlich erst nach einer Ausschreibung. Eigene Mitarbeiter für solche Routinejobs hat die DB Mobility Logistics AG ja schon lange nicht mehr. Am Ende ist aber bestimmt das Eisenbahnbundesamt schuld, das die Strecke ohne eine Typprüfung der neuen Schwelle einfach nicht freigeben wollte. Und weil eine angekokelte Schwelle die Strecke natürlich vollständig unbrauchbar macht, obwohl eine untergelegte Zeitung vorläufig gehalten hätte.)</li>
<li>Dazu kommen die ständigen Stellwerksausfälle mit weitflächiger Wirkung und Kabeldiebstähle, weil eine Aufsicht mangels Personal an der Strecke nicht mehr stattfindet. <strong>Meldung für Berlin, 19.7.: </strong>&#8220;Auf Grund von Kabeldiebstählen an unseren Oberleitungsanlagen kommt es auf den RE Linie 3, 4 und 5 bis ca. heute 15:30 Uhr zu einer geänderten Betriebsführung kommen. Züge der der RE Linie 3 werden umgeleitet und halten nicht in Berlin Hauptbahnhof, Potsdamer Platz, Berlin Südkreuz und Lichterfelde Ost.&#8221;</li>
<li>Nach Wolfsburg und Celle sollte man nur noch mit dem Auto fahren, weil ICE ihren <a href="http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/ice161.html">planmäßigen Halt nun wohl regelmäßig versäumen</a>. Die alte Tradition, den Triebfahrzeugführer durch ein geschlossenes Ausfahrsignal und entsprechende LZB-Signale daran zu erinnern, dass er zu halten hat, scheint in der ferngesteuerten DB-Welt verlorengegangen zu sein.</li>
</ul>
<p>Beim Brot-und-Butter-Geschäft des Rüdiger Grube und des Ulrich Homburg reicht es schon lange nicht mehr für die Butter, und das Brot hat auch ziemlich Schimmel angesetzt.</p>
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		<title>Wie die Deutsche Bahn Stimmung macht</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 09:57:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie die Deutsche Bahn Stimmung macht und die unkritischen Medien vereinnahmt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte es am vergangenen Sonntag <a href="http://railomotive.com/2011/06/die-unterhaltungsbranche-gibt-sich-die-ehre/">bereits kritisiert</a>, dass die Medien – eigentlich alle – auf die PR-Strategie der DB hereingefallen sind:</p>
<p><strong>Auszug aus meinem langen Beitrag:</strong><em> Heute schrieb die Stuttgarter Zeitung: “Stuttgart 21 hat die  Überprüfung durch den sogenannten Stresstest dem Vernehmen nach  bestanden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa aus dem Umfeld der  Bahn.” Husch, und per dpa&amp;paste steht es flugs in allen Zeitungen,  online erst einmal.</em></p>
<p><em> Gehen Sie davon aus: Das hat dpa nicht erfahren, das hat ihr  ein DB-PR-Mitarbeiter oder der S21-Propagandist Dietrich mit Absicht  erzählt. Das ist Bestandteil der PR-Strategie der Deutschen Bahn, die  man in dieser Hinsicht nicht unterschätzen darf. Und da die Stuttgarter  dpa-Mitarbeiter nach meinem Empfinden glühende, erschreckend  unkritische Verfechter von S21 sein müssen und ich bei ihnen die  professionelle Distanz zu ihren Gesprächspartnern stark vermisse,  bringen sie die frohe Botschaft gleich unter die Leute.</em></p>
<p>Nun brachte das medienkritische Magazin ZAPP des NDR eine Beitrag, der die PR-Mechanismen dahinter zeigt. Denn das angeblich positive Ergebnis, das laut heutigem <a href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=8253260/1qw3ir0/index.html">Bericht des SWR</a> (sic!) alles andere als gewährleistet ist, wurde nach Stern-Recherchen sogar <span style="color: #ff0000;"><strong>von DB-Vorstand Kefer</strong> über ausgewählte Journalisten gestreut</span>. Er ist, im Gegensatz zu seinem Chef Grube, der in Weimar einen <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Bahnchef-Ruediger-Grube-rudert-zurueck-1047465099">ICE-Halt versprach</a>, der wohl gar nicht eingeplant ist, ein gewiefter bayerischer Stratege. Ich traue ihm solche nicht unüblichen Mittel zu.</p>
<p>Schauen Sie sich diesen <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/stuttgart191.html">NDR-Beitrag</a> über die Stimmungsmache der Deutschen Bahn an. Es lohnt sich. (Wer keine Lautsprecher oder keinen Videoplayer hat, kann den Beitrag <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/stuttgart191.html">hier</a> auch nachlesen.)<em></em></p>
<p>Es gehört nach meinen Beobachtungen zur <strong>PR-Strategie der Deutschen Bahn</strong>, immer dann angeblich positive Nachrichten zu verbreiten, wenn wieder einmal eine Lok gebrannt hat, ein ICE evakuiert werden musste, ein für die Bahn negatives Ereignis bevorsteht oder die Wellen in Stuttgart (angeblich und scheinbar) hoch schlagen. Es dürfte kein Zufall sein, dass am Montag plötzlich angebliche jahrelange Verspätungen der neuen ICE-Züge verbreitet wurden. Das Ziel: Die Bahnindustrie anzugreifen, um selbst besser dazustehen. Der angeblich positiv ausgegangene Stresstest und der Tunneldurchstich in Thüringen gehörten jedenfalls zu dieser Art der Stimmungsmache. Ramsauer spielt natürlich immer mit.</p>
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		</item>
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		<title>Tunnelgefahren &#8211; in Deutschland und in der Schweiz</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 19:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es kommt schon mal vor, dass Züge in Tunneln stecken bleiben. Oder sogar im Tunnel zu brennen beginnen. Letztes Jahr blieb ein ICE stundenlang im Pulverdinger Tunnel bei Vaihingen stecken, weil der Triebfahrzeugführer bei einer Notbremsung nicht, wie vorgeschrieben, aus dem Tunnel ausgefahren ist und die Notbremsung so lange außer Kraft gesetzt hat. Es dauerte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt schon mal vor, dass Züge in Tunneln stecken bleiben. Oder sogar im Tunnel zu brennen beginnen.</p>
<p>Letztes Jahr blieb ein ICE stundenlang im <strong>Pulverdinger Tunnel</strong> bei Vaihingen stecken, weil der Triebfahrzeugführer bei einer Notbremsung nicht, wie vorgeschrieben, aus dem Tunnel ausgefahren ist und die Notbremsung so lange außer Kraft gesetzt hat. Es dauerte Stunden, bis die Fahrgäste den Zug verlassen konnten. (Siehe auch meinen <a href="http://railomotive.com/2010/08/tunnel-sind-uberhaupt-kein-problem/">Beitrag</a> vom 22.8.2010.) Dilettantismus, wie er bei der Deutschen Bahn völlig normal ist und offensichtlich aus als normal angesehen wird. Einen Schuldigen fand man nicht, wie die <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ice-panne-kein-schuldiger-gefunden.1e6b86f5-b637-4023-8eab-de0573653780.html">StN berichten</a>.</p>
<p>Heute brannten im <strong>Simplon-Tunnel</strong> in der Schweiz mehrere Güterwagen. Wegen des Rauchs musste sogar die Passstraße gesperrt werden. Aber passiert ist keinem etwas. Bei der SBB, die auch nicht mehr so perfekt funktioniert wie noch vor Jahren, war effektive Hilfe schnell zur Stelle und der <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/bahnverkehr_brig_domodossola_unterbruch_1.10865694.html">Brand ist gelöscht</a>. Weil dadurch für den Lötschberg-Basistunnel kein Löschzug zur Verfügung stand, hat man ihn vorübergehend aus Sicherheitsgründen geschlossen. In Deutschland, bei der Deutschen Bahn, wäre so viel Vorsorge undenkbar. Da hätte man&#8217;s drauf ankommen lassen. Oder man schickt eine Lok, die zu schwach ist, einen Zug aus dem Tunnel zu schleppen oder die keine passende Scharfenberg-Kupplung hat.</p>
<p>Bei den geplanten Steilstrecken in den vielen geplanten Tunneln rund um <strong>Stuttgart 21</strong> kann das tödliche Folgen haben. Denn da macht man es nicht nur den Zügen, sondern auch den Rettungskräften besonders schwer. Das ist bekannt, aber schon wieder weitgehend aus der Diskussion verdrängt.</p>
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		<title>Massenhaft Klimaanlagen-Ausfälle</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 20:09:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht nur in drei ICE-Zügen, wie heute in vielen Online-Medien berichtet, fielen die Klimaanlagen bei Temperaturen um 30° C aus. Die Frankfurter Rundschau berichtet von &#8220;rund 20&#8243; Zügen. Ein Armutszeugnis für DB Fernverkehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur in drei ICE-Zügen, wie heute in vielen <a href="http://www.faz.net/artikel/C30176/deutsche-bahn-ices-wieder-mit-problemen-an-klimaanlagen-30432549.html">Online-Medien</a> berichtet, fielen die Klimaanlagen bei Temperaturen um 30° C aus. Die <a href="http://www.fr-online.de/home/rund-20-zuege-mit-defekter-klimaanlage/-/1472778/8526366/-/view/asTicker/-/index.html">Frankfurter Rundschau</a> berichtet von &#8220;rund 20&#8243; Zügen.</p>
<p>Ein Armutszeugnis für DB Fernverkehr.</p>
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		<title>Der Velaro D im Klimatest &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 20:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Informationen über den Klimatest des Velaro D, DB-Baureihe 407, bei Rail Tec Arsenal in Wien]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Am 1. April erreichten die zwei Wagen des Velaro D die RTA Rail Tec Arsenal Fahrzeugversuchsanlage in Wien. Nach der Vorbereitung des Messaufbaus und des Klimawindkanals begannen die Versuche am 30. April und werden voraussichtlich bis zum 26. Mai. Daran schließen sich drei Tage k-Wert-Messungen an, bevor die Wagen Anfang Juni wieder zurück zu Siemens nach Deutschland kommen. Seit dem 18. April laufen parallel mit einem 8-Wagen-Zug Testfahrten auf der Strecke Nürnberg – Ingolstadt.</p>
<div id="attachment_8258" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035841.jpg"><img class="size-full wp-image-8258" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035841.jpg" alt="" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Dicke Kabelstränge führen hinaus auf den Prüfstand. Im Fahrzeug liegen weit mehr Kabel. (Foto: FW)</p></div>
<p>Neben verschiedenen Funktionstests werden Abnahmetest nach EN 13129 und 14813 vorgenommen, die klimatechnische Versuche bei Temperaturen von -25° C bis +50° C umfassen. Die Innenräume werden bei einer relativen Luftfeuchtigkeit bis zu 80 % bei + 22° C, einer Sonneneinstrahlung von 700 Watt/m<sup>2 </sup>und eine Fahrgastbesetzung von Null bis 100 % getestet, sagte Siemens-Projektleiter Stefan Schellhaus. Zusätzlich muss sich der Zugteil einen Fahrtwind von 250 km/h um die Nase wehen lassen. Die Anlage kann Windgeschwindigkeiten von 300 km/h erzeugen und dient gelegentlich auch als Trainingsraum für Österreichs Skispringer und zum Testen von Hubschraubern bei tiefen Temperaturen. Ein ungenannter Autohersteller optimiert bei RTA regelmäßig seine Scheibenwischer.</p>
<div id="attachment_8256" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035844.jpg"><img class="size-full wp-image-8256" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035844.jpg" alt="" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Heizdecken auf den Sitzen, Sensoren am Fenster und vor den Sitzen (Foto: FW)</p></div>
<p>Um atmende Fahrgäste, die eine Wärme von 100 bis 120 Watt abgeben, zu simulieren, erzeugen Verdampfer am Boden des Wagens die entsprechende Luftfeuchtigkeit. Auf den Sitzen liegen Heizdecken, die menschliche Wärme erzeugen. Etwa 450 Sensoren in verschiedenen Höhen messen die Temperaturen und Zugluft.</p>
<div id="attachment_8257" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035866.jpg"><img class="size-full wp-image-8257" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035866.jpg" alt="" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Verdampfer sind im Gang verteilt (Foto: FW)</p></div>
<div id="attachment_8259" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035868.jpg"><img class="size-full wp-image-8259" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035868.jpg" alt="" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Heizdecken und Heizelemente (Foto: FW)</p></div>
<div id="attachment_8260" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035856.jpg"><img class="size-full wp-image-8260" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035856.jpg" alt="" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Zugluft-Sensor (Foto: FW)</p></div>
<p>Etwa 1000 Stunden wird der Test in der Klimakammer dauern, über 1000 Sensoren werden am Ende verbaut sein. Schellhaus hat keine Angst, dass sich bei diesem Zug, der für die Klimazone I und II (Süd- und Mitteleuropa) ausgelegt ist, einmal die Klimaanlagen abschalten. Auch bei extremen Temperaturen werden sie kühlen. Nur ab 45° C reduziert sich die Leistung der Klimaanlagen etwas, so dass die Innentemperatur um drei, vier Grad ansteigen könnte. Damit kann man leben.</p>
<div id="attachment_8261" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035887.jpg"><img class="size-full wp-image-8261" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035887.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Die Techniker spötteln ein wenig über das Karpfenmaul. Im Gegensatz zum ICE 3 muss die Scharfenbergkupplung zum Kuppeln nicht ausgefahren werden, was viele Fehlerquellen ausschließt (Foto: FW)</p></div>
<div id="attachment_8262" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035888.jpg"><img class="size-full wp-image-8262" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035888.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Die eisbedeckte Klappe schließt sich schnell. Rechts die Gasentladungslampen, die UV-haltiges Licht mit 1000 Watt pro Quadratmeter erzeugen können. (Foto: FW)</p></div>
<div id="attachment_8263" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035889.jpg"><img class="size-full wp-image-8263" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035889.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Punkt, Punkt, Komma, Strich. Fertig ist das Frosch- äh Karpfengesicht. Entscheidend ist aber die verbesserte Aerodynamik (Foto: FW)</p></div>
<div id="attachment_8264" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035897.jpg"><img class="size-full wp-image-8264" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035897.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Während die Finger bei Wind und minus 20 Grad fast taub sind, noch schnell eine Eis-Impression vom kurvigen Gefährt der Deutschen Bahn (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
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		<title>Germany&#8217;s Next Top Model muss frieren &#8211; der Velaro D im Klimatest</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 19:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei Rail Tec Arsenal in Wien wird der neue ICE 3 der Deutschen Bahn, Baureihe 407, umfangreichen Tests unterzogen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_8213" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035838.jpg"><img class="size-full wp-image-8213" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035838.jpg" alt="" width="640" height="445" /></a><p class="wp-caption-text">Anzeige über der Tür zur Klimakammer, bevor einem sibirische Kälte entgegenschlägt (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>Ich hatte heute die Gelegenheit, im Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien zusammen mit dem 407 004 in der Kälte zu stehen. Bei minus 20 Grad im Windkanal zu stehen, der gerade mal 7 km/h simuliert, ist kein Spaß. Vor allem nicht, wenn die Windgeschwindigkeit auf 30 km/h erhöht wird. Da nutzen normale Handschuhe schon nichts mehr. Die treue Olympus hatte keine Schwierigkeiten.</p>
<p>Der Endwagen und ein Mittelwagen der 2. Klasse sind die ersten Fahrzeuge, die am 1. April in Wien angeliefert wurden und seit dem 3o. April nach dem Einbau von fast 450 Sensoren getestet werden. Noch bis zum 26. Mai werden umfangreiche Klimatests durchgeführt im Temperaturbereich von -25° C bis +50° C. Auch ein angetriebener Mittelwagen und ein Restaurantwagen werden diese Prozedur durchlaufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_8217" class="wp-caption alignnone" style="width: 430px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035875.jpg"><img class="size-full wp-image-8217" title="P5035875" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035875.jpg" alt="" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Der Kopf, der es bringen muss (Foto: FW)</p></div>
<p>Gestern testeten Siemens und die RTA-Techniker bei -7° C und einer Windgeschwindigkeit von 15 km/h bewegliche Teile. Dazu wurde eine Stunde lang Schnee aus den vier Düsen  eingesprüht. Danach wurde beim Endwagen unter anderem getestet, ob sich die Bugklappe öffnen lässt und die Kupplung freigibt. Im Gegensatz um 403 öffnen sich die Bugklappen wie ein Fischmaul statt seitlich. Während beim 403 die Kupplung nach dem Öffnen vorgeschoben wurden, entfällt diese Mimik. Dass nun ein Karpfenmaul den 407 ziert, ist der traurige Nebeneffekt. Aber die einwandfreie Funktion geht nun einmal vor. Getestet wurde, ob der Scheibenwischer die Schneedecke bewältigt, das Spritzwasser streifenfrei arbeitet und ob das Signalhorn funktioniert. Bekanntlich kann es einfrieren. Die Tests verliefen problemlos und mit guten Ergebnissen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_8216" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035890.jpg"><img class="size-full wp-image-8216" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/P5035890.jpg" alt="" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Ice on ICE (Foto: Friedhelm Weidelich)</p></div>
<p>Heute wurden entsprechende Versuche unter einem dünnen Eispanzer bei -20° C gemacht. Leider war der Führerstand wegen der Tests nicht zugänglich. Aber Siemens hat ein gestern geschossenes Foto zur Verfügung gestellt, auch vom Einsprühen mit Schnee.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_8214" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/Siemens_Velaro-D_Klimatest_1-1.jpg"><img class="size-full wp-image-8214" title="Siemens_Velaro-D_Klimatest_1 (1)" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/Siemens_Velaro-D_Klimatest_1-1.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Schnee wird auf den Triebzugkopf gesprüht (Foto: Siemens)</p></div>
<div id="attachment_8215" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/Siemens_Velaro-D_Klimatest_2-1.jpg"><img class="size-full wp-image-8215" title="Siemens_Velaro-D_Klimatest_2 (1)" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2011/05/Siemens_Velaro-D_Klimatest_2-1.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Frontscheibe und Fahrtisch sind mit Sensoren bestückt (Foto: Siemens)</p></div>
<p>Mehr zum RTA und den Test des &#8220;neuen ICE 3&#8243; (DB-Sprachregelung) in den nächsten Tagen.</p>
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		<title>Kleine Presseschau</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 10:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ICx nur für 260 km/h 249 km/h Ralf Roman Rossberg schreibt in den VDI-Nachrichten, dass die ICx, für die Siemens einen Rahmenauftrag in Höhe von ca. 7 Mrd. Euro erwartet, nur für 260 km/h ausgelegt seien. Seit dem 9.5. ist bekannt, dass es nur 249 km/h sind. Darüber hinaus stiege der Energieverbrauch in kaum vertretbare [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>ICx nur für <del>260 km/h</del> 249 km/h</h3>
<p>Ralf Roman Rossberg schreibt in den VDI-Nachrichten, dass die ICx, für die Siemens einen Rahmenauftrag in Höhe von ca. 7 Mrd. Euro erwartet, nur für 260 km/h ausgelegt seien. <span style="color: #ff0000;"><em>Seit dem 9.5. ist bekannt, dass es nur 249 km/h sind.</em></span> Darüber hinaus stiege der Energieverbrauch in kaum vertretbare Höhe, sei die Meinung der DB. Das wäre gar keine so falsche Entscheidung, denn der Fahrzeitgewinn bei 300 km/h ist minimal. Schon seit Jahren beobachte ich, dass auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln – Frankfurt nicht mehr 299 km/h, sondern höchstens 280 km/h gefahren werden. Das ist vernünftig.</p>
<h3>Langsamer auch in China</h3>
<p>Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in China neuerdings für die langsamer (als bisher?) fahrenden Hochgeschwindigkeitszüge billigere Fahrscheine angeboten werden. Leider habe ich mir die Quelle nicht gemerkt, aber noch <a href="http://www.newsmax.com/Newsfront/China-high-speedrail-Obama/2011/04/25/id/394032">diesen Link </a>gefunden. Dort wird berichtet, dass die chinesischen Züge tatsächlich um knapp 50 km/h langsamer fahren, um Energieeffizienz, Fahrpreise und Fahrkomfort zu verbessern. Den stark erhöhten Energieverbrauch und den zu erwartenden hohen Verschleiß bei 400 km/h kann man auch bei ehrgeizigen Prestigeprojekten wie dem Hochgeschwindigkeitsnetz in China eben nicht auf Dauer ignorieren.</p>
<h3>Bahnindustrie besetzt neue Märkte</h3>
<p>Die chinesische Regierung sucht mit günstigen Krediten den Einstieg in neue Märkte, wie die <a href="http://www.ftd.de/politik/international/:einkaeufer-aus-dem-reich-der-mitte-chinas-milliarden-shoppingtour-durch-europa/60041774.html">FTD </a>beschreibt. Nicht nur im russischen Ex-Imperium versucht die chinesische Bahnindustrie mehr als einen Fuß in die Tür zu kriegen. Auch in der Türkei dienen sich die Chinesen mit verlockenden Angeboten an. Nun rächt sich die Entwicklungshilfe, die die europäische, japanische und amerikanische Bahnindustrie China gegeben hat. Die chinesischen Unternehmen treten als immer stärkere Mitbewerber gegen Siemens, Bombardier, GE und Co. auf. Stadler hat sich immerhin entschlossen, seinen Erfolg durch Büros in den USA auszubauen.</p>
<h3>Dampflokomotiv- und Maschinenfabrik AG (DLM) in Winterthur sieht Chancen für Dampfloks</h3>
<p>Durch verbesserte Leichtöl-Brenner, bessere Isolierung und Rollenlager lassen sich Energiebilanz und Emissionen einer Dampflok reduzieren, wie die DLM bei der in den Niederlanden verkehrenden 23 058 (ex Deutsche Bundesbahn) beweist. Die Schweizer sehen auch gute Chancen für Dampfspeicherloks, die in Tunneln, chemischen Werken und dicht bebauten Gebieten einen unbestreitbaren Vorteil haben: Sie geben nur entspannten Wasserdampf ab, verbrauchen nichts im Stand und lassen sich schnell mit unter Hochdruck gespeichertem Dampf bzw. Druckluft laden. Mehr dazu in der <a href="http://www.nzz.ch/magazin/mobil/schweizer_dampftechnik_auf_frieslands_schienen_1.10402912.html">NZZ</a>.</p>
<h3>Abwärme von Dieselmotoren nutzen</h3>
<p>Die Abwärme von Dieselmotoren ist beträchtlich und könnte sinnvoll genutzt werden. Der Dieselmotorenhersteller Wärtsilä bemüht sich schon länger um Lösungen, die Abwärme bei Schiffsdieseln zu nutzen. Georg Küffner berichtet nun in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub58F0CED852D8491CB25EDD10B71DB86F/Doc~EE9053E50D7564A3DA739D86EF63D161B~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> über erfolgreiche Einsätze bei Voith. Bei dem SteamTrac-System wird von der Wärme der Abgase eines 250 kW-Gasmotors eine kleine Dampfmaschine angetrieben, die 40 kW Zusatzleistung erbringt.</p>
<p>Solche Lösungen können bei der aktuellen Diskussion um die Abschaltung der Millionen Jahre strahlenden Müll produzierenden Atomkraftwerke nicht hoch genug bewertet werden. Leider fallen auch die meisten Journalisten auf die Propaganda der Energieindustrie herein, die uns einreden will, dass wir erst gigantische neue Leitungsnetze brauchen, weil sonst das Licht ausgeht. Derlei Unsinn wurde auch als Argument für das nie gebaute AKW Wyhl verbreitet. Tatsächlich geht es nur darum, das Oligopol der großen Energieerzeuger zu erhalten, die nach wie vor auf Großtechnologien setzt. Die Zukunft liegt aber in der Dezentralisierung der Energieerzeugung, die natürlich RWE und Co. mittelfristig ihren Einflussbereich und Umsatz entziehen – wenn sie nicht endlich umdenken. Dezentrale Netzwerke sind weniger anfällig gegen Ausfälle, schaffen Arbeitsplätze im Mittelstand und reduzieren die Abhängigkeit von Großtechnologie. Und vor allem: Die Sparpotenziale sind überall riesig und die größte Energiereserve, die wir haben.</p>
<h3>Stuttgart 21</h3>
<p>Die Lage in Stuttgart ist unübersichtlich, die CDU-Anhänger und die konservative Presse sind aggressiv. Als in Hessen die Grünen an die Regierung kamen, drohte die Industrie mit der Abwanderung. Die Industrieverbände machen halt Politik, wo sie können und wickeln Regierung und Medien auch mit leicht erkennbaren Lügen ein. Gegangen ist damals in Hessen niemand und auch über den CDU- und SPD-Spender Herrenknecht ist derlei noch nichts bekannt geworden. Der CDU-Freund und Grünen-Hasser hatte vor der Wahl heftig mit der Abwanderung in die Schweiz gedroht.</p>
<p>Noch lange ist bei S21 das letzte Wort nicht gesprochen. Während die baden-württembergische SPD (ebenso wie die Bundes-SPD in vielerlei Hinsicht) an der Spitze ein Brett vor dem Kopf hat und offensichtlich unfähig ist, den Schwachsinn der S21-Pläne und der Finanzierung zu Lasten der Bürger einzusehen, pokert die Deutsche Bahn mit Drohungen und offensichtlich falschen Zahlen darum, bei einem Ende des Projekts noch ein paar hundert Millionen abzusahnen. Jemand wie Grube hat natürlich nicht den Mut, das Milliardengrab S21 schnellstens zu begraben und sich auf wirklich wichtige Aufgaben zu konzentrieren, die überall in Deutschland zu lösen sind. Aber wir wissen ja noch nicht, in welches schwäbische Netzwerk Grube persönlich eingebunden ist. Überraschungen sind jederzeit möglich. Ebenso der Weiterbau, bis irgendwann &#8220;unvorhersehbare Kostensteigerungen in Milliardenhöhe&#8221; Nachschüsse von Land und Stadt erfordern und erst dann der Bau abgebrochen wird. Vorher werden aber noch einige Nutznießer ihre millionenschweren Schäfchen ins Trockene bringen. Unter dem Beschuss von Bahn, CDU-Netzwerken, schwarz eingefärbten Medien und einem ebenso blutjungen wie blutleeren &#8220;Super-Minister&#8221; Schmid wird&#8217;s bestimmt ein lustiges Regieren in Stuttgart. Aber auch damit wird man sich arrangieren, auch wenn die Hoffnungen noch etwas zu groß sind. Weiter gegen S21 zu demonstrieren ist jedenfalls richtig, auch wenn&#8217;s manchmal nervt. 15 bis 20 Jahre Großbaustelle und 20 sinnlos verplemperte Milliarden wären jedenfalls in jeder Hinsicht nerviger.</p>
<p>Zum Himmel stinkt jedenfalls der Rückzug des Stuttgarter Polizeichefs Stumpf &#8220;aus gesundheitlichen Gründen&#8221;. Da hat das CDU-Netzwerk noch schnell ein Bauernopfer aus der Schusslinie genommen. Die allmählich immer mutiger werdenden Redaktionsteile der <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.opfer-des-polizeieinsatzes-schatten-im-blick.3c00775f-ffbd-46df-a329-4baa0ddda2a8.html">Stuttgarter Zeitung porträtierten</a> heute mehrere Opfer des Schwarzen Donnerstags.</p>
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