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	<title>Railomotive &#187; LGB</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>iPhone-App mit Modellbahnanlagen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 12:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine iPhone-App zeigt Modellbahn-Ausstellungsanlagen in Deutschland, Schweiz und Österreich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Miniatur-Wunderland in Hamburg kennt dank pfiffiger Medienarbeit der Geschäftsführer heute jeder. Doch es gibt weit über 100 Modellbahn-Schauanlagen in Deutschland, der Schweiz und Österreich, die auch eingefleischte Modellbahner nicht alle kennen. Und wer den Modellbahnvirus in sich trägt, fragt sich manchmal auf Reisen, wo jetzt eigentlich diese tolle Anlage war, von der man mal gelesen hat. Der Mensch vergisst bekanntlich schnell.</p>
<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/12/IMG_0182.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6984" title="IMG_0182" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/12/IMG_0182.jpg" alt="" width="427" height="640" /></a></p>
<p>Mit einer <a href="http://www.vgbahn.de/app-schauanlagen.php4">iPhone-App der Verlagsgruppe Bahn</a> (iTunes-Suchbegriff: Schauanlagen) ist die Suche nach Modellbahn-Schauanlagen, die einen Besuch wert sind, ganz einfach. Die App, die noch bis Heiligabend für nur 79 Cent zu haben ist und dann 5,99 € kosten wird, zeigt Bilder, hat Beschreibungen des Charakters der Anlagen, Informationen über Öffnungszeiten, Eintrittspreise und wie man bis Bus und Bahn oder Pkw hinkommt. Auf einer Karte werden alle Anlagen angezeigt, so dass man auch auf einer Ferienreise oder im Urlaub schauen kann, was am Wegesrand oder im Umkreis liegt. Auch nach Stichworten kann gesucht werden, was für Fans bestimmter Modellbahnmarken wichtig sein kann.</p>
<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/12/IMG_0183.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6985" title="IMG_0183" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/12/IMG_0183.jpg" alt="" width="427" height="640" /></a></p>
<p>Wer lieber mit dem iPad auf dem Sofa durch die Modellbahnlandschaften surft, kann die App auch da benutzen.</p>
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		<title>Wochenrückblick</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 14:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Stuttgart 21, Märklin und Spur-Null-Bahnen zu Weihnachten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/12/Auhagenkarte.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6899" title="Auhagenkarte" src="http://railomotive.com/wp-content/uploads/2010/12/Auhagenkarte.jpg" alt="" width="640" height="393" /></a></p>
<p>Es gäbe so viel zu schreiben und ich habe zu wenig Zeit! Deshalb nur ein Rückblick mit einigen Links.</p>
<p><strong>Stuttgart 21:</strong> Was die Landesregierung Baden-Württemberg mit S21, dem Untersuchungsausschuss und EnBW praktiziert, ist aus meiner Sicht eine brisante Mischung aus Lügen, Vertuschung, Polizeiwillkür, Egozentrismus, Polit- und Wirtschaftskriminalität und die Missachtung von simpelsten parlamentarischen Spielregeln, die ich in dieser Form noch nicht erlebt habe. Es fehlen mir die Worte für das Verhalten von Mappus und seiner CDU. Und ich verstehe nicht die Laschheit einer Opposition, die sich das alles gefallen und von jenseits der Gesetze handelnden Politikern vorführen lässt.</p>
<p>Ich habe große Zweifel, ob ein größerer Teil der baden-württembergischen Bevölkerung, durch SWR und Zeitungen systematisch verblödet und mit Lobbyisten- und Parteiinformationen desinformiert und hinters Licht geführt, klug genug ist, dieser Regierung, das sich wie ein Regime verhält, einen Platzverweis zu erteilen. Die Stuttgarter und Leinfelden-Echterdinger Bevölkerung hat nach der Schlichtung, die sich mehr und mehr als <span style="text-decoration: line-through;">Beruhigungspille</span> Placebo bzw. Muster ohne Wert entpuppt, sicher genug Wut im Bauch, Fakten gelernt und begriffen, dass sie von Grube, Kefer, ihrer Stadtverwaltung und Landesregierung wie dumme Jungen behandelt werden. Doch das reicht leider nicht, eine Regierung zu stürzen. Als &#8220;Wutbürger&#8221; würde ich mich von einem schlecht beobachtenden Spiegel-Autor und der dämlichen <em>Gesellschaft für deutsche Sprache</em> jedenfalls nicht diffamieren lassen. Das zeigt nur, dass beide den Sinn des Protests gegen Stuttgart 21 immer noch nicht verstanden haben, wie viele Zeitungen und Kommentatoren auch.</p>
<p>So wenig wie die Redaktionen, die bei Schneefall und gewöhnlichem Winterwetter mangels Urteilsvermögen von <em>Schneekatastrophe</em> sprechen und nicht wissen, dass jeder &#8220;Kundenbetreuer im Nahverkehr&#8221; (früher: &#8220;Schaffner&#8221;) ein Uralt-Smartphone von Nokia bei sich trägt, mit dem er Hilfe holen kann, bevor nach vier Stunden eine Diesellok trotz schlecht gepflegter und eingefrorener Weichen zum Abschleppen eintrifft. Auch, wenn alle Batterien im Zug leer sind. Mal abgesehen von den Fahrgästen, von denen jeder Zweite ein Handy hat, mit dem man die Bundespolizei (0800 6888 000) oder die Feuerwehr (112) verständigen kann. Schließlich war man nicht in Alaska. Siehe auch <a href="http://community.zeit.de/user/cm/beitrag/2010/12/17/alle-reden-vom-wetter-nur-nicht-die-bahn">diesen</a> passenden Beitrag. Doch schon im Sommer zeigte sich ja, dass Zivilcourage, eigenverantwortliches Handeln in Lebensgefahr und Aufbegehren gegen eine stundenlange Gefangennahme durch die Bahn in diesem Land ungewöhnlich wären. Man bezahlt teures Geld für eine schlechte Beförderungsqualität und benimmt sich, als wenn man sich hilflos in den Händen der Obrigkeit befände.</p>
<p>Grube, Homburg und Konsorten haben unterdessen fein ihre Hausaufgaben gemacht und aus dem ICE-Katastrophenwinter 2009/2010 gelernt, wie man sieht. Jetzt haben die ICE nur noch ca. 45 bis 80 Minuten Verspätung, sind von vornherein halbiert und InterCity-Züge fahren dafür 140 bis 180 Minuten später und sollen in einigen Jahren durch Doppelstockzüge ersetzt werden, die bekanntlich für kurze Fahrgastwechsel, viel Gepäck und insbesondere Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer besonders geeignet sind. Wir werden ja alle jünger und lieben das Treppensteigen und boxen uns gern durch Menschenmassen, die die breiten Türen auf dem Bahnsteig verstopfen, weil sie wie die Tiere auf die wenigen Plätze drängen. Und die Berliner S-Bahn fährt jetzt noch seltener, weil Drohungen der Politiker ja immer geholfen haben und die DB ja wahnsinnig seriös und ehrlich ist. Bundesverkehrsminister Ramsauer interessiert es erst gar nicht, was seine Untergebenen im Bahntower so treiben bzw. unterlassen.</p>
<p>Aber zurück zu Stuttgart 21: Wenn nun Kefer ankündigte, die Bahn werde den Stresstest selbst durchführen und von SMA prüfen lassen, zeigt er, dass er dem Schlichterspruch nur halbherzig akzeptieren und weiter vernebeln und manipulieren will. Der Baubeginn an der Neubaustrecke ist folgerichtig eine völlige Ignoranz der Bevölkerung und zeigt, dass die DB S21 bis zum bitteren Ende wegen Geldmangel durchziehen wird, gedeckt durch Verkehrsminister Ramsauer. Bis dieser Turmbau zu Babel – wenn überhaupt – fertig ist, haben die Entscheider längst das Zeitliche gesegnet oder zumindest den Dienst quittiert. Der Steuerzahler zahlt die Zeche sowieso.</p>
<p>Hannelore Schlaffer hat in der <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2750588_0_4537_-unterirdisches-terminal-mit-weltstadtflair.html">Stuttgarter Zeitung</a> plastisch beschrieben, was Stuttgart zu erwarten hat. Dass der Untergrundbahnhof Stuttgart 21 inzwischen selbst in der sächsischen Provinz zum Gespött geworden ist, zeigt die Weihnachtswerbekarte von <strong>Auhagen</strong> – eine Modellbahnzubehörfirma, die ich seit 20 Jahren mit Freude beobachte und die sich nach der Reprivatisierung wacker geschlagen hat.</p>
<p>Alles andere als wacker schlug sich <strong>Märklin</strong>. Der hoch pokernde Insolvenzverwalter musste nun klein beigeben, weil sich kein Käufer gefunden hat, wie <a href="http://www.handelsblatt.com/modellbahnhersteller-maerklin-steht-vor-einem-scherbenhaufen;2714433">Sönke Iwersen im Handelsblatt</a> schön beschrieb und was trotz eines Dementis des Insolvenzverwalters richtig ist. <strong>LGB</strong> ist weiter ein Fremdkörper im Märklin-Bauchladen, die Marke inzwischen fast wertlos und mehr als stiefmütterlich behandelt. Ich kenne Leute, die die Marke liebend gern sachkundig weitergeführt hätten. Die unkommunikativen und vor sich hin stümpernden Marketing- und Produktmanager in Göppingen haben der Marke den Rest gegeben. Und auch Märklin steht nicht gut da. Das glanzvolle Image ist dahin, die 150-jährige Geschichte abgeschlossen. Märklin ist ein abgeschlossenes Sammelgebiet, von Sammlern nicht mehr ernstgenommen und für viele nur noch pure Nostalgie. Schade.</p>
<p>Trotzdem freut sich die Branche, die sich immer mehr in Kleinstfirmen aufsplittert, dass Märklin die Insolvenz überstanden hat. Doch die Freude dürfte voreilig sein, weil das ehemals starke Zugpferd nur noch ein klappriger Gaul ist – ebenso wie <strong>Roco</strong> und <strong>Fleischmann</strong>. Bei immer weniger Läden, dem Kampf der verbliebenen Händler gegen Direktvermarktung durch die Hersteller, bei Keller- und Garagenhändlern ohne nennenswerte Kosten und der mangelnden Präsenz im Bewusstsein der Öffentlichkeit wird Modellbahn mehr und mehr ein Nischenhobby für ältere Herren, die sich die ultrateuren, wenn auch hübsch detaillierten Modelle (IC-Wagen 55 bis 85 €, Dampflok über 290 €, Ellok 230 €) leisten können, weil die heutigen Renten noch passabel bis üppig sind.</p>
<p>In zehn, 15 Jahren wird das ganz anders aussehen. Und weil exklusive Modellbahnen bald besser im Juwelierladen verkauft werden, steigt <strong>Brawa</strong> in die Baugröße Null ein, 1:45 und etwa doppelt so groß wie die übliche Modellbahn. Ein offener Güterwagen, zweiachsig und bis in feinste Details nachgebildet, wird um die 100 € kosten. Wer nicht über ein Haus ab 150 Quadratmeter und eine stattliche Beamtenpension verfügt, wird dann seine Spur-Null-Bahn als Brett an die Wand hängen und auf den zwei, drei Metern Gleis mit drei Wägelchen auf und ab fahren. Die Größe der Modelle ist nicht nur Brillenträger-freundlich, sondern bewahrt auch vor Materialschlachten, die den späteren Erben bei der Verhökerung auf Ebay sowieso nur zur Last fallen.</p>
<p>Eine Perspektive für Weihnachten bietet sich schon jetzt. Statt Socken und Krawatten greift Frau schon mal nach einem H0-Wägelchen zum Preis einer exklusiven Seidenkrawatte (bitte vorher diskret erkundigen, welche Epoche der werte Gatte fährt) – oder wartet auf noch mehr teure Null-Modelle. Legen Sie jetzt den Grundstein mit einem Spur-Null-Wagen und einer Weiche. Dann brauchen Sie nur noch alle paar Jahre etwas zu schenken oder können jetzt schon Geburtstag und Weihnachten geschenkemäßig zusammenlegen. <img src='http://railomotive.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nachtrag 19.12.: Ein ganz kleiner Modellbahnhersteller teilte gerade mit, dass zum 1. Februar die Modellbahnpreise wieder angehoben werden. Diese &#8220;Tradition&#8221;, die ich schon fast seit 50 Jahren kenne, pflegt die Modellbahnbranche in ihrer relativen Unfähigkeit zu marktangepassten Preisen auch 2011 wieder. Denn Preissteigerungen zwischen 5 und 10 % werden einfach jedes Jahr festgelegt, ganz egal, wie sich das Lohnniveau in Deutschland entwickelt hat. Denn diese sterbende Branche hat bis heute nicht gelernt, Fertigungstiefen zu reduzieren, Entwicklungszeiten zur verkürzen und Serien, die über ein paar hundert Stück niemals hinauskommen werden, einfach nicht zu entwickeln. Man hat sich immer gern von nahestehenden Fans bequatschen lassen, doch deren einzigartige Lieblingsmodelle zu bauen. Und um bei steigenden Stückkosten noch ein paar Euro zu verdienen, lagerte man das Know-how nach China aus, die Produktion gleich mit – oder ging wenigstens nach Rumänien und Ungarn, mit den bekannten Qualitätsproblemen und immensen Folgekosten.</p>
<p>Wer verstehen will, warum die Kaufzurückhaltung bei Märklin und Co.-Produkten so groß ist, sollte sich mal diese <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=7784#h08">Tabelle</a> anschauen. Während in allen entwickelten Ländern außer Israel und Japan deutlich mehr verdient wird, gingen die Löhne in Deutschland seit 2000 inflationsbereinigt um 4,5 % zurück! Dank an Frau Christiansen, Frau Will und die Herren Sinn(los), Henkel, Hundt und andere Wirtschaftsuntergangsjammerer (sprich: Lobbyisten): Sie haben ganze Arbeit geleistet! Und nun kämpft der Exportvizeweltmeister, dass die Länder, die dank ihrer Importe aus Deutschland und der deutschen Niedrigstlöhne ein Handelsbilanzdefizit und Wettbewerbsprobleme haben, nicht untergehen. Mit unserem Steuergeld, das dank der kalten Progression immer mehr wird und die Lohn-Negativspirale nach unten weiter verstärkt.</p>
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		<title>Die Modellbahnindustrie steht vor dem Kollaps</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/06/die-modellbahnindustrie-steht-vor-dem-kollaps/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 19:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weil der chinesische Auftragsfertiger Sanda Kan den meisten Modellbahnfirmen gekündigt hat, steht die Modellbahnindustrie (Brawa, Brekina, Hornby, Märklin, Trix) vor dem Zusammenbruch. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Insider wussten es schon einige Tage. Eine amerikanische Zeitschrift,<a href="http://www.modelrailroadnews.com/channels/n-scale/single-article-page/interesting-times/6fa58324da.html"> Model Railroad News</a>, veröffentlichte gestern die Hiobsbotschaft. Da war auch heute in Deutschland kein Halten mehr, Ferpress zog heute Abend nach: Ein großer Teil der Modellbahnindustrie (nicht nur die europäische!) kämpft weltweit ums Überleben. Der Grund: <span style="color: #0000ff;"><strong>Einer der größten Modellbahnhersteller in China, Sanda Kan, hat die Auftragsfertigungsverträge gekündigt! </strong><span style="color: #000000;">Und das ist kein Gerücht. Die Information kommt direkt von diversen Modellbahnfirmen.</span></span></p>
<p>Ganz hart trifft es <strong>Brawa, Brekina, Hornby und Märklin mit Trix</strong>, die spätestens zum Jahresende, nach Abarbeitung laufender Aufträge, vor die Tür gesetzt wurden.</p>
<p>Aber auch die Gartenbahnbranche ist betroffen, denn auch Aristo-Craft und USA Trains lassen bei Sanda Kan fertigen. Ob auch Märklin noch LGB-Formen dort liegen hat, ist nicht bekannt, es kursieren die wildesten Gerüchte. Wo Accucraft, die in letzter Zeit nur noch sehr schleppend liefern, fertigen lässt, entzieht sich momentan meiner Kenntnis.</p>
<p><span style="color: #3366ff;">Piko dagegen hat mit seinem eigenen Werk in China gut lachen.</span> Wieder einmal hat sich Dr. Wilfer als schlauer Fuchs erwiesen.</p>
<p>Sanda Kan gehört seit 2008 zur chinesischen Kader Holding, die u. a. die Marken Bachmann, Liliput, Graham Farrish und Williams (letztere britische Marken) vertreibt. Kader hat mit der Auftragsfertigung von Modellbahnen 107 Mio. $ Umsatz gemacht und weitere 90 Mio. $ mit der sonstigen Spielzeugfertigung umgesetzt. Zuvor war Sanda Kan durch Qualitätsprobleme und mehrere Besitzerwechsel aufgefallen. Unter anderem war zuerst auch die Heuschrecke JP Morgan beteiligt und hatte wohl mit den üblichen Methoden aus Kreditaufnahme zu Lasten der Firma und Entlassungen die Firma zunächst in Lieferprobleme und die Insolvenz getrieben.</p>
<p>Für die Modellbahnindustrie, die einen Teil ihrer Fertigung (wie Märklin) oder die ganze Produktion (Brawa, Brekina) nach China ausgelagert hat, rächt sich das nun in existenzbedrohender Weise. Stark steigende Löhne, null Loyalität der Arbeiter (wen wundert&#8217;s), sogar vereinzelt Streiks gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, Qualitätsprobleme, Materialkostensteigerungen und die Aufwertung der chinesischen Währung erst vor wenigen Tagen machen der Branche immer mehr zu schaffen. Dazu kamen strukturbedingt die Probleme mit nicht verfügbaren Ersatzteilen. Wenn eine Produktion, die eine Mindestmenge erfordert, einmal läuft, ist sie nicht mehr aufzuhalten. Mängel müssen teuer im Zielland behoben werden. Das kennt man nicht nur aus China, sondern auch aus Slowenien. Selbst die Modellbahnpresse hat sich vor ein paar Monaten über Qualitätsmängel bei inzwischen großteils unverschämten Preisen beklagt. Kaufzurückhaltung ist die logische Folge. Ein Markt für Kinderspielzeug ist das schon lange nicht mehr, auch wenn es immer noch Firmenretter gibt, die solches glauben.</p>
<p>Dabei schien die Fertigung in China lange Zeit die Lösung überhaupt zu sein, denn die reinen Produktionskosten lagen und liegen immer noch in der Regel bei nicht einmal 10 Prozent des Ladenpreises in Deutschland. Was hier für 129 € über den Ladentisch geht, kostet im Einkauf 12 bis 13 €. Die Folge der ungehemmten Massenkonstruktion- und produktion war eine Überschwemmung des Markts. Wer gut bezahlte, bekam gute oder sogar hervorragende Qualität. Billigproduktion erzeugte, wie bei LGB-Modellen sichtbar, mittelprächtige Qualität – die hierzulande trotzdem zu gewohnt hohen Preisen wie aus deutscher Fertigung verkauft wurden. Auch Märklin verdarb sich seinen Ruf durch die teilweise China-Produktion.</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Nun steht die Branche mit dem Rücken zur Wand</span></strong> und suchte letzte Woche bereits heftigst nach neuen Produktionsfirmen in China. Das Bild, das einige Klitschen abgegeben haben sollen, ist erschütternd. Und gerade die kleinen, aber sehr feinen Serien der Modellbahnindustrie erfordern mehr spezifisches Know-how und Präzision als die Montage billiger Elektronikspielzeuge.</p>
<p>Die Dummen sind nicht nur die Kunden, die – zumindest im Gartenbahnbereich – seit eineinhalb Jahren kaum noch neue Ware geliefert bekommen. Nicht zuletzt, weil Märklin LGB nicht ans Laufen bekommt, was angesichts der internen Umstände nicht verwundert. Die Dummen sind vor allem die Händler, denen Umsatz fehlt und von denen einige den Laden für immer geschlossen haben. Ganz besonders dumm da stehen die vermeintlichen Hersteller, die eigentlich nur Modellbahnvertriebsfirmen sind. Sie haben nur noch mit einzelnen Konstrukteuren Modelle für die Produktion vorbereitet oder gleich ganz mit einem Bündel Zeichnungen chinesische Konstrukteure beauftragt – mit all den Unwägbarkeiten, dass dann schon mal ein Radstern sich nach innen verjüngt, weil die Chinesen nun mal kein Wissen über unsere Bahnen haben oder amerikanische Beschriftungen grotesk falsch abtippen. Modellbahnen und Modellautos können heute fast nur noch, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, chinesische Firmen herstellen. Denn die deutsche Modellbahnindustrie hat ihr Know-how in Formenbau und Produktion verloren. So schaufelte sie ihr eigenes Grab.</p>
<p>Roco war ja bereits so ungeschickt, seine gute österreichische Produktion nach Slowenien und dann Rumänien auszulagern. Mit sichtbaren Folgen für die Qualität. Seitdem Fleischmann von Roco gemanagt wird, ist auch diese Marke am Verglühen. Ferpress weiß von Gerüchten, dass China künftig diese Marken produzieren könnte, zusammen mit der antiquierten, aber immer noch großen US-Marke Lionel, die Billigspielzeug zu horrenden Preisen anbietet, und Atlas, einer amerikanischen Modellbahnmarke. Das soll Sanda Kan, zusammen mit den eigenen Marken rund um Bachmann, angeblich gut auslasten. 20 der bisher 80 Kunden sollen für profitable Umsätze sorgen. Sanda Kan hatte sich schon bisher geweigert, Modelle unter bestimmten vierstelligen Stückzahlen zu produzieren, weil es sich nicht lohnte.</p>
<p>Die Modellbahnindustrie steht nun am Scheideweg: Will sie mit Qualität und den gewohnt (zu) hohen Preisen weitermachen – dann muss sie wieder Know-how in Deutschland oder zumindest Europa aufbauen. Denn entgegen allen Gerüchten lassen sich auch hier Modellbahnen produzieren und vor allem schnell reagieren, wenn sich Modelle als Renner erweisen. Oder sie bleibt in China, produziert Massenware in geringer Auswahl und mit null Service wie schon von amerikanischen Fabrikaten bekannt und geht allmählich unter, weil Qualität, Profit und Preise nicht mehr stimmen.</p>
<p>Wer jetzt schnell handelt und in Europa Know-how und die Fertigung reaktiviert, könnte noch Chancen haben. China bietet als Produktionsstandort für die relativ kleinen Modellbahn-Stückzahlen keine Perspektive mehr.</p>
<p>Jetzt geht es ums nackte Überleben. Gier und unternehmerische Kurzsichtigkeit rächen sich. Die Modellbahnindustrie steht vor dem Kollaps.</p>
<p><strong>Nachtrag 23.6.10:</strong> Die kanadische <a href="http://www.rapidotrains.com/">Rapido Trains</a> hat heute Nacht in einer <a href="http://www.rapidotrains.com/telegraph_currrent.html">Kunden-Rundmail</a> über die Pläne von Sanda Kan berichtet und verweist darauf, nicht betroffen zu sein, weil die Firma eine eigene Produktion in China hat. Die Fotos zeigen eine bessere Hinterhofwerkstatt. Eine Fertigung in Kanada sei wegen der hohen Investitionskosten für eine kleine Firma nicht finanzierbar. Wegen der Lohnerhöhung um 21 % in China werden Preiserhöhungen angekündigt. Rapido Trains macht zwar hochdetaillierte Ware auf Brawa-Niveau zu ähnlich hohen Preisen. Ob das das richtige Signal ist, bezweifle ich. Die Modellbahnindustrie hat den Wahlschalter auf <span style="color: #ff0000;">Selbstzerstörung</span> gedreht.</p>
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		<title>Schwarzenegger liebt den Velaro</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/02/schwarzenegger-liebt-den-velaro/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 14:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch Schwarzenegger mag den Velaro von Siemens]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abgesehen von den Plänen der US-Regierung, binnen 20 Jahren wieder ein landesweites Netz von Personenfernverkehrslinien aufzubauen, gibt es in Kalifornien eine starke Initiative für eine 411 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke <a href="http://www.cahighspeedrail.ca.gov/map.htm">von Fresno bis Los Angeles</a>. Nachdem Kalifornien Ende Januar <a href="http://cahighspeedrail.ca.gov/news/E-Alert01-28-10.pdf">2,25 Mrd. $ als Bundeszuschuss </a>(und damit den größten aller Bundesstaaten) zugesprochen bekam, ist die Freude groß. Gouverneur Schwarzenegger hielt bereits ein hübsches Modell des Velaro von Siemens in den Händen, <a href="http://twitpic.com/12b5d5">siehe hier</a>.</p>
<p>Liebe LGB-Gemeinde: Sooo groß wäre ein ICE-Modell. Und es geht garantiert nicht durch den Radius 1.  <img src='http://railomotive.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Wie sich die Modellbahnbranche selbst schädigt</title>
		<link>http://railomotive.com/2010/02/wie-sich-die-modellbahnbranche-selbst-schaedigt/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 19:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Modellbahnen sind zu teuer für Kunden, deren Kaufkraft seit Jahren sinkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Spielwarenmesse rückt näher, die Neuheitenlisten und -kataloge fast aller Hersteller sind bekannt. Ich sehe die üblichen Materialschlachten, die 180-seitigen Neuheitenprospekte, dieses ewige „Viel hilft viel“ und die ebenso üblichen satten Preissteigerungen. Märklin und LGB langen wieder besonders heftig zu, und die Preise der Personenwagen bei Roco – aus längst abgeschriebenen Formen – haben sich in 20 bis 25 Jahren verdreifacht. Und das, obwohl längst nicht mehr in Österreich, sondern in Billiglohnländern (Ungarn, Slowenien, Rumänien, China) produziert wird und die Kaufkraft in Deutschland wegen minimaler Lohnerhöhungen, Steuerprogression, Weihnachtsgeld- und Urlaubsgeldstreichungen seit Jahren stagniert.</p>
<p>Ich kaufe seit 40 Jahren (in den letzten Jahren kaum noch) Modellbahnartikel. Ich habe noch kein einziges Jahr erlebt, in dem die Preise stabil blieben oder gesunken sind. Wenn jährlich zum 1.2. frech 5 bis 7 %, manchmal auch mehr, aufgeschlagen werden, kann das nichts mit gestiegenen Löhnen und Materialkosten zu tun haben. Nein, die Branche macht sich nicht einmal die Mühe, irgendeinen Grund für höhere Preise anzugeben!</p>
<p>Die Modellbahnbranche, soviel ist sicher, hat aus der Krise nichts gelernt. Während Modellbahnhändler aufgeben und ihre Läden schließen, Sammlungen aus allen Nähten platzen, die Nachlässe mit oft neuwertigem Material bei eBay billig zu haben sind, tun die Modellbahnhersteller so, als ob nichts gewesen wäre: Keine Insolvenz von LGB (es waren sogar zwei), keine Insolvenz von Märklin und Faller, keine Schwierigkeiten bei Roco, Fleischmann, Trix, Kibri und Herpa.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Wer heute 369 bis 480 Euro für eine H0-Dampflok verlangt, hat schlichtweg den Verstand verloren.</span> 50 bis 80 Euro kostet ein schlichter Personenwagen in H0. Märklin-LGB erdreistet sich, für US-Schnellzugwagen aus abgeschriebenen Formen 350 Euro zu verlangen, 600 Euro für ein plumpes Diesellok-Spielzeug, made in China oder Hungary. Die amerikanische Konkurrenz USA-Trains verlangt für wesentliche bessere Modelle, made in China, gerade mal ein Drittel des Preises. Und macht dabei auch Gewinn, wenn auch vielleicht einen etwas bescheideneren.</p>
<p>Ich mag mich jetzt nicht über Geschäftsführer ohne Kommunikationstalent und Neuheitenblatt auslassen, über &#8220;professionelle&#8221; Investoren mit der Gier nach scheinbar großen Marken und fetten Renditen, sogenannte Consultants ohne Kenntnisse der Modellbaubranche, junge BWL-Karrieristen und Insolvenzverwalter (es gibt auch gute) schimpfen. Das kann Werner Killersreiter, der zwei Jahrzehnte mit Modellbausätzen gehandelt hat, viel besser. Nehmen Sie sich die Zeit für den <a href="http://www.sammlervz.net/nwsIndex.php?action=NwsView&amp;nId=2755&amp;PHPSESSID=ab2d36d08636d3b933a0da172e2f5dab">langen Beitrag</a>, dem ich in nahezu allen Punkten zustimmen muss.</p>
<p>Die Zeit ist mir zu schade, um die Filetierung Fleischmanns durch die Modelleisenbahn-Holding zu kommentieren. Was dort abläuft, bedeutet den Tod der Marke. Der scheint gewollt zu sein. Dummheit im Umgang mit einer (weiteren) Traditionsmarke und <span style="color: #ff0000;">V</span><span style="color: #ff0000;">erarschung der treuen Kunden</span>.</p>
<p>Die Modellbahnbranche steht mit ihrer Hochpreispolitik am Abgrund und wird auf der Spielwarenmesse ab Donnerstag wieder das selbe Programm abspulen wie seit 40 Jahren: Noch mehr Neuheiten, noch höhere Preise, noch kleinere Serien und so dicke Kataloge wie in den Jahren zuvor und wieder keine Anstrengungen, Kinder mit <span style="color: #ff0000;">bezahlbaren</span> <span style="color: #ff0000;"><strong><span style="text-decoration: underline;">aktuellen</span> Modellen <span style="font-weight: normal;"><span style="color: #000000;">zu locken</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: normal;"><span style="color: #000000;">, </span></span><span style="font-weight: normal;">welche die potenziellen kleinen Kunden aus eigener Anschauung kennen.</span></span></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Wer jetzt nicht Sortimente abspeckt, die Neuheitenzahl begrenzt, Innovationen und Standards schafft und Preise senkt, wird die Quittung vom Käufer bekommen.<span style="color: #000000;"> Käuferstreik.</span></strong></span></p>
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		<title>Super – Märklin schafft den Neuanfang mit LGB</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 21:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[LGB]]></category>
		<category><![CDATA[Märklin]]></category>

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		<description><![CDATA[LGB bringt 2010 23 Neuheiten für die Gartenbahn]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich — die Zeit des Wartens hat ein Ende. LGB-Freunde erfuhren schon vor der Spielwarenmesse, worauf sie sich dieses Jahr freuen können. Mit 23 Neuheiten schafft die Gartenbahnmarke in Märklin-Hand einen gelungenen Neuanfang. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Doch auch die noch nicht bekannten Neuheiten haben es in sich. Ich untertreibe nicht.</p>
<p>Amerika steht wieder im Fokus, und die LGB-Freunde werden sich über eine – man kann es nicht anders sagen – kleine Sensation freuen: Zum ersten Mal kommt die berühmte Güterzug-Diesellok der Santa Fe mit dem blue-bonnet-Wappen! Zusammen kosten A- und B-Unit nur rund 1200 €. Ein Super-Angebot, weil in der B-Unit ein kräftiger Soundbaustein eingebaut ist, von dem auch Ihre Nachbarn sicherlich beeindruckt sein werden. Nimmt man die knuddelige zweite Einheit vom Gleis, sagt der Sounddekoder bei Schrägstellung &#8220;daddy, I love you!&#8221;. Das ist besonders wichtig für die Kundenbindung in Nordamerika – einem nun mehrere Jahre vernachlässigten Markt. Kippt die Lok bei einer Entgleisung auf die Seite, ruft sie &#8220;help!&#8221; und betätigt 21 Mal das Horn (abstellbar). Innovativ! Leider war kein Platz mehr für Motoren, aber auf die  kann der platzbeschränkte LGB-Freund bestimmt gut verzichten, denn die Zugkraft der Vorderlok ist mehr als ausreichend. Wer dazu die neu aufgelegten Streamliner-Hänger für günstige 350 € pro Stück erwirbt, erhält schon für wenige tausend Euro einen wunderschönen Zug. Das Blaue Band der Schiene für den Garten, wenn man so will.</p>
<p>Für die vielen Fans der Rhätischen Bahn haben LGB und Märklin ganz tief in die Trickkiste gegriffen. Erstmals unlimitiert gibt es das berühmte Krokodil in grüner Lackierung. Das ist zwar nicht ganz vorbildgerecht, eröffnet Bastlern aber ganz neue Dimensionen bei der Verfeinerung und Umgestaltung. Fügt man zwei Vorlaufachsen hinzu, wird daraus eine Ce 6/8 der SBB, was ganz besonders Gartenbahner in der Schweiz erfreuen wird. Das LGB-Krokodil steht nun endlich ebenbürtig in der langen Tradition von Märklin, wo das beliebte Schweizer Krokodil in unzähligen Varianten immer neue Kaufimpulse ausgelöst hat. Gelegentlich zu hörende Klagen, Märklin hätte an Biss verloren und sei sprunghaft und leicht wie eine  Heuschrecke geworden, entbehren jeder Grundlage und können nur von neidischen Konkurrenten stammen.</p>
<p>Qualität ist teuer, und deshalb hat sich LGB für die Harzdampflok mit der Nummer 99 7245, die dank eines kostbaren Soundbausteins den mehrstufigen Auspuffschlag gewohnt souverän nachbildet, ein neues Finanzierungskonzept ausgedacht. Im vorab geführten exklusiven Hintergrundgespräch mit den kreativen Marketingfachleuten von Märklin wurde zwar verstohlen zugegeben, sich ein wenig in der Mobilfunkbranche umgeschaut zu haben. Doch das Konzept überzeugt auf der ganzen Linie. In der Prepaid-Variante wird die Lok klassisch vorausbezahlt und kostet 1732 €. Geld, das gut angelegt ist, denn wie alle LGB-Loks ist dieser Harz-Dampfer nicht kaputt zu kriegen.</p>
<p>Die Vertragsvariante wäre gerade für LGB-Freunde mit kleinerem Geldbeutel ideal, könnten sie sich doch auf diese Art einen Traum erfüllen. Für eine Rate von nur 99 Euro im Monat gehört die Lok schon nach 24 Monaten Ihnen! Das ist nur durch die enge Zusammenarbeit mit der Hypo Alpe Adria in Klagenfurt möglich, die für ihre ausgeklügelten Finanzierungskonzepte bekannt ist. Nun warten wir gespannt auf die Bekanntgabe dieser Pläne auf der Spielwarenmesse – falls sie in letzter Minute nicht verschoben werden.</p>
<p>Insider haben mir ein Papier zugespielt. Möglicherweise ist noch eine dritte Variante im Gespräch, die LGB in der Modellbahnbranche zum ersten Mal erproben könnte.<span style="color: #ff0000;"> Das wäre n</span><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #ff0000;">i</span>cht nur eine Sensation, eher eine Revolution! </span>Digitale Hochleistungsdekoder und ein Kartenlesegerät an der Unterseite der Lok arbeiten in derart raffinierter Weise zusammen, dass LGB mit Recht und Stolz von einer Weltneuheit sprechen könnte. Denn erstmals würde dann auf Gartenbahnen, ja Modellbahnen überhaupt, „pay per drive“ realisiert, das Bezahlen pro Runde!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das könnte so gehen: Eine mit mindestens 200 € aufgeladene <span style="color: #ff0000;"><strong>L</strong></span><span style="color: #ff0000;"><strong>GB-Pay&amp;Drive-Card</strong></span> (Aufladen soll an jedem Geldautomaten gehen) wird einfach zwischen den Schienen befestigt, ein Gleisstück mit Kartenhalter (ca. 24,95 €) soll in Vorbereitung sein. Die Lok misst dank des Dekoders die zurückgelegte Strecke und bucht die Fahrtkosten beim Überfahren der Karte berührungslos ab. An die Handhabung von Pendelzügen, die Schwaben sicher kurz vor der Karte wenden lassen, wurde aber wohl noch nicht gedacht.</p>
<p>Die genauen Preise müssen bis zur Spielwarenmesse noch diskutiert werden. Analog zur Mobilfunkindustrie wird aber wohl daran gedacht, pro Meter günstige 49 Cent abzubuchen, wobei angefangene Meter wie ganze Meter zählen. Weichen werden extra berechnet. R1-Weichen sind wegen des hohen Verschleiß mit 99 Cent recht teuer, R3-Weichen kosten 39 Cent, andere Weichen, auch von anderen Herstellern, werden wegen des geringeren Abnutzungseffekts mit 19 Cent berechnet. Im Rangiermodus wären pro Stunde 8,99 € fällig, darin sollen gerüchteweise aber 10 Weichen enthalten sein. Jede weitere Weichenüberfahrt soll leider 1,29 € kosten. Kein Nachteil, denn LGB achtet im Sinne der Gartenbahner gewissermaßen darauf, dass beim Rangieren nicht übertrieben wird.</p>
<p>Um Mißbrauch zu vermeiden, kann die Lok nur gestartet werden, wenn eine Tagespauschale von 9,99 € von der Karte abgebucht wurde. Etwas unpraktisch dürfte sein, dass man die Lok dazu wohl umdrehen muss, um die Karte über das Lesegerät zu halten. Karte und Lok (SIM-Lock) sind eine Einheit. Die Lok, und das ist ein Wermutstropfen, wird erst für andere Nutzer freigeschaltet, wenn sie insgesamt 2199 € von der Karte abgebucht hat. Wer nicht so viel fährt, kann die Lok aber auch für 999 € teilkaufen und den Restbetrag gewissermaßen „erfahren“. Für viele Harzbahnfreunde sicher die bessere Lösung – wenn sie denn wirklich angeboten wird.</p>
<p>Gegenüber diesen revolutionären Entwicklungen, mit denen keiner mehr gerechnet hat, fallen die anderen LGB-Neuheiten naturgemäß etwas ab. Details finden Sie direkt bei <a href="http://www.lgb.de">LGB</a>.</p>
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		<title>Kauft Lionel Märklin?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 09:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischmann]]></category>
		<category><![CDATA[LGB]]></category>
		<category><![CDATA[Lionel]]></category>
		<category><![CDATA[Märklin]]></category>
		<category><![CDATA[Roco]]></category>

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		<description><![CDATA[Lionel gilt als Interessent für Märklin - und wäre der Tod der Marke]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Nacht verbreitete Ferpress, die Internationale Eisenbahn-Presse-Vereinigung, die aus Insiderkreisen stammende Information, dass ein Verkauf von Märklin an den amerikanischen Spielzeughersteller <a href="http://lionel.com">Lionel</a> vor der Tür stehen könnte. Schließlich wäre die Spielwarenmesse Anfang Februar der ideale Zeitpunkt dafür.</p>
<p>Nach meinen Informationen aus Insiderkreisen sollen in den letzten Monaten drei potenzielle und durchaus potente Käufer abgesprungen sein oder wurden von Insolvenzverwalter Pluta abgelehnt. Der kann natürlich nicht mit offenen Karten spielen. Für den bevorstehenden Kauf durch Lionel gibt es viele Indizien, doch verifizieren lässt sich das momentan nicht.</p>
<p>Lionel war in den USA das, was Märklin zu guten Zeiten in Deutschland war: eine Kultmarke, mit der Kinder ins Modellbahnhobby eingestiegen sind. Doch im Gegensatz zu Märklin hat sich Lionel kaum weiterentwickelt. Die Spur-Null-Modelle, die doppelt so groß wie Märklins H0-Modelle (Halb-Null, 1:87) sind, und ein paar Spur S-Modelle (1:64) des früheren &#8220;American Flyer&#8221; von Gilbert, sind reines Kinderspielzeug, simpel im Design mit Kinderspielfunktionen auf dem Stand der 50er- und 60er-Jahre. Auch die Fernsteuerung passt zum Kinderspiel-Konzept.</p>
<p>Ende 2004 stand Lionel selbst am Rand der Pleite. Bekanntlich sind Modellbahnen kein Kinderspielzeug mehr, die Zielgruppe sind eindeutig Erwachsene. Dass das einige alte und neue Führungskräfte bei Märklin nicht verstanden haben, lässt sich manchen Äußerungen entnehmen.</p>
<p>Für Märklin wäre der Einstieg von Lionel meines Erachtens der Weg in den Abgrund. Denn Lionel produziert nur in Asien und steht für antiquiertes Blechspielzeug. Aufsteiger in die &#8220;richtige&#8221; Modellbahnwelt mit vorbildnahen Modellen (und nicht Kinderspielzeug) könnten zwar Märklin attraktiv finden, zumal sich beide Systeme mit einem Dreileitersystem (also einer Stromschiene bzw. Punktkontakten zwischen den Schienen) gehalten haben. Märklin gilt aber nicht nur in Deutschland als teuer. In den USA hat es Märklin wegen der hohen Preise und des Wechselstrom-Dreileitersystems nie zu einem nennenswerten Marktanteil gebracht und ist deshalb als &#8220;zu teuer&#8221; im Bewusstsein der Modellbahner dort.</p>
<p>In den USA werden so gut wie keine Modellbahnen mehr hergestellt, die Produktion kommt aus China und bei N-Modellen teilweise aus Japan. Das Preisniveau ist in den letzten Jahren kräftig gestiegen. Wenn man die Dollar-Preise umrechnet, sind US-Bahnen vergleichsweise billig und inzwischen qualitativ mal unter, mal sogar leicht über dem Niveau europäischer Modelle. Wenn man Märklin-Produkte in Nordamerika anbieten will, müssen die Verkaufspreise drastisch sinken. Also bleibt nur die Produktion in China mit ihren vielen Unwägbarkeiten. Für die bereits beschädigte einstige Qualitätsmarke Märklin wäre das der Tod, weil dann in Deutschland das sehr hohe Preisniveau einer Billigproduktion in China gegenüberstünde. Die hohen Preise wurden aber zu guten Zeiten nur wegen &#8220;made in Germany&#8221; akzeptiert. Das haben all jene, die die &#8220;wertvolle Marke Märklin&#8221; gern in ihr Portefeuille packen wollten, nie verstanden.</p>
<p>Für die Investoren hinter Lionel, Guggenheim Corporate Funding, könnte die Übernahme von Märklin sinnvoll erscheinen: Sie hätten eine Marke für Aufsteiger von der eigenen Spielzeugmarke und LGB als Großbahnmarke. Auf diesem Markt versucht sich Lionel ebenfalls, offenbar aber mit wenig Erfolg. Dass LGB durch grausame Managementfehler nicht zuletzt von Märklin bereits so gut wie tot ist, kann Lionel nicht wissen.</p>
<p>Modellbahn-Marken sind etwas sehr Sensibles. Investoren und ihre branchenfremden Berater und unerfahrenen Interims-Personale interessiert das nicht. Der Zustand von Roco, Fleischmann, Trix, Märklin und LGB ist Ausdruck dafür.</p>
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		<title>Weihnachtsgeschenk für Gartenbahner</title>
		<link>http://railomotive.com/2009/12/weihnachtsgeschenk-fur-gartenbahner/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 18:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[D&RGW]]></category>
		<category><![CDATA[LGB]]></category>
		<category><![CDATA[Piko]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gartenbahn Profi-Spezial 2 ist erschienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2507" class="wp-caption aligncenter" style="width: 748px"><img class="size-full wp-image-2507  " title="Foto: Friedhelm Weidelich" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/P9237328.jpg" alt="Ausschnitt aus einer Eigenbau-Gartenbahnanlage. Auch Lok und Wagen sind selbst gebaut.  (Fotos: Weidelich) " width="738" height="553" /><p class="wp-caption-text">Ungewöhnlicher Blick auf eine Eigenbau-Gartenbahnanlage im Maßstab 1:22,5. (Foto: Friedhelm Weidelich) </p></div>
<p>Manchmal beschäftige ich mich auch mit Eisenbahn-Modellen. Je präziser sie sind, um so besser gefallen sie mir. Denn Modelle sind kein Spielzeug, sondern verkleinerte Abbilder der Vorbilder.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2509" title="PC161169" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/PC161169.jpg" alt="PC161169" width="332" height="448" />Im Herbst fotografierte ich die Anlage eines Rio-Grande-Begeisterten für den Gartenbahn Profi, siehe auch <a title="Fotos aus Colorado" href="http://www.railomotive.com/?p=1022">hier</a>. Sie ist nun auf 14 Seiten im Sonderheft <a title="Gartenbahn Profi Spezial 2" href="http://gartenbahnprofi.de/184406/home.html">&#8220;Traum-Anlagen 2&#8243; </a>zu sehen und beschrieben. Sensationeller Modellbau! Und Fotos, wie man sie nicht alle Tage sieht. So wie das obere Bild.</p>
<p>Aber auch die übrigen Beiträge und Fotos von anderen Autoren und Fotografen können sich sehen lassen. Durch&#8217;s Maintal geht es mit den üblichen LGB- und Piko-Zügen, vorbei an selbstgebauten Gebäuden. Nachtaufnahmen einer in Sachsen angesiedelten Gartenbahn machen deutlich, dass die Outdoor-Eisenbahn zu jeder Tages- und Nachtzeit ihre Wirkung entfaltet. Wie auch die unglaublich detaillierte Anlage von Peter Wanke, die die Rhätische Bahn als Vorbild hat. Zum Schluss ist die weiter gewachsene Riesen-Gartenbahn auf Vancouver Island/Kanada zu sehen, die ich in ihren Anfängen 2004 fotografiert für den Gartenbahn Profi fotografiert habe. Sie versucht, die Rhätische Bahn, die White Pass &amp; Yukon und ein wenig Waldbahn zu integrieren.</p>
<p>Das 100 Seiten starke Heft ist werbefrei und für 17 Euro beim Verlag, im Bahnhofsbuchhandel und im ausgewählten Zeitschriftenhandel zu haben.</p>
<p>Gartenbahner (Stichwort: LGB), aber auch Gartenliebhaber mit einer latenten Schwäche für eine große Modellbahn, wird das Heft große Freude bereiten.</p>
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		<title>150 Jahre Märklin im SWR</title>
		<link>http://railomotive.com/2009/12/150-jahre-marklin-im-swr/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 12:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischmann]]></category>
		<category><![CDATA[LGB]]></category>
		<category><![CDATA[Märklin]]></category>
		<category><![CDATA[Rokal]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Film des SWR zum 150-jährigen Jubiläum von Märklin]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen sehenswerten Film zum 150-jährigen Märklin-Jubiläum zeigt der SWR heute um 16 Uhr. Schon vorab ist er <a href="http://www.swr.de/eisenbahn-romantik/-/id=98578/did=5702076/pv=video/nid=98578/16i898h/index.html">hier auf der SWR-Website</a> zu sehen. Den grauenhaft altbackenen Modellbahn-Romantik-Vorspann mit der &#8220;Sentimental Journey&#8221; (als ob Eisenbahn nur Nostalgiethemen kennen würde) kann man online zum Glück überspringen.</p>
<p>Der Film vermittelt ziemlich gut, wofür Märklin einmal gestanden hat: für modernste Technologien, Schnelligkeit bei der Umsetzung neuer Vorbilder und Spielfunktionen, die andere Modellbahnfirmen nicht bieten konnten – wie die fernsteuerbare Telex-Rangierkupplung, der Lokpfiff auf Knopfdruck oder der Drehkran mit Elektromagnet zum Verladen von Schrott.</p>
<p>Modellbahnhändler Ulrich Schweickhardt schildert seine Sicht der Vertriebspolitik von Märklin und hält die Aufgabe der Kaufhaus-Billigmarke Primex &#8220;ohne Not&#8221; in den neunziger Jahren für einen Kardinalfehler. Und beklagt, was Märklin seitdem verlorengegangen ist: Ideen, Qualität und pünktliche Lieferfähigkeit.</p>
<p>Ex-Betriebsrat Jordan muss ich leider zustimmen. Er beklagt, dass heutige Manager keine Bindung mehr ans Produkt und die Marke haben. Die Heerschar von fachfremden Geschäftsführern und sogenannten Marketingfachleuten bei Märklin, die in den letzten 15 Jahren kaum etwas richtig gemacht und Handel und Kunden gleichermaßen vor den Kopf gestoßen haben, ist groß.</p>
<p>Typisch dafür ist Mathias Hink, der Märklin im üblichen Unternehmensberater-Neusprech als &#8220;eine fantastische brand&#8221; (er meint &#8220;Marke&#8221;) bezeichnet und die Schuld am massiven Versagen der letzten Jahre allein den (vielleicht wirklich) veralteten Produktionsstrukturen gibt – und nicht sich. Wenn man eine Marke nur als Geldvermehrungsmöglichkeit sieht, beratungsresistent ist (weil die eigene sogenannte Beratung ja für 2000 bis 3000 Euro täglich abgerechnet werden kann und das Investment noch lohnenswerter macht) und Markenpflege und brand leadership (das weiß ich sogar ohne BWL-Studium) nicht einmal im eigenen Haus praktiziert, weil man den Markt nicht verstanden hat, dann ist das Ergebnis eben so wie bei diesem traurigen 150-jährigen Jubiläum einer ehemals bedeutenden deutschen Marke. Die Marken-Reputation von Märklin ist am Boden. Da tröstet es auch nicht, dass Fleischmann und LGB ebenso auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit und die Spielzeugmuseen sind. Kennt noch jemand Rokal?</p>
<p>Ich glaube nicht, dass die Marke Märklin noch einmal den alten Glanz zurückerobern kann.</p>
<p>Vielleicht haben sich aber auch die Zeiten zu sehr geändert&#8230;</p>
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		<title>Männerspielzeug und leicht bittere vorweihnachtliche Betrachtungen zur Modellbahnbranche</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 11:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Auhagen]]></category>
		<category><![CDATA[Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[KM1]]></category>
		<category><![CDATA[LGB]]></category>
		<category><![CDATA[Liliput]]></category>
		<category><![CDATA[Märklin]]></category>
		<category><![CDATA[Piko]]></category>

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		<description><![CDATA[Die VDI-Nachrichten zeigen Modellbahnen: Männer-Spielzeug en miniature]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2285" class="wp-caption alignright" style="width: 460px"><img class="size-medium wp-image-2285" title="PB210214" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/PB210214-450x600.jpg" alt="Ein skeptischer Blick in die Zukunft  (Foto: Weidelich)" width="450" height="600" /><p class="wp-caption-text">Ein skeptischer Blick in die Zukunft  (Foto: Weidelich)</p></div>
<p>Die Insolvenz von Märklin machte das Thema Modelleisenbahn, das sonst nur vor Weihnachten und zur Spielwarenmesse eine Chance hat, durch eine Flut von Beiträgen in Print und Fernsehen dieses Jahr über Wochen populär. Ich habe gestaunt, dass sich auch viele Redakteure dazu bekannt haben, einmal eine &#8220;Märklin&#8221; gehabt zu haben und dieser einst glänzenden Marke große Sympathie entgegenbrachten.</p>
<p>Die Traditionsmarke Märklin zog die ganze, ziemlich behäbige und marketingmäßig sehr traditionelle Modellbahnindustrie mit und brachte sie dank ihres gut vernetzten Pressesprechers Roland Gaugele immer wieder in hochkarätige Zeitungen und Zeitschriften. Denn von den Fans allein kann die Branche nicht mehr leben. Gaugele, nebenbei auch der allwissende Know-how-Träger und Historiker bei Märklin, wurde von Insolvenzverwalter Pluta frühzeitig entlassen. Das war weder klug noch sinnvoll. Denn nun dümpelt Märklin unvernetzt mit – nach meiner Erfahrung – Null-Kommunikation und schlechten Pressefotos vor sich hin und feiert sich zum 150. Jubiläum wenigstens ein wenig, um das fahle Gesicht zu wahren. Spätestens im Februar, zur Spiekwarenmesse, könnte Märklin endgültig Kader, einem anglo-chinesischen Konzern und mit seiner Tochter Sanda Kan Lieferant unzähliger Modellbahnmarken, in die Hände fallen. Das wäre in wenigen Jahren der Tod der Marke, denn Hochpreisartikel wie die von Märklin, die immer noch mit deutscher Qualitätsarbeit verbunden werden, darf man nicht billig in China und Ungarn produzieren, obwohl es Märklin schon länger tut. Die S-Klasse, für die sich Märklin einmal halten durfte, wird ja auch nicht in Indien montiert und hier teuer verkauft.</p>
<p>China produziert, wenn man rigide kontrolliert, durchaus Qualitätsmodelle. Doch wenn man Mentalitätsunterschiede, hohe Flugkosten, lange Lieferzeiten, mangelnde Reaktionsfähigkeit bei wechselnder Nachfrage, Vorausbezahlung, Montage- und Entwicklungsfehler, den ungewollten, aber zwangsläufigen Know-how-Verlust und Kommunikationsprobleme einkalkuliert, kann eine Fertigung in China nicht wirklich billiger sein. Andere Branchen haben das gemerkt und ihre Entwicklung und Produktion wieder nach Deutschland verlagert. Kurze Wege und kalkulierbare, gut geschulte motivierte Mitarbeiter zahlen sich eben langfristig doch aus. Und schließlich kann nur jemand, der in Deutschland ein Einkommen hat, es hier auch wieder ausgeben – ab und zu sogar für Modellbahnen.</p>
<p>Die neoliberalen Einpeitscher, von Schröder bis zu selbst ernannten Wirtschafts-&#8221;Weisen&#8221;, kennen aber nur eine Kausalkette: Kosten runter, dann steigt die Rendite. Die Arbeitslosen füttert der Staat durch und die Banken verdienen mit Krediten an den Staat. Shareholder value für Aktionäre. Dass die gar nicht dummen Konsumenten ihren Gürtel wohl oder übel enger schnallen und weniger konsumieren oder aus Vernunft vorsorgen und sparen, begreifen hochbezahlte Consultants nicht. &#8220;Angstsparer&#8221; seien die Bürger, die von Politikern und Medien nur noch als &#8220;Menschen&#8221; (als nervige Ergänzung zu Kapital, Material und politischer Macht) bezeichnet werden. Gesunder Menschenverstand ist nicht das Metier der Berater und offensichtlich ein Ausschlusskriterium in einer weit überschätzten Kaste, die primär sich selbst und sekundär ihre Kunden ganz nach Prognosewunsch bedient.</p>
<p>Wir müssen weiter abwarten, wer Märklin übernimmt. Allzu groß dürfte nach den Andeutungen von Insolvenzverwalter Pluta und den von 100 Millionen auf 60 bis 70 Millionen Euro gesenkten Anforderungen an den Geldbeutel eines künftigen Investors der Andrang nicht sein. Er kann auch gar nicht anders, als positive Stimmung zu verbreiten. Wenigstens ist ihm wohl zu verdanken, dass die Spy-Tec-Spielzeuge, die überhaupt nicht zur Marke Märklin passten, abgeschafft wurden. Hoffentlich fällt auch noch das im Handstreich eingeführte Militärspielzeug 4MFOR aus dem Programm, denn die Märklins hatten sich nach dem 2. Weltkrieg geschworen, nie wieder Kriegsspielzeug herzustellen.</p>
<p>Die Unsicherheit, ob die von Märklin übernommene und nie auch nur ansatzweise integrierte Marke LGB je wieder erwachen wird, hat sich in Resignation bei den Fans verwandelt. Ihnen wird nun auch noch der &#8220;Wachtturm&#8221; der überzeugten, fast schon religiös markengläubigen Lehmann-Großbahner-Gemeinde genommen: die LGB-Depesche. Nur ein paar Seiten im Märklin-Magazin sollen den Gartenbahnmodellen künftig gewidmet werden. Das ist, als ob man Porsche- oder Bugatti-Fahrer in der Markenvielfalt der Volkswagen AG mit zwei, drei Seiten in der VW- und Audi-Zeitschrift Gute Fahrt (die gibt&#8217;s tatsächlich noch!) abspeist. Herrenfahrer bleiben gern unter sich, LGB-Bahner auch.</p>
<p>Aber so stellen sich branchenfremde Marketingtechnologen wohl die effiziente Bedienung völlig unterschiedlicher Märkte vor. Nichts über die besondere Mentalität der LGB-Gemeinde zu wissen, ist für die dahinvegetierende Marke tödlich. Das Geschäft macht derweil Piko. Und wer das von Lehmann erfundene spielzeughafte Maßstabsgemisch auf 45-mm-Gleisen, das Piko weiter pflegt, nicht mag, ist inzwischen zu den Amerikanern oder Kleinserienherstellern abgewandert oder baut seine Modelle selbst. Ganz frustrierte LGB-Fans verkauften ihre Sammlungen komplett.</p>
<p><strong>Wenn langjähriges Marketingversagen und Rezession zusammenkommen, leidet ein Luxusartikel wie die Modellbahn.</strong> Händler, Mitarbeiter und Kunden leiden mit. Und die Entscheider, beratungsresistent, schauen nur auf Zahlen und kennen die Mentalität ihrer Kunden nicht.</p>
<div id="attachment_2275" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><img class="size-full wp-image-2275" title="V900001" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/V9000011.jpg" alt="Das KM1-Modell der V90 ist ein Juwel für anspruchsvolle Modellbahner (Foto: KM1 Modellbau)" width="800" height="555" /><p class="wp-caption-text">Das KM1-Modell der V90 ist ein Juwel für anspruchsvolle Modellbahner (Foto: KM1 Modellbau)</p></div>
<p>Geschenkt. Vor Weihnachten wollte ich den Zeitpunkt nutzen, um wieder etwas für die Modellbahnbranche zu tun. Immerhin hat <a href="http://maerklin.de/de/">Märklin</a> auf meine zweite Anfrage geantwortet, auf Anhieb lieferten auch die ebenfalls insolvente Firma <a href="http://faller.de">Faller</a> sowie <a href="http://piko.de/d/">Piko</a>, <a href="http://www.liliput.de/">Liliput</a>, KM1 und <a href="http://www.auhagen.de/inhalt/cms/front_content.php">Auhagen</a> bereitwillig Pressefotos – ganz im Gegensatz zu einer nach Österreich verfrachteten Traditionsfirma und einer kleinen Modellbahn-&#8221;Schmiede&#8221;, die sich trotz 20-jähriger Bekanntschaft nicht gerührt hat.</p>
<p>Das Ergebnis sehen Sie heute als <span style="color: #ff0000;">Vorweihnachtsseite in den VDI-Nachrichten:</span> <span style="color: #ff0000;">Männerspielzeug en miniature.</span> Und weil die traumhaft schöne V 90 von <a href="http://www.km-1.de/">KM1 Modellbau</a> einem Weihnachtsschmuckfoto von Piko weichen musste, zeige ich das Foto hier. Spur 1, Maßstab 1:32, knapp 2000 Euro. Vielleicht wollen Sie ja noch Ihr Weihnachtsgeld sicher anlegen. Solche Kleinserienmodelle verlieren ihren Wert selten. <img src='http://railomotive.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und weil vor Weihnachten Modellbahnthemen am ehesten in großen Zeitungen Platz finden, sollten Sie sich am kommenden Sonntag die <span style="color: #ff0000;">Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung </span>kaufen. Dort stelle ich, mit etwas geschichtlichem Hintergrund, den D&amp;RGW-Caboose von Bachmann im Maßstab 1:20,3 vor.</p>
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