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	<title>Railomotive &#187; Piko</title>
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	<description>Eisenbahn-Blog Friedhelm Weidelich - Fachjournalist</description>
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		<title>Faller ist gerettet &#8211; Märklin nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 10:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marginalien]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Faller]]></category>
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		<description><![CDATA[Faller ist aus der Insolvenz gerettet, Märklin prüft noch Kaufangebote und überflutet den Markt weiter]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie zu erwarten, wurde gestern der Insolvenzplan für Faller angenommen. Die Gläubiger müssen sich mit einer Quote von zehn Prozent zufriedengeben, die Banken lassen ihre Kredite von 1,125 Mio. € für zehn Jahre stehen und bedienen sich an den Grundstücken.</p>
<p>Im Brief an die Gläubiger (siehe auch <a href="http://gartenbahnprofi.de/28229/home.html">Gartenbahn Profi</a>) heißt es weiter: <em>Damit sind die Weichen für eine erfolgreiche Fortführung des Unternehmens gestellt. Die Gesellschafter müssen jetzt noch eine Kapitalerhöhung von mindestens 500.000,00 EUR beschließen. Nach Mitteilung von Dr. Grub ist dies jedoch eine Formsache. Danach wird das Insolvenzgericht den Plan bestätigen. Die Gebr. FALLER GmbH kann jetzt mit der Reorganisation der Produktionsabläufe und mit der Konzentration von Fertigung, Verwaltung und Vertrieb in dem siebenstöckigen Hochhaus in Gütenbach beginnen, mit der Kosten in Höhe von 1,2 Mio. EUR verbunden sind</em>.</p>
<p>Bei Märklin wird unterdessen weiter gepokert. Laut Insolvenzverwalter Pluta hat Märklin 2009 &#8220;nach vorläufigen Zahlen&#8221;, die nur geschätzt und nicht aus einer fertigen Bilanz stammen können, 110 Millionen € Umsatz gemacht, nach 128 Mio. € im Vorjahr. Gestern flatterte Ferpress, wohl als Dementi des <a href="http://railomotive.com/2010/01/kauft-lionel-marklin/">Lionel-Gerüchts</a>, ein Brief von Dr. Kurt Seitzinger ins Haus, dem Handlungsbevollmächtigten des Insolvenzverwalters über das Vermögen der Gebr. Märklin &amp; Cie. GmbH, Rechtsanwalt Michael Pluta. Darin heißt es u.a.:</p>
<p><em> Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass sich die stabile wirtschaftliche Lage, in der sich Märklin aktuell befindet, verschlechtern könnte. Diese gute wirtschaftliche Lage gibt uns die Möglichkeit, mit allen Interessenten auf gleicher Augenhöhe zu verhandeln. Wir treten gegenüber den Kaufinteressenten nicht als Bittsteller auf, sondern wir bieten ein Objekt an, <span style="text-decoration: underline;">aus dem sich, wie wir täglich beweisen, etwas machen lässt, wenn an den richtigen Schrauben gedreht wird</span>.</em></p>
<p>Dazu kann ich nur sagen: Märklin hat nie etwas aus den ohne Not und ganz offensichtlich ohne Strategie und Marktkenntnis erworbenen Marken Hübner, Trix und LGB gemacht. Die Integration dieser Marken ist nicht gelungen bzw. wurde nicht einmal halbherzig versucht. Trix, eine schon vor dem Kauf halbtote Gleichstrom-H0-Marke, passte absolut nicht zu Märklin, Minitrix (Nenngröße N) wäre unter Umständen als neue Marke – aber ohne offensive Vermarktung unter dem Markendach von Märklin! – noch tragbar gewesen. Hübner-Modelle hätten endlich dem schlecht gepflegten und angejahrten Märklin-Spur-1-Sortiment einen Modernisierungskick gegeben. Die Formen scheinen aber irgendwo zu verrotten.</p>
<p>LGB wurde zwar übernommen, aber nicht einmal ansatzweise verstanden und der große Kundenstamm (und die Journalisten) durch ehrliche Informationen noch weniger bei der Stange gehalten als durch die seltenen Lieferungen. Mehrfach versprochene und noch häufiger verschobene, fast produktionsreife Neuheiten sind de facto gestrichen und tauchen vielleicht zum dritten Mal als &#8220;Neuheiten&#8221; auf der Spielwarenmesse auf. Die Glaubwürdigkeit von Märklin ist hinsichtlich dieser Marke LGB inzwischen bei Null, die Marktkenntnis war es schon immer. Das Geschäft machen derweil dreiste chinesische Plagiatoren. Und Piko: Zwar mit Regelspurmodellen in einem kuriosen Maßstabsgemisch, aber preiswert in guter bis hervorragender Qualität. Auch ein neues Schienensortiment gehört zum rasch wachsenden Piko-Sortiment. Und während alte Kleinserienhersteller schlafen, Brawa sich vorschnell aus dem Marktsegment zurückzog und neue Hersteller heranreifen, wurde LGB überflüssig. Der Stern der Marke ist fast verglüht. Vom nicht nachvollziehbaren Umgang mit Ersatzteilen nach den beiden Insolvenzen und den bei Ebay in großen Mengen auftauchenden fabrikneuen Modellen und halbfertigen Teilen einmal abgesehen&#8230;</p>
<p>Auch mit <a href="http://www.spy-tec-world.com/">SpyTec</a> und MFOR hatte sich Märklin ja peinliche Flops geleistet, die von vornherein absehbar waren. Zu Märklin passte dieses Kinder- und Kriegsspielzeug nicht, nicht mal zum Imagetransfer (in welcher Richtung bloß?). Aber das konnten die branchenfremden &#8220;Berater&#8221; und unerfahrenen Jung-Mitarbeiter natürlich nicht wissen. (Persönlich würde ich mir nicht gerade zutrauen, Golfzubehör und Yachten zu verkaufen, nur weil ich ein paar Mal auf Golfplätzen war und drei, vier Yachten steuern durfte. Deshalb verstehe ich die Mentalität von Golfspielern und Yachtbesitzern noch lange nicht.)</p>
<p>Marketingentscheidungen in diesen emotional besetzten Märkten sind extrem sensibel und erfordern profunde Markt- und Mentalitätskenntnisse. Aber das übergroße Selbstbewusstsein von Investoren, Consultants und Marketingstrategen verdrängt solche essenziellen Entscheidungsgrundlagen leicht aus den Excel-Tabellen und Kosten-Nutzen-Rechnungen.</p>
<p>Seitzinger schreibt weiter: <em>Die stabile Situation bei Märklin erlaubt es uns, jedem Interessenten in Bezug auf sein unternehmerisches Konzept für eine Übernahme intensiv „auf den Zahn zu fühlen“. Ein fehlendes oder nicht überzeugendes Konzept hat schon in einer Reihe von Fällen zu einem Abbruch der Verhandlungen durch uns geführt. Wir sehen uns hier nicht nur in Verantwortung gegenüber dem Gläubigerausschuss sondern in einer zumindest ebenso großen Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern dieses Unternehmens. Gleiches gilt für die gelegentlich zitierten Schnäppchenjäger.</em></p>
<p>Es klingt befremdlich, wenn man von potenziellen Käufern überzeugende Konzepte verlangt, aber in Wort und Tat selbst täglich beweist, dass man selbst keins hat (jedenfalls keines, das man offensiv kommuniziert). Wer, wie jetzt Märklin, 400 (!) Neuheiten zur Spielwarenmesse ankündigt, scheint immer noch nichts von Marktsättigung und Konsumschwäche gehört zu haben. Aber vielleicht geht es wieder nur darum, Telefonbuch-schwere Kataloge zu verkaufen. Kauft, Sammler, kauft! Es könnten die letzten sein.</p>
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		<title>Weihnachtsgeschenk für Gartenbahner</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 18:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Modellbahn]]></category>
		<category><![CDATA[D&RGW]]></category>
		<category><![CDATA[LGB]]></category>
		<category><![CDATA[Piko]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gartenbahn Profi-Spezial 2 ist erschienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2507" class="wp-caption aligncenter" style="width: 748px"><img class="size-full wp-image-2507  " title="Foto: Friedhelm Weidelich" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/P9237328.jpg" alt="Ausschnitt aus einer Eigenbau-Gartenbahnanlage. Auch Lok und Wagen sind selbst gebaut.  (Fotos: Weidelich) " width="738" height="553" /><p class="wp-caption-text">Ungewöhnlicher Blick auf eine Eigenbau-Gartenbahnanlage im Maßstab 1:22,5. (Foto: Friedhelm Weidelich) </p></div>
<p>Manchmal beschäftige ich mich auch mit Eisenbahn-Modellen. Je präziser sie sind, um so besser gefallen sie mir. Denn Modelle sind kein Spielzeug, sondern verkleinerte Abbilder der Vorbilder.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2509" title="PC161169" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/PC161169.jpg" alt="PC161169" width="332" height="448" />Im Herbst fotografierte ich die Anlage eines Rio-Grande-Begeisterten für den Gartenbahn Profi, siehe auch <a title="Fotos aus Colorado" href="http://www.railomotive.com/?p=1022">hier</a>. Sie ist nun auf 14 Seiten im Sonderheft <a title="Gartenbahn Profi Spezial 2" href="http://gartenbahnprofi.de/184406/home.html">&#8220;Traum-Anlagen 2&#8243; </a>zu sehen und beschrieben. Sensationeller Modellbau! Und Fotos, wie man sie nicht alle Tage sieht. So wie das obere Bild.</p>
<p>Aber auch die übrigen Beiträge und Fotos von anderen Autoren und Fotografen können sich sehen lassen. Durch&#8217;s Maintal geht es mit den üblichen LGB- und Piko-Zügen, vorbei an selbstgebauten Gebäuden. Nachtaufnahmen einer in Sachsen angesiedelten Gartenbahn machen deutlich, dass die Outdoor-Eisenbahn zu jeder Tages- und Nachtzeit ihre Wirkung entfaltet. Wie auch die unglaublich detaillierte Anlage von Peter Wanke, die die Rhätische Bahn als Vorbild hat. Zum Schluss ist die weiter gewachsene Riesen-Gartenbahn auf Vancouver Island/Kanada zu sehen, die ich in ihren Anfängen 2004 fotografiert für den Gartenbahn Profi fotografiert habe. Sie versucht, die Rhätische Bahn, die White Pass &amp; Yukon und ein wenig Waldbahn zu integrieren.</p>
<p>Das 100 Seiten starke Heft ist werbefrei und für 17 Euro beim Verlag, im Bahnhofsbuchhandel und im ausgewählten Zeitschriftenhandel zu haben.</p>
<p>Gartenbahner (Stichwort: LGB), aber auch Gartenliebhaber mit einer latenten Schwäche für eine große Modellbahn, wird das Heft große Freude bereiten.</p>
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		<title>Männerspielzeug und leicht bittere vorweihnachtliche Betrachtungen zur Modellbahnbranche</title>
		<link>http://railomotive.com/2009/12/mannerspielzeug-und-vorweihnachtliche-betrachtungen-zur-modellbahnbranche/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 11:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedhelm Weidelich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenbahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Die VDI-Nachrichten zeigen Modellbahnen: Männer-Spielzeug en miniature]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2285" class="wp-caption alignright" style="width: 460px"><img class="size-medium wp-image-2285" title="PB210214" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/PB210214-450x600.jpg" alt="Ein skeptischer Blick in die Zukunft  (Foto: Weidelich)" width="450" height="600" /><p class="wp-caption-text">Ein skeptischer Blick in die Zukunft  (Foto: Weidelich)</p></div>
<p>Die Insolvenz von Märklin machte das Thema Modelleisenbahn, das sonst nur vor Weihnachten und zur Spielwarenmesse eine Chance hat, durch eine Flut von Beiträgen in Print und Fernsehen dieses Jahr über Wochen populär. Ich habe gestaunt, dass sich auch viele Redakteure dazu bekannt haben, einmal eine &#8220;Märklin&#8221; gehabt zu haben und dieser einst glänzenden Marke große Sympathie entgegenbrachten.</p>
<p>Die Traditionsmarke Märklin zog die ganze, ziemlich behäbige und marketingmäßig sehr traditionelle Modellbahnindustrie mit und brachte sie dank ihres gut vernetzten Pressesprechers Roland Gaugele immer wieder in hochkarätige Zeitungen und Zeitschriften. Denn von den Fans allein kann die Branche nicht mehr leben. Gaugele, nebenbei auch der allwissende Know-how-Träger und Historiker bei Märklin, wurde von Insolvenzverwalter Pluta frühzeitig entlassen. Das war weder klug noch sinnvoll. Denn nun dümpelt Märklin unvernetzt mit – nach meiner Erfahrung – Null-Kommunikation und schlechten Pressefotos vor sich hin und feiert sich zum 150. Jubiläum wenigstens ein wenig, um das fahle Gesicht zu wahren. Spätestens im Februar, zur Spiekwarenmesse, könnte Märklin endgültig Kader, einem anglo-chinesischen Konzern und mit seiner Tochter Sanda Kan Lieferant unzähliger Modellbahnmarken, in die Hände fallen. Das wäre in wenigen Jahren der Tod der Marke, denn Hochpreisartikel wie die von Märklin, die immer noch mit deutscher Qualitätsarbeit verbunden werden, darf man nicht billig in China und Ungarn produzieren, obwohl es Märklin schon länger tut. Die S-Klasse, für die sich Märklin einmal halten durfte, wird ja auch nicht in Indien montiert und hier teuer verkauft.</p>
<p>China produziert, wenn man rigide kontrolliert, durchaus Qualitätsmodelle. Doch wenn man Mentalitätsunterschiede, hohe Flugkosten, lange Lieferzeiten, mangelnde Reaktionsfähigkeit bei wechselnder Nachfrage, Vorausbezahlung, Montage- und Entwicklungsfehler, den ungewollten, aber zwangsläufigen Know-how-Verlust und Kommunikationsprobleme einkalkuliert, kann eine Fertigung in China nicht wirklich billiger sein. Andere Branchen haben das gemerkt und ihre Entwicklung und Produktion wieder nach Deutschland verlagert. Kurze Wege und kalkulierbare, gut geschulte motivierte Mitarbeiter zahlen sich eben langfristig doch aus. Und schließlich kann nur jemand, der in Deutschland ein Einkommen hat, es hier auch wieder ausgeben – ab und zu sogar für Modellbahnen.</p>
<p>Die neoliberalen Einpeitscher, von Schröder bis zu selbst ernannten Wirtschafts-&#8221;Weisen&#8221;, kennen aber nur eine Kausalkette: Kosten runter, dann steigt die Rendite. Die Arbeitslosen füttert der Staat durch und die Banken verdienen mit Krediten an den Staat. Shareholder value für Aktionäre. Dass die gar nicht dummen Konsumenten ihren Gürtel wohl oder übel enger schnallen und weniger konsumieren oder aus Vernunft vorsorgen und sparen, begreifen hochbezahlte Consultants nicht. &#8220;Angstsparer&#8221; seien die Bürger, die von Politikern und Medien nur noch als &#8220;Menschen&#8221; (als nervige Ergänzung zu Kapital, Material und politischer Macht) bezeichnet werden. Gesunder Menschenverstand ist nicht das Metier der Berater und offensichtlich ein Ausschlusskriterium in einer weit überschätzten Kaste, die primär sich selbst und sekundär ihre Kunden ganz nach Prognosewunsch bedient.</p>
<p>Wir müssen weiter abwarten, wer Märklin übernimmt. Allzu groß dürfte nach den Andeutungen von Insolvenzverwalter Pluta und den von 100 Millionen auf 60 bis 70 Millionen Euro gesenkten Anforderungen an den Geldbeutel eines künftigen Investors der Andrang nicht sein. Er kann auch gar nicht anders, als positive Stimmung zu verbreiten. Wenigstens ist ihm wohl zu verdanken, dass die Spy-Tec-Spielzeuge, die überhaupt nicht zur Marke Märklin passten, abgeschafft wurden. Hoffentlich fällt auch noch das im Handstreich eingeführte Militärspielzeug 4MFOR aus dem Programm, denn die Märklins hatten sich nach dem 2. Weltkrieg geschworen, nie wieder Kriegsspielzeug herzustellen.</p>
<p>Die Unsicherheit, ob die von Märklin übernommene und nie auch nur ansatzweise integrierte Marke LGB je wieder erwachen wird, hat sich in Resignation bei den Fans verwandelt. Ihnen wird nun auch noch der &#8220;Wachtturm&#8221; der überzeugten, fast schon religiös markengläubigen Lehmann-Großbahner-Gemeinde genommen: die LGB-Depesche. Nur ein paar Seiten im Märklin-Magazin sollen den Gartenbahnmodellen künftig gewidmet werden. Das ist, als ob man Porsche- oder Bugatti-Fahrer in der Markenvielfalt der Volkswagen AG mit zwei, drei Seiten in der VW- und Audi-Zeitschrift Gute Fahrt (die gibt&#8217;s tatsächlich noch!) abspeist. Herrenfahrer bleiben gern unter sich, LGB-Bahner auch.</p>
<p>Aber so stellen sich branchenfremde Marketingtechnologen wohl die effiziente Bedienung völlig unterschiedlicher Märkte vor. Nichts über die besondere Mentalität der LGB-Gemeinde zu wissen, ist für die dahinvegetierende Marke tödlich. Das Geschäft macht derweil Piko. Und wer das von Lehmann erfundene spielzeughafte Maßstabsgemisch auf 45-mm-Gleisen, das Piko weiter pflegt, nicht mag, ist inzwischen zu den Amerikanern oder Kleinserienherstellern abgewandert oder baut seine Modelle selbst. Ganz frustrierte LGB-Fans verkauften ihre Sammlungen komplett.</p>
<p><strong>Wenn langjähriges Marketingversagen und Rezession zusammenkommen, leidet ein Luxusartikel wie die Modellbahn.</strong> Händler, Mitarbeiter und Kunden leiden mit. Und die Entscheider, beratungsresistent, schauen nur auf Zahlen und kennen die Mentalität ihrer Kunden nicht.</p>
<div id="attachment_2275" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><img class="size-full wp-image-2275" title="V900001" src="http://www.railomotive.com/wp-content/uploads/2009/12/V9000011.jpg" alt="Das KM1-Modell der V90 ist ein Juwel für anspruchsvolle Modellbahner (Foto: KM1 Modellbau)" width="800" height="555" /><p class="wp-caption-text">Das KM1-Modell der V90 ist ein Juwel für anspruchsvolle Modellbahner (Foto: KM1 Modellbau)</p></div>
<p>Geschenkt. Vor Weihnachten wollte ich den Zeitpunkt nutzen, um wieder etwas für die Modellbahnbranche zu tun. Immerhin hat <a href="http://maerklin.de/de/">Märklin</a> auf meine zweite Anfrage geantwortet, auf Anhieb lieferten auch die ebenfalls insolvente Firma <a href="http://faller.de">Faller</a> sowie <a href="http://piko.de/d/">Piko</a>, <a href="http://www.liliput.de/">Liliput</a>, KM1 und <a href="http://www.auhagen.de/inhalt/cms/front_content.php">Auhagen</a> bereitwillig Pressefotos – ganz im Gegensatz zu einer nach Österreich verfrachteten Traditionsfirma und einer kleinen Modellbahn-&#8221;Schmiede&#8221;, die sich trotz 20-jähriger Bekanntschaft nicht gerührt hat.</p>
<p>Das Ergebnis sehen Sie heute als <span style="color: #ff0000;">Vorweihnachtsseite in den VDI-Nachrichten:</span> <span style="color: #ff0000;">Männerspielzeug en miniature.</span> Und weil die traumhaft schöne V 90 von <a href="http://www.km-1.de/">KM1 Modellbau</a> einem Weihnachtsschmuckfoto von Piko weichen musste, zeige ich das Foto hier. Spur 1, Maßstab 1:32, knapp 2000 Euro. Vielleicht wollen Sie ja noch Ihr Weihnachtsgeld sicher anlegen. Solche Kleinserienmodelle verlieren ihren Wert selten. <img src='http://railomotive.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und weil vor Weihnachten Modellbahnthemen am ehesten in großen Zeitungen Platz finden, sollten Sie sich am kommenden Sonntag die <span style="color: #ff0000;">Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung </span>kaufen. Dort stelle ich, mit etwas geschichtlichem Hintergrund, den D&amp;RGW-Caboose von Bachmann im Maßstab 1:20,3 vor.</p>
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